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  • verkaufen bei ebay

  • uhsuy
    hallo,

    vielen dank das ihr so reichlich auf meine frage reagiert habt... ihr habt nmir auf jedenfall sehr weiter geholfen. ich denke das ich vom verkauf über ebay abstand nehmen, bzw gar nicht erst damit beginnen werde. ich habe zwar schon über ebay verkauft, allerdings keine arbeiten von mir. habe auch nie beobachtet wie kunst bei ebay gehandelt oder nicht gehandelt wird aber als ich gesehen habe das es eine künstlerselbstvermarktungskategorie (wunderschönes wort oder;) gibt schien mir das eine frage wert zu sein. also danke an alle. ich habe mit dem kunstmarkt bisher wenig zu tun gehabt. habe hier und da mal ein bild verkauft, das waren dann auftragsporträts o.ä...dass ich auch graffitis male hat der eien oder andere von euch schon gesehen. und in dem sektor habe ich bisher mit meiner kunst das meiste geld verdient. gerade jetzt steht ein auftrag an. ein kinderzimmer. eine wand. ein formel eins rennen... also ein auftrag für eine privatperson. der in meinen augen eine beachtliche summe dafür zahlt...an dieser stelle danke an meinen illustrationsprof, der mich, was den preis für den aktuellen auftrag angeht, "beraten" und ermutigt hat einen anständigen tagessatz zu berechnen...
    worauf ich hinaus will?
    ganz einfach. ich habe mich bisher, auch und gerade, bei meinen graffitiaufträgen unter preis verkauft. erstens weil es meistens privatpersonen sind und zweitens weil ich keine ahnung hatte was die preise angeht. d.h. ich habe eine preisvorstellung gehabt, die kam mir zu hoch vor. ich hab mich nicht getraut sooo viel zu verlangen und habe weniger genommen...wenn ich das wollte könnte ich auch am fließband arbeiten... und da wäre das einkommen wenigstens regelmäßig...
    kurz und gut. nein! ich bin nicht bereit mich bei ebay für ´n appel und ´n ei zu verkaufen, bin ich doch gerade dabei das hinter mir zu lassen...

    also vielen dank

    lieben gruß

    yushu
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    auch bei dieser Frage gilt letzlich, das jeder das selbst entscheiden muß. Ich respektiere diese Entscheidung bei jedem, egal sie ausfällt. Aber ich kann für mich nur sagen, warum nicht für etwas was man sowie so macht ein wenig geld kriegen und so weiter machen zu können, als gar nicht mehr zu produzieren oder erst wieder anschaffen zu müssen für das nächste Bild. Naja, wie gesagt, muß und sollte jeder selber entscheiden.
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  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Yushu,
    Mein prof sagte mal zu mir (er ist ironiker) Sie feilen ja immer noch wer soll denn das bezahlen?
    Sie dich mal um was ein Rohrschrauber kriegt oder ein Autoschrauber, eine Bruttoarbeitsstunde setzt sich aus den Lohnkosten den Materialkosten und den Fixkosten zusammen. Aber es ist bei Kunst natürlich bedenklich zu sagen jetzt ist es aber gut,sonst kommt zu wenig rum.
    Also als freier (irgend eine Idiotentätigkeit)
    sind 15 E die stunde minimum darunter
    sollte man selbst für freunde nicht gehen. Wenn einer Kunst kauft sollte er auch der Meinung sein das der Künstler irgendwie ein Recht auf menschenwürdiges Dasein hat oder?
    So ist es zumindest theoretisch alles weitere bedarf der Einzelfallprüfung.
    herzliche grüße peter
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  • peter schnaak
    peter schnaak
    hallo don dada,
    die künstler machen das sowieso und wenn man ihr zeug gut findet sind, sie dann schon foh und wenn es dann noch nen appel und`n ei gibt lächeln sie dankbar und eigentlich müssen sie froh sein wenn wir sie nich in`s arbeitslager stecken denn richtige arbeit is das ja nich... aber schön der röhrende hirsch nich
    Ich bin ja nun schon Wirtschaftschaot, aber kunst ist ein Job und der setzt Investionen vorraus die müssen wieder reinkommen sonst schreibt man rote zahlen. ganz simpel. In den Aufnahmebedingungen der Ksk heißt es so schön, dass ein professioneller Künstler jemand isr der vorhat ernsthaft am Wirtschaftsleben teilzunehmen.
    herzliche grüße peter
    Signatur
  • uhsuy
    hallo peter,
    ich habe irgendwann auch angefangen so vergleichend zu denken. was verdienen handwerker..usw. sogar schüler die nachhilfe geben kriegen heutzutage bis zu 15E die stunde...
    ich habe beim graffitimalen zu anfang festpreise genommen, weil die kunden einfach wissen wollten was am ende dabei rauskommt. stundenlöhne und angaben wie: "das dauert ungefähr 30 stunden..." das waren meistens angaben die die kunden nicht zufriedenstellen konnten...
    einmal hatte ich einen potentiellen auftraggeber, der einen reit- und fahrverein betreibt... hat eine postkutsche und so weiter. und natürlich einen (gelben) lkw mit dem er die pferde und kutschen usw transportiert. um diesen lkw ging es. er wollte eine szene mit pferden die eine besetzte postkutsche ziehen auf beiden seiten des lkw, dazu einen text in schablonenschrift, sowie adresse usw auf die türen des führerhauses, dazu auf die hecktüren pferdeköpfe. alles vollfarbig. die seitenfläche des lkw beträgt ca 7,5 x 2 m...alles in allem wahnsinnig viel arbeit, skizzen, schriftschablonen anfertigen etc... zum ersten mal habe ich den versuch gewagt und habe einen angemessenen preis veranschlagt, der eigentlich noch im rahmen lag. ich habe zur preisfindung verschiedene lackierereien angerufen und vorgegeben ich hätte einen lkw in der und der größe der einfarbig in einem bestimmten farbton lackiert werden solle. was das kosten würde. ich wäre beinahe aus den latschen gekippt bei dem was mir damals gesagt wurde. dem auftraggeber habe ich dann ein angebot über 2000 euro gemacht, natürlich verhandelbar. weit weniger als die lackierung gekostet hätte! das war ihm zu viel, er hätte so an 5-600 gedacht. bis auf 1300 habe ich angeboten runterzugehen. also ca ein drittel. der auftrag ist nie zustande gekommen. ich hätte das geld in ca 10 tagen verdient und dann hätte ich wer weiß wie lange auf den nächsten auftrag warten müssen... daseinsberechtigung für künstler... jaja. viele sehen das nicht. damals war ich noch schüler, gerade dabei mein abi zu machen, wäre ein schönes taschengeld gewesen aber ich war zum glück nicht darauf angewiesen. gerade bei aufträgen die an graffitimaler vergeben werden tun sich die leute (insbesondere privatpersonen) schwer preise zu akzeptieren. da herrscht leider viel zu oft eine art sozialarbeiter mentalität. "wir holen die jungs von der straße, sie dürfen sich bei uns verwirklichen. wir tun ihnen einen gefallen udn die kriegen auch noch geld dafür!!!"
    das es kein spaß, sondern arbeit ist und mit selbstverwirklichung nichts zu tun hat wenn ich zuhause sitze und stundenlang schablonen schneide, skizzen mache für ein bild, das ich mir nicht ausgesucht habe, das NUR den vorstellungen des kunden entspricht, weil ich solange skizzen mache bis ER zufrieden ist, dass begreifen die meisten nur schwer. da ist es leichter der kunde ist selbstständig, hat eine firma o.ä. weil diese leute anders rechnen. ein privatmann schaut und fragt "was habe ich am ende des monats im portemannaie?" während selbstständige eher schauen "wie kommt das geld dahin?" deshalb ist letzteren einfach bewusster, das preise ihre berechtigung haben, wenn das geleistete gut ist usw... die werden viel seltener sagen "ich dachte du machst das für 100 euro oder so", sondern sich einfach überlegen ob es ihnen den preis wert ist und ob sie es sich leisten können.
    soviel von der seele geschrieben tut auch mal wieder gut ;)
    danke peter.

    grüße
    yushu
  • peter schnaak
    peter schnaak
    hallo yushu das hatte ich auch vor kurzem ich sollte für eine schwachsinnige Bürgereinitiative ein wahlplakat entwerfen- für 50 euro. ich dummi hatte schon angefangen zu recherchieren und zu skizzieren.
    aber das war mir denn doch zu pervers. und dann noch gesagt bekommen, die schnellzeichner am kuhdamm machens auch in 10 min. etwas mit einer oder wenigen linien zu zeichnen ist die schwerste Übung!
    gruß peter
    Signatur
  • uhsuy
    hi peter,
    man man man...wenn die sowas wollen, sollen sie doch zu den schnellzeichnern am kuhdamm gehen. tztztz...
    habe mich gerade auch mal wieder rumgeärgert. mit dem auftraggeber des formel-eins bildes...allerdings ging es nur um den termin. eigentlich war das kommende wochenende abgesprochen..hab ihn eben angerufen. er tat als wisse er von nichts. "ihr sucht euch termine aus" war seine reaktion...es war aber mit ihm abgeklärt. nett bleiben. er ist der kunde. also alles verschoben. um zwei wochen...aarg!
    manchmal könnt ich kotzen. aber der zahlt ja wenigstens gut...ist zumindest abgesprochen ;) ist es eigentlich üblich bei sowas ne anzahlung für bereits geleistete arbeit zu verlangen?

    gruß

    yushu
  • peter schnaak
    peter schnaak
    ich kenn es aus anderen branchen sog Vorkasse,
    wenn man eine größere Arbeit macht sollte mindestens ein materialkostenvorschuss drinsein
    kann aber auch nach hinten losgehen, wenn was schiefgeht oder der kunde nicht zufrieden ist kann er das geld zurückverlangen dafür kann man eine berufshaftpflicht abschließen, sollte man haben ist aber sehr teuer.
    Signatur
  • uhsuy
    hmmm...okay. das material hat er schon bezahlt...wenigstens zum teil, weil ich die farben gleich an seine adresse hab liefern lassen, so das auch die rechnung an ihn gegangen ist...natürlich alles nach absprache. entwurfszeichnungen hat er auch schon gesehen. udn er war sehr zufrieden. bleibt noch das risiko, das er mit dem endprodukt unzufrieden sein könnte und dann ersatz fordert. hmm ich glaube da ist aber alles klar zwischen uns, dass sowas nicht passiert...er hat mir inzwischen sogar von selbst eine anzahlung angeboten...
    gruß
    yushu
  • uaetcoc
    hallo yushu,
    heute ist es absolut normal, dass künstler (und andere berufsgruppen) eine anzahlung verlagen, sobald es sich um eine auftragsarbeit nach kundenwusch handelt. meistens wird dies so geregelt: materialkosten kannst du ohne probleme im vornherein verlangen (eigentlich ist jede vorkasse bis zu einer höhe von 1/3 des gesammtpreises der kompletten arbeit ok, und zum teil eigentlich normal). auch wenn er dann abspringen würde bist du eigentlich abgesichert, da er dir einen auftrag erteilte, ist dies sein problem und er muss dir die arbeit bis zu ausgeführten stand bezahlen, ebenso wie das verwendete, oder spez. für diese arbeit angeschaffte verbrauchsmaterial. wenn die arbeit länger dauert, d.h. über einen monat hinaus, kannst du vereinbaren, dass imm er ende monat die kosten (prozentual) für den geleisteten monat abgegolten werden, dies geht auch mit einer preispauschale und ist nicht nur im stundenlohn möglich. musst dies einfach mit dem kunden abklären..... viele haben schon ewig gearbeitet, dann eine riesen rechnung gestellt und dann zu hören gekriegt, sorry, bin gerade knapp bei kasse......

    noch einen tip zum thema: mit dem preis runter gehen.... junge passe auf, hoch kannst du dann kaum mehr, und wenn es sich rumspricht, "aber bei so und so haben sie es für die hälfte gemacht".... was bringen dir dann tonnenweise aufträge, die sich aber nicht auszahlen. dort verdammt vorsichtig sein. kenne einige, die schlussendlich in arbeit erstickten, jedoch ende monat nicht einmal mehr den strom zahlen konnten.....
    was ich machte, wenn es wieder absolut katastrophal lief und ich eigentlich zu nichts nein sagen konnte. habe dem kunden erklärt ok, ich kann es ihnen günstiger machen, jedoch einfach ohne zeit limit, immer wenn ich etwas ähnliches habe, kann ich diesen arbeitschritt gerade "mit nehmen".... so haben sie dann einfach ewig gewarte, auch stand es manchmal nur in einer ecke, war in zwei tagen gemacht, jedoch wartete ich drei monate, bis ich den kunden kontaktierte. er MUSS merken, warum es günstiger ist.... kunden gewöhnen sich sehr schnell an billige preise, dies gehört verhindert. :wink:
    gruss, cocteau
  • uhsuy
    hallo cocteau,

    vielen dank für deine ausführungen...ich stelle fest dass ich intuitiv dieses mal alles richtig gemacht habe...okay die vereinbarte anzahlung beträgt nicht ein drittel sondern nur ein viertel... das material ist weitestgehend bezahlt und ein endgültiger termin scheint auch zu stehen...
    du hast recht, der kunde muss selbstverständlich merken warum es günstiger ist. der angebotene preisnachlass, den ich weiter oben beschrieben hatte, war auch mit einer erheblich aufwandsverringerung für mich verbunden. es wäre dann kein vollfarbiges bild mehr geworden, sondern eine art schatten udn umrissspiel auf dem gelben untergrund des lkws beinahe eine skizze... naja ist ja eh nichts draus geworden...

    in meinen augen müssen kunden und potentielle kunden einfach begreifen, dass kunst ihren preis hat, sonst könnten sie auch selbst einen pinsel nehmen und irgendwas zurechtklecksen :-)
    außerdem sollte ihnen klar sein, dass kunst in gewisser weise ein luxusgut und ausserdem meistens einzigartig ist und das kostet nunmal...

    gruß

    yushu
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @cocteau:
    Man muss dann allerdings auch aufpassen, dass man seine Leistungserbringung nicht als Werkvertrag aufsetzt. Der Fallstrick ist nämlich die Bezahlung nur gegen Abnahme des fertigen Auftrags durch den Auftraggeber.

    Ich nehme an, es gibt auch im Künstlerbereich vorgefertigte Vertragsmuster für Auftragsarbeiten - also mal bei den Verbänden nachfragen.

    Für den Bereich Webdesign muss ich bei meinen AGBs bzw. Verträgen mit dem Kunden dasselbe berücksichtigen. Auch hier wird eine Vorauszahlung von 30% fällig, eine weitere Abschlagszahlung von 30% bei Abnahme des Prototyps und die Restzahlung nach Abnahme und Auslieferung. Wichtig sind die Zwischentermine für Abnahmen durch den Kunden und die Kriterien, die zur Abnahme verpflichten. Ein anfängliches "Briefing" mit den Details der Kundenwünsche ist auch sehr hilfreich im Falle späterer Auseinandersetzungen.

    Wer will, darf sich gerne meine AGBs reinziehen und sich daraus für die Vertragsgrundlage seiner Auftragsarbeiten inspirieren lassen: http://www.praxishome.de/downloads/AGB.pdf
    Signatur
  • uaetcoc
    @brooklyn und alle,
    sorry, habe dies vermutlich nicht deutlich hervorgehoben, bei uns (schweiz) sind die vertrags und geschäftsformen doch noch etwas anders....
    ein werkvertrag beinhaltet jedoch auch bei uns die abgabe eines "endproduktes", in den meisten fällen greift man desswegen auf die form des "einfachen auftrages" zurück, der definiert sich, in der form wie er hier besprochen wurde, genau immer bis zur momentan geleisteten arbeit (logischerweise kann dies immer geändert werden, und sowieso und überhaupt, und rechtsstreit, usw :roll: )
    besten dank & gruss, cocteau
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