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  • World Trade Center Wiederaufbau, eine Vision

  • World Trade Center Wiederaufbau, eine Vision
    Seit einiger Zeit versuche ich, den Schock und die Trauer mit Konstruktivität zu verarbeiten und möchte meine Vision eines neuen Gebäudes für das zerstörte WTC vorstellen:

    http://www.gurl.com  
  • Constantin
    Constantin
    hallo,

    sollte man sich nicht erst fragen, ob man an dieser stelle noch mal etwas in dieser größe bauen sollte?
    die vision wirkt auf mich sehr monumental, in den zeichnungen, der gedächtnispark wird doch eher untergehen. ich denke, wenn etwas neues gebaut wird, bleibt es funktional --> viereckig, langweilig.

    gruß constantin
    Signatur
  • Hallo Constantin,
    danke für Deine Reaktion.

    Es gibt nun ja prinzipiell die Diskussion, ob man nach dieser Tragödie überhaupt noch Wolkenkratzer bauen will/darf. Ich verfolge die Diskussion seit Wochen in internationalen Spezialistenforen. Also prinzipiell ist die Frage sehr berechtigt, und ich kann sie mir auch selbst nicht 100%ig beantworten. Ich setzte nur entgegen, ob man mit der Furcht vor erneuten Anschlägen dann eigentlich nichts mehr bauen darf, was  durch Größe, Schönheit oder anderer Auffälligkeiten ins Visier genommen werden kann. Und wenn man soweit ist, was passiert dann mit den existierenden prominenten Bauten in Großstädten (Eiffelturm, Skyscrapers und Fernsehtürmen, etc...)?

    Meine Vision ist sehr monumental, stimmt, aber auch die symbolische Aussage dahinter: Die Menschheit auf diesem Planeten wird nur überleben, wenn sie zusammenhält. Gleichzeitig zeigt das Gebäude abstrahiert gefaltete Hände und soll damit auch ein memorial-monument sein.

    Bei dem Gedächtnispark könnte man sicherlich noch mehr Flächen miteinbeziehen, worauf es mir bei der Grünmarkierung in der map ankam, war zu zeigen, daß die WTC-Originalflächen nicht völlig zugebaut werden und damit der Boden, auf dem so viele Menschen ums Leben kamen für uns alle noch begehbar bleibt. Übrigens wäre die zentrale Fontäne an ihrem Originalstandplatz im Zentrum auch in unmittelbarer Symmetrie zu meinem Bogen und eine Ausdehnung des Parkes in diese Richtung wäre denkbar.

    Ich hoffe nicht, daß alles, was funktionell ist, viereckig und langweilig sein muß. Leider hast Du, wenn man sich die Mehrzahl der Großstädte ansieht, sicherlich recht, aber es gibt auch viele Ausnahmen, und als eine solche würde ich den UWS auch ansehen. Denn funktionell wäre er, und würde auch die meisten der verlorengegangenen Büroflächen der Twintowers ersetzen.

     Gruß, Peter
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  • leppurts
    Mir mutet Dein Entwurf irgendwie unheimlich an - Das ist bestimmt nix diskutierbares, aber das ist das, was ich sagen kann.

    Wie war gleich die biblische Geschichte mit dem Turmbau zu Babel? Ohne mir schon eine Meinung gebildet zu haben - Dort würde ich doch mal als Erstes lesen und dann vielleicht eine maximale Höhe von übersichtlichen zehn Stockwerken erlauben  ;)
  • Constantin
    Constantin
    Ich lese grad einen Artikel im SPIEGEL ONLINE "🔗 ", da sind andere Visionen andere Künstler zu sehen. Interessant...

    Gruß Constantin
    Signatur
  • netsraC
    In der WELT gab es letztens auch ein paar Bilder von einem schlangenförmigen Denkmal-Gebilde, daß an der Stelle errichtet werden soll... ::)

    Carsten
  • :'(
    Dieses Thema berührt mich sehr. Ich war am 11.09.01
    in New York. Einen Tag vor der Katastrophe war ich
    auf der Aussichtsplattform des WTC. Es war so etwas
    besonderes, New York lag mir zu Füßen. Ich bin selber
    Architekt. Schon als ich auf dem Empire State Building
    war fragte ich mich, was bei einem Brand oder einer Explosion
    passieren würde. Die Feuerwehr ist machtlos. Nein, das WTC
    sollte nicht wieder aufgebaut werden. Hier möchte ich
    gerne die Aufzeichnungen aus meinem Tagebuch als Erinnerung
    an den 11.09.2001 plazieren:

    11.09.2001 Schwarzer Dienstag
    Morgens gehe ich zur Post und gebe die letzten Postkarten auf. Danach will ich zum Guggenheim-Museum in den Norden Manhattans. Als ich aus dem Postgebäude komme sehe ich eine schwarze Rauchwolke über Südmanhattan. Ein Wolkenkratzer scheint zu brennen. Dichte Racuchwolken quellen aus den oberen Geschossen. Ich gehe auf die Unfallstelle zu. Viele Straßen lang. Dann höre ich von Passanten, dass es sich um das World Trade Center handelt. „Nein“, denke ich, „das kann doch nicht wahr sein.“ Gestern war ich noch auf der Aussichtsplattform. Bei einem gewissen Abstand mache ich halt. Habe das Gefühl, dass ein Zusammenbruch der Gebäude möglich ist. 180.000 Tonnen Stahl pro Büroturm. Eine Stahlskelettkonstruktion hat keine hohe Feuerwiderstandsklasse. Der Stahl wird schmelzen und die Feuerwehr ist machtlos bei den hohen Gebäuden. Eine Amerikanerin hat die Türe ihres Wagens offenstehen und das Autoradio laut eingestellt. Es handelt sich um einen terroristischen Anschlag. Zwei Passagierflugzeuge wurden gekidnappt und als fliegende Bomben benutzt. Die umherstehenden Amerikaner sind, wie ich, entsetzt. Der Radiosprecher berichtet, das auch das Pentagon teilweise durch den Einschlag eines Verkehrflugzeugs beschädigt wurde. Dann passiert das Unfassbare. Der erste Turm bricht zusammen. Ein Grollen. Die Geschosse stürzen, eines nach dem anderen, ein. Aufschreie der Umherstehen. Menschen fallen sich in die Arme und weinen. 25 Minuten später bricht der zweite Turm zusammen. Vorher sah ich Menschen aus den Stockwerken springen. Es ist ein entsetzliches Desaster, das sich vor meinen Augen abspielt. Eine schwarzgraue Wolke liegt über Südmanhattan. 20.000 Menschen sollen sich zum Zeitpunkt der Anschläge in den Türmen aufgehalten haben. Unsagbare Wut überkommt mich. Zivilisten sind wieder Opfer des Terrors geworden. Ich begebe mich ins Hotel und rufe zuhause an, dasss mir nichts passiert ist. Aufatmen dort. Ich gehe in eine Kirche an der 5th Avenue. Mit einer Gemeindeschwester halte ich ein langes Gespräch. Wir lesen den 46 Psalm der Bibel. Es ist gut über das Erlebte zu erzählen. So kann ich die Sache besser verarbeiten. Ein Gottesdienst schliesst sich an. Angehörige von Opfern und Vermissten sind anwesend. Sie nennen Namen. Alle halten sich bei den Händen als für die Menschen gebetet wird. Genken an die Menschen, die bei der Katstrophe des World Trade Centers starben oder verletzt wurden. Es ist unfassbar für mich. Es passsierte vor meinen Augen als Tower 1 und 2 einstürzten. Was sind das für Menschen, die so etwas planen und ausführen? Terrorismus ist ein Übel. jederzeit und Überall können sie zuschlagen. Nirgendwo ist man gefeit davor. So viele Menschen mussten heute sterben. Sinnlos, so sinnlos.
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