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  • Ja wir werden den Realismus überleben müssen ob wir wollen o

  • sinA
    Ja, das war provokativ von mir...
    Ist aber manchmal nur der einzigste Weg den Leuten etwas verständlich zu machen.

    @Frodo."...Wenn Indoktrinationen und gelerntes Sehen fallen, wenn ein Mensch ganz "bei sich" ist, ist dann nicht alles möglich?"
    Genau!Aber es ist eben nicht für alle möglich. Es bleibt bei Grenzen dieses Menschen. Und jeder hat seine Grenze!
    Die kann man im Laufe des künstlerischen Prozesses immer verschieben, oder auch nicht.

    @Frodo. "...Aber wenn ein Bild aus dem Mind eines anderen Menschen kommt, behandle ich es mit Respekt, auch wenn ich es nicht verstehe."
    Woher weist du es, das dieses Werk aus dem Mind kommt, und jenes nicht? Es hat nicht nur mit Abmalen zu tun!
    Abmalen ist wie Abschreiben bei den Schriftstellern. Einer steht immer auf des Schultern den anderen.

    @Frodo."...Aber wenn ein Bild aus dem Mind eines anderen Menschen kommt, behandle ich es mit Respekt, auch wenn ich es nicht verstehe."
    Das, was ich nicht verstehe will ich verstehen. Ich mache was dafür, lerne mehr. Und wenn ich dann sehe, dass nichts dahinter steckt außer heißer Luft oder Sch...ße, dann habe ich auch keinen Respekt davor. Ist doch mein Recht?

    @Frodo."...So mancher, der sich sprayend an Häuserwänden verewigte, wurde später als Künstler anerkannt."
    Das ist kein guter Beispiel. Die kann man an den Fingern abzählen.


    @Frodo."...Insofern ist das elitäre Gehabe mancher Künstler, zwar zu verstehen, aber unwesentlich."
    Du kannst es nennen wie du willst. Ist dein Recht. Die Leute, die solche Einstellung zur Kunst haben, sind "Allesfresser" für mich.

    Entschuldige, ich übertreibe mal wieder für besseren Verständnis. Nicht persönlich nehmen!
  • cobolt
    cobolt
    "Was passiert denn bei euch wenn ihr Kunst elebt"
    Sie erweitert meinen Horizont. Optimal gesehen, lässt sie mir soviel Assoziations- und Interpretationsfreiraum, dass ich einen interaktiven Austausch damit eingehen kann.

    Und das bedeutet folgerichtig, dass mich Bilder, deren Inhalte psychologische Alltagsflucht anderer Leute darstellen, wenig bis gar nicht aufblicken lassen. Wer genauso motiviert ist, den mag das interessieren. Ich muss nicht flüchten. Ich will auch gar nicht. Ich seh auch keinen Grund dazu. Was zu kauen, hätt ich schon ganz gerne.

    Ich bin kein Kunstexperte. Aber der mal wieder bemühte Beuys wird meiner Meinung nach viel zu hoch gehandelt. Das hat irgendwie dazu geführt, dass Kunst als Therapiezentrum für Alltags- und Stressgeplagte benutzt wird, die von mir aus für ihr Seelenheil dieses Medium benutzen sollen. (Warum auch nicht, wenns hilft.) Aber wie schon einmal angesprochen: Die daraus resultierende Welle von Leuten, die mit dieser Künstler-Anspruch-Rüstung durchs Land ziehen, ist mittlerweile immens angewachsen. Da kömmt mir der Heilige Beuys immer so vor, wie der Prophet der Müden und Geplagten, die so dringend eine zweite, dritte Chance suchen. In meiner Familie frönt man auch der Ablenkung in Heimwerker-Kellern und Bastel-Zimmern. Aber die machen darum nicht so n Gedöns, wenn se sich entspannen.

    Das dieser Anstieg von Leuten mit so einer Motivation auch Einfluss auf Bildidee-, -auswahl und -technik (um das Ausgangsthema mal nicht aus dem Auge zu verlieren) hat, halte ich bei einer gleichen bis ähnlichen Grundmotivation durchaus für möglich. Wenn man diese im Thread einzelnen Bausteine mal zusammenfasst, erklärt sich auch für eine Reihe von Leuten die immense Bedeutung einer Site wie dieses Forum und warum sich dazu im Gegensatz auch so mancher verabschiedet.

    "Jeder ist ein Künstler" ist ne nicht ganz ungefährliche Ideologie. "Jeder kann gestalten" würde es wohl eher treffen. Aber es kann auch jeder einen Fussball treten.
    Signatur
  • iwraM
    Hallo,

    ich finde das extrem widersprüchlich einerseits von Freiheit und Weiterentwicklung zu reden und gleichzeitig Daumenschrauben anzusetzen, was als Weiterentwicklung als zulässig gilt. Wenn gleichzeitig das handwerkliche Geschick abgewertet wird, weil jemand nur abmalt, und gleichzeitig gefordert wird das man erst mal beweisen muß es drauf zu haben, damit aus ein paar Strichen ein Kunstwerk wird.

    Die spinnen, die Künstler. (Zitat Obelix)

    LG,
    Marwi
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @cobolt:
    lieber frank, du bringst es auf den punkt! danke dafür!
    diese weichgespülte "aaaaalllles-ist-kunst-tätschel-tätschel"-haltung als refugium für´s ego: bitte nicht!
    kunst ist eben auch ein intellektueller prozess - da geht kein weg dran vorbei. anis hat das bereits treffend formuliert.
    und dass eine reflektorische auseinandersetzung sich nicht - wie häufig missverstanden - an pathetischen messages festmacht, hab ich ja bereits versucht, darzulegen. auch eine ernsthafte bildnerische auseinandersetzung mit raum und licht kann zu erstaunlich intensiven ergebnissen führen...

    @marwi:
    um singen zu können, solltest du eine tonleiter beherrschen. das ständige singen von tonleitern macht dennoch keinen sänger aus dir. ist das so schwer zu begreifen? das ist der unterschied zwischen "notwendig" und "hinreichend"...

    ps:
    hat einer die art cologne oder art fair letzte woche besucht?
    Signatur
  • cobolt
    cobolt
    Marwi, was Du da als Daumenschraube betrachtest, ist der ganz normale Vorgang, den man während einer Lehre oder eines Studiums durchläuft. Meine persönliche Daumenschraube war u.a. die Bedingung, Aufgaben gestalterisch frei zu lösen, solange sie NICHTS mit meinem bisherigen Status Quo zu tun hatten. Man hat mir quasi mein sicheres Terrain verboten. Anderen übrigens auch, und der Protest und Widerstand war teilweise heftig. Ich hab erst sehr viel später gecheckt, was der Sinn vom Ganzen war. Die daraus entwickelte Bandbreite und Assoziationsfähigkeit gehört heute für meine Arbeit mit zum Wertvollsten, was ich besitze und war/ist für persönliche Entwicklung und Bandbreite ausschlaggebend.

    Technik alleine ist es nicht, wenn der Inhalt einen nicht fordert. Erst kommt also die Regel/der Denkanstoss/die Aufnahme - und dann die neue Freiheit :o) Eigentlich ist das doch mit allen Dingen so. Sonst baut man sich einen eigenen Käfig, aus dem man nicht mehr raus kommt.
    Signatur
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    hat einer die art cologne oder art fair letzte woche besucht?

    Nanni hat da auch für uns geschaut.
    Signatur
  • iwraM
    Liebe brooklyn,

    Kunst braucht keine ernsthafte Auseinandersetzung, die Du hier so ausdrücklich betonst.

    Als Nächstes kommt Malen durch Leiden?

    Oder das Dilemma des unverstandenen Künstlers?

    Alles selbstgemacht und inszeniert. Alles Unfug in meinen Augen, dieser Versuch Kunst eine Wichtigkeit abzuringen, die sie definitiv nicht hat.

    Ich sehe mich in der Diskussion hier als Betrachterin, nicht als Künstlerin. Die will ich nämlich nicht sein, wenn es bedeutet, meine Mitmenschen abwerten zu müssen um mir ein Existenzrecht zu begründen.

    Und Kunst muß auch nicht den Horizont erweitern, sie kann auch nur bestätigen, was man sowieso schon weiß. Manchmal ist Kunst so stumpf, daß man dran vorbeigeht und nur mit dem Kopf schüttelt. Kunst kann auch einfach nur das Auge erfreuen und ein paar Sekungen glücklich machen. Kunst braucht auch keinen Mindest-IQ oder eine Aufnahmeprüfung, bevor man sie sich ansehen darf.

    Kunst braucht nur eines: Neugierde.

    Und wenn die Ernsthaften unfähig sind, in den angeblich so trivialen Bildern hier im KN mehr zu sehen als "keine Kunst", dann fehlt ihnen vielleicht selbst eine sehr wichtige Fähigkeit.

    Fragt sich, welche das sein kann.

    Und brooklyn, schenke dir deine Langspielplatte, die sind schon lange vergangen, und Beleidigungen und Abwertungen ändern auch nichts daran, das eine Aussage einen wahren Kern hat, sondern vermeiden nur sich damit auseinandersetzen zu müssen.

    LG,
    Marwi
  • xnup
    "Jeder ist ein Künstler" von Beuys kann man nicht so einfach aus dem historischen und Werkkontext Beuys lösen. Damals war das ein imens wichtiger Schritt um neuen Formen Raum zu machen. So hier hingestellt ist das bei aller Liebe viel zu simpel interpretiert.

    Zumal ja grade die Leute die eben Kunst und Therapie (Alltagsflucht) permanent verwechseln fast immer Leute sind die Beuys nicht für Kunst halten, und in der Regel auf das schimpfen, was im zeitgenössischen, ernsthaften Sammlungen zu sehen ist. Diese Art der Interpretation reflektiert ein sehr vereinfachendes Beuys Bild. Dazu gibt nun aber bitte im Netz und gedruckt alle Notwendigen Informationen um diese Vereinfachung zu vermeiden.

    Und - ist dieses ganze Tralal an den Unis- oder innerhalb der professionellen Kunstszene ein Problem?
    Nein - da geht die Zeit und die Kunst halt weiter - ich war z.B. auf der Art Cologne und der Art Fair und ich finde nicht, daß es einen Grund gibt sich sorgen zu machen - allerorten gute Talente, hervorragende Werke und richtig Stoff zum Nachdenken.

    Die Ursachen für das "Kunsttherapie" Zeug - nun ja da gibt es eben einen riesigen Markt - von Therapeuten, von Workshops, von Esoterikblabla - da würd ich mal eher Anfangen, als bei Beuys, - und ich mein Bösner und Co. leben zuallerletzt von professionellen bildenden Künstlern, hier gibt es Werbung - und Clickrates, Kunst ist ein Riesengeschäft - und da ist der Markt für "Profi Bildende" Kunst der kleinste Aspekt. Hier gibt es doch auch zig Bob Ross mäßige die dann halt der Frau M aus K erzählen wenn sie drei Workshops bucht ist sie hinterher auf dem Weg zur Künstlerin. Dann gibt es Seminare die den Leuten zeigen wie sie sich selbst vermarkten können - ist doch klar, daß die dann versuchen irgendwie auf den Markt zu drängen - schon allein um die Workshopkosten wieder reinzuholen.

    Was aber steht bei den Workshops im Mittelpunkt etwa Kunstgeschichte, etwa eine theoretische Auseinandersetzung, etwa allegemine Bildung, gemeinsames Studium des FAZ oder Zeit Feuilettons, der Titanic? Nein - es geht um Lasur, und Material - nur was sollen die Leute dann malen?

    Teilweise nimmt dass eben QuasiReligiöse Züge an, Kreativität, Befreiung des Ich - mit diesem ganzen Kunstbegriff werden und wurden Heilsversprechen verbunden. Ich denke wenn man diese Phänomene Begreifen will muss man eben such auf die soziökonomische Wirklichkeit der Menschen schauen.

    Was ich schade finde ist, dass die Diskussion sehr KN bezogen ist - schaut man mal raus aus diesem Zusammenhang - stellt man fest, daß vieles was hier Diskutiert wird gar keine Rolle spielt.

    Hier ist halt ungewöhnlich, daß es eben zu einer Vermischung dieser Ansätze kommt, daß es kein Kuratorium gibt, keine Redaktion, daß alles sehr selbstbezogen ist. Jedenfalls denke ich man schießt mit Elefanten auf Spatzen ;), wenn man nun den Untergang des Abendlandes heraufziehen sieht, weil hier Menschen ihren Hobbys nachgehen - besser als vor der Glotze hängen.

    Kunstnet - na ja - im Namen der Kunst halt - was solls - man darf es dann auch wieder nicht zu ernst nehmen.

    Tüt: "Dr. Freud bitte in die Notaufnahme, Dr. Freud bitte 23"

    Tüt: "Dr. Schiwago bitte auf die Entbindungsstation, Dr. Schiwago bitte 25"


    This is nothing - but a neverending loop
    https://www.khm.de/~frucht/loop/loop.html

    so.long
  • cobolt
    cobolt
    "Ich sehe mich in der Diskussion hier als Betrachterin, nicht als Künstlerin"
    Yoh, ich auch. Das Interessante ist doch jenseits allen Fach- und Meinungsäußerungen, der Vergleich mit den diversen Denkansätzen und die gezeigten Ergebnisse. Und mancher sagt "Da fehlt was" und mancher "Das langt doch" und einige eben "Wo kommt das her" oder "Wie komm ich dahin". So intellektuell muss man das gar nicht sehen. Wenn man Aussagen und Arbeiten miteinander vergleicht, stehen die für bestimmte Ergebnisse und Entwicklungen. Wer sich welchen Teil vom Kuchen aneignen will, kann oder sollte, muss jeder selbst entscheiden. Dass jenes nicht unbedingt im www passiert, sollte auch jedem klar sein. Wer sich irgendwelchen Heilsbringern verschreibt, hat selber Schuld. Ein Workshop ist auch nichts anderes als ein zeitlich begrenzter Entwicklungsprozess mit eingeschränktem Lernstoff. Aber eben auch nur einer. Technik und Neugier sind zwei Bausteine. Zwei Wichtige, aber eben auch nur zwei. Ich profitier z.B. ganz gut vom Zusammentragen dieser Bausteine, unabhängig aller Richtigkeit oder Unsinn aufgestellter Beispiele oder Thesen. Für das Spiel mit dieser Materie braucht man weder Studium, noch Doktortitel oder Abitur :o) Die Essenz ist das Interessante.
    Signatur
  • siku


    Und - ist dieses ganze Tralal an den Unis- oder innerhalb der professionellen Kunstszene ein Problem?
    Nein - da geht die Zeit und die Kunst halt weiter - ich war z.B. auf der Art Cologne und der Art Fair und ich finde nicht, daß es einen Grund gibt sich sorgen zu machen - allerorten gute Talente, hervorragende Werke und richtig Stoff zum Nachdenken.



    Es macht sich positiv bemerkbar, dass die informelle Woge, die sich >nach dem Informel< seuchenartig mit einem Hang zur exzessiven Selbstbespieglung aufgebaut hatte, an Bedeutung verloren hat, dass künstlerische Reflexion vornehmlich das soziale Umfeld entdeckt hat. Diese Entwicklung ist mit mehr Spannung und Inhalt verbunden, wobei, um auf das Thema des Threads zurückzukommen, es weniger von Bedeutung ist, ob jetzt realistisch gearbeitet wird, entscheidender ist in welchen Kontext Realismus (z.B. menschliche Abbilder) gestellt wird.


    Hier ist halt ungewöhnlich, daß es eben zu einer Vermischung dieser Ansätze kommt, daß es kein Kuratorium gibt, keine Redaktion, daß alles sehr selbstbezogen ist. Jedenfalls denke ich man schießt mit Elefanten auf Spatzen ;), wenn man nun den Untergang des Abendlandes heraufziehen sieht, weil hier Menschen ihren Hobbys nachgehen - besser als vor der Glotze hängen."


    "Jedenfalls denke ich man schießt mit Elefanten auf Spatzen ;)"
    ja, das denke ich auch, hier findet teilweise eine >übereifrige" Diskussion über Kitsch oder Nichtkitsch statt, die einfach unproduktiv ist, und nur dazu zu dienen scheint, andere User zu vertreiben ;-), statt sie zur Teilnahme einzuladen.

    Die Vermischung der Ansätze macht eine Diskussion wirklich schwierig, das läuft eigentlich auch nur darauf hinaus, dass einige sich entweder missverstanden fühlen oder resignieren.

    Man muss Kunst hier nicht gleich als Wissenschaft betrachten. Es scheint aber eine allgemeine Furcht davor zu herrschen, anzuerkennen, dass hinter dem Kunstbegriff mehr steckt als nur ein Medium für individuellen Ausdruck und die Abgabe persönlicher Statements. Die Ebene der Ästhetik und "Kunsttheorien" wird hartnäckig stillschweigend übergangen oder (aus Unkenntnis?) als abgehoben abgelehnt. Dabei gehören ästhetische Betrachtungsweisen zur Kunst wie >Salz in die Suppe<

    siku
  • s-ejtna
    ,Das, was ich nicht verstehe will ich verstehen. Ich mache was dafür, lerne mehr. Und wenn ich dann sehe, dass nichts dahinter steckt außer heißer Luft oder Sch...ße, dann habe ich auch keinen Respekt davor. Ist doch mein Recht



    Was aber für Dich Schei... ist und heiße Luft, muß ja nicht ohne Substanz sein? Oder hälst Du Dich für allwissend?
    Klar, kannst Du Deinen Respekt verteilen wie Du möchtest! Aber dieses Recht hat ja jeder. Ihn dann als "Allesfresser" zu titulieren, ist wie Du selbst ja schon bemerkt hast, etwas daneben. Zumal ein kleines bißchen gegenseitigen Respekts uns wahrscheinlich allen guttun würde.

    Ich merke inzwischen selbst, daß ich die Häschen und Blümchenfraktion verteidige, das lag nicht in meiner Absicht.
    Nur ist der Begriff Kunst so umfassend, wie das Leben selbst. Und die Sichtweisen so verschieden, wie es Stilrichtungen gibt.

    Mein Appell heißt eigentlich nur: Leben und Leben lassen!

    Wenn Leute, die Sonnenuntergänge nach Bob Ross malen sich für die großen Künstler halten, dann laßt sie doch! Was kratzt das den Baum wenn sich ein Eichhörnchen an ihm scheuert?
    ( Ich kann übrigens nicht verstehen, was da so toll dran sein soll, sich als Künstler zu begreifen. Viel erstrebenswerter wäre doch unter die Rubrik Millionär zu fallen;))

    @Anis:
    :)) macht Spaß mit Dir zu diskutieren!
  • sinA
    "Ich bin keine Künstler(in)und will kein(e) werden!Ich sehe mich in der Diskussion hier als Betrachterin, nicht als Künstlerin" - sagt Kaninchen, wenn er dem Python ins Auge schaut... Das wollte ich immer los werden.

    Tja, Frodo, ich will aber nicht nur unterhalten, ich will auch für mich was klären.

    Aus dieser Diskussion habe ich folgendes gelernt:

    1. Internetforum hat nicht nur viel mit det Unterhaltung zu tun. Es hat auch viel mit Lernen zu tun, mehr als einer oder anderer sich vielleicht vorstellt. Nur lernen hier heißt "Phantom des Lernens", das ohne Realität nichts wert ist.

    2. Mit Elefanten auf die Spatzen? Nein, ich fühle mich wie ein Pudel, der die Hühner picken sieht... Er läuft mit lautem Gebell hinterher und jagt sie. Sehr lüstig!

    3.Wir alle hier, wollen wir oder nicht, machen eine Digitale Kunst.Kunst von Beuys gehört, meiner Menung nach, mehr zu Neuen Medien - Kunst. Hier ist jeder ein Künstler, aber er hat das, unter anderem, auch ironisch gemeint. Und diese Kunst kann auch kuschelig sein...wie ein toter Hase...

    Mal im Ernst, für mich gibt es kein Groß- und Kleinkunst. Für mich gibt es nur KUNST (und Himmel voller Geigen).:)

    Friede, Freude, Eierkuchen...Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
  • iwraM
    Hallo Anis,

    lach, im Wortverdrehen bist Du klasse, wirklich. Ein wenig wie ein Huhn im Schlangenkostüm. Immerhin legen beide Eier, was dich dann nicht ganz so verschieden vom Rest macht.

    Pssst, ich musste jetzt ein wenig den Sinn verdrehen, obwohl schniek frisierte Pudel auch nicht so leicht von plüschigen Zuchthennen zu unterscheiden sind. Bei den einen besteht der Dutt auf dem Dötz aus Federn, beim anderen aus Löckchen.

    Wirklich, alleine die vielen Assoziationsquerschläger in diesem Thread haben einen hohen Unterhaltungswert. Und sorgt sogar bei mir für eine Bildidee.

    LG,
    Marwi ;)
  • cobolt
    cobolt
    "für mich gibt es kein Groß- und Kleinkunst. Für mich gibt es nur KUNST "

    ... und für mich gibt es nur Bausteine ZUR Kunst. Und wer zuwenig Bausteine benutzt, kommt über die Deko oder die technische Übung nicht hinaus. Wer darauf pocht, dass er fertig ist, versucht die Suche oft nur abzukürzen.

    Immerhin: Die Frage inwieweit die persönliche Situation einen bei dieser Entwicklung beeinflusst, (oder wann man aufgehört hat, sie voranzutreiben) kann sich jeder selber stellen, unabhängig aller Thesen, Theorien und Beispiele. Das hier durchaus auch zwischen den Zeilen zu lesen steht, woran das beispielhaft liegt, ist sicherlich für manchen aufschlussreich. Das Bewußtsein (und die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber) ist vielleicht der erste Schritt.

    Das hat bislang ca. 3000 Klicks ergeben. Die Frage scheint also gar nicht so uninteressant zu sein. Für mich war dieser Thread ergiebiger, als so manches Bild :o)

    Und tschüss.
    Signatur
  • xnup
    cobolt: Für mich war dieser Thread ergiebiger, als so manches Bild

    Warum treffen wir uns nun nicht alle die hier mitdiskutiert und mitgelesen haben und machen 'ne Performance draus, mit Videoaufzeichnung etc.?
    (sagte ich schonmal)
    :)


    zu cobolt:
    Also bei den Workshops habe ich auf eine bestimmte Art Workshops angespielt, nicht auf Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung - es gibt solche und solche aber mehr solche als solche
  • cobolt
    cobolt
    "Warum treffen wir uns nun nicht alle"

    Weil da der Wunsch Vater des Gedankens ist. Ich z.B. komm aus verschiedenen Gründen aus HH gar nicht raus. Die Idee find ich neckisch, die Reaktionen ausserhalb des KNs sicherlich interessant, aber die Realisierung ist schwierig. Denk dran: Ich bin kein Künstler, ich hab hier Termine und Verpflichtungen, bin nur eingeschränkt mobil. Und mein Computer ist auf Arbeit ausgerichtet, nicht auf Konferenzschaltungen mit Videoaufzeichnung :o) Dürfte anderen ähnlich ergehen. Aber wenn de ne Idee hast, lass hören. Anhören kann man alles.
    Signatur
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    nach Köln oder auch HH würd ich kommen
    aber wahrscheinlich bis auf ein paar kleine Einwürfe eher lauschenderweise teilnehmen. Und am liebsten erst im nächsten Jahr ja
    :)
    Signatur
  • Mausopardia
    Mausopardia
    "Warum treffen wir uns nun nicht alle"

    Weil da der Wunsch Vater des Gedankens ist. Ich z.B. komm aus verschiedenen Gründen aus HH gar nicht raus.


    klar frank...einen der gründe kenne ich --> der elbtunnel ist mal wieder dicht! ;-)))) ...aber ansonsten...schön dich wenigstens zu lesen! ;-)
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Es macht sich positiv bemerkbar, dass die informelle Woge, die sich >nach dem Informel< seuchenartig mit einem Hang zur exzessiven Selbstbespieglung aufgebaut hatte, an Bedeutung verloren hat, ...wobei, um auf das Thema des Threads zurückzukommen, es weniger von Bedeutung ist, ob jetzt realistisch gearbeitet wird, entscheidender ist in welchen Kontext Realismus (z.B. menschliche Abbilder) gestellt wird.

    stimmt. genau das fand ich an der art cologne und art fair auffallend: informelles war geradezu eine randerscheinung. fast ausschliesslich gegenständliche malerei, in der sich neben dem auf den ersten blick "realistischen" szenario weitere wahrnehmungsebenen eröffneten, die aber eben nicht in völlig beliebige oder rein selbstbezügliche richtungen interpretierbar sind.

    Es scheint aber eine allgemeine Furcht davor zu herrschen, anzuerkennen, dass hinter dem Kunstbegriff mehr steckt als nur ein Medium für individuellen Ausdruck und die Abgabe persönlicher Statements. Die Ebene der Ästhetik und "Kunsttheorien" wird hartnäckig stillschweigend übergangen oder (aus Unkenntnis?) als abgehoben abgelehnt.

    das wird wohl an der angst vor messlatten liegen, an denen man scheitern könnte.
    aber müsste es nicht gerade denjenigen, die alles und jedes zur kunst (bzw. sich selbst zum künstler) erklärt sehen möchten und generell jeden ansatz von masstäben ablehnen, piepegal sein, wie andere ihr zeugs finden? das gegenteil ist jedoch der fall (hier jedenfalls). ist das logisch?
    Signatur
  • xnup
    Man muss zur Art Cologne und Art Fair auch noch kurz sagen, dass es sowenig Malerei gab wie nie zuvor.

    Dein Einwand, Brooklyn, ist für mich sehr KN bezogen, wie bereits gesagt, hier gibt es eben kein Kuratorium, daß gibt es draußen aber sehr wohl.

    Die meisten Seiten die Werke präsentieren, sind ja auch keine Communitys - dies sind geschlossene Seiten, die auf der Basis des allgemeinen Kulturrauschens die Werke auswählen.

    Daneben gibt es eine ganze Reihe Möglichkeiten Stipendien, Preise etc. zu gewinnen - da muss man auch über Messlaten rüber.

    Diejenigen die den berühmten Beuys Satz einfach so nehmen verstehen weder Beuys noch den Satz.

    Nur mal ein Aspekt zur Erläuterung:
    Tatsache ist Beuys' Utopie einer besseren Welt gründet auf einer Neubestimmung der ökonomischen Begriffe Arbeitskraft und Kapital. Nicht materielle Güter, sondern die schöpferischen Kräfte der Gesellschaft sind die wahren Wirtschaftswerte, und das Kapital, das in den Wirtschaftskreislauf fließen muß, ist die Kreativität und nicht das Geld. Dieses Kapital muß frei zirkulieren können. Erst unter diesen Voraussetzungen ist "jeder Mensch ein Künstler", solange diese Voraussetzungen jedoch nicht geschaffen sind, solange ist nicht jeder ein Künstler, sondern dieser Satz ist als Aufforderung zu verstehen die sozioökonomischen Verhältnisse ins Wanken zu bringen, nicht unbedingt aber als Aufforderung Künstler zu sein.

    Im übrigen finde ich den Satz "Das soll Kunst sein? Das kann ich auch!" wesentlich schlimmer. Denn er trifft in der Regel alles was nicht Wald und Wiesen Darstellung im erweiterten Sinne ist. Wenn man mal überlegt wer alles potentiell davon betroffen ist findet man sicherlich viele große zeitgenössische KünstlerInnen darunter.

    Wir sollten diese Diskussion mal völlig unabhängig vom KN führen, dann wird sie fruchtbarer, und kann auch über diesen Zusammenhang hier hinausweisen. Ebenso müssten dann mal ernsthafte Quellen als Diskussionsgrundlage eingeführt werden, daß wäre mir sehr wichtig. Ansonsten macht diese Diskussion, daß was sie vielen Werken im KN vorwirft sie trivialisiert, und posaunt Allgemeinplätze heraus.

    --------
    Mal ein kleines Spiel:
    Kunst?
    http://www.plakat-pirat.de/

    Kunst?
    http://www.weltrekordblick.de/
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