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Yantra

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Über mich

Eine Auswahl meiner Bilder sind als Din A3 Kalender(2012)für 19.90€ erhältlich. Wer Interesse hat, kann mich gerne kontaktieren oder eine E-Mail an mailto:Jolecroft2645248@aol.com schreiben. :)

1. Wie ich zum Malen kam
Manchmal, wenn ich unterwegs bin und male und fremde Leute das Gemalte wahrnehmen, fällt die Bemerkung: “Das Bild sieht schön aus. So etwas würde ich auch gerne können“. Oft denke Ich dann. Wie würde dieser Mensch malen wenn er sich im Laufe seines Lebens soviel Zeit zum Malen genommen hätte wie Ich?
Die Fähigkeit zu künstlerische Ausdruck ist nicht in erster Linie eine F...rage unseres Talents, sondern, wie sehr man Lust darauf hat sich auszudrücken und in seinen Ausdrucksmöglichkeiten auch unterstützt wird oder wurde. Die Freude am Malen wird vielen Menschen bereits früh genommen, wenn die Bemerkung fällt: „Aus Dir wird nie ein Picasso.“
Ich gehöre zur Gruppe von Menschen, die kein ausgesprochenes Talent zum zeichnen haben. Meine Zeichenkünste in der Schule waren mäßig. Aber es machte mir Freude mich malerisch auszudrücken und mit der Zeit entwickelte ich meinen eigenen Malstil. Zudem nutzte ich viele Gelegenheiten zum zeichnen. Seien es die Unterrichtsstunden während meines Studiums (nicht zur Nachahmung empfohlen), Stunden im Cafe oder auf Geschäftsreisen und Seminaren. Ich erhielt mir immer die Freude am Malen, ohne höhere Ansprüche zu stellen. Die Freude an der Kreation und am eigenen Ausdruck trieb mich immer wieder zu Stift und Blatt.

2. Entwicklung
„Du hast einen guten Strich“, bemerkte auf einer Psychotherapie-Fortbildung vor 20 Jahren ein Teilnehmer, der auch Künstler war, beim Betrachten meiner Zeichnungen. Ohne dass ich damals genau verstand was er meinte, dachte Ich dass daran etwas stimmt.
Das Besondere an meiner Art zu zeichnen ist die Linienführung. Meine Linien wurden mit der Zeit weicher, ruhiger und fließender. Bei mir schreitet eine Linie oft langsam und bewusst voran; sie kann jederzeit angehalten und wieder fortgeführt werden, ohne dass Abweichungen oder Brüche in der Linienführung entstehen. Um so zu malen muss man sehr ruhig sein und die Dinge teilweise geschehen lassen. Dort wo ich ungeduldig werde, verliert mein Bild an Qualität.
Ein wichtiger Schritt meiner malerischen Entwicklung war das Finden des richtigen Papiers und des entsprechenden Stiftes. Dieses erlaubte mir eine feinere Abstufung der Linienstärke und damit auch eine feinere Schattierung. Die Möglichkeit der Schattierung, die sich daraus ergab, wurde ein wichtiger Bestandteil meiner Bilder. Sie gewannen an Tiefe und Räumlichkeit und wirkten dadurch erst wirklich interessant und ansprechend.
Früher waren meine Bilder eher Fragmente. In den letzten Jahren lege ich mehr Wert auf Vollständigkeit. Ich achte mehr darauf, dass das Blatt ausgefüllt ist und das Bild in sich geschlossen wirkt. Dementsprechend dauert die Fertigstellung mancher meiner Zeichnungen manchmal 10-15 Stunden oder mehr. Solche Bilder vermitteln mir auch mehr Zufriedenheit, weil ich das Gefühl habe, etwas abgeschlossen zu haben. Ein vollständiges Bild ist vergleichbar mit einem langen intensiven Gespräch.

3. Die Technik und das Vorgehen beim Malen
Zunächst einmal muss etwas auf das Papier gebracht werden – sei es ein Punkt, ein Klecks, eine Linie. Ich gehöre zu den Linienzeichnern. Es beginnt damit, dass sich eine Linie auf dem Blatt niederlässt und sich wie von selbst ihren Weg zu suchen scheint. Es folgt eine zweite Linie, die Bezug auf die Erste nimmt. Oft verläuft die zweite Linie sehr langsam und konzentriert parallel zur Ersten, um ab einem Punkt einen Teil des Weges allein zu gehen. Mit den darauffolgenden Linien beginnt sich eine Form herauszubilden, die immer wieder unerwartete Wendungen nehmen kann und Formen, Gestalten und Räume assoziativ entstehen lässt. In diesem Vorgehen mischen sich Inspiration, Intuition und eingreifende Gestaltung auf Grund von Erfahrung und Gewohnheit.

Die Schattierung: das Entstehen der Räumlichkeit
Bilder erhalten oft erst dann eine größere Tiefe und Dreidimensionalität, wenn Hell-Dunkel-Kontraste bzw. Abstufungen in der Helligkeit zwischen den gezeichneten Linien entstehen. Umso detaillierter man diese Abstufungen zu bilden vermag, desto mehr Tiefe (und oft auch Ausdruck) bekommt das Bild. Umso feiner der Stift in Verbindung mit dem richtigen Papier, umso nuancierter kann man schattieren.


Die Materialien
Innerhalb der letzten 20 Jahre haben sich auch meine Auswahl der Stifte und des Papiers geändert. Die Stifte (Art Tusche) wurden mit der Zeit immer feiner. Hierzu suche ich die jeweils feinsten Stifte (Pilot G3) aus. Das geeignete Papier für mich ist fein und saugfähig. Die Oberfläche muss ein wenig rau sein. Sehr gerne male ich auch auf Restaurant-Servietten (zwei der Kalenderbilder sind auf Servietten gemalt).

Die Symmetrie - das Gleichgewicht - die Harmonie
Symmetrie bedeutet immer auch Gleichgewicht. Eine anschauliche Form der Symmetrie ist das Prinzip der Waage. Legt man auf eine der Waagschalen eine Kugel, so neigt sie sich zur entsprechenden Seite. Legen wir in die andere Waagschale ebenfalls eine Kugel von gleichem Gewicht, so bringen wir die Waage wieder ins Gleichgewicht. Man kann aber auch ein kleines Holzstäbchen auf die andere Waagschale legen, das nicht genau das gleiche Gewicht wie du Kugel hat, aber ein ähnliches. Schiebt man dieses Holzstäbchen nun ein wenig mehr an den äußeren Rand, so kann der Unterschied im Gewicht der beiden Waagschalen neutralisiert werden. Entsprechend entsteht Symmetrie bei einer hochkomplexen verschachtelten Bildanordnung, bei der intuitiv das Gefühl entsteht, dass sich die verschieden Teile des Bildes insgesamt ausgleichen. Zeichnet man etwa einen Baum, so müssen die Äste auf beiden Seiten des Stammes nicht identisch sein, sich aber insgesamt irgendwie ausgleichen. Sonst entsteht beim Betrachter ein Gefühl der Unruhe. Bei meinen Figuren entsteht bei all ihrer Komplexität deshalb in der Regel ein Gefühl der Balance. Eine Ruhe durch das intuitiv gebildete Gleichgewicht der Teile geht gleichzeitig mit der Bewegungsdynamik einher.

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