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Irmer Arnorag

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@Irmer

aus Kiel, Deutschland


Über mich

Nach einer äußerst tragischen Kindheit trat ich zunächst eine Ausbildung zum Straßenbauarbeiter an, zu der mich mein Vater gezwungen hat. An der Fahrbahnmarkierungsmaschine entdeckte ich meine Liebe zur Malerei. In meiner Dachbodenhälfte, die ich mir mit Ismir teilte, fertigte ich mein erstes Werk in Bitumen und Window Color an: "Delfine im Weltall" schlug ein wie eine Bombe. Diese Arbeit ist bis heute verschollen. Doch nun stand es fest: Ich wollte Künstler werden, also tat ich, was getan werden musste: Ich schrieb in drei Meter hohen Lettern mit Fahrbahnmarkierungsfarbe "Kunst" auf die A1 zwischen Othmarschen und Bahrenfeld und ging stempeln.
Von nun an hielt ich mich über Wasser mit Aufträgen wie, den Zaun vom Nachbarn weiß anmalen oder das Zeichnen von Schlachtereipreisschildchen. Im Rahmen meines Selbststudiums malte ich die A's und O's in Telefonbüchern aus.
Ein Schlüsselwerk sollte durch eine ungeahnte Aufmerksamkeitswelle aus dem Establishment den Wendepunkt bringen. Ilse Arnorag, Kunstsammlerin, erstand zu einem rekordverdächtigem Preis von fünf Mark "Ich und Oma aufm Weihnachtsmarkt" und läutete damit meinen Durchbruch ein. Noch heute hängt es in ihrer ständigen Ausstellung in der "Galerie-Kühlschranktür" aus, wo es sich immer noch größter Beliebtheit erfreut. Auf einmal war ich ganz oben - der Trubel des Erfolgs begann: Die Frauen, die Drinks, das faule Lotterleben. Die Partys wurden größer und größer. Erst als ich eines Morgens nackt über der Ballustrade eines Amtsgebäudes hängend erwachte, erkannte ich, dass auch die Leere in mir gewachsen war. Ich verkaufte sofort das Penthouse und den Bughatti und lies mir die Rente ausbezahlen. Ich vergrub das Vermögen bei Bitterfeld und nahm den nächsten Flieger nach Bangladesh, um dort zwei Jahre lang schweigend in einem selbst ausgehobenen Loch in der Steppe zu leben, mich lediglich von Käfern und feuchten Sand ernährend. Dort lernte ich Suaheli und zeichnete mit den Fingern Portraits von Michael Wendler in den Steppenboden.


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