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  • Malen mit der rechten Gehirnhälfte

  • Nutak Malen mit der rechten Gehirnhälfte
    Ich habe über dieses Thema im Internet gelesen, auch dass es darüber Bücher gibt. Mit dieser, in den Büchern beschriebenen, Methode, soll es möglich sein, innerhalb weniger Wochen eine enorme Steigerung der eigenen künstlerischen Fähigkeiten zu erfahren. Meine Frage nun: Hat damit jemand Erfahrung bzw. auch schon einmal etwas darüber gehört? Sinn oder Unsinn?
  • flow_thgin
    Hallo!
    Nein,  ich halte diese Methode für außerordentlich wirkungsvoll. Unser Kunst-Dozent hatte sie uns in einer Vorlesung vorgestellt. Es ist ja eine Tatsache, dass wir zumeist entweder mit der linken oder der rechten Hand malen. D. h. dass eine Gehirnhälfte brachliegt. Um diese nun auch zu fordern, nimmt man den Pinsel/Stift einfach in die Hand, mit der man sonst nicht schreibt/malt. Eine Andere Methode wäre die, mit beiden Händen gleichzeitig Lockerungsübungen zu machen und synchron zu Zeichnen. Seit der Zeit male ich beidhändig.
    Gruß
    night wolf
  • Nutak
    Danke für die Antwort, night_wolf,

    kannst Du vielleicht noch ein bisschen mehr darüber erzählen, was diese Methode genau ausmacht und wie haben sich Deine Fähigkeiten verändert?

    Gruß

    Nutak
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  • Aziz
    Hallo,

    zu diesem Thema gibt es ein hervorragendes Buch von Betty Edwards:
    "Das neue GARANTIERT ZEICHNEN LERNEN"
    ISBN: 3-498-01669-5
    Preis: 19,90 Euro
    Verlag: Rowohlt Verlag GmbHa

    Allerdings muß ich sagen, daß mit dieser Methode man sehr realistisch wird - die Künstlerische Fähigkeit bleibt unberücksichtig oder wird sogar abgestumpft.

    Aziz
  • flow_thgin
    Ich denke, dass die Freisetzung der kreativen Kräfte durch Malen mit der "faulen" Hand wirklich nicht für jede Maltechnik gilt. Ich male sehr abstrakt, manchmal wild, deswegen kommt mir diese Methode der Aktivierung beider Gehirnhälften sehr entgegen. Wenn man allerdings sehr gegenständlich malt, da gebe ich Aziz Recht, führt das wahrscheinlich zu keinem Ergebnis.
    Ich habe da ein Buch meines damaligen Dozenten:
    Harald Braem: "Brainfloating-Im Enspannungszustand spielerisch Ideen finden" Es geht zwar mehr um Texten und Werbung, aber es sind einige gute Ansätze und Erklärungen dabei, wie man keative Blockaden überwindet.
    Mir hilft diese Methode, mich grundsätzlich erst einmal von vorgegebenen Denkansätzen zu lösen.
  • adreG
    Hi   !!!!!
    Bin Linkshänder , durfte aber in der Schule nicht so schreiben (da gabs noch was mit dem Zeigestock auf die Finger) , beim Malen gebrauche ich beide Hände , das liegt wohl auch daran das es viele Maschinen oder Werkzeuge nur für Rechtshänder gibt , so fährt man unfreiwillig zweigleisig und ist ganz praktisch !!

    Gruß Gerda
  • osoS
    ... nun, die Gelehrten streiten sich. Anscheinend ist es wohl doch so, das in den Regionen der linken Gehirnhälfte das rationale und in den Regionen der Rechten das Assoziative Denken gesteuert wird.

    Da die Bewegungen der rechten Hand von der Linken Gehirnhälfte gesteuert werden und die der Linken von der rechten Hälfte, liegt anscheinend der Schluß nahe, durch wechseln der Hand die Assoziationen zu stimulieren.

    Ob das Stimmt weiß kein Mensch - aber es klappt.

    Andererseits kenne ich diese Methode auch aus dem Kunst-Therapeutischen Bereich um rationale Blockaden zu umgehen.

    Ich persönlich weiß gar nicht, mit welcher Hand ich Male und welche den Pinsel führt ;)

    So So
  • Aziz
    Hallo,

    nun, eigentlich müßte es möglich sein, für einen Rechtshänder mit dem linken Arm (Hand) zu malen - und natürlich auch umgekehrt.

    Ich sage bewußt Arm und nicht Hand. Man sollte mit dem ARM malen und nicht mit der Hand (aus dem Handgelenk).
    Renoir zum Beispiel konnte in seinem späten Alter seine Hand nicht mehr bewegen, weil sie steif wurde. Er malte aus dem Armgelenk. Er lies sich die Pinsel an die Hand befestigen.
    Vielleicht sollten wir unsere linke Gehirnhälfte einfach überfordern, damit die assoziative rechte Gehirnhälfte die Arbeit übernimmt.
    ;-)
    Aziz
  • nilrebxerk
    Die aktuelle neuropsychologische Forschung spricht nicht unbedingt für die Behauptungen in dieser Diskussion. Etwas anderes aber macht mir mehr Sorgen:

    Weshalb versucht man hier eine Polarisierung aufzubauen? Welchen (kranken) Bezug muss man zu sich selber haben, um seine Seele trennen zu wollen? Ist eine integrative Perpektive nicht eigentlich selbstverständlich?

    Ich frage die Rechts-Links-Asymmetrie-Hardliner provokativ: Wo ist eurer Meinung nach die Geschlechtlichkeit und dessen Einfluss in der Kunst anzusiedeln.

    Rechts-Links ist kein Gegensatz sondern Einheit: Anfragen an seriöse Literatur (und nicht pseudo-psychologisches Bla-Bla) gerne über eine Kurznachricht an mich.

    Martin  
  • osoS
    hmmm .... jetzt beschleicht mich aber doch der Gedanke, dass ich mich nicht klar ausgedrückt habe.... Ironie war halt noch nie meine geringste Stärke....

    Also gut: Ich persönlich glaube nicht an diese Rechts-Links-Legende.

    Aber: Ich weiß, dass sie bei anderen Menschen etwas bewirkt hat.

    Die Frage, die ich mir nur dabei stelle ist, ob diese Änderung physikalischer Natur oder psychischer ist. Ich behaupte einfach mal, dass jemand, der gegen seine Anlagen zur Rechtshändigkeit erzogen worden ist, gehemmt ist durch diese Kindheitserfahrung (Liebesentzug, nicht-angenommen-worden-zu-sein, Erfahrungen des Anders-sein) und ein wechseln der Händigkeit diese blockierte Kreativität freisetzt.

    Erscheint mir schlüssiger als die Erklärung auf organischer Ebene.

    Sich damit zu beschäftigen... zeugt es nicht eher für geringes Selbstbewußtsein???

    Also ich möchte meine Assoziativen Kräfte weder pushen, dopen, noch durch irgendwelche Techniken verfeinern... weil meine mir innewohnende Portion reicht für mich allemal.

    Mehr wäre Streß  ;D

    Soso
    *ah, der Kaffee wirkt langsam*
  • ajnoS
    Mir ging es ähnlich wie Gerda. Bekam zwar keine mehr auf die Finger, dazu bin ich zu jung, jedoch hat sich meine Lehrerin in der ersten Klasse eingebildet ich muß mit der rechten Hand schreiben.
    Damals hat mich das wahnsinnig geärgert, doch im nachhinein finde ich es sehr praktisch.
    So kann ich beim malen, wenn ich mit der linken Hand nicht ordentlich hinkomme, den Pinsel einfach in die rechte Hand nehmen.
    Das hat schon Vorteile!
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