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  • Wie viel Erklärung verträgt die Kunst?

  • NIWREW Wie viel Erklärung verträgt die Kunst?
    Sind hochgestochene intelektuelle Erklärungen
    gleich welcher Art von Kunst,an den Ausstellungen
    wirklich von solcher Wichtigkeit?
    Muß wirklich bei zB abstrakten Werken noch eine Führung an der Ausstellung sein ,und mit einem Endlosgeschwalle alles auf Erbsengröße reduziert werden?

    Was machten andere Künstler für Erfahrungen?
  • Ralf Lukas
    Ralf Lukas
    Auf meiner Ausstellung in unserem Rathaus, ließ sich ein Paar von mir ein Bild erklären.Als ich von der Ansprache des Bürgermeisters zurück zu diesen Bild ging, stand da dieses Paar und erzählte ganz wichtig was der Künstler damit aussagen möchte.Ich fand die Situation sehr lustig.
  • alleizdnoKnitraM
    Ein Malerfreund:

    "Du, es ist besser, das Bild spricht für den Maler, als der Maler für das Bild"
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  • kceit
    Kunst an sich verträgt viel Erklärung, sie ist da geduldig. Sie hängt bzw. steht da und läßt Erklärung um Erklärung über sich ergehen.
    Allerdings glaube ich, dass sich Kunst nicht erklären lässt.

    vG
    tieck
  • Iwanschuetz
    Iwanschuetz
    jedes wort zuviel kann töten!
    Signatur
  • musrednar
    schriftlich "erkläre" ich schon mal KURZ meine zyklen.
    detto bei ausstellungen mündlich, jedoch durch den, der die ausstellung eröffnet. und da auf keinen fall jedes einzelne bild für sich!

    alles andere überlasse ich der neugier des betrachters, der im bedarfsfall ohnehin auf mich zukommt. wenn jemand keine fragen stellt und sich meine arbeiten selbst erschließen möchte, halte ich gerne auch die klappe ;-)

    bei präsentation der arbeiten im internet sollte zumindest ein titel (falls vorhanden), maße, die technik und eventuell der dazugehörige zyklus erwähnt werden.

    das ist meine ansicht bzw. meinung.

    ok - im kunstnet werde ich auch mal ausführlicher, aber hier sind ja hauptsächlich "kollegen" unterwegs und da sehe ich die sache ohnehin etwas anders ...
  • xer
    ich finde dass es davon abhängig ist, welcher künstler ausgestellt wird und wer die zielgruppe ist.
    im idealfall wird es m.e. auf eine intensive auseinandersetzung hinauslaufen..
    und das nicht nur seitens des führers, sondern unter reger beteiligung des (fach)publikums.
    im schlimmsten falle ist es ein fahles gedudel, bei dem jeder froh ist, wenn´s vorbei ist

    darum lässt sich deine frage nicht allgemeingültig beantworten
  • suomynonA
    es kommt ganz drauf an, wer kunst
    wie
    wem
    wo
    erklärt und wer da
    den richtigen nerv für hat.

    geh mal mit kunstnet-mitglied und -schauer "hanni" ins museum und lass dir (moderne) kunst erklären - da flattern dir die ohren!
  • maler-hans
    maler-hans
    Die Kunst verträgt nicht nur, sie benötigt sogar Erklärung!

    Das heißt nicht, dass der Künstler jedem seiner Werke eine Abhandlung beifügen muss – aber wenn sich ein Betrachter der bildenen Kunst nähern möchte, können Erläuterungen über Zusammenhänge und Entwicklungen sehr hilfreich und befruchtend sein, für eine künftig durchaus eigenständig Betrachtung und Einschätzung nämlich. Und zu diesem Zweck wird der Erklärende immer bestimmte einzelne Bilder heranziehen, die zeigen, was er erläutert.

    Bei Vernissagen ist freilich viel Geschwafel zu hören, das stimmt schon, ich habe aber auch schon das genaue Gegenteil erlebt und bin anschließend mit sehr viel mehr Aufmerksamkeit auf die Bilder zugegangen, und auf den Künstler auch.

    Also warne ich sehr vor pauschalen Be- oder gar Verurteilungen, noch mehr davor, Besucher der eigenen Ausstellung unqualifiziert auf den Arm zu nehmen. So etwas ist schlechter Stil und schlägt irgendwann zurück; zu Recht.
    Signatur
  • xer
    >> geh mal mit kunstnet-mitglied und -schauer "hanni" ins museum und lass dir (moderne) kunst erklären <
    oh ja!
    das ist die idee
    da wär ich auf jeden fall bei!
  • NIWREW
    Herzlichen Dank für die rege Anteilnahme,ich werd mich selbstverständlich auch noch dazu
    erklären.
    Euch allen ein toller Abend!
    Gruß werwin
  • efwe
    efwe
    manche kunst stützt sich auf erklärungengen -oder besser er_wächst aus ihr herraus-
    im idealfall werden sie nicht benötigt-
    ende_
    Signatur
  • sonadora
    sonadora
    ich denke die gefahr bei erklärung liegt vor allem auch darin, dass eine wertung der jeweiligen kunst vorweggenommen wird und der betrachter praktisch entmündigt wird, sich seine eigene herangehensweise zu erarbeiten und dadurch die auseinandersetzung mit der kunst zu einer auseinandersetzung von an den betrachter herangetragenen interpretationen mutiert.

    andererseits gibt es sicher auch kunst, die ohne erklärungen oder denk-leitlinien des künstlers schlichtweg unverständlich bleibt.

    wiedermal ein unlösbares dilemma also ;-)


    .
    Signatur
  • suomynonA
    >> geh mal mit kunstnet-mitglied und -schauer "hanni" ins museum und lass dir (moderne) kunst erklären <
    oh ja!
    das ist die idee
    da wär ich auf jeden fall bei!


    und ich auch (noch mal wieder)
    war wirklich prima!
    ich hatte sogar
    ne fotogenehmigung
  • xer
    ja bleibt nur zu fragen ob hanni sich das antun will 2 (oder mehr) losern das kunst-abc zu erklären
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Auf intellektuelles Geschwafel, insbesondere Interpretationen von Profilneurotikern, kann ich gerne verzichten. Ich persönlich finde aber Hintergrund-Infos wie Entstehungsgeschichte, verwendetes Material oder Gedanken des Künstlers zum Bild sehr interessant. Das sollte ein Künstler oder Austellungsführer aber nur dann dem Betrachter mitteilen, wenn der Künstler es so will.

    In der Realität werden sich Galeristen aber immer wieder die Freiheit (Frechheit) herausnehmen, eigene Ausführungen zu den Werken von sich zu geben, daher ist diese Frage eher akademisch.
    Signatur
  • AleX
    AleX
    Ein Bild zu erklären, ist wie einen Witz zu erklären...witzlos
  • NIWREW
    Ich habe in den vergangenen Jahren wenigstens 20
    Ausstellungen durchgezogen,davon die meisten in
    groß angelegter Ausführung.
    Bei mir liegt an jeder Ausstellung ein Text bei aus dem zu entnehmen ist ,was ich mit meinen Arbeiten insgesamt zum Ausdruck bringen möchte
    zB.liefen einige Ausstellungen unter dem Thema"Farben und Formen im Radius der Zeit" oder
    unter "Vom Werden und Vergehen" usw.
    Auf die einzelnen Werke gehe ich in keinster Weise näher ein.
    An Vernissagen verhält sich das ganze ebenso,ich stelle nur mich vor und begrüße die Gäste,doch ich gehe auf keine Fragen zu einem Werk ein sollte es um eine Interprätation meinerseits gehen.
    Ich frage dann eher mein Gegenüber,das ich es interessant finden würde,was dieses darin sieht.
    Aus meinem Text geht auch ganz klar hervor ,das ich es ganz bewußt vermeide für die Arbeiten Vorgaben zu machen.Jeder soll auf seine Weise
    sehen und Zugang zum Dargestellten finden nicht zuletzt weil aus dieser Sichtweise das Kunstwerk gewissermaßen eine Leitfunktion für die Interprätation des Betrachters übernimmt und dieser sich dabei ein künstlerisches Auge ausbildet.
    Ich finde schon das man sich über Kunst unterhalten kann und sollte,doch niemand sollte sich mit seinen Aussagen was Kunst ist Manifestieren.
    Auch habe ich die Erfahrung gemacht ,das die Kunstinteressenten eher über das Werk staunen und mir erklären möchten ,wo dieses ihrer Gefühle nach am besten zur Wirkung käme.
  • musrednar
    " ... doch ich gehe auf keine Fragen zu einem Werk ein sollte es um eine Interpretation meinerseits gehen. "

    bin der meinung, wenn jemand sehr genau fragt und ernsthaft interessiert wirkt, sollte man ihn nicht "in der luft hängen lassen" (gerne auch erst, nachdem er SEINE sicht über das werk verraten hat).

    ich hatte auch schon die erfahrung, dass über jemanden, der ähnliches sagte, geringschätzig gelästert wurde ... so in der art, der künstler hätte sich nicht wirklich etwas dabei "gedacht", sondern einfach "drauflosgeschmiert" und setze jetzt dem publikum das resultat als kunst vor die nase.
    dieser künstler konnte/kann mit solchen ansichten zwar umgehen, aber ob ICH das auch könnte / können will?

    nochmals mein fazit: grundsätzliche kurze hintergrundinfo ist wichtig, den rest bloß nicht aufdrängen und nur bei bedarf "anbieten"!
  • suomynonA
    ja bleibt nur zu fragen ob hanni sich das antun will 2 (oder mehr) losern das kunst-abc zu erklären


    wir müssen ja nicht gleich loser sein... wie wärs mit einer gruppenführung: hanni führt das ganze kunstnet durchs museum - wo hängt noch rembrandts "der mann mit dem goldhelm"? in dahlem, berlin?

    im landesmuserum münster haben wir uns um eiene gruppenführung vorbeigedrückt, da pilgerten 25 leute ner hübschen dame hinterher, die ihnen die kunstwerke erklärte.

    andere besucher bevorzugten die solitäre audio-führung per walkman.
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