bastian schreck servus sebastian,
erstmal danke sehr für deinen kommentar, der einmal mehr von einer gründlichen betrachtung zeugt.
der kleine blaue keil rechts war mir persönlich wichtig, und der war auf der vorlage wirklich so, habe nur die binnenzeichnungen im schwarz etwas zurückgenommen, um mehr gewicht auf die köppe zu legen... das blaue eck ist halt der spiegel, der unterm shirt rausblitzt. könnte für meinen geschmack nach rechts etwas größer sein, aber ist jetzt gemalt, und für mich erstmal finito. ;)
mir persönlich war das blau hier wichtig, weil es die komposition für mich abrundet. da sind je drei große dreiecksbeziehungen durch farbigkeit und material. erstmal die drei dunklen flächen vom t-shirt, dann die drei blauen (auch wenn der hg zum vordergrund hin warm wird), und dann halt der arm und die zwei köppe als fleischdreieck. diese dreierpärchen liegen dann immer gegenüber, was ich recht gut fand. zumal es für mich den lesefluss im bild unterstützt. über die hand ins bild zum kopf und von da aus zum spiegelbild, und durch dessen augen (blickgelenkstelle im bild) zurück zum betrachter. dies ist natürlich die europäische leserichtung, denke mal im asiatischen raum siehts dann ganz anders aus, aber da kennst du dich sicher besser aus...
so zu malen ist eigentlich garnicht so spannend, nur stumpfes abarbeiten, aber je nach motiv und thema kann man das mal machen, und wenns nur dazu dient, dass man das mal gemacht hat. kann natürlich von der lebendigkeit nicht gegen einen lebendigen krakelstrich in ner schnellen zeichnung anstinken, aber das war hier auch für mich nicht sinn der sache...
grüße