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  • macht mir wieder mal zu schaffen

  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Es kommt wohl auf die Zielgruppe an. Für "moderne Kunst" ist oftmals die Idee wichtiger, als die handwerkliche Umsetzung, bei "klassischer Malerei" und Kunsthandwerk kommt man wohl nicht daran vorbei, die Techniken zu lernen.
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  • Mausopardia
    Mausopardia
    Kunst kommt von Können..

    Hauptsache, man kann was..

    ist das wirklich das A und O?

    Kommt es nur darauf an, Leistung zu erbringen? Sich die Note 1 einzufahren?

    Was ist mit all dem, was sich melden möchte, aber nicht darf, weil es unterdrückt wird, da es ja nicht den Regeln, den Normen, den Maßstäben, der DIN XY entspricht?

    Braucht Kunst nicht etwas völlig anderes, um zu werden, als Druck?


    Lisa du beziehst dich nicht zufällig auf einen kommentar von mir? hmm... dann kann ich dir sagen, dass ich es so nicht gemeint habe. wenn ich hier jemanden für sein werk lobe, dann aus dem grund einer von mir anerkannten leistung, damit möchte ich diese aber nicht in die kunst oder nichtkunst eingruppieren, das würde mir nicht zustehen. hmm... die geschmäcker sind so grundverschieden, wie das malende völkchen bilder produziert...und spaß an der sache, wohl das wichtigste, wenn anerkennung und geld dazu kommen...tja dann...ist man doch ein glücklicher mensch und *druck* macht sich jeder selber! ;-)
  • xer
    lisa ich denke kunst kommt schon von können
    aber im weitesten sinne

    es geht dabei nicht unbedingt darum den pinsel wie caravaggio schwingen zu können.
    es geht viel mehr darum, dass man weiß was man da tut.
    zu wissen worauf es ankommt.
    nicht nur die geschichtlichen hintergründe kennen, sondern die kunst, die bis heute "hergestellt" wurde zu verstehen.
    anschließend muss man nur noch kreativ genug sein, und anhand des vorhandenen wissens seinen künstlerischen ausdruck finden, der vielleicht sogar beachtung findet.

    kunst kommt also ganz sicher nicht von zeichnen- oder malen- können, sondern, wie ich es eben beschrieben habe, vom können im weitesten sinne
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  • lisa
    lisa
    ja Moni, stimmt schon, "Hauptsache man kann was" hattest Du heute wo geschrieben, aber das war quasi so das Tüpfelchen für meine Gedanken der letzten Tage, sie jetzt mal aussprechen zu wollen :) Wie Du auch schreibst, "Anerkennung von Leistung"..das ist genau ein Punkt, um den es mir hier auch geht. Klar gibt es hier hervorragende Leistung, Dir Magie, z.B. hab ich sicher mehr als einmal geschrieben, wie hoch ich Deine handwerkliche Leistung achte.
    Aber "nur" Leistung ist für mich (momentan zumindest) noch lange keine Kunst.
    Und über die Freiheit, jeden machen zu lassen, was er möchte, braucht Ihr mir auch nichts zu erzählen. Ich denke schon, daß ich normalerweise hier jeden herumtoben lasse, wie er möchte ;)

    Ich will aber hier überhaupt nicht über können oder nicht-können reden, sondern darüber, warum jedes Bild, das handwerklich gut ist, automatisch als das Kunstwerk des Jahres betrachtet wird (grob formuliert) ;)
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  • xer
    danke für deine auseinandersetzung
    so was ist dann immer wieder der mühe wert!



    >> warum jedes Bild, das handwerklich gut ist, automatisch als das Kunstwerk des Jahres betrachtet wird <
    so´n quatsch
    wer sagt denn DAS?
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Für mich bedeutet Kunst vorallem einen schöpferischen Akt.
    Wenn jemand die Technik perfekt beherrscht, ziehe ich vor jedem meinen Hut, wie vor einem Schreiner, der einen Stuhl perfekt herstellt. Für ein Kunstwerk muss noch, ich nenne es jetzt einen "Funken" (der nicht bei jedem Betrachter zünden muss) hinzukommen. Ich möchte den klassischen Künstler damit nicht schmälern, aber ich finde die Hintergründe eines Werkes (ob es technisch versiert gemalt ist, unter Druck als Auftragsarbeit oder spontan aus einer inneren Eingebung heraus in 20 Minuten entstanden ist)nicht entscheidend für seine Genialität.
    Nichtsdesto trotz wäre ich gerne ein Meister der Technik, um das ausdrücken zu können, was evtl. als "schöpferischer Geist" in mir steckt und bin deshalb durchaus neidisch auf die technischen Könner. Ich schlage mich also im Endeffekt auch ständig mit ähnlichen Gedanken herum, ob es nicht vieleicht sogar anmaßend ist, sich selbst als Künstler zu sehen oder muss diese Einschätzung nicht als Feedback der Umwelt kommen?
  • lisa
    lisa
    danke für deine auseinandersetzung
    so was ist dann immer wieder der mühe wert!
    Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung !!!
    Zu Deiner Aussage kann ich nicht so schnell was sagen, da muß ich noch drüber nachdenken.
    Aber ich versuch es schon mal:Ich stimm Dir mal zu, bedingt. Viel zu wissen, viel zu können, schadet ganz ganz sicher nicht. Es vereinfacht zunehmend die Chance, einen Treffer zu landen, sag ich mal. ABER absolut zwingende Voraussetzung muß es nicht unbedingt sein, oder?

    Und zu Deinem zweiten Absatz: Mir kommt das hier im kn eben so vor, aber vielleicht hab ich da ja eine völlig falsche Wahrnehmung
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  • lisa
    lisa
    Ingrid, wenn ich von mir persönlich ausgehe, kann ich auch nur sagen, ich seh mich weder als Künstler noch als sonst irgendwas. Ich male einfach ein Bild nach dem anderen. Und manche finden sie grottenschlecht, und manche finden sie großartig, und manche finden sie gar nicht ;)die Einschätzung erfolgt von außen.
    Diesen Thread schreibe ich eher als Betrachter, der von außen eine Einschätzung vornehmen möchte. Ich suche nach Argumenten von Euch, ich will meine Vorstellung von Kunst vertiefen, oder erweitern, oder erneuern, mal sehen :)
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  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Die Bilder, die ich mache, sind nicht völlig losgelöst von meinem Selbstverständnis. Ich mache schon manchmal den Versuch, mich selbst in eine Schublade zu schieben. Wie gesagt, sich selbst als Künstler zu klassifizieren ist vermutlich anmaßend (in meinem Fall zumindest), aber ich verstehe mich zumindest als creativen Menschen.
    Die Bilder, die hier im KN hoch geschätzt werden, sind tatsächlich oft technisch gut gemachte Werke und das auch zu Recht. Wie gesagt, ich habe auch einen riesigen Respekt vor jedem, der die Technik in seinem Beruf gut beherrscht. Ich habe aber auch beobachtet, dass durchaus Kunstwerke "der anderen Art" eine Chance haben und Anklang finden. Einige "freie Geister", ohne die es keine Kunst und keine Weiterentwicklung gäbe, schwirren auch hier herum.
  • eifachfilm
    eifachfilm
    Es gibt ja das kunsthandwerk was durchaus seinen reiz hat aber wenn man einfach starr abmalt oder nach gegebenen muster malt, dann fehlt mir etwas sehr wesentliches und das ist der blick des menschen auf das abgebildete seine persönliche wahrnemung der sache . zum beispiel habe ich schon oft abgemalte pferde gesehn hier im kn diese sind technisch einwandfrei aber sehen aus als wären sie aus plastik
    sind aber auf natur gemacht...es gibt auch menschen welche kein kunsthandwerk beherrschen aber innerlich eine unglaubliche sensibilität und eine unglaubliche genialität haben sie auszudrücken egal womit, sei es mit stift pinsel kamera oder körper .. oder andere welche einen klaren geist haben und ausserst präzise einen umstand formulieren das man sofort anfängt nachzudenken und die gedanken überschlagen sich man kommt ins rollen und findet sich wo man vorher nicht war .. man wird immer wieder zur jungfrau .. man erlebt etwas was man nicht kannte --nicht so ---und es ist nicht nur schein es lässt denken fühlen empfinden ...
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  • El-Meky
    El-Meky
    einfachfilm, das hast du schön gesagt
    :o)
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  • kiluga
    kiluga
    ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen..aber denke das wird wohl nicht schlimm sein..
    ich jongliere nicht gern mit den wörtern .. wer ist künstler(in) und wer nicht ebenso was ist kunst was nicht..
    aber manchmal habe ich das gefühl, das wort künstler(in ) hört sich ja cool an und ist ja was besonderes.."was besonderes sein"..dazu gehören... und oft wird genau dieses angestrebt.. ein bisschen farbe auf die leinwand ein bisschen kleksen schmieren und es kommt dabei sogar was raus.. wenn die hemmschwelle dann überwunden hat und ein zwei drei sagen oh das ist gut.. meist von den nahestehenden personen... dazu noch eine portion selbstbewusstsein mit an den tag bringen und schon kann man sich als künstler(in) bezeichnen..
    aber kunst hat hat für mich nicht nur was damit zu tun .. ein bisschen farbe auf die leinwand zubringen und fertig..es gehört auch der prozess dazu , gedanken thematik die auseinandersetzung mit der kunst mit dem bild mit der thematik...nicht einfach seele baumeln lassen weil es spass macht .. wie "stricken.".
    sich weiterentwickeln...gehört für mich ebenfalls dazu.mit und für die "kunst"leben.
    alles drum herum halt..und nicht nur das malen auf der leinwand..

    kommt es nur auf leistung an..
    nein.. den druck kommt von einem selbst.. und nicht von aussen..
    ich denke das ist der eigene anspruch den man an sich selbst hat..
    von aussen hole ich mir die anregeungen und kritik aber der druck kommt von einem selbst, sich weiterentwickeln , sich auseinandersetzen, streben nach mehr..an sich arbeiten..
    ist der druck von innen nicht da so denke ich bleibt man stehen..dreht sich im kreis und es ist keine weiterentwicklung da.. das hat jetzt nicht mit sicher heit und können zu tun.. man wird durch diesen prozess auch sichere , erfahrender in dem was man tut. es bereichert..
    hat kunst was mit können zutun.. ich denke im weitesten sinne ja..wie rex schon beschrieben hat dazu gehört nicht nur einfach den pinsel in die hand nehmen.. ..
  • lisa
    lisa
    vielleicht entsteht Kunst im Normalfall erst, wenn Präzisionsarbeit und freier Fluss zusammenkommen, und in Extremen kann auch nur das eine oder nur das andere zu Kunst werden.
    Ich weiß es nicht.
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  • NIWREW
    Was wäre der Mensch ohne Kultur?
    Kultur ist in seiner Zusammensetzung nichts anderes als Kunst.
    Wer das nicht für sich erfassen kann,der hat ein wirkliches Problem.
    Ich freue mich einen kleinen Beitrag dessen leisten zu dürfen ,was den Menschen als soziales Wesen ausmacht, nämlich einen kulturellen Akt
    leisten zu dürfen ,den man Kunst nennt.
    Alles Namengeben ist selbstverständlich von Wichtigkeit,doch ich selbst bin der Meinung das dadurch auch vieles kleiner erscheint als es ist,das wesentliche ist für das Auge ohnehin unsichtbar!
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    ich denke, ich könnte die hier abgegegebenen Statements so ziemlich unterschreiben, von rex, kiluga, eifachfilm... es steckt in jeder Aussage viel Wahrheit... vieleicht sind das alles Aspekte von Kunst oder besser Einblicke in künstlerisches Schaffen... Wir versuchen ständig die Bedeutung von Kunst zu verstehen und zu definieren, aber vermutlich kann man immer nur an der Oberfläche kratzen und einzelne Manifestationen beschreiben.
  • sonadora
    sonadora
    ich weiß nicht, wenn ich das hier alles lese, habe ich den eindruck, dass kunst vielleicht viel damit zu tun hat, eben keine manifestierte definition haben, was kunst genau bedeutet. sondern dass vielleicht ein wichtiger aspekt darin besteht, die bedeutung der kunst für den einzelnen immer wieder zu überdenken, zu zweifelnn immer wieder neu zu hinterfragen. sich selbst immer anders in beziehung zur kunst zu setzen.

    @lisa:
    dem technischen aspekt kommt dabei genau so viel bedeutung zu, wie Du ihm gibst! den eigenen ansprüchen hängt man ja immer irgenwie hinterher, aber man lernt ja auch stetig dazu, mit der zeit, mit jedem bild. (Du wirst Dich also unweigerlich weiterentwickeln;-)
    ich finde technische fertigkeiten durchaus wichtig, aber eben als grundlage von kunst und nicht als kunst selbst. ein geübter umgang mit dem material erlaubt schlicht einen freieren umgang mit ideen, man arbeitet anders an einem motiv, wenn man nicht schon daran zweifeln muss, ob man überhaupt in der lage ist, es verständlich umzusetzen. wisst ihr,was ich meine?

    lg,
    Claudia
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Mir hat einmal eine wunderbare Profikünstlerin gesagt, "Kunst kommt nicht von Können, sondern von Künden".
    Also Bilder, die eine Aussage haben, die andere anspricht.
    Man kann natürlich auch was aussagen, indem man stammelt. Aber man kann auch die Sprache lernen, um sich besser ausdrücken zu können.
    Frieda Kahlo war sicher eine große Künstlerin, sie hatte keine Ahnung von Perspektive oder Raum, trotzdem hatten ihre Bilder große Kraft und Aussage.
    Manche Menschen sind davon begeistert, andere nicht.
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  • spmet-rus-spmet
    Sehr schön, besteht ein leiser Zweifel daran ob man selbst Kunst macht?
    Das ist die Crux - der Zweifel.

    Ich für meinen Teil Hinterfrage meine Arbeiten nicht mehr auf diese Weise.

    Kunst ist Kunst und einfach ein Gefühl.
    Die Beurteilung anderer Künstler ist noch Leichter.

    Das was ich sehe bringe ich in Einklang mit dem was ich weis, und urteile ohne Hemmungen nur mir verpflichtet. Und da ist nicht jeder Techniker ein Künstler und nicht jeder Schmierer keiner.


    Ich sag halt einfach nichts zu Kunst-Mist . Das nenne ich Gesellschaftshygiene. Und lächerlich machen sich diese von allein.
    Und weil es mir in Grunde egal ist wer sich Künstler nennt. Wenn´s Schön macht, nur her mit der Kunst und fett auf die Backen gerieben.

    Wird schon einer Glauben.
  • Iwanschuetz
    Iwanschuetz
    ach lisa grübel nich so viel hier rum mach lieber dann werden nach deinen clerasil zeiten auch andere dinge im leben an bedeutung gewinnen.
    Signatur
  • NIWREW
    Kurt du bist ein wahrer Sprachkünstler!
  • Seite 2 von 5 [ 91 Beiträge ]

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