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  • Ja wir werden den Realismus überleben müssen ob wir wollen o

  • sinA
    So, wie einen Typ von KN-Bilder gibt, gibt es auch einen Typ von KN-Mitgliederkommentaren. Hier redet jeder sein Problem vom Herzen los, was das Zeug hält! Oft artet es sich in einer komischen lächerlichen "Kontainerkonversation" (cobolt, dein Begriff!) aus...
    "Ich und Ich!", von der Realität abgeschnitten und an bestimmtes Thema vorbei...
  • bisa
    bisa
    Och ja, da haben wir ja wieder das altbekannte Thema! Irgendwie wird es wohl nie Frieden geben, was diese leidvolle Kunstdiskussion anbelangt. Ich kann mich hier nur voll und ganz den Kommentaren von Margit, Hans-Martin und Claudia anschließen. Ich bin selber nicht nur Hausfrau (2 Kinder, 3 Hunde), sondern nebenbei (mit ca. 25 bis 30 Std. pro Woche berufstätig). Wenn ich überhaupt mal zum Malen komme, dann ab und zu abends 2 Stunden mit einer schwachen Funsel an die Staffelei geklemmt! Und soll ich euch was sagen: Es sind meine heiligsten Momente, wenn ich das tun darf und mir ist es schnurzpiepegal, ob das, was ich dann mache, Kunst ist. Wem es gefällt, dem soll es gefallen, wem nicht, der braucht´s nicht anzuschauen. Ich war schon auf so manchen Kunstausstellungen, wo ich mich echt gefragt habe, mit welchem Recht so manche Leute ihre Werke als Kunst bezeichnen und für viiiiel Geld verkaufen. Aber das ist einfach Geschmackssache und solange es Menschen gibt, die es eben als Kunst begreifen und bereit sind, dafür zu bezahlen, soll es eben Kunst sein!
    Ach, wie ist es doch herrlich, sich auf dem (hier so oft beschimpften)Begriff "Hausfrau" und "Hobbymalerin" ausruhen zu dürfen (was nicht heißt, dass ich mich nicht weiterentwickeln möchte - ganz im Gegenteil - aber ich finde es einfach zu anstrengend, die Bedürfnisse aller Menschen, die "Kunst" (oder auch Hobbymalerei) beurteilen, permanent zu erfüllen). Dafür ist mir mein Seelenheil zu wertvoll! So, und nun streitet lustig weiter!
    lg bisa
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  • sinA
    Genau das habe ich gemeint...:-D
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  • bisa
    bisa
    Na, dann ist ja gut, dass du totaaal recht gehabt hast. Klopf dir ruhig auf die Schulter!! Aber zum Thema selbst hast du auch nix gesagt, also was is jetzt mit konstruktiven Beiträgen???
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  • cobolt
    cobolt
    Hübsches Beispiel, wenn jemand wackelt, weil er sich aus den völlig falschen Gründen geschubst fühlt. :o)))

    Kumpel Punx hat das schon ganz richtig zusammengefasst. Wer cesare plumpe Aufmerksamkeitsneurosen unterstellt, denkt zu kurz. Der Mann hat ganz offenbar ein Verständnis von Kunst, dass er im größten Online-Portal der ollen Beherrdee nicht wiederfindet, und das hat ihn mächtig auf die Palme gebracht. Es spielt keine Rolle WAS Du bist, sondern WAS hier der Schwerpunkt dargestellter Arbeiten ist, womit sich die Leute beschäftigen. (Und womit fängt der Hobby-Maler an? ... Genau :o) Und ich für meinen Teil kann diesen "Ihr seid Terroristen" Frust durchaus nachvollziehen, gerade wenn man das alles mit anderen Schaffensperioden und Szenen vergleicht.

    Ich setz mal ketzerisch einen drauf und behaupte ein einziges Bild von jemanden z.B. wie Otto Dix und sogar ein Comic wie AKIRA hat mehr gesellschaftliche und politische Reflexion, als das, was hier in einer Woche gezeigt wird. Das bedeutet nicht, dass es die anderen Themen nicht geben sollte. Es ist nur ausgesprochen drollig (und für ein Kunstforum nicht sonderlich vorteilhaft), dass sich die Masse der Nichtssagenden so extrem in den Vordergrund schiebt, dass fast gar nichts anderes mehr zu sehen ist. Ob das nur mit der von punx angesprochenen Bildung, dem Bewußtsein oder der Fähigkeit zur künstlerischen Artikulation zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt bei einem Forum mit 4000 Mitgliedern auch ein ungelöstes Rätsel.
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  • bisa
    bisa
    Muss den Kunst immer "gesellschaftliche Reflexion" bedeuten, frag ich mich! (wie gesagt, ich selber mach ja keine Kunst, hab hier vielleicht auch gar keine Existenzberechtigung, was soll´s, wenn jemand sich an meinen Bildern stört, meld ich mich halt ab - ich kann auch so leben).
    Es gibt sicher Werke, die hier wenig Beachtung finden, aber trotzdem ziemlich durchdacht und wirklich hintergründig sind. Möchte das auch gar nicht kleinreden, aber was soll diese Diskussion eigentlich bringen - es wird immer auf dasselbe hinauslaufen - UNEINGIGKEIT"

    Manchmal nervt es mich einfach, wie abgehoben manche Leute hier den Begriff "Kunst" celebrieren. Was ist den soooo "Nichtssagend"?? Da sind Leute, die beispielsweise Portraits anfertigen - haben Fotos zur Vorlage benutzt - manche versuchen sich in der möglichst realistischen Wiedergabe, andere machen was ganz eigenes daraus (da will ich noch nicht mal behaupten, wo die Absicht liegt - im Kopieren, oder im "eigenen Ausdruck geben" - wir sehen ja nur das Ergebnis, nie die Absicht!) Ganz egal - das Ergebnis zählt! Gut, das ist vielleicht öfter mal nicht wahnsinnig "gesellschaftskritisch", nicht "politisch reflektiert" - aber wer maßt sich hier an, zu entscheiden, ob solche Werke "Kunst" sind, oder nicht? Mich nervt diese Diskussion immer wieder und deshalb nehme ich dummerweise daran teil, obwohl es mich eigentlich ärgert, dass ich daran teilnehme - ich Idiot! Solch abgehobenes "Getöns" kann ich irgendwie nicht leiden, reizt mich, die Stacheln zu zeigen.
    War neulich auf einer Ausstellung, wo genau solche Leute (die sich persönlich für Kunstkenner halten), ihren Senf zu "Kunstwerken" abgelassen haben, die (wie mir aus internen Quellen bekannt ist) genau für solche Leute geschaffen wurden (der Künstler selbst hat sich einen Spaß gemacht und "Geschmiere" präsentiert, um sich anschließend über die vermeintlichen "Kennerkommentare" zu amüsieren. Tja, das kann sich halt nicht jeder erlauben,is schon klar - und wahrscheinlich ist das gerade die "Kunst" an der Sache". Aber ich finde das einfach nur "zum Erbrechen". So, jetzt hackt ruhig auf mir rum, ist mir wurscht!
    lg bisa
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  • oicinitram
    ich weiss grad echt nicht welche Argumente die schrulligeren sind *köstlich amüsier*

    @cobolt Dein O. Wilde Zitat ist übrigens schlecht übersetzt und aus dem Zusammenhang gerissen (wie leider die meisten). Es entstammt aus einem Dialog Lord Henry´s mit Lady Narborough(The picture of Dorian Gray, 17. Kapitel) und heisst im Original "To define is to limit!"
    richtig übersetzt "Definieren heißt beschränken."

    :-)
  • ok
    Dix lebte zu einer Zeit, als die Gesellschaft stark polarisiert und politisch mobilisiert war in arm reich, links rechts, oben unten. Als diese Polarisierung im Nationalsozialismus egalisert worden war, lebte er in der inneren Emigration am Bodensee und brachte kein einziges gesellschaftskritisches Bild mehr hervor sondern versank in tiefster Esoterik.
    Das, was hier gezeigt wird, ist größtenteils eine Verherrlichung des Privaten, Heimeligen. In den meisten Arbeiten findet keinerlei Aktion in irgendeinem Umfeld statt, stattdessen statische Abhandlungen von mehr oder weniger ausdrucksstarken (fragenden) Gesichtern oder reglosen Körpern.
    Ich nehme mich da nicht aus (leider).
    Warum das so ist, sollte jeder selbst beantworten. Es interessiert mich.
  • cobolt
    cobolt
    Ich weiß.
    Ich finde diese deutsche, wenn auch typisch ungenaue, Übersetzung, bezogen auf eine Person, sehr viel passender. Habe mir allerdings auch schon sagen lassen, dass Wilde diesen Satz desöfteren selber variiert hat, was mich auch nicht wundern würde.

    Wie siehts denn eigentlich mit Deiner Aussagekraft aus? Du hast die Technik, die Mittel, das Auge, bist viel rumgekommen und doch gibts von Dir meistens nur schöne schicke Postkartenportraits, leicht verdaulich wie ein Sonntagnachmittagprogramm. Hast Du nichts zu sagen, oder hängt das mit dem "Wand in den Mund" zusammen?

    "Muss den Kunst immer "gesellschaftliche Reflexion" bedeuten, frag ich mich"
    Frag mal anders herum. Warum findet es hier (bis auf eine Handvoll Einzelkämpfer) nicht statt? Alle zu satt? Zu leer? Zu selbstgefällig? Zu abgestumpft? Zu einfallslos? Hab dieses Jahr selber ausgestellt. 50 Künstler, auf drei Stockwerken. Ich hab in dieser ganzen Ausstellung nicht EIN Bild mit o.a. Aussagen gesehen. Wenn ich mir im Gegensatz dazu z.B. die Ausstellung chinesischer Gegenwartsmalerei ansehe, ist der Unterschied schon krass. Das ist vermutlich auch der Unterschied von der Kunsthalle, vom Kunstmuseum bis in zur Kleinstadt. Oder um einen Songtext zu zitieren:

    "Wenn uns was zu krass ist, dann wollen wir das nicht haben"
    DIE STERNE

    (ey marti, wieder voll aus dem Zusammenhang gerissen, ey :o)
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  • oicinitram
    Otto Dix' Frühwerk (bis 1914) bestand hauptsächlich aus Stilleben, Blumen, Booten etc. . Der Fronteinsatz als 23-27 jähriger im 1. WK hat zweifelos seine Sicht der Dinge verändert.
    Dies kann ein Argument sein, dass man als jüngerer Maler und in Friedenszeiten anders malt als nach einer Kriegserfahrung an der Front, muss es aber nicht.
  • oicinitram
    @cobolt, ich bin noch am Frühwerk :)
  • iwraM
    Hallo,

    also mir geht dieses Gesellschaftskritische derartig auf den Geist, daß ich mich in meiner Freizeit danach sehne, meinen ungezwungenen Spaß zu haben.

    Und deshalb male ich unglaublich gerne emotionale oder kuriose Kreaturen oder übe stumpf in Sachen Anatomie etc.

    Seelisch abgestumpft? Nein, denn ich setze mich sehr mit der Gesellschaft auseinander. Ein Bild als Ausdruck meiner persönlichen Sichtweise der Dinge - nicht mein Weg das ausdrücken zu wollen. Ebensowenig mag ich Kunst, die mich andauernd an die Mißstände erinnert, mich zur Ernsthaftigkeit nötigen will. Meist sind diese Bilder zudem einfach so (subjektiv empfunden) häßlich wie ihre Aussagen.

    Gut, daß man sich aussuchen kann damit konfrontiert zu werden. Hier kann man wegklicken, was einem missfällt, in entsprechende Ausstellungen muß ich nicht gehen.

    Und die Tatsache, daß hier viele Bilder einfacher Natur zu finden sind, mag auch darin begründet liegen, daß die kritische Kunst aktuell überflüssig ist. So als Idee, schließlich werden die Menschen an jeder Ecke mit Politik, Betrug, Krieg, Misshandlungen etc. konfrontiert. Vielleicht haben auch sie die Nase gestrichen voll davon, auch noch ihre Freizeit mit so viel negativen Energien zu belasten?

    Sind viele Menschen einfach durch die krasse Realität bereits gesättigt und brauchen es deshalb nicht noch krasser? Und wünschen sich deshalb das Gegenteil?

    LG,
    Marwi
  • Stefan M.
    Stefan M.
    pheeeew, heisses Thema.

    Die eigentliche Thematik ist es durchaus wert ein paar Synapsen einzuschalten. Nicht unbedingt die des Threaderöffners, mehr was Cobolt daraus gemacht hat...sehr geschickt übrigens, ohne anbiedernd wirken zu wollen!...da stimme ich ihm zu. Leider, weil diese Erkenntnis, die sich mit meinen eigenen Beobachtungen deckt, mich ab und an schon etwas betrübt und den Kampf gegen die Resignation erschwert.

    Die Auseinandersetzung mit der Realität.

    Wo sieht man heutzutage denn noch authentischen Protest, der nachhaltig was bewirkt ? Ist der Versuch schon aller Ehren wert ? Oder sind wir "alle" hoffnungslos der Oberflächlichkeit verfallen, die "uns" der mediale Tropf tagtäglich einflösst. Ist die Ästhetik so erstrebenswert oder braucht es mehr Mut zur Hässlichkeit ? Können "wir" die Hässlichkeit überhaupt noch ertragen ? Was blüht uns, wenn die Spielkonsolengeneration mal "ran muss" oder zockt sie sich direkt in die Unterschicht ? Wann gibt es den Unterschichten-Handytarif mit dem Lied "Auf die Barrikaden" ? Wer hat noch die Zeit zu protestieren, während er im System zu funktionieren hat, lohnt ein Ausbruch oder verglüht man dabei ?

    Fragen über Fragen.

    Kann Kunst antworten ? Erreicht sie "uns" überhaupt noch ? Ist es "unsere" Aufgabe ?

    Rauchende Köpfe oder rauchende Colts ?

    Ich weiss es selbst nicht so genau...

    @bisa

    Nicht abmelden und nicht aufgestachelt fühlen. ;)
  • cobolt
    cobolt
    Muss man dafür erst ein Mindestalter erreichen?
    Ehrlich, ich verstehs nicht. Ein anderes Beispiel:
    Im Underground der Musikszene kenne ich einige aktive HipHopper, die über ihr Leben reflektieren. Wenn man mal die Macho-Attitude und die üblichen Gangster-Klischees ausnimmt, sind da ne Menge Texte über handfeste Probleme, Geschichten und andere unerfreuliche Reflexionen zu lesen. Die Leute sind gerade mal Anfang 20 und haben offenbar mehr zu sagen, als hier mancher etablierter Künstler. (Und sie sind doch auch Künstler, oder nicht?) Mir gehts wie ko, die Antwort interessiert mich, und sei es nur um festzustellen, ob das mal wieder Wasser auf meine sarkastischen Mühlen ist, oder ob ich da was völlig falsch sehe. Ich würde das auch nicht ausschließlich an Otto Dix aufhängen, ist nur EIN Beispiel. Man braucht doch nicht hoffentlich einen Fronteinsatz, um mal über die Welt in der man lebt malerisch, zeichnerisch oder sonstwie wenigstens in Teilen seiner Arbeit nachzudenken. Es verlangt ja deshalb niemand, das ausschließlich zu tun. *kopfkratz*
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    das Schwierige ist wohl, dass politische Themen so vergänglich sind. Sich da einen Bereich auszuarbeiten, der auch nicht nur als kurzer Witz funktioniert ist wohl am Schwersten überhaupt. Erfordert auch ne Menge Durchblick. So etwas wie diese gammelige Wurst als Statement zum Gammelfleisch wünscht du dir doch auch nicht wirklich mehr, oder doch? So etwas wie Pessi, nur wieder anders is klar, täte ich allerdings auch gern mehr ansehen.

    Kommt dann wohl noch erschwerend hinzu, dass das kn ja auch eigentlich nur eine Freizeitbeschäftigung zum Entspannen für fast alle ist. Neben dem ganzen Schönen/Leichtem rauscht Kritisches/Schwerverdauliches dann durch

    beim ganzen braven üben der Technik leidet wohl der Blick auf wirklich Wichtiges, könnte sein???
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  • isseP
    Ich male Katzen, Pferde un´ Pinguine ---> is´ dat jetz´ schlecht??!!




    P.S.: ko & co - danke! - les´ sowas immer gern ...
  • iwraM
    Hallo,

    vielleicht lebt man auch mehrgleisig Interessen aus? Was spricht dagegen Blümchen zu malen und Fronteinsatz im Schriftstellerischem zu leisten? Oder Hilfsangebote ehrenmtlich zu unterstützen?

    Kann man die Gesinnung des Künstlers wirklich an seinen Bildern ablesen und sagen: Die da, ist Hausfrau und malt nur bunte Muscheln, die Frau ist stumpfsinnig und unfähig zur Reflektion?

    Ich bezweifel das stark. Aber so zu denken sagt auch viel über denjenigen aus, der sich so e(i)ng(g)leisig äussert. *oh oh*

    LG,
    Marwi
  • oicinitram
    ja cobolt es gibt Maler, die sich fast aussschließlich dem schönen und gefälligen hingezogen fühlen, wobei die Betrachtung der Natur (incl. der menschlichen) reichlich Stoff bietet. Das abgründige, böse und schlechte im Menschen sowie die sozialen Misstände, Kriege etc. geben genauso reichlich Anlass zur künstlerischen Darstellung und zum Protest, dies wird und wurde auch von vielen Malern aufgegriffen. Ich bin im Moment (noch) ein unpolitscher Maler, trotzdem hab ich sehr wohl was zu sagen und bin der Meinung, dass auch ein am Sonntag nachmittag gemaltes Bildchen sehr positiv auf Menschen wirken kann.
    Wenn man sich intensiv mit der Malerei seit den Anfängen auseinandersetzt so erkennt mann, dass das eine zum anderen gehört wie gut und böse. Denn in den meisten Malern schlagen und schlugen zwei Herzen. Mal das eine lauter als das andere.
  • ok
    hmm. Meine politischen Aktivitäten fanden überwiegend in den 70er und 80er Jahren statt und das nicht auf den Feldern der Kunst, sondern auf der Straße. Dann kam das Übliche, Beruf, Familie usw.
    Jetzt wird der Kopf allmählich wieder frei und ich werde sehen, was wird.
    Und nicht vergessen, wir haben 50 Jahre Werbefernsehen (ich meine alles, nicht nur die Werbung) hinter uns, die Menschen werden heute subtil geködert. Das muss man in der Arbeit berücksichtigen.
  • cobolt
    cobolt
    Halte ich für unrealistisch. Die wenigsten sind so begabt, dass sie gleich auf mehreren künstlerischen Hochzeiten tanzen und sich das einteilen können. "Stumpfsinnig" ist ohnehin eine falsche Interpretation und völlig überzogen. Ist auch nicht das Thema. Aber wenn die Mehrheit heutzutage so psychisch belastet ist, dass sie ein Medium wie die Malerei benutzt, um sich von der bösen, bösen Realität auszuklinken, ist das für mich ein interessantes Phänomen. Dadurch brauch ich den einzelnen gar nicht näher zu beurteilen und mir kanns Latte sein, ob das ne Hausfrau, ein gestresster Manager, ein frustrierter Beamter oder ein etablierter Künstler ist :o)))

    Interessant in diesem Zusammenhang fand ich übrigens eine Aussage der o.a. Dokumentation. Offenbar hat man (teilweise) dem Expressionismus vorgeworfen, durch seine Art der Arbeit den Aufstieg des NS-Regimes wenigstens begünstigt zu haben, da die Leute von der hässlichen (!) Darstellung so die Nase voll hatten, dass die "saubere" (gesäuberte und zensierte) Sicht der Dinge erst richtig Auftrieb bekam. Hab mich ehrlich gesagt erschrocken über diesen Teil. Den Finger auf gewisse Dinge zu legen hat also offenbar genauso gewichtige Folgen, wie die Verweigerung sich damit zu beschäftigen.

    Wie wird das heute gesehen? Weckt die Realität tatsächlich das Bewußtsein und verpflichtet zur Stellungnahme, wenn man denn schon über die Möglichkeiten des visuellen Ausdrucks verfügt, oder führt sie zur Flucht und bewirkt den Rückzug in die heile Welt? Ist das ein deutsches Phänomen?
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