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  • Spontane Malerei

  • aerdna Spontane Malerei
    Hallo Ihr Alle! :lol:

    Wie Ihr seht bin ich relativ neu hier und hoffe, daß ich alles richtig mache!
    Ich male jetzt seit fast drei Jahren (Zeichnen, Öl, Acryl).

    Mein Problem ist, daß ich liebend gerne einmal "aus dem Bauch heraus" malen würde. Einfach nur weil es mir besonders gut oder eben besonders schlecht geht! :?

    Es würde mich wirklich brennend interessieren, wie mein Innerstes, besonders bei Frust oder Depressionen in meinen Bildern aussieht. Außerdem stelle ich es mir sehr entspannend vor, sein "Gefühlsbild" einfach samt der schlechten Gefühle in die Ecke zu stellen!!! :wink:

    Leider habe ich es noch nie geschafft, so ein Bild zu malen! Wenn ich es vorhabe, suche ich immer erst ewig nach einer Vorlage (obwohl ich eigentlich gar keine möchte!), und irgendwann ist dann das Gefühl natürlich wieder abgeschwächt! :cry:

    Für meine Bilder brauche ich immer eine Vorlage. Ist ja auch nichts gegen einzuwenden, wenn man eben genau das malen möchte.
    Aber irgendwie ist es dann nur zur Hälfte von mir! Die andere Hälfte gehört dem Photo, der Vorlage oder der verwelkten Blume, die als Vorlage herhalten mußte.

    Vielleicht könntet Ihr mir ja helfen!?! :oops:

    Bis dahin, einen netten Gruß
    Andrea :D
  • paracryl
    paracryl
    Hallo Andrea!

    Wenn du dir meine Bidler so ansiehst dann wirst du sehen, dass es mir genauso geht.
    Aber ich war auch mal richtig enttäuscht von jemandem und wollte meinen Frust rauslassen. Ich hab einfach ne Farbe genommen und wild auf dem Acrylblock rumgemalt. Das tat mir schon mal gut.
    Aber dann gabs auf einmal einen interessanten Pinselstrich an dem ich wieder was dazugefügt habe, und dann lief es eigentlich! Davor hatte ich nicht daran gedacht, wirklich etwas zu malen.

    Ich habe es mit einer Farbe gemalt, weil mir das in dem Augenblick nicht auf bunt angekommen ist. Kauf dir doch mal einen Block (weil nicht so teuer wie Leinwand) und probier es aus. Und versuch nichts schönes zu malen sondern einfach, nach was dir gerade ist.

    Dieses Bild ist nur für mich entstanden. Deshalb ist es auch nicht im Forum hochgeladen.
    Signatur
  • aerdna
    Hallo paracryl,

    so wie sich das anhört, mußt Du ja schon richtig sauer gewesen sein. :evil:

    Mein Problem ist, sobald ich vor dem Bild sitze, fängt es in meinem Kopf an zu rattern und ich suche nach Motiven. Das würde ich gerne in gewisser Weise abstellen!

    Aber Dein Tipp ist schon sehr gut! Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren!!! :lol:

    Vielen Dank!
    Andrea
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  • lisa
    lisa
    Hallo Andrea,

    wie es ist, ist es verkehrt. Ist das nicht schrecklich? Ich bin so eine Person, die nur "aus dem Bauch" malt, weil sie gar nicht richtig malen kann. Wenn ich versuche, eine Blume nachzumalen, kommt ein Osterei dabei heraus.

    Wenn es mich in den Fingern juckt, fange ich einfach an. Greife mir irgendetwas und mache irgend einen Strich oder irgend einen Klecks. Einfach drauf los, völlig egal. Manchmal "sehe" ich dann etwas, das ich versuche, weiter zu verfolgen, manchmal landet das Ergebnis im Mülleimer, aber immer hatte ich während des "Spielens" eine schöne Zeit.

    Wenn Du Deinen Kopf nicht so einfach "ausschalten" kannst, versuch vielleicht mal gleich früh morgens nach dem Aufstehen so eine Aktion. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß dann die kleinen gemeinen Monster, die einem immer sagen, was man tun soll, noch nicht so auf Trab sind.

    Einen schönen Sonntag noch

    Lisa
    Signatur
  • aerdna
    Hallo Lisa,

    "kleine gemeine Monster" ist genau der richtige Ausdruck dafür! :twisted:

    Ich glaube, ich werde direkt mal morgen früh den Vorschlag von Paracryl und Dir mischen und versuchen! Danke!

    Mal eine andere Frage: Wie gehst Du denn damit um, wenn den Leuten (Freunde, Bekannte) das Bild nicht gefällt, weil sie keine genaue Form erkennen! Mein Mann z.B. muß immer direkt sehen können, was es darstellt, sonst kann er mit dem Bild nichts anfangen, egal ob es von mir oder von anderen ist.
    Ich glaube, daß mich das auch sehr daran hindert, mich einfach mal fallen zu lassen! :roll:

    Andrea
  • Ilona
    Ilona
    Hallo Andrea

    Ich male sehr viel spontan und aus dem Bauch raus. Nur das ich diese Bilder, immer mit Buntstift, Blei oder Kohle male, das benötigt die geringste Vorbereitung ist eigentlich immer griffbereit. Wenn es mir gefällt, dann male ich es anschließend in Öl. Aber viele dieser Dinge verschwinden in Mappen, es sind halt Gefühle und die sind nicht immer nur schön anzusehen.
    Ich fange einfach irgendwo an und das Bild entsteht drumherum..

    einfach anfangen ...
    ganz liebe Grüsse
    Mosaik
  • lisa
    lisa
    Ja Andrea,

    wie gehe ich damit um? So direkt sagt mir das zwar keiner, wenn ihm was nicht gefällt; ich werde eher mitleidig belächelt :lol:

    Aber ich weiß heute etwas, das ich lange Jahre nicht gewußt habe: ICH bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. Ich male für MICH, weil es MIR Spaß macht. Ich male, um mich selbst besser zu verstehen, ich male, um mich zu erholen, zu entspannen, ich male, um mich gut zu fühlen. Ich male nicht für meinen Mann, oder für Freunde. Ich male nicht, um von anderen etwas dafür zu bekommen (Anerkennung, Geld, was weiß ich).
    Klar bin ich interessiert an der Meinung der anderen, aber wenn ich keine zu hören bekomme, ist es auch gut.

    So abgeklärt, wie das vielleicht klingt, bin ich auch noch nicht. An manchen Tagen reden auch meine kleinen Monster so laut, daß ich verunsichert werde. Aber es wird besser, ich bin da sehr zuversichtlich.

    Und außerdem ist es völlig ok, wenn andere in einem Bild von mir nicht das sehen, was ich sehe. Andere Menschen führen ein anderes Leben, haben andere "Blickwinkel", andere Gefühle. Sie können unter Umständen gar nicht sehen, was ich sehe. Wie es ja auch umgekehrt bei mir ist, ich kann ja auch nicht mit allen Bildern etwas anfangen.

    Mach Du einfach, was Du für richtig hältst, ok?

    V.G.
    Lisa
    Signatur
  • reteP
    Hallo, Andrea,

    warum willst Du denn anders malen? Vielleicht ist ja das Motivationistische GERADE Deine Art, sich auszudrücken? Ich würde nicht "zwanghaft" etwas "wollen", was nicht, nicht mehr oder noch nicht in mir ist.

    Ich habe anfangs gegenständlich, sehr präzise und "geplant" gemalt. Irgendwann kam dann eine 15 Jahre lange Pause, weil ich beruflich etwas anderes machte. Und als ich zur Malerei zurückkehrte, malte ich abstrakt und später dann sogar spontan-gegenstandslos. Ich denke, es gibt auch genau den umgekehrten Weg, nämlich vom Abstrakten und Gegenstandfreien, Spontanen hin zur geplanten Gegenständlichkeit. Es gibt auch ungeplante Gegenständlichkeit, es gibt viele Wege zum Ziel, SICH SELBST "auszudrücken".

    Ich mache heute beides. Einerseits sehr abstrakt-gegenstandsfreie und geplante Malerei (sogenannte "Konkrete Malerei"), aber auch spontane Aquarelle, bei denen man "was erkennen kann".

    Zeig doch einfach mal ein paar Proben, dann können wir auch besser beurteilen, was Du unter "Ich brauche ein Motiv" meinst.

    Aber um es kurz zu fassen: Laß es in Dir wachsen! Erzwinge nichts. Das bringt nur Verkrampfung, und genau DAS kann ein Maler resp. eine Malerin nicht brauchen.

    Liebe Grüße

    Peter
  • aerdna
    Hallo Ihr alle,

    erst einmal vielen Dank für die starke Resonanz! Ich bin überwältigt!

    Der Vorschlag von mosaik, die Bilder in einer Mappe zu verstecken, die nicht so gut sind, gefällt mir prima! Hätte ich auch selbst drauf kommen können :oops: ! Das nimmt den Druck von mir unbedingt etwas schaffen zu müssen, was nachher toll aussieht! -danke-

    Proben von meinen Bildern gibt es demnächst auch zu sehen! (müssen uns nur erst noch eine Kamera kaufen!) :?

    Warum möchte ich anders malen?
    Wenn ich richtig sauer bin, oder frustriert, oder sonstwas habe ich nicht die Geduld ein Motiv zu malen (bin ein sehr,sehr impulsiver Mensch). Anstatt nun auf einen Boxsack einzutrommeln, würde ich lieber meine ganze Energie an einem Bild verschwenden. So könnte ich auch viel später noch, wenn der Ärger verflogen ist, sehen "was los war". Ich verspreche mir davon manche Dinge nachher klarer zu sehen.

    Andrea
  • El-Meky
    El-Meky
    hallo Andrea,

    mir gehts so wie Lisa
    wie es ist, ist es verkehrt. Ist das nicht schrecklich? Ich bin so eine Person, die nur "aus dem Bauch" malt, weil sie gar nicht richtig malen kann. Wenn ich versuche, eine Blume nachzumalen, kommt ein Osterei dabei heraus.

    Wenn es mich in den Fingern juckt, fange ich einfach an. Greife mir irgendetwas und mache irgend einen Strich oder irgend einen Klecks. Einfach drauf los, völlig egal. Manchmal "sehe" ich dann etwas, das ich versuche, weiter zu verfolgen,


    Ich wünschte mir, etwas abmalen zu können.
    aber egal, welches Motiv ich mir aussuchen würde... ich könnte es nie Kopieren.
    -ein reales Bild- finde ich leider immer LANGWEILIG zum abmalen.
    also male ich auch nur aus dem Bauch und 'Erinnerungen'.
    Ich wünschte mir, ich könnte auch mal etwas planen und vorzeichnen und gewissenhaft auf eine Leinwand übertragen und auch noch Spass daran finden.

    so habe ich auch ein Problem, ganz und gar entgegen deinem. *lol*

    der Tip von Lisa ist sehr gut!! solltest du wirklich ausprobieren.
    ich beginne sehr gerne deshalb Vormittags mit einem neuen Bild/Motiv.
    und male dann Nachts in Ruhe weiter.
    Liebe Grüsse an Euch ! :wink:
    Signatur
  • Julia Lutter
    Julia Lutter
    Hallo Andrea,

    mir ging es mal ähnlich wie Dir. Ich hatte den Anspruch an mich, dass jedes Bild super gelungen sein muß. Ich malte auch mit dem Kopf und verkrampfte immer mehr.
    Dann begann ich mit Aquarellfarben zu malen und dabei viel mir auf, dass man mit dieser Maltechnik wunderbar lernen kann, die Kontrolle abzugeben. Versuche es doch mal mit der Nass-in-Nass-Technik mit dem Vorhaben KEIN Bild zu malen, sondern einfach mal mit den Farben und der Technik zu experimentieren. Lasse die Farben ineinanderlaufen. Es ist nämlich manchmal gar nicht so leicht, es einfach zuzulassen. Ich hab mal eine Menge Acrylfarben auf eine Leinwand gespritzt und es dann hochkannt gestellt, um sie herunterlaufen zu lassen. Dabei fiel es mir ungeheuer schwer, einfach dabei zuzusehen, aber es hat geklappt (fast - denn das Bild habe ich dann später neu grundiert und übermalt :D)
    Jedenfalls hat mir das letztlich geholfen, aus dem Bauch heraus malen zu können. Mittlerweile mach ich das fast nur noch, lasse aber hier und da auch zu, ein Motiv mit einzubinden.
    Und den Tipp die Bilder erstmal niemanden zu zeigen, kann ich nur unterstützen.
    Probier einfach aus, was für Dich gut ist. Das herauszufinden ist oftmals das Schwierigste.
    Viel Erfolg,
    Julia
  • aerdna
    Hallo,

    es freut mich zu hören, daß ich nicht die Einzige mit Schwierigkeiten bin. Wie mehrfach gesagt: Wie es ist, ist es verkehrt :cry:

    Wenn ich meine Bilder male benutze ich dafür eine Vorlage! Allerdings kopiere ich sie nicht 1:1. Die Bilder haben dann schon meine "Handschrift" und es würde keiner erkennen, welche Vorlage das war! Damit bin ich auch zufrieden.
    Nur würde ich auch gerne mal etwas gegenstandsloses malen, was aus mir selbst kommt!

    Nach einem erneuten gescheiterten Versuch komme ich immer mehr ins Grübeln, ob ich mir das, was Peter gesagt hat ( warum willst Du denn anders malen?...) nicht noch einmal überdenken sollte!

    Den Versuch mit den Aquarellfarben werde ich auf alle Fälle auch starten! Man soll ja nichts unversucht lassen :roll:

    Ich werde Euch natürlich nicht im Unklaren lassen, und einen meiner Versuche (wenn ich meine Kamera habe :oops: ) spontan zu malen hier herein setzen! :shock:

    Bis dann,
    Andrea :D
  • Dana
    Dana
    Hallo Andrea,
    ich trage immer mit mir entweder eine Fotokamera, mit der ich verschiedene Situationen wie z.B. Körperbewegungen festhalte, falls ich es spannend gerade fiende, oder einen kleinen Skitzenblock, um die Idee, die in meinem Kopf spontann entstanden ist, auf das papier umzusetzen. Die Skitzen und die Bilder benutze ich manchmal als Unterlagen meiner Arbeiten. Die aber verendern sich auch in laufe meiner Arbeit.
    Ich male auch teilweise realistisch und teilweise abstrakt.
    Warum realistich? weil mich reizt, jedes Zentimeter des Obiektes genau zu beobachten und deren Struktur,und seine Wirkung auf mich zu studieren. Weil mich auch reizt mir selber Aufgaben zu stellen, die ich zu beweltigen habe und schauen, wie weit mir es geliengt (erkännen wo meine Stärken und meine Schwächen liegen).
    Warum abstrakt?, wei mich auch reizt auf diese Art und Weise mich ausdrücken zu können und in Metafern zu komunizieren.
    Die abstrakten Bilder fiendest Du kaum auf meiner HP. Die sind erst nur für mich gedacht, damit ich meine Entwicklung nachvollziehen kann.
    Ich habe nicht ganz verstanden was du unter " die Bilder, die du spontann gemalt hast, sind nicht gut geworden" gemeint hast?
    Dana
    Signatur
  • lisa
    lisa
    Hallo Andrea,

    mich würde auch interessieren, was Du mit einem "erneuten gescheiterten Versuch" genau meinst. Hast Du ein Bild gemalt? Was immer herausgekommen ist, ist Deins.
    VG
    Lisa
    Signatur
  • aerdna
    Hallo Lisa,
    hallo Dana,

    die Bilder sehen jedesmal so aus, als hätte ich einfach irgendwelche Farben nebeneinander draufgemalt um sie auszuprobieren! Geordnet möchte ich die Farben nicht haben aber es soll beim Ansehen auch nicht in den Augen brennen! :shock:

    Mein neuester Versuch war, wie Paracryl es erwähnt hatte, nur mit einer Farbe zu malen. Herausgekommen ist dabei ein rotes Bild mit geringfügigen Abweichungen ins hellere oder dunklere. In einer Ecke hatte ich dann ein Gesicht "erkannt" und habe es ein wenig herausgearbeitet. Mehr habe ich in diesem Bild leider nicht gesehen! Wahrscheinlich fehlt mir einfach die Phantasie! :cry:
    Ich habe mein superrotes Bild mit kleinem Gesicht jetzt erst einmal an die Seite gelegt. Vielleicht sehe ich ja in ein paar Tagen ein wenig mehr.

    Liebe Grüße,
    Andrea :)
  • lisa
    lisa
    Hallo Andrea,

    ich finde, Du klingst resigniert. Warum solche Worte wie "leider"? Ein "superrotes Bild mit kleinem Gesicht" hört sich doch toll an. Was erwartest Du denn? Mit einem Pinselstrich Antworten auf alle Fragen in Deinem Leben? Entschuldige bitte, wenn ich das so unverblümt frage.
    Vielleicht hat das Bild eine Bedeutung für Dich, dann wird sie Dir in den Sinn kommen.
    Wenn nicht, ist das vielleicht die Bedeutung, oder es ist doch egal, oder Du merkst, daß Dir an dieser Art des Malens doch nichts liegt.
    Kopf hoch, Du bist doch neugierig, Du wolltest etwas tun, und Du hast es getan. Das ist doch großartig.

    VG
    Lisa
    Signatur
  • Dana
    Dana
    Hallo Anderea,
    Ich weiß nicht, ob ich Dich gut verstanden habe? Du schreibst, dass Du aus dem Bauch ( aus dem Gefühl) malen willst.
    Natürlich, so wie deine Gefühlslage gerade ist, so wird auch Dein Bild aussehen. Falls Du schlecht drauf bist, wird das Bild auch nicht mild aussehen. Falls Du z.Z. in einem Punkt stehst, wo Du durcheinander bist und nicht genau weißt, wie, was, wo, usw..,wird Dein Bild das auch spiegeln. Obwohl es viele Meinungen existieren, dass in der Malerei auch Zufallsachen gibt`s, habe andere Meinung dafür. Die Bilder aus dem Bauch her sind kein Zufallprodukt. Bei solchen Bildern kommt oft das Unterbewußte, manchmal auch das Verdrengte, je. nach Gefühlslage, aus den dunkelsten Ecken raus. Das ist total gut in der psychologischen Praxis beobachten, wenn die Betreuten etwas aus dem Bauch malen sollen. Auch bei mir kommen ab und zu solche Bilder raus.
    Nun ich verwende dafür papier,weil die Leinwände mir da zu teuer sind. Falls das Bild fertig ist, setze ich mich am nechsten Tag hin und ohne darüber zu denken und grübeln, gucke ich mir das an( Meditation), danach ist mir auch vieles klar.Das Bild selber betrachte ich nicht als schlechtes, weil das der Spiegel meiner Seele ist, der mir hilft mich selber kennen zu lernen,auch meine Schwächen zu akzeptieren und auch zu verendern,falls es notwendig ist.
    Ich male selten nach Vorlagen. Und wenn schon, dann nur wenn es um realistisches Malen geht, und fotografiere ich die Obiekte in größtem Teil selber. Ich möchte nicht die Künstlerrechte ferletzen und auch die anderen Fotografen nicht kopieren. Bevor ich los male skiziere ich erst das was ich malen möchte. Dadurch kann ich das gesammte Bild analisieren:Idee, Komposition, Licht und Schatten, Perspektive,Aussage des Bildes, usw... Das betrieft nicht nur realistisches Malen aber auch abstraktes, weil soger abstraktes Malen seine Regeln hat.
    Also je. nach dem was Du vor hast und erreichen willst, auch Deine Stimmungslage, Sicht auf die Sache, usw.. wird Dein Bild immer spiegeln.
    Das ist aber nichts ausergewöhnliches und keine Katastrophe.
    Das Malen ist auch nicht nur reines Vergnügen. In erster Reiche ist es "schweißige Arbeit", die von uns viel Disziplin, Selbstbeherschung, auch Wissen, Ausdauer und Wille verlangt.
    Sei deswegen locker, und laß Dich nicht so schnell entmutigen.
    Dana
    Signatur
  • aerdna
    Hallo

    @ Lisa: Das Resignieren kommt bei mir genau so schnell, wie es wieder geht! Eine Stunde später habe ich schon wieder frohen Mutes vor meinem Bild gestanden! Konnte es doch nicht in der Ecke liegen lassen! :wink:

    @ Dana: Bist Du Therapeutin? Deine Wort haben jedenfalls sehr gut getan! :)
    Ich glaube, ich muß noch sehr stark daran arbeiten, einfach zu sagen: Das ist mein Bild!

    Mittlerweile fängt das Bild auch wieder an mir zu gefallen!
    Aus dem "superroten Bild mit kleinem Gesicht" ist jetzt ein "superrotes Bild mit kleinem Gesicht und einem Lavastrom" geworden!
    Mal sehen was noch kommt! :D

    Netten Gruß,
    Andrea :)
  • Dana
    Dana
    Hallo Andrea,
    das freut mich, dass mein Beitrag Dir behilflich sein konnte.
    Nein, ich bin keine Terapeutin,habe aber schon hier in irgendwelchem Beitrag erwehnt,dass ich mich früher sehr lange für Psychologie und vieles andere interessiert habe. Auch im meinem Beruf ist eine große Priese Psychologie notwendig.
    Dana.
    Signatur
  • friererin
    hallo zusammen,

    habe diesen thread gerade erst mal komplett gelesen und finde ihn sehr interessant.

    ich glaube nicht, dass man ungeübt mal eben so aus dem bauch heraus malen kann. mit ungeübt meine ich in diesem punkt nicht das malen, sondern dass man üben muss ruhe zu finden und genau hinzufühlen.

    ich glaube bei manchem großen meister war das genau umgekehrt, sie leben damit, immer und überall so genau hinzufühlen, dass sie malen mussten um ihre eindrücke zu verarbeiten.

    für mich liest sich das so, dass du, andrea, dich viel zu sehr unter druck setzt. ich denke das motiv - nein, dein motiv - welches du suchst, muss wirklich erst mal in deinem kopf entstehen. muss aus dir selbst heraus kommen. vielleicht bist du etwas zu ungeduldig mit dir selbst? oder vielleicht wehrst du dich sogar unbewusst dagegen dein bauchgefühl zuzulassen(?). was ja nicht ungewöhnlich ist, dass geht wohl vielen so, aber das kannst nur du allein ergründen. ich denke vorher wird es dir nicht gelingen, so malen wie du es dir wünscht.

    ich denke auch, so frei seine befindlichkeiten auf die leinwand zu bringen, gelingt auch nur, wenn man eventuelle kritiker, wie z.b. partner, freunde, etc. völlig aus dem kopf und dem bauch verbannt. wenn man nur für sich selbst malt.

    mein lieber scholli, je länger ich darüber nachdenke ... malen ist ja die reinste therapie! :wink:
    ich denke ich würde mich als allererstes mal mit meinen kritikern hier zu hause auseinandersetzen und diese malen! dann hätte ich diese bremse schon mal aus dem kopf. :wink:

    würde es denn vielleicht für den anfang helfen motive zu malen, die man geträumt hat? im traum ist man doch wirklich das eigene, ungeschminkte, authentische ICH.
    ... das bringt mich jetzt wieder auf eine idee ... da war doch noch was, was ich schon immer mal festhalten wollte ... danke! :wink:
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