cobolt Ich werd damit nicht so richtig warm und wills mal so erklären: Es gibt Leute, bei denen ich immer das Gefühl habe, dass sie in Anatomie und Figuren wesentlich besser sind, als im Rest. Vielleicht werden Erstere deshalb immer sorgfältiger und besser, als die Umgebung, in die sie gestellt werden. Aber für mich ist das ein Bruch im Bild, der mir immer ein wenig den Spass und die kompositorische Einheit nimmt.
In diesem Falle frag ich mich, warum im rennenden Typen jede Minifalte mit Tiefe und Kontrast fast bis Schwarz zu sehen ist, und das ganze Umfeld fast flach und diffus wirkt. Wer in einer Bewegung so scharf und illustratorisch festgehalten wird, kann sich von der Umgebung eigentlich nicht so krass unterscheiden. (Bei "Siesta" hab ich n ähnliches Problem, wo das Gras nicht so sorgfältig ausgearbeitet ist, wie die Personen.)
Als Küstenbewohner steh ich ja öfters mal an solchen Stränden und wenn ich mir entsprechende Fotos anschaue, bin ich der Meinung, dass Meer doch noch differenzierter ist, als nur n blaues Band, selbst wenn da noch 200m Luftlinie sind. Und auch n Sandstrand hat wesentlich mehr Details. Niemand joggt dort übrigens bei so nem Wetter in Jeans (das scheuert im Sand wie blöd und bei so nem Blau-Tag schwitzt du dich dämlich), was die Zusammenstellung ein wenig beliebig macht.
Ich würde trotz der deutlichen Liebe zu Figuren willen andere Bereiche nicht so vernachlässigen. Das ist schade. Wer so weit gekommen ist, kann sich auch den Rest aneignen, oder solche Brüche vermeiden. Natürlich ist das rein subjektiv, es werden noch genug jubeln ;)