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  • Was meint ihr zu dieser "Geschäftsidee"?

  • sonntagsmaler
    sonntagsmaler Was meint ihr zu dieser "Geschäftsidee"?
    Mas meint ihr dazu?

    ....eine kleine Galerie eröffnen, in dem "Hobbykünstler" (also keine professionellen Künstler, die hauptberuflich der Kunst nachgehen und dadurch auch hohe Preise veranschlagen) ausstellen können. Man würde einen monatlich festen Betrag für die Ausstellung der Werke verlangen (minimal, vielleicht 20 Euro, oder gestaffelt nach Anzahl der Kunstwerke - gibts ja auch in Online-Galerien z. T.) und eine geringe Verkaufsprovision (ca. 10 %). Ausgestellt wird alles mögliche - Kleinkunst, Gemälde, dekorative Basteleien, Skulpturen, ......
    Quasi eine kleine Galerie für jedermann, mit "menschlichen" Preisen (also nicht in schwindelerregender Höhe). Wäre auch nicht jeden Tag ganztägig geöffnet, da es sich in einer kleinen Stadt / Gemeinde befinden würde, in der die Öffnungszeiten der Läden unterschiedlich sind, und zunächst mal nebenberuflich anlaufen würde.

    Was meint ihr? Besteht Bedarf für so etwas, würde das laufen? Ist natürlich nur mal eine grobe Idee. Hättet ihr als Künstler Interesse, in so einem Laden auszustellen? Und was meint ihr, gäbe es genügend Nachfrage für so einen Laden?

    Mich würden prinzipiell mal eure Meinungen interessieren :-)

    Lg
    die SonntagsMalerin
  • verena
    verena
    also ich wäre dabei.
    Finde die Idee ganz gut und scheint auch nicht unerreichbar zu sein.
    Allerdings mußt Du ja auch die Miete usw. zahlen.. also daher sind 20 € zwar schön aber wohl zu wenig,oder?

    Denke mit den Austellungskosten muss man die Miete und nebenkosten decken können um dann an der Provision was zu verdienen.... oder willst Du die Gute Fee sein und das just for fun machen?

    Wo willste das denn machen?In welcher Stadt?
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Wenn Du eine halbwegs gute Präsentation hinkriegen willst (also nicht im Stil eines Kramlädchens der Marke Heidi´s Kunststübchen), dann brauchst Du helle Räume, ebenerdig und ein grosses Schaufenster.

    Du musst rechnen mit:
    Miete, Nebenkosten, evtl. Maklerprovision, Kaution, Visitenkarten, Flyer, Marketingkosten, Anzeigenkosten, Aussenbeschriftung, Präsentationsregalen, Bilderschienen, Feuerlöscher, Versicherung für die Verkaufsware, Rückstellung für die Renovierung bei Auszug, Einkommenssteuer, Umsatzsteuer etc...

    Du brauchst:
    Gewerbeanmeldung, Bankbürgschaft oder Kaution über 2-3 Monatsmieten (gewerbliche Mietverträge laufen in der Regel übrigens mehrere Jahre, ohne dass Du vor Ende der Laufzeit rauskommst)...

    Wie Du das finanziell hinkriegen willst mit 10% von den Verkaufserlösen + 20 Euro/Aussteller ist fraglich...

    Mach die Rechnung doch mal umgekehrt:
    Schätz die laufenden Kosten pro Monat (Miete etc.), rechne hinzu Deine Investitionen (verteilt auf 36 Monate Abschreibungszeitraum zuzügl. Zinsen für die Kapitalbindung), dann berechne Deinen Zeitaufwand mit 10 Euro pro Stunde und das ganze könnte dann der monatliche Deckungsbeitrag sein.

    Und jetzt:
    Rechne aus, wieviele Aussteller Du brauchst und welche Umsätze Du machen musst, um mit 10% Anteil aus dem Verkaufserlös und den 20 Euro pro Aussteller auch nur den Deckungsbeitrag zu erreichen.

    Wahrscheinlich habe ich jetzt noch die Hälfte vergessen - dafür hat´s aber auch nur 7 Minuten gebraucht...
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  • Dana
    Dana
    Hallo,
    in der Sache gebe ich auch brooklyn Recht. meine Bekannte hatte eine Galerie. Trotz Kontakten und vielen Bekanntschaften konnte sie nur ein jahr ihren Laden halten. Danach mußte sie schließen, obwohl sie gute Bilder ( kein Ramschladen) verkaufen probierte. Viele davon waren aber von Bekannten, für von deren Bildern sie keine hoche Prowisionen nehmen wollte. Die alle Kosten rum herum haben sie aber aufgefressen. Sie hat die Galerie in seher gutem Punkt gehabt, trotzdem auch bei Galerien ist die Konkurenz groß und "die alten Fuchse" haben immer viel bessere Karten in der Hand, als die Anfenger.
    Probieren aber kannst Du natürlich, nun wie schon Brooklyn geschrieben hat, du mußt aber alles gut durchkalkulieren.
    Dana
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  • BALGO / Brigitte STEINBACHER
    BALGO / Brigitte STEINBACHER
    halo

    Du kannst Dich auch auf FLohmärkten stellen, verdienste mehr und hast weniger Kosten...
    na ja und ab und zu regnets bei Euch ja auch..
    salut Balgo
  • xorefa (billie)
    xorefa (billie)
    Die Idee ist gut, und ich wäre gerne dabei!
    Xórefa
    Signatur
  • xorefa (billie)
    xorefa (billie)
    Die Idee ist gut, und ich wäre gerne dabei!Natürlich müßte man die Kalkulationen sorgfältig prüfen und auch bereit sein dicht zu rechtzeitig dicht zu machen, wenn es nicht so läuft. Kunst muss präsentiert werden, denke man nur daran wie achon allein ein Rahmen die Bildoptik beeinflußt.

    Xórefa
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  • siraloS
    Hallo,
    also sehr wichtig wäre ersteinmal das du ein Gewerbe anmeldest. Danach würde ich dir wie "brooklyn" empfehlen einmal alles durchzurechnen, d.h. einen Businessplan erstellen.
    Dieser Plan besteht aus einer groben Schätzung von Gewinnen, Kosten und Ausgaben nach dem Grundsatz, je mehr man an Waren verkauft, umso höher werden die Kosten.
    (Alle Erlöse müssen übrigens als Nettoerlöse angegeben werden).

    Nun geht man folgendermaßen vor:
    Ich würde mir jetzt eine Tabelle erstellen und in die Zeilen der 1. Spalte die einzelnen Produkte reinschreiben (Grundpreismiete für Kunstwerke, Verkaufsprovision, etc.). Nun schreibt man über die darauffolgenden Spalten die Kundengruppen (Stammkunden, Laufkunden, etc.).

    Jetzt kannst du ungefähr die zu erwartenden Gewinne abschätzen. Und lege dieser lieber ein wenig niedriger an, als zu erwarten. Leider zu niedrig, also zu hoch, sonst kommt dann nach ein paar Monaten das böse Erwachen.

    Als nächstes musst du die Ausgaben mit einbeziehen. Damit ist hauptsächlich Wareneinsatz (Materialien etc.) gemeint. Und zusätzlich kommen noch die anstehenden Kosten wie Miete, Pflege, Marketing etc. Das alles stellst du nun Monat für Monat gegenüber und schaust dir an, ob es sich für dich rentiert.

    Viel Glück...

    MfG
    Solaris

    http://www.denkerhaus.de
  • aerdna
    Hallo Sonntagsmalerin,

    also die Idee an sich finde ich sehr gut!
    So hätten auch einmal Hobbykünstler wie ich die Möglichkeit ihre Bilder an die Öffentlichkeit zu bringen, und nicht zu Hause verstauben zu lassen!

    Außerdem könnte Otto Normalverbraucher auch einmal ein "Original" kaufen und müßte nicht "nur" auf die Kunstdrucke, die in Massen produziert werden und auch viel kosten, zurückgreifen.

    Ebenso wie die Basteleien und Skulpturen, etc.! Ich kenne keinen Laden in dem es so etwas zu kaufen gibt! Außer auf Basaren, Kirmes oder Krammärkten. Aber die sind leider nicht jede Woche, und schon mal gar nicht, wenn man etwas außergewöhnliches sucht!

    Allerdings ist das Organisatorische, wie es schon beschrieben wurde, nicht zu unterschätzen! Habe zwar selbst keine Erfahrung damit, und könnte Dir jetzt auch keinen Tip geben, aber ich finde was vor mir so geschrieben wurde, kling ziemlich ernüchternt.

    Aber vielleicht bist Du ja jemand, der die Herausforderung liebt und sucht!!!

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall schon einmal viel Glück und die richtige Entscheidung!

    Andrea :)
  • sonntagsmaler
    sonntagsmaler Danke schon mal :-)
    Hallo ihr lieben,

    vielen Dank schon einmal für eure zahlreichen Antworten und Vorschläge...
    Es ist klar, dass ich das alles noch genau durchrechnen muss...ist ja auch nur einmal eine grobe Idee :wink:
    Aber es muss gar nicht den riesen Gewinn abwerfen..eigentlich wär es schon ok, wenn es etwa null auf null aufgehen würde...

    WAs mich noch interessieren würde - wieviel würdet ihr, wenn ihr ausstellen wolltet - in so einem Laden als monatlichen Grundpreis akzeptieren? Evtl. reichen 20 Euro ja wirklich nicht aus, um die Kosten zu decken, aber zu teuer soll es ja für die Aussteller auch nicht sein, sonst lohnt es sich für die wieder nicht *grübel*.
    Was meint ihr?

    LG
    Die SonntagsMalerin

    Freue mich über weitere Tipps, Gedanken und Vorschläge! :-))))
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Weisst du, ich zahl Dir gerne 500 Euro im Monat, wenn Du für 2.000 Euro monatlich von meinen Sachen verkaufst.

    20 Euro im Monat signalisiert mir eher, dass ich nicht viel erwarten sollte und allenfalls überlegen muss, ob ich mal ´nen schmerzlosen Zwanziger riskiere.

    Bedenke auch, dass Du bei der "Kleinvieh-macht-auch-Mist"-Preispolitik nur sehr wenig Spielraum hast, mal etwas abzulehnen, wenn´s gar zu gruselig ist :-)
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  • regeeS-eirelaG
    Hallo
    Deine Kalkulation zeigt schon das du nicht in der Lage bist dieses zu bewältigen :cry: in einem Ort am Arsch der Welt :oops: ……. kann man nur als Profi :twisted: mit super Namen oder als Wahnsinniger :shock: ein Geschäft eröffnen.
    Ein Hobby sollte ein Hobby bleiben, natürlich kannst du Versuchen Künstler oder die es werden wollen in einen Hobbykeller :idea: in eine kleine Stadt zu locken doch wer soll davon Profitieren wenn du keine Kunden in die Ausstellung bringst und das ist wesentlich schwerer als der ganze Aufbau des Geschäfts.

    Also mein Tipp :wink:
    Sprich mit einer für dich Vertrauenswürdigen Bank wenn sie nach Prüfung deiner Kalkulationsangaben ein eventuelles OK gibt dann kannst du den Gedanken Ausbauen wenn nicht lass die Finger weg.

    Oder du versuchst es wie in den USA da ist ja auch schon mancher Tellerwäscher zum Millionär geworden.
    Doch leider redet keiner über die die es nicht geschafft haben und das sind mindestes …… :?: :?: :?:

    Gruß Peter
  • Mungo
    Deine Absicht in allen Ehren, aber so, wie du dir das gedacht hast, ist der Laden in kürzester Zeit pleite. Die beiden Hauptgründe: 1. Bei einem Ladenlokal hast du zu hohe Start- und Fixkosten, 2. In einem kleinen Ort wirst du nie die benötigte Anzahl von Kunden finden, die du mindestens zur Kostendeckung brauchst.

    Warum lässt du die Bilder deiner Bekannten nicht bei denen, lässt dir ein Exposé mit guten Fotos und einer Künstlerbeschreibung schicken, veröffentlichst das ganze dann in einem eigenen Internetshop als virtuelle Ausstellungsfläche und machst deinen Shop dann über geschicktes Online-Marketing bekannt? Das ist mit Sicherheit risikoloser und erfolgversprechender. Allerdings musst du auch darauf achten, das du nicht irgendein "Sammelsurium" anbietest, sondern dich auf bestimmte Gebiete spezialisierst oder irgendein sonstiges hervorstechendes Merkmal kreierst. Sonst gehst du in der Masse unter.

    Noch ein Tipp: Lass deine Idee immer von einem Fachmann durchrechnen, dann bist du auf der sicheren Seite.
  • inim
    Hallo Sonntagsmaler, super Idee, wäre sofort dabei. Ich weis wenn dus richtig anstellen würdest, geht das.


    Viele grüsse Michaela
  • odnaliW_ocsicnarF
    Um die Kosten im Griff zu behalten würde ich an deijner Stelle erst mal folgenden Test vorschlagen. Versuche dir nen Großen Raum zu mieten (nur für einen best. Tag), der sowieso leer ist, ne Lagerhalle wäre am besten und organisiere einen Kunstflohmarkt. Hier hast du die Kosten voll im Griff, sind aber auch nicht unerheblich, möchtest du gute Werbung machen. (Zeitungswerbung mind. 2x vor Beginn, zusätzlich Werbeplakate in der Region mind. in der Größe Din A 3, vorher viele Künstler ansprechen ob sie mitmachen würden. Das ganze beschränkt auf einen Tag und wenn sich das gelohnt hat, kannst du das regelmäßig machen.

    Nur so n Gedanke.
  • Kleckser
    Kleckser
    vergiss es!

    wenn du die Räumlichkeiten mieten musst, größere Investitionen hast und darüber hinaus noch auf dem Lande lebst vergiss es zweimal!

    Die Leute wollen entweder dick Kohle hinblättern für die Kunst die sie kaufen. Dann wollen sie diese Kunst aber auch in einem Ambiente kaufen, das wirklich was hergibt, wo man das Geld förmlich riechen kann. Darüber hinaus musst du dir noch ein besonderes Image aufbauen z.B. regelmäßige Orgien feiern oder ähnliches.
    Nur dann kommt Geld rein und das ganze trägt sich.

    So wie du das aufbauen willst möchtest du die Hobbykünster ansprechen. Die kaufen eh keine Kunst sondern machen sich die Bildchen lieber selber. Als geldanlage, wie im ersten Fall, ist diese Kunst nämlich völlig uninteressant. Also bleibst du immer in einem Preisniveau von 100€-max 500€. Mehr will sich ein Otto-Normalverbraucher normalerweise für Kunst nicht antun (die wenigen, die hier anders denken kannst du mit der Lupe suchen). Und selbst wenn 100 Leute am Tag reinkommen wirst du bei diesem 'Klientel' nicht wesentlich mehr als ein Bild pro Woche verkaufen. Bei 10% kommt da nicht viel rüber.

    vergiss es dreimal - mach lieber einen Laden auf für Künsterbedarf und mach da eine kleinbe Ausstellung rein.

    lG, Wolfgang
  • Angelika Reeg
    Angelika Reeg
    eine supergute idee,

    ABER

    ist ja eigentlich schon alles gesagt worden ;-))

    wirklich, ich denke, wenn du nicht mitten
    in New York u.ä. wohnst, also eine so richtig super-mega-gute Lage hast,
    vor allem dort, wo das Publikum auch über etwas Kleingeld verfügt,
    vergiß es.

    echt, ne super-idee, aber aber...
    die Leutchen haben wenig Kunstverständnis,
    haben kein Geld, und nur, dass sie sich die Werke anschauen können, dafür dann Miete oder Pacht für Räumlichkeiten zahlen, nö.
    es sei denn du nimmst Eintritt ;-))

    lg angy ;-))
    Signatur
  • Kleckser
    Kleckser
    noch eine kleine Anmerkung zu meinem Beitrag oben:
    Anders sieht die Situation aus, wenn du die Räumlichkeiten selbst hast, z.B, wenn bei dir eh schon eine Scheune leer steht und wenn du nicht darauf angewiesen bist, davon zu leben (was ja nach deiner Aussage oben zutrifft). Dann kann alles eine Größenordnung kleiner laufen - dann ist es sozusagen kein Gewerbe mit Gewinnabsicht sondern dein Hobby, das dich mit Freunden und Sinnesgleichen zusammen bringt. Dann kannst du wie hier im Kunstnet über Kunst diskutieren, die Bilder bewerten und Kaffee kochen für die Besucher - tragen wird sich das aber nicht, selbst wenn du die Räumlichkeiten für 'quasi umsonst' bekommst und selbst dann wenn du deine Arbeit nur wie ein 1€ Job bewertest.
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