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  • Ja wir werden den Realismus überleben müssen ob wir wollen o

  • Gast, 1 Ja wir werden den Realismus überleben müssen ob wir wollen o
    Also da jetzt die Leute sich an Abstrakten satt gesehen haben und ein haufen Hausfrauen ihren Abstrakten Senf und Künstlerischen Ausguß zum Besten gegeben haben müssen die Menschen jetzt den Realismus ertragen der uns zeigt das wir genauso zeichnen können wie Fotos und die Ausdruckstärke eines Fotografen auch draufhaben als wären wir Pop.
    Na dann es lebe die Variete in der ach so belieben Kunst der Künste
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    ganz unterschreiben würde ich das nicht
    - das zeichnenkönnen wie Fotos

    es wird ein Nebeneinander von Abstrakt und Realistisch geben - es wird aber mehr auf Bildaufbau und Gestaltung gehen und sicher kein nur fotografisches Abzeichnen
  • Andrea Zahradnik
    Andrea Zahradnik
    Cesarecool - was hast du gegen Hausfrauen? Nehme mal an, dass eine solche dich großgezogen hat...
    und viele Abertausende von uns wurden auch von Hausfrauen geboren und großgezogen...
    Ich schließe mich Egon an - es wird sicherlich ein Nebeneinander weiterhin geben. Wie auch bisher. Und ich ziehe meinen Hut vor allen, die realistisch malen. Das gehört für mich zu den Grundlagen der Malerei.
    Für mich sind die wahren Könner des Abstrakten die, die genauso gut realistisch ihre Themen darstellen können wie auch abstrakt. Ist halt meine Meinung.
    Signatur
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Endlich ein Beitrag zu Realismus- dem kann ich mich nur mit Begeisterung anschließen. Vor allem gefällt mir die Bemerkung dass wahre Könner des Abstrakten die sind, die genauso gut realistisch ihre Themen darstellen können. Auch bin ich der Meinung, dass ein gutes Handwerk die Basis ist für weitere Entwicklung. Natürlich ist ein guter Handwerker nicht unbedingt auch ein Künstler. Aber ich finde wenn man als Künstler ernstgenommen werden will dann sollte man sich auch um eine solide handwerkliche Basis kümmern.
    Gegen Hausfrauenmalerei habe ich nichts, viele Menschen hatten nie die Gelegenheit eine Kunstakademie zu besuchen, aber vielleicht das Talent, das sich dann irgendwann zum Ausdruck bringen möchte. Aber auch jenseits der Akademien gibt es Möglichkeiten, sich das Handwerk anzueignen, es gibt Kurse, Sommerakademien u.s.w.
    Auch ich wollte immer Malerin werden, und mein sehnlichster Wunsch war eine solide Ausbildung. Jetzt erst, im Alter von 50 Jahren, konnte ich mich von meinen Pflichten zu mindest teilweise freistrampeln und eigne mir jetzt nach und nach die handwerklichen Grundkenntnisse an.
    Ich finde man sollte auch bedenken, unter welch schwierigen Umständen sich ein Spätentwickler diese Kenntnisse aneignen muss. Neben Familie und Beruf noch die Zeit und das Geld aufzubringen, um ein Handwerk zu erlernen, dass von der Mehrheit der Umwelt als brotlos und deshalb sinnlos angesehen wird, worin man keinerlei Unterstützung weder in finanzieller noch emotionaler Weise erhält sondern nur belächelt wird, bedarf großen Durchhaltevermögens.
    Meist ist es auch noch so, dass es Frauen noch schwerer haben als Männer. Wenn Männer von der Arbeit nach Hause kommen und sich zurückziehen, um ihrem Hobby zu fröhnen, wird das bewundert. Aber wenn eine Frau den Berg Wäsche stehen lässt und sich weigert, die Wohnung auf Hochglanz zu putzen, weil sie lieber malen will, dann stößt das zumeist auf einen Aufstand von Mann und Kindern.
    Obwohl ich jetzt alleine lebe und die Kinder schon ausgezogen sind, ist es immer noch schwer ihnen klarzumachen, dass Mutter keine Lust hat, am Sonntag die Kinder dorthin zu kutschieren wo sie gerne sein möchten sondern einfach den Tag vor der Staffelei verbringt.
    Ich verstehe natürlich was du unter Hausfrauenmalerei verstehst, jemand der einige Kleckse auf die Leinwand knallt und sich als große Künstlerin fühlt. Leider gibt es das aber auch unter den Akademikern, ich bin sicher dass viele Akademiker nicht im Stande sind, gut realistisch zu malen.

    Von einer "Hausfrauenmalerei", die Möglichkeit, zu Hause zu sein, vom Mann unterstützt zu werden und den ganzen Tag malen zu können, kann ich nur träumen. Ich glaube nicht dass es in der heutigen Zeit so viele Männer gibt, die damit einverstanden sind.
    Wenn ja, dann bitte meldet euch bei mir!
    Liebe Grüße Margit
    Signatur
  • siku
    Also da jetzt die Leute sich an Abstrakten satt gesehen haben [...]


    Na, der User "cesarecool" hat sich aber schnell abgemeldet. Vielleicht liegt es an der schwachen Qualtiät seines Beitrags. - Und das realistische Malerei Ausdrucksstärke haben kann, ist wohl auch nicht gerade eine revolutionäre Feststellung.
  • Gast, 6
    liebe margit,

    wenn die auswahl derer die sich bei dir melden allzu groß sein sollte, verweist du dann bitte ein paar an mich ???

    :-)

    grüßlein
    elke


    p.s.
    übrigens ein sehr schöner beitrag von dir
  • geradeaus
    geradeaus
    Ich versuche, realistisch malen zu lernen, um später vielleicht darauf verzichten zu können.
    Oder auch nicht.
    Aber ich möchte die Wahl haben.
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Elke: klar doch, aber die Hoffnung ist klein...
    geradeaus: genau so ist es.
    Ich glaube dass die Entwicklung so ideal wäre:
    Stufe 1: unbewusste künstlerische "Zufälle" passieren manchmal, aber selten. Die realistische Sichtweise der Dinge ist noch nicht vom Bewusstsein aufgenommen und kann deshalb auch nicht wiedergegeben werden. Die künstlerische Begabung kann sich nur unbewusst einbringen.
    Stufe 2: Der Schwerpunkt liegt in der Aufnahme der realistischen Sichtweise und Integration ins Unterbewusste. Es ist möglich, beabsichtigt realistische Gegenstände wiederzugeben.
    Stufe 3: Die realistische Sichtweise hat sich im Unterbewusstsein verankert und stabilisiert. Die Seele ist jetzt frei und kann auf die Ressourcen des Unterbewusstseins zurückgreifen und nach Bedarf verwenden, um das künstlerische Empfinden bewusst und beabsichtigt auszudrücken.
    So empfinde ich es zumindest. Ist vielleicht jetzt verwirrend geschrieben, ich bin schon hundemüde, gute Nacht!
    LG Margit
    Signatur
  • RoWo
    RoWo
    Wenn Männer von der Arbeit nach Hause kommen und sich zurückziehen, um ihrem Hobby zu fröhnen, wird das bewundert. Aber wenn eine Frau den Berg Wäsche stehen lässt und sich weigert, die Wohnung auf Hochglanz zu putzen, weil sie lieber malen will, dann stößt das zumeist auf einen Aufstand von Mann und Kindern.


    Deshalb ist es umso wichtiger, den Mann und die Kinder rechtzeitig (von Anfang an) dazu zu erziehen, daß sie im Haushalt mit anpacken ;)
    Signatur
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Wenn Männer von der Arbeit nach Hause kommen und sich zurückziehen, um ihrem Hobby zu fröhnen, wird das bewundert. Aber wenn eine Frau den Berg Wäsche stehen lässt und sich weigert, die Wohnung auf Hochglanz zu putzen, weil sie lieber malen will, dann stößt das zumeist auf einen Aufstand von Mann und Kindern.


    Deshalb ist es umso wichtiger, den Mann und die Kinder rechtzeitig (von Anfang an) dazu zu erziehen, daß sie im Haushalt mit anpacken ;)



    Das ist schon wieder mal ein Schemendenken

    Ein Großteil der malenden Damen die ich kenne sind in Pension und haben Zeit - und weil viele davon ( verzeiht mir, aber es ist die Wahrheit) schlechte Zeichner sind malen sie Abstrakt - weil "nur" das ist für sie Kunst
    Ich selber "bekoche" jeden Tag meine Familie aber nebenbei bleiben mir am Vormittag etwa 3 - 4 Stunden für Hobby oder sonst was :-)

    Es ist durchaus möglich ohne jedes handwerkliche Können preisgekrönte "Zufallskunstwerke" zu erzeugen ( es sind ja auch Bilder von Affen u.ä. Kunstkritikern unterjubelt worden) aber hinter dauerhaftem Erfolg stehen Können und harte Arbeit
  • Hans Werner Mußreichen
    Hans Werner Mußreichen
    Welch eine dumme Feststellung !
    Wieviel Arroganz und Intoleranz ist nötig, um so etwas zu schreiben. Willst Du Bilder verbrennen ?
    Signatur
  • Gast, 10
    Ich finde es wichtig, sich klar zu machen, dass es ein "fotografisches Abzeichnen", wie es hier genannt wurde, überhaupt nicht gibt. Zeichnen ist Zeichnen und Fotografieren Fotografieren. "Abzeichnen" ist eben die Übersetzung vom Bildsystem Foto in ein völlig anderes System, das der Zeichnung eben, also: in Fläche, Punkt, Strich, Schraffur usw. Dass viele heute vor einem leidlich naturalistisch gemalten Bild stehen und sagen, "Sieht aus wie n Foto!" hat was mit mangelnder Schärfung der Beobachtungsgabe zu tun. "Fotografisch abzeichnen", das ist also so n Ausdruck wie "Buch verfilmen". Als könnte man ein Buch auf Film ziehen, wie man Limo auf Flaschen zieht. Viele Grüße! Sebastian
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    [quote="SebastianFB"]Ich finde es wichtig, sich klar zu machen, dass es ein "fotografisches Abzeichnen", wie es hier genannt wurde, überhaupt nicht gibt. Zeichnen ist Zeichnen und Fotografieren Fotografieren.

    Abzeichnen (womöglich von einem vorgegebenen Foto)ohne sich selbst einzubringen ist langeweilig und ein armseliger Versuch zu kopieren -
    man muß weglassen , gestalten und es so malen/ zeichnen wie man es sehen möchte mit allen Mittel die einem als Maler zur Verfügung stehen - wo ein Foto nicht mitkann
    als Beispiel : Diese Hütte steht in den Bergen - aber diese sind vor lauter Wald nicht sichtbar - aber da als Auftragswunsch müssen sie zu sehen sein

    🔗
    Ps: Ergebnis ist in der Gallerie :-)
  • Gast, 11
    Hi Margit,
    Du sprichst *allen Hausfrauen* aus der Seele. Besser hätte man Deinen Kommentar dazu nicht formulieren können. Ich habe das Glück einen Mann zu haben, der
    meine Malerei voll akzeptiert, noch nie gemeckert hat, wenn ich statt putzen, gemalt habe - und das schon seit 41 Ehejahren.
    Liebe Grüße annegret
  • cobolt
    cobolt
    Nüüdlich, wie sich am Wort "Hausfrau" aufgehängt wird und die Sabbelei mal wieder in völlig verkehrte Richtungen abdriftet. Immer wieder heiter anzusehen.
    Fakt ist nunmal auch, dass hier die meisten nicht das Assoziationsvermögen haben, über die üblichen Klischee-Bilder hinauszuwachsen, da ihnen die entsprechende Ausbildung fehlt und sie eigentlich auch sonst nix zu sagen haben. Und so wird eben abstrakt gekleckert oder sich mit den Standards Portrait, Blumen, Titten u.ä. (bei den Herren), Katzen und Landschaft begnügt. Das KANN innerhalb eines gewissen Zirkels durchaus ausreichend sein, der keine höheren Ansprüche stellt. Politische Bilder wie die z.B. von Pessi sind hier eine absolute Rarität. Wenn Kunst aber auch eine Reflexion der Gesellschaft und ihrer Zeiten sein soll, wunderts mich nicht, wenn Leuten wie Kumpel Cesare hier die Suppe hochkommt. Das gilt auch, was die eigentliche BANDBREITE der Möglichkeiten angeht, die ausserhalb des KNs existiert, hier aber nur sehr vereinzelt überhaupt aufgenommen wird. Sehr zeitgemäß ist das in der Tat nicht. Trotzdem wird hier z.T. Puderzucker verstreut und sich aus dem Fenster gelehnt, als wärs die neue Dokumenta. Wenn man es mit Ironie nimmt, ist es mal wieder saukomisch :o)
    Signatur
  • Claudia A. G. Harrer
    Claudia A. G. Harrer
    Ich bin Realist weil ich real male - nein wirklich.

    und ich bewundere die Maler die sich der Abstraktion verschrieben haben und diese auch wirklich beherrschen und die Maler die realistische Bilder anfertigen, weil sie durch diese besser sprechen können. Das ganze gilt auch umgekehrt!!!

    Mode hin - Mode her
  • Gast, 14
    1 Ein Künstler (Maler) kann kein großes gegenständliches, figuratives Werk schaffen ohne die Potenz abstrakter Pinselstriche (shapes).

    2 Ein Künstler (Maler) kann kein beeindruckendes, abstraktes Gemälde ohne Kenntnis der Dramatik und Formensprache der Natur schaffen.

    Harley Brown
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    ... Das gilt auch, was die eigentliche BANDBREITE der Möglichkeiten angeht, die ausserhalb des KNs existiert, hier aber nur sehr vereinzelt überhaupt aufgenommen wird. Sehr zeitgemäß ist das in der Tat nicht. Trotzdem wird hier z.T. Puderzucker verstreut und sich aus dem Fenster gelehnt, als wärs die neue Dokumenta. Wenn man es mit Ironie nimmt, ist es mal wieder saukomisch :o)


    :-))
    hier drinnen im feuchtwarmen ist es doch viel kuscheliger. man kann sich ungehemmt erörterungen widmen, ob sex in der kunst ein hauptthema ist oder ob in der kunst überhaupt alles erlaubt sei :-))
    Signatur
  • Gast, 16
    Nicht Real oder Abstrakt ist das Problem - das Problem ist das Motiv und der Weg zum Motiv ;) Völlig schnuppe ob Foto, Malerei, Installation what ever. Und ganz klassisch psychologisch ist Motiv eben auch Beweggrund.
    Wissen (um techniken) ist so nicht das Problem - man muss nur wissen wo es steht - Bildung ist das Problem. blablablablabla
    ...
  • cobolt
    cobolt
    Neulich lief auf ARTE eine interessante Doku über die Geschichte des Expressionismus (inkl. seines Einflusses auf den Film). Wenn ich die Beweggründe dieser gezeigten Werke vergleiche (vom Inhalt ganz zu schweigen), mit dem was hier zu sehen ist, kann man nur feststellen, dass 60 Frieden in (West)Europa auf die Motivation offenbar grossen Einfluss hat. Man wird das Gefühl nicht los, dass der Beweggrund heutzutage über eine Reflexion der eigenen Befindlichkeit (mache mer mal n Portrait oder so) nicht hinausgeht und sich maximal in esotherischen Welt(untergangs)bilderchen erschöpft. Bei allen Dingen, die sich derzeit so in der Welt (und im eigenen Land) abspielen, find ich diese allg. zufriedene Trägheit hier die wahre abstrakte Kunst. (Besonders von jenen, die sich selber als Künstler bezeichnen. Von einem z.B. Auftragsillustrator wird sowas ja nicht unbedingt erwartet.) Aber je weiter man in den Underground vorstösst, desto heftiger und deutlicher werden auch wieder die Aussagen, die Ausdrucksmittel und -stile. Das ist interessant zu beobachten und zeigt, dass man beweglich bleiben sollte :o)
    Signatur
  • Gast, 17
    So, wie einen Typ von KN-Bilder gibt, gibt es auch einen Typ von KN-Mitgliederkommentaren. Hier redet jeder sein Problem vom Herzen los, was das Zeug hält! Oft artet es sich in einer komischen lächerlichen "Kontainerkonversation" (cobolt, dein Begriff!) aus...
    "Ich und Ich!", von der Realität abgeschnitten und an bestimmtes Thema vorbei...
  • bisa
    bisa
    Och ja, da haben wir ja wieder das altbekannte Thema! Irgendwie wird es wohl nie Frieden geben, was diese leidvolle Kunstdiskussion anbelangt. Ich kann mich hier nur voll und ganz den Kommentaren von Margit, Hans-Martin und Claudia anschließen. Ich bin selber nicht nur Hausfrau (2 Kinder, 3 Hunde), sondern nebenbei (mit ca. 25 bis 30 Std. pro Woche berufstätig). Wenn ich überhaupt mal zum Malen komme, dann ab und zu abends 2 Stunden mit einer schwachen Funsel an die Staffelei geklemmt! Und soll ich euch was sagen: Es sind meine heiligsten Momente, wenn ich das tun darf und mir ist es schnurzpiepegal, ob das, was ich dann mache, Kunst ist. Wem es gefällt, dem soll es gefallen, wem nicht, der braucht´s nicht anzuschauen. Ich war schon auf so manchen Kunstausstellungen, wo ich mich echt gefragt habe, mit welchem Recht so manche Leute ihre Werke als Kunst bezeichnen und für viiiiel Geld verkaufen. Aber das ist einfach Geschmackssache und solange es Menschen gibt, die es eben als Kunst begreifen und bereit sind, dafür zu bezahlen, soll es eben Kunst sein!
    Ach, wie ist es doch herrlich, sich auf dem (hier so oft beschimpften)Begriff "Hausfrau" und "Hobbymalerin" ausruhen zu dürfen (was nicht heißt, dass ich mich nicht weiterentwickeln möchte - ganz im Gegenteil - aber ich finde es einfach zu anstrengend, die Bedürfnisse aller Menschen, die "Kunst" (oder auch Hobbymalerei) beurteilen, permanent zu erfüllen). Dafür ist mir mein Seelenheil zu wertvoll! So, und nun streitet lustig weiter!
    lg bisa
    Signatur
  • Gast, 17
    Genau das habe ich gemeint...:-D
  • bisa
    bisa
    Na, dann ist ja gut, dass du totaaal recht gehabt hast. Klopf dir ruhig auf die Schulter!! Aber zum Thema selbst hast du auch nix gesagt, also was is jetzt mit konstruktiven Beiträgen???
    Signatur
  • cobolt
    cobolt
    Hübsches Beispiel, wenn jemand wackelt, weil er sich aus den völlig falschen Gründen geschubst fühlt. :o)))

    Kumpel Punx hat das schon ganz richtig zusammengefasst. Wer cesare plumpe Aufmerksamkeitsneurosen unterstellt, denkt zu kurz. Der Mann hat ganz offenbar ein Verständnis von Kunst, dass er im größten Online-Portal der ollen Beherrdee nicht wiederfindet, und das hat ihn mächtig auf die Palme gebracht. Es spielt keine Rolle WAS Du bist, sondern WAS hier der Schwerpunkt dargestellter Arbeiten ist, womit sich die Leute beschäftigen. (Und womit fängt der Hobby-Maler an? ... Genau :o) Und ich für meinen Teil kann diesen "Ihr seid Terroristen" Frust durchaus nachvollziehen, gerade wenn man das alles mit anderen Schaffensperioden und Szenen vergleicht.

    Ich setz mal ketzerisch einen drauf und behaupte ein einziges Bild von jemanden z.B. wie Otto Dix und sogar ein Comic wie AKIRA hat mehr gesellschaftliche und politische Reflexion, als das, was hier in einer Woche gezeigt wird. Das bedeutet nicht, dass es die anderen Themen nicht geben sollte. Es ist nur ausgesprochen drollig (und für ein Kunstforum nicht sonderlich vorteilhaft), dass sich die Masse der Nichtssagenden so extrem in den Vordergrund schiebt, dass fast gar nichts anderes mehr zu sehen ist. Ob das nur mit der von punx angesprochenen Bildung, dem Bewußtsein oder der Fähigkeit zur künstlerischen Artikulation zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt bei einem Forum mit 4000 Mitgliedern auch ein ungelöstes Rätsel.
    Signatur
  • bisa
    bisa
    Muss den Kunst immer "gesellschaftliche Reflexion" bedeuten, frag ich mich! (wie gesagt, ich selber mach ja keine Kunst, hab hier vielleicht auch gar keine Existenzberechtigung, was soll´s, wenn jemand sich an meinen Bildern stört, meld ich mich halt ab - ich kann auch so leben).
    Es gibt sicher Werke, die hier wenig Beachtung finden, aber trotzdem ziemlich durchdacht und wirklich hintergründig sind. Möchte das auch gar nicht kleinreden, aber was soll diese Diskussion eigentlich bringen - es wird immer auf dasselbe hinauslaufen - UNEINGIGKEIT"

    Manchmal nervt es mich einfach, wie abgehoben manche Leute hier den Begriff "Kunst" celebrieren. Was ist den soooo "Nichtssagend"?? Da sind Leute, die beispielsweise Portraits anfertigen - haben Fotos zur Vorlage benutzt - manche versuchen sich in der möglichst realistischen Wiedergabe, andere machen was ganz eigenes daraus (da will ich noch nicht mal behaupten, wo die Absicht liegt - im Kopieren, oder im "eigenen Ausdruck geben" - wir sehen ja nur das Ergebnis, nie die Absicht!) Ganz egal - das Ergebnis zählt! Gut, das ist vielleicht öfter mal nicht wahnsinnig "gesellschaftskritisch", nicht "politisch reflektiert" - aber wer maßt sich hier an, zu entscheiden, ob solche Werke "Kunst" sind, oder nicht? Mich nervt diese Diskussion immer wieder und deshalb nehme ich dummerweise daran teil, obwohl es mich eigentlich ärgert, dass ich daran teilnehme - ich Idiot! Solch abgehobenes "Getöns" kann ich irgendwie nicht leiden, reizt mich, die Stacheln zu zeigen.
    War neulich auf einer Ausstellung, wo genau solche Leute (die sich persönlich für Kunstkenner halten), ihren Senf zu "Kunstwerken" abgelassen haben, die (wie mir aus internen Quellen bekannt ist) genau für solche Leute geschaffen wurden (der Künstler selbst hat sich einen Spaß gemacht und "Geschmiere" präsentiert, um sich anschließend über die vermeintlichen "Kennerkommentare" zu amüsieren. Tja, das kann sich halt nicht jeder erlauben,is schon klar - und wahrscheinlich ist das gerade die "Kunst" an der Sache". Aber ich finde das einfach nur "zum Erbrechen". So, jetzt hackt ruhig auf mir rum, ist mir wurscht!
    lg bisa
    Signatur
  • Gast, 14
    ich weiss grad echt nicht welche Argumente die schrulligeren sind *köstlich amüsier*

    @cobolt Dein O. Wilde Zitat ist übrigens schlecht übersetzt und aus dem Zusammenhang gerissen (wie leider die meisten). Es entstammt aus einem Dialog Lord Henry´s mit Lady Narborough(The picture of Dorian Gray, 17. Kapitel) und heisst im Original "To define is to limit!"
    richtig übersetzt "Definieren heißt beschränken."

    :-)
  • Gast, 19
    Dix lebte zu einer Zeit, als die Gesellschaft stark polarisiert und politisch mobilisiert war in arm reich, links rechts, oben unten. Als diese Polarisierung im Nationalsozialismus egalisert worden war, lebte er in der inneren Emigration am Bodensee und brachte kein einziges gesellschaftskritisches Bild mehr hervor sondern versank in tiefster Esoterik.
    Das, was hier gezeigt wird, ist größtenteils eine Verherrlichung des Privaten, Heimeligen. In den meisten Arbeiten findet keinerlei Aktion in irgendeinem Umfeld statt, stattdessen statische Abhandlungen von mehr oder weniger ausdrucksstarken (fragenden) Gesichtern oder reglosen Körpern.
    Ich nehme mich da nicht aus (leider).
    Warum das so ist, sollte jeder selbst beantworten. Es interessiert mich.
  • cobolt
    cobolt
    Ich weiß.
    Ich finde diese deutsche, wenn auch typisch ungenaue, Übersetzung, bezogen auf eine Person, sehr viel passender. Habe mir allerdings auch schon sagen lassen, dass Wilde diesen Satz desöfteren selber variiert hat, was mich auch nicht wundern würde.

    Wie siehts denn eigentlich mit Deiner Aussagekraft aus? Du hast die Technik, die Mittel, das Auge, bist viel rumgekommen und doch gibts von Dir meistens nur schöne schicke Postkartenportraits, leicht verdaulich wie ein Sonntagnachmittagprogramm. Hast Du nichts zu sagen, oder hängt das mit dem "Wand in den Mund" zusammen?

    "Muss den Kunst immer "gesellschaftliche Reflexion" bedeuten, frag ich mich"
    Frag mal anders herum. Warum findet es hier (bis auf eine Handvoll Einzelkämpfer) nicht statt? Alle zu satt? Zu leer? Zu selbstgefällig? Zu abgestumpft? Zu einfallslos? Hab dieses Jahr selber ausgestellt. 50 Künstler, auf drei Stockwerken. Ich hab in dieser ganzen Ausstellung nicht EIN Bild mit o.a. Aussagen gesehen. Wenn ich mir im Gegensatz dazu z.B. die Ausstellung chinesischer Gegenwartsmalerei ansehe, ist der Unterschied schon krass. Das ist vermutlich auch der Unterschied von der Kunsthalle, vom Kunstmuseum bis in zur Kleinstadt. Oder um einen Songtext zu zitieren:

    "Wenn uns was zu krass ist, dann wollen wir das nicht haben"
    DIE STERNE

    (ey marti, wieder voll aus dem Zusammenhang gerissen, ey :o)
    Signatur
  • Gast, 14
    Otto Dix' Frühwerk (bis 1914) bestand hauptsächlich aus Stilleben, Blumen, Booten etc. . Der Fronteinsatz als 23-27 jähriger im 1. WK hat zweifelos seine Sicht der Dinge verändert.
    Dies kann ein Argument sein, dass man als jüngerer Maler und in Friedenszeiten anders malt als nach einer Kriegserfahrung an der Front, muss es aber nicht.
  • Gast, 14
    @cobolt, ich bin noch am Frühwerk :)
  • Gast, 20
    Hallo,

    also mir geht dieses Gesellschaftskritische derartig auf den Geist, daß ich mich in meiner Freizeit danach sehne, meinen ungezwungenen Spaß zu haben.

    Und deshalb male ich unglaublich gerne emotionale oder kuriose Kreaturen oder übe stumpf in Sachen Anatomie etc.

    Seelisch abgestumpft? Nein, denn ich setze mich sehr mit der Gesellschaft auseinander. Ein Bild als Ausdruck meiner persönlichen Sichtweise der Dinge - nicht mein Weg das ausdrücken zu wollen. Ebensowenig mag ich Kunst, die mich andauernd an die Mißstände erinnert, mich zur Ernsthaftigkeit nötigen will. Meist sind diese Bilder zudem einfach so (subjektiv empfunden) häßlich wie ihre Aussagen.

    Gut, daß man sich aussuchen kann damit konfrontiert zu werden. Hier kann man wegklicken, was einem missfällt, in entsprechende Ausstellungen muß ich nicht gehen.

    Und die Tatsache, daß hier viele Bilder einfacher Natur zu finden sind, mag auch darin begründet liegen, daß die kritische Kunst aktuell überflüssig ist. So als Idee, schließlich werden die Menschen an jeder Ecke mit Politik, Betrug, Krieg, Misshandlungen etc. konfrontiert. Vielleicht haben auch sie die Nase gestrichen voll davon, auch noch ihre Freizeit mit so viel negativen Energien zu belasten?

    Sind viele Menschen einfach durch die krasse Realität bereits gesättigt und brauchen es deshalb nicht noch krasser? Und wünschen sich deshalb das Gegenteil?

    LG,
    Marwi
  • Stefan M.
    Stefan M.
    pheeeew, heisses Thema.

    Die eigentliche Thematik ist es durchaus wert ein paar Synapsen einzuschalten. Nicht unbedingt die des Threaderöffners, mehr was Cobolt daraus gemacht hat...sehr geschickt übrigens, ohne anbiedernd wirken zu wollen!...da stimme ich ihm zu. Leider, weil diese Erkenntnis, die sich mit meinen eigenen Beobachtungen deckt, mich ab und an schon etwas betrübt und den Kampf gegen die Resignation erschwert.

    Die Auseinandersetzung mit der Realität.

    Wo sieht man heutzutage denn noch authentischen Protest, der nachhaltig was bewirkt ? Ist der Versuch schon aller Ehren wert ? Oder sind wir "alle" hoffnungslos der Oberflächlichkeit verfallen, die "uns" der mediale Tropf tagtäglich einflösst. Ist die Ästhetik so erstrebenswert oder braucht es mehr Mut zur Hässlichkeit ? Können "wir" die Hässlichkeit überhaupt noch ertragen ? Was blüht uns, wenn die Spielkonsolengeneration mal "ran muss" oder zockt sie sich direkt in die Unterschicht ? Wann gibt es den Unterschichten-Handytarif mit dem Lied "Auf die Barrikaden" ? Wer hat noch die Zeit zu protestieren, während er im System zu funktionieren hat, lohnt ein Ausbruch oder verglüht man dabei ?

    Fragen über Fragen.

    Kann Kunst antworten ? Erreicht sie "uns" überhaupt noch ? Ist es "unsere" Aufgabe ?

    Rauchende Köpfe oder rauchende Colts ?

    Ich weiss es selbst nicht so genau...

    @bisa

    Nicht abmelden und nicht aufgestachelt fühlen. ;)
  • cobolt
    cobolt
    Muss man dafür erst ein Mindestalter erreichen?
    Ehrlich, ich verstehs nicht. Ein anderes Beispiel:
    Im Underground der Musikszene kenne ich einige aktive HipHopper, die über ihr Leben reflektieren. Wenn man mal die Macho-Attitude und die üblichen Gangster-Klischees ausnimmt, sind da ne Menge Texte über handfeste Probleme, Geschichten und andere unerfreuliche Reflexionen zu lesen. Die Leute sind gerade mal Anfang 20 und haben offenbar mehr zu sagen, als hier mancher etablierter Künstler. (Und sie sind doch auch Künstler, oder nicht?) Mir gehts wie ko, die Antwort interessiert mich, und sei es nur um festzustellen, ob das mal wieder Wasser auf meine sarkastischen Mühlen ist, oder ob ich da was völlig falsch sehe. Ich würde das auch nicht ausschließlich an Otto Dix aufhängen, ist nur EIN Beispiel. Man braucht doch nicht hoffentlich einen Fronteinsatz, um mal über die Welt in der man lebt malerisch, zeichnerisch oder sonstwie wenigstens in Teilen seiner Arbeit nachzudenken. Es verlangt ja deshalb niemand, das ausschließlich zu tun. *kopfkratz*
    Signatur
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    das Schwierige ist wohl, dass politische Themen so vergänglich sind. Sich da einen Bereich auszuarbeiten, der auch nicht nur als kurzer Witz funktioniert ist wohl am Schwersten überhaupt. Erfordert auch ne Menge Durchblick. So etwas wie diese gammelige Wurst als Statement zum Gammelfleisch wünscht du dir doch auch nicht wirklich mehr, oder doch? So etwas wie Pessi, nur wieder anders is klar, täte ich allerdings auch gern mehr ansehen.

    Kommt dann wohl noch erschwerend hinzu, dass das kn ja auch eigentlich nur eine Freizeitbeschäftigung zum Entspannen für fast alle ist. Neben dem ganzen Schönen/Leichtem rauscht Kritisches/Schwerverdauliches dann durch

    beim ganzen braven üben der Technik leidet wohl der Blick auf wirklich Wichtiges, könnte sein???
    Signatur
  • Gast, 23
    Ich male Katzen, Pferde un´ Pinguine ---> is´ dat jetz´ schlecht??!!




    P.S.: ko & co - danke! - les´ sowas immer gern ...
  • Gast, 20
    Hallo,

    vielleicht lebt man auch mehrgleisig Interessen aus? Was spricht dagegen Blümchen zu malen und Fronteinsatz im Schriftstellerischem zu leisten? Oder Hilfsangebote ehrenmtlich zu unterstützen?

    Kann man die Gesinnung des Künstlers wirklich an seinen Bildern ablesen und sagen: Die da, ist Hausfrau und malt nur bunte Muscheln, die Frau ist stumpfsinnig und unfähig zur Reflektion?

    Ich bezweifel das stark. Aber so zu denken sagt auch viel über denjenigen aus, der sich so e(i)ng(g)leisig äussert. *oh oh*

    LG,
    Marwi
  • Gast, 14
    ja cobolt es gibt Maler, die sich fast aussschließlich dem schönen und gefälligen hingezogen fühlen, wobei die Betrachtung der Natur (incl. der menschlichen) reichlich Stoff bietet. Das abgründige, böse und schlechte im Menschen sowie die sozialen Misstände, Kriege etc. geben genauso reichlich Anlass zur künstlerischen Darstellung und zum Protest, dies wird und wurde auch von vielen Malern aufgegriffen. Ich bin im Moment (noch) ein unpolitscher Maler, trotzdem hab ich sehr wohl was zu sagen und bin der Meinung, dass auch ein am Sonntag nachmittag gemaltes Bildchen sehr positiv auf Menschen wirken kann.
    Wenn man sich intensiv mit der Malerei seit den Anfängen auseinandersetzt so erkennt mann, dass das eine zum anderen gehört wie gut und böse. Denn in den meisten Malern schlagen und schlugen zwei Herzen. Mal das eine lauter als das andere.
  • Gast, 19
    hmm. Meine politischen Aktivitäten fanden überwiegend in den 70er und 80er Jahren statt und das nicht auf den Feldern der Kunst, sondern auf der Straße. Dann kam das Übliche, Beruf, Familie usw.
    Jetzt wird der Kopf allmählich wieder frei und ich werde sehen, was wird.
    Und nicht vergessen, wir haben 50 Jahre Werbefernsehen (ich meine alles, nicht nur die Werbung) hinter uns, die Menschen werden heute subtil geködert. Das muss man in der Arbeit berücksichtigen.
  • cobolt
    cobolt
    Halte ich für unrealistisch. Die wenigsten sind so begabt, dass sie gleich auf mehreren künstlerischen Hochzeiten tanzen und sich das einteilen können. "Stumpfsinnig" ist ohnehin eine falsche Interpretation und völlig überzogen. Ist auch nicht das Thema. Aber wenn die Mehrheit heutzutage so psychisch belastet ist, dass sie ein Medium wie die Malerei benutzt, um sich von der bösen, bösen Realität auszuklinken, ist das für mich ein interessantes Phänomen. Dadurch brauch ich den einzelnen gar nicht näher zu beurteilen und mir kanns Latte sein, ob das ne Hausfrau, ein gestresster Manager, ein frustrierter Beamter oder ein etablierter Künstler ist :o)))

    Interessant in diesem Zusammenhang fand ich übrigens eine Aussage der o.a. Dokumentation. Offenbar hat man (teilweise) dem Expressionismus vorgeworfen, durch seine Art der Arbeit den Aufstieg des NS-Regimes wenigstens begünstigt zu haben, da die Leute von der hässlichen (!) Darstellung so die Nase voll hatten, dass die "saubere" (gesäuberte und zensierte) Sicht der Dinge erst richtig Auftrieb bekam. Hab mich ehrlich gesagt erschrocken über diesen Teil. Den Finger auf gewisse Dinge zu legen hat also offenbar genauso gewichtige Folgen, wie die Verweigerung sich damit zu beschäftigen.

    Wie wird das heute gesehen? Weckt die Realität tatsächlich das Bewußtsein und verpflichtet zur Stellungnahme, wenn man denn schon über die Möglichkeiten des visuellen Ausdrucks verfügt, oder führt sie zur Flucht und bewirkt den Rückzug in die heile Welt? Ist das ein deutsches Phänomen?
    Signatur
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