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  • Wie komme ich als Autodidaktin an eine Galerie, in die Szene

  • AnnettK
    Hallo pixelinchen!

    Damit wir uns nicht mißverstehen
    ich habe NICHT geschrieben:
    "weshalb ich überlege, überhaupt auszustellen?"
    sondern:
    "Warum Du unbedingt in einer Galerie Deine Bilder ausstellen möchtest? " :wink:

    Grüße Annett
  • pixelinchen
    pixelinchen
    @ Annett

    Ok :wink: !
  • uaetcoc
    hallo zusammen,
    da balgo und peter einen sehr wichtigen punkt erwähnt haben möchte ich dazu doch noch etwas ergänzen. "kunst-spezifisch" ist eigentlich alles gesagt, jedoch gibt es einfach noch ganz klassische regeln.

    orientiert euch! sorry, klingt jetzt etwas doof, möchte auch niemandem auf die zehen treten oder so.... ist jedoch immer noch, oder beinahe, immer öfters die regel, dass einfach ins blaue hinaus versendet, telefoniert, angeschrieben, besucht usw. wird. so nach dem motto: telefonbuch her und bei der galerie "a" beginne ich.

    bewerbt euch nur, wenn ihr die galerie sechs monate "beobachten" konntet. was stellt diese galerie aus? passe ich ins konzept? welche künstler stellen aus (national/lokal/international)? gibt es gruppenausstellungen oder nur einzelausstellungen? wie sieht es aus mit einer webseite? ist die gut/aktuell? wie sieht es "technisch" aus mit meinen werken? z.b. funktionieren meine 2 auf 2 meter teile in diesen verwinkelten räumen? orientieren, orientieren, orientieren....
    wie lange gibt es den laden schon? macht die galerie auch regelmässige ausstellungen mit künstlern die sie vertritt? oder nur einmal und nie mehr wieder? gibt die galerie preis, welche künstler sie "vertritt" und von welchen sie "nur" werke führt?

    personalchefs erzählen heute, dass sich ein mitarbeiter im mittleren kader für eine bewerbung mindestens fünf stunden zeit nehmen soll, um einigermassen vorbereitet zu sein - nehmt euch diese auch :roll:

    ihr müsst in drei sätzen der galeristin/dem galeristen klar machen können, warum ihr gerade bei IHM ausstellen wollt. dies bedingt, dass ihr ins KONZEPT der galerie passt, auf welcher ebene auch immer. dies kann ein lokaler kontext sein, eine "qualitäts-frage", eine stilistische position, oder, oder, oder....

    dies gilt NUR für galerien, in banken, hotels, versicherungen usw. kommen z.t. andere regeln zum tragen. vergesst nicht vor freude, falls irgend eine galerie ja sagt, dann einmal fein nach den konditionen zu fragen. das böse erwachen kann dann kommen...... fragt z.b. bei galerien an, die für euch nie in frage kommen würden, wie ihre konditionen sind, so habt ihr lokale vergleichsbeispiele.

    lauft doch irgendwie, am besten zu randzeiten, ab und zu an der galerie vorbei, wenn dann jedes zweite mal ein schild mit der aufschrift "heute ausnahmsweise geschlossen/heute später/erst ab 16.00 uhr/usw." an der tür hängt, würde ich ausnahmsweise diese galerie einfach vergessen. :wink:

    gruss, cocteau
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  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo,
    Wieder wertvolle Tipps, Danke Cocteau!
    Hmmm... 5 Stunden....
    Wie sagte Obelix immer: "das nenn ich Strategie!"
    Na ja, ich werde ,mir Mühe geben, dass ich nicht ins Heim für schwer erziehbare Künstler komme.
    Strategie Hmmm...

    Gruß aus Berlin
    Peterschnaak
    Signatur
  • KGB
    @auf den beitrag von cocteau:

    schon! aber das ist wohl eher eine frage für die eigene rangliste der galerien. ich sage: lieber ne scheißausstellung, als garkeine!

    abgesehen davon denke ich, daß an dieser stelle konstruktive, fördernde Beiträge wichtiger sind. als derartige alá "stell bloß nicht aus, wenn nicht alles perfekt ist.".
  • uaetcoc
    @kgb,
    mir ist schon klar, dass die unbändige "präsentationsgeilheit" ein elementarer bestandteil des künstler-daseins darstellt, nur dass man sich für dies in die sch***** begiebt, ist vermutlich (hoffentlich !!!) nur noch eine frage der ausgeprägtheit der persönlichen masochistischen ader.
    gruss, cocteau
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo,
    Ausstellen kostet wie alle Dinge:Geld, macht logistischen Aufwand nötig mit anderen Worten Stress. Die ganze Gesellschaft funktioniert nach dem Prinzip Leistung und Gegenleistung.
    Das muss nicht immer um Geld gehen aber man muss rechnen, wenn ich den Transport organisiere macht die Galerie eine Einladung die es sich zu verschicken lohnt? Wie sind die Aussichten des Verkaufes. Welche Neuen Kontakte können sich durch Ausstellungen ermöglichen. Was bringt es mir als Künstler?
    Ausstellen um des Ausstellens willen ist überflüssig und hinterher ein Verlustgeschäft. Vom Schulterklopfen kann man nicht leben.
    Es erfordert schon einen finanziellen/ideellen Aufwand sein Werk auf Verdacht hin zu erstellen. Es gibt immer Leute die denken wenn sie ihre Räumlichkeiten auf kosten des Künstlers mit seiner Kunst schmücken machen sie ihm eine Freude. Und verbreiten die Illusion sie haben was übrig für "Kunst". Unterschwellig erwarten sie auch noch Dankbarkeit das man sich für nothing abrackert.
    sollte man sich überlegen wenn man 400km vom Wohnort entfernt ausstellen darf.
    Sicher immer von Fall zu Fall entscheiden aber das rechnen nicht vergessen Gruß Peterschnaak
    Signatur
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