Silvie
Dies war schon der dritte Rundgang und der Typ hing immer noch an der Theke und wagte sich nicht aufs Podest. Sie saß in einer der zahlreichen kleinen Nischen im Wahlraum des Wagemuth.
Zwei Wochen hatte es gedauert, bis sie durch einen heißen Tipp die Spur von Stefan Arfankel wiedergefunden hatte. Der Scheißkerl schuldete ihr mehrere tausend Bit.
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Verwechslung, Teil 6
Starf
Diesmal ist es kein Piepen, sondern ein Brummen und Dröhnen, das mich begleitet, als ich wieder ins Bewusstsein meiner selbst gleite. Meine Lage im Raum ist unklar. Das Dröhnen im Kopf hat etwas damit zu tun. Ich versuche mir vergeblich an den Schädel zu fassen. Ich öffne die Augen. Unter anderen Umständen könnte ich diesem Anblick einen gewissen Genuss abgewinnen. Ich frage mich, wieso ich sehe, was ich sehe. Merkwürdigerweise hat es keinen passenden Geruch.
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Verwechslung, Teil 7
Ryka
Beständiges Rauschen und Summen umgab Ryka. Ebenso ein unablässiges Stimmengewirr, obwohl niemand direkt mit jemand anderem sprach. Die Ursache für den typischen, durchdringenden Geruch in diesem Bereich des inneren Bezirks der Ballung, war eine Mischung aus den Dämpfen der Synthoküchen, der durch die elektromagnetischen Felder bewirkten Ionisation der Luft und der Körperausdünstungen der sich an diesem Ort tummelnden Menschen – überwiegend Verteilernomaden und Händler.
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Verwechslung, Teil 8
Silvie
Den Beiden folgen oder das Appartement durchsuchen? Hatten sie die Nacht tatsächlich zu dritt verbracht? Entweder war es Starfs Appartement, dann kam sie problemlos hinein und würde ihn dort entweder antreffen oder warten bis er auftaucht, oder es war nicht sein Appartement und dann war es egal, wo die beiden hin gingen. Vielleicht hatte Starf das Appartement aber auch vor ihnen verlassen und die beiden waren unterwegs um sich mit ihm zu treffen? Vielleicht sollte sie ihn in aller Öffentlichkeit bloßstellen? …
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Verwechslung, Teil 9
Wir + Fünf
Alle vier drängen in die Kabine. Nur wir bemerken, dass Starf, der als letzter zusteigt, einem der in die Eingangshalle strömenden Wächtern Zeichen gibt, woraufhin diese das Geschehen bei der Kabine ignorieren und mit dem Aufräumen beginnen. Starf fallen der verwunderte Blick des Mannes und sein kurzes Zögern auf. Er schaut an sich herunter und mimt ironisch erstaunte Irritation. Doch wir sind nicht verwundert, denn wir wissen warum er bis auf Metallringe an seinen Handgelenken unbekleidet ist. Jochen teilt der Kabine das Ziel mit …
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Wechselspiel, Teil 10
Jochen – Klang – Starf
In Gedanken versunken ging er den Flur hinunter. Unbewusst fiel sein Blick in die ehemals leeren Räume, nebenbei wahrnehmend, dass diese sich wieder mit Norminventar füllten. Die Zips produzierten also zuverlässig wie zuvor. …
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Wechselspiel, Teil 11
"nicht hilfreich"
meint vielleicht,
dass zuwenig wort-
hülsen enthalten sind.
hehe
:)))
Jochen
Es war schwierig die Halle zu überschauen, immer mehr Anzuschließende und Nomaden gingen an ihm vorbei. Er lehnte sich an die Wand, dem Rundherum gegenüber, und beobachtete das Appartement. Wenn die drei nicht gezielt nach ihm Ausschau hielten, würden sie ihn nicht bemerken. Er sah auf sein Interess. Zehn Minuten waren vergangen, seitdem sie sich getrennt hatten. …
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Wechselspiel, Teil 12
Silvie – Es
Sie hörte die anderen zwar reden, aber nicht worüber sie sprachen. Etwas drängte sich zwischen sie, verdrängte sie in sich. Sie verharrte in der Hocke, ihre Arme auf den Oberschenkeln, starrte auf den Boden, durch ihn hindurch, und betrachtete die Stockwerke tief unter sich, wie sie übereinander gestapelt miteinander verschmolzen. Das war lustig. Und auch verwunderlich. Sie versuchte ihren Kopf zu schütteln, ohne Erfolg. …
… Ξ, Fragment, Der Wechsel, Wechselspiel, Teil 13
Jochen – Es - Der Klang
Er fiel. Nein, er fiel nicht. Er dachte, nicht, dass er fiel. Fiel er? Denken. Was war das für ein Gefühl? Das Fallen, tief zu fallen? Tief? Hoch? Er kannte das tiefe Fallen nicht, wusste nicht, das Denken; wusste nicht, begann er zu fallen, fiel er schon immer, fiel er gar nicht? Und wann, und wieso, Fallen? Er spürte jedoch; er spürte, dieser Gedanke widersprach diesem anderen Gedanken, stand in Konflikt mit diesem anderen Gefühl, dass er nicht erinnern konnte, nicht das Gefühl, nicht den Gedanken, nicht, warum er ihn gedacht hatte, wann gefühlt hatte, hatte er? Dachte er? Wer? Wer war nicht, er, soweit er dies nicht denken konnte, wer, war er, etwa nicht? In körperloser Schwere? Fallend schwer? Wohin fallend? Den Körper eindringend verdrängend? Ausbreitend einnehmend? Raus aus dem Körper? War er, der Körper, sein Körper, war Er? Nicht in ihm, war er nicht, in ihm? War er überall, in ihm? In seinen Augen. Wessen Augen? Er sah? Sah er, ohne Augen? Was sah er? Sah er nicht, was er sah, ohne Augen? Verloren … In Gedanken … Verloren … Stetig fallend … Abfallend … Aufsteigend … Allein … Verlassen …
... Ξ, Fragment, Der Wechsel, Wechselspiel, Teil 14
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