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  • warnehmungsmodell bei samuel beckett-warnehmung in der kunst

  • Busfahrer warnehmungsmodell bei samuel beckett-warnehmung in der kunst
    sorryfür die mit fehler gespickte überschrift ,aber sonst hätte ich sie vom platz her nicht formulieren können ...
    grund meines neu eröffneten themas :
    mein kunstlehrer hat uns aufgetragen , die gegenständlichen und abstrakten momente des untenstehenden in hinblick auf ihre verwendbarkeit fürdie bildnerische gestaltung zu untersuchen ; und uns zu einer eigenständigen assoziativen konzeption des "warnehmungsmodells" mit gegenständlichen und ungegenständlichen biddetails inspirieren zu lassen .
    DIE SPEZIFISCHE ANWENDUNGSMÖGLICHKEIT VON FARBE IST ZU BERÜCKSICHTIGEN .

    ausgangspunkt ist ein vers des gedicht "mirlitonnades" von beckett :

    Urgrund des Nichts
    am Ende welcher Wacht
    kam dem Auge flüchtig
    eine Regung zu Gesicht
    der Kopf beschwichtigend sprach
    das hat der Kopf gemacht

    frage : was will der mann ?
    die aussage des gedichts ist für mich ,dass man nichts so wahrnimmt wie es ist bzw. das warnehmung nicht der realität entspricht .
    aber wie sollich dass mit farbe in zusammenhang brinden und welche motive sollen dargestellt werden?
  • musrednar
    ich würde es einfach schon mal bei dieser, DEINER ersten wahrnehmung belassen.

    wenn ich dich richtig verstehe, musst du dich nun von dieser, DEINER konzeption zu gegenständlichen und ungegenständlichen bildelementen inspirieren lassen.

    vielleicht stellst du dir mal die frage, was bzw. welches motiv in der realität dich zu sofortiger wahrnehmung zwingt. und anstatt dieses dann gegenständlich darzustellen, malst du es ungegenständlich, eher abstrakt, weil du ja eben "erkanntest", dass die wahrnehmung nicht der realität entspricht (solltest halt im nachhinein erklären, aber das wirst wohl sowieso müssen).

    und um die gegenständlichen motive kannst du dich dann kümmern, wenn du weißt, wie dein abstraktes aussieht, bzw. wozu dieses dich inspiriert.

    so in der art, dass dann die abstrakt gewordene und eigentlich nicht der realität entsprechende wahrnehmung der realität / des gegenständlichen dich zu ansonsten gar nicht so wahrgenommenen gegenständlichen motiven inspiriert hat ...

    das abstrakte (ursprünglich, aber nun nicht mehr gegenständliche) "motiv" würde ich vielleicht in blaugrün halten und das daraus bzw. dadurch inspiriert wahrgenommene gegenständliche motiv in warmen farben.

    uff. ich hoffe, das so halbwegs verständlich ausgedrückt zu haben.
  • NIWREW
    "Wenn das Kunstwerk nicht von etwas anderem abgeleitet ist,interpretiert es die Urkraft des Schaffens"
    Hier den Hebel ansetzen!
    Gruß WERWIN
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    hallo, nur mal ein paar schnelle worte zu dem sehr schönen gedicht, die dir vielleicht etwas helfen können. eventuell solltest du mal versuchen, zu schauen, was beckett sagen will, wenn er denn was zusagen hat.
    das fängt schon mit dem titel an:
    "Ihre älteste Form ist die des sogenannten „Waldteufels" (in den Hochkulturen noch heute als Kinderspielzeug verwandt), der besonders bei den mystischen Zeremonien der Australier als „Stimme" göttlicher Wesen eine wichtige Rolle spielt. Keine Frau und kein noch nicht durch die Initiationsprüfungen gegangener Jüngling darf ihn je erblicken. Seine afrikanische Parallele ist das Mirliton, das bei ähnlich feierlichen Gelegenheiten dazu dient, Klang und Tonhöhe der menschlichen Stimme zu verändern. Auch der Anblick des Mirlitons ist Frauen und Kindern strengstens verboten. Sein Hauptzweck ist, die Stimme des jeweiligen Sängers während der heiligen Riten unkenntlich zu machen. " (VVV Volk und Buch Verlag Leipzig 1951, Vom Ursprung der Dinge;)

    dann zur anregung noch die zeile "urgrund des nichts" die in sich schon ein paradoxon darstellt(ich vermeide mal den begriff "absurd"), da man das "nichts" nicht denken kann, da es eben nicht vorstellbar ist.*1 mann kann ahnen das es das nichts gibt, aber was es ist? eventuell völlige abwesendheit? dies ist aber gleichzeitg der urgrund, der urschlamm; also anwesend da.da. das von dem gesagt wird, dass es am anfang ein tohuwabohu, chaos war. es ist zugleich da und nicht-da. das "sein" und das "nichts". etwas das nicht darstellbar, denkbar ist. in diesem manifestiert sich flüchtigt der logos, in einem kurzen fluß, (die nächsten zeilen) als ein sich selbst bewußt werdendes denken. ein kurzes, tautologisches moment des erkennen, die schlange die sich selbst in den schwanz beißt. die ewige wiederkehr.
    dieser "geist" flackert nun am ende der wacht kurz auf, ausgelöst durch eine (scheinbare?) sinnliche wahrnehmung.

    aber wie will man das "wahrnehmungsmodell" becketts desselben darstellen, und dann noch spezifische anwendungsmöglichkeit von farbe berücksichtigen. hört sich an wie das konzept für einen künstlerischen lebensentwurf. welche farbe hat das nichts?
    viel spaß.
    eventuell denkst du dir eine "installation" oder auch eine collage mit gegenständen, die repräsentieren, wofür das gedicht becketts stehen könnte.

    *1 eine kleine ergänzung noch: selbst wenn man sich das "nichts" als eine art schwarzes loch denkt, so muß doch ein loch von etwas umgeben sein, etwas was es umfaßt. der allumfassende "ur-grund" sozusagen.
    Signatur
  • gismah
    Hallo, Busfahrer, da hat euer Kunstlehrer sich ja was Sensationelles ausgedacht. Ich frage mich, wie er eure Ergebnisse beurteilen will.
    Also, dieser Text ist ein typisches Beispiel für Becketts miesepetrige Sicht auf die Welt, die er als absurd-sinnlos darstellt und derer er reichlich überdrüssig ist. Er sieht einfach nur schwarz ohne Aussicht auf Besserung. Diese "mirlitonnades" oder auch "Flötentöne" hat er ziemlich spät in seinem Leben verfasst. Es handelt sich dabei übrigens um eine ganze Reihe von Kurztexten, nicht nur diesen einen, die im Tenor aber alle gleich sind.

    Mir fällt dazu spontan Folgendes ein: Ausgangssituation: schwarz-grau, dann plötzlich: eine flüchtige Regung, ein heller abstrakter Farbwisch, der etwas Lebendiges erahnen lässt, vielleicht orange-gelb, warm-freundlich... intuitiv wahrgenommen (Vielleicht ist ja da doch etwas Lebenswertes in diesem grauen Einerlei?)
    Doch dann setzt der Verstand ein mit seinem Programm und tut diese positive Wahrnehmung als reines Hirngespinst ab. Kühle, formal eingesetzte Farben für den Verstand vielleicht.
    Mein Bild wäre sehr düster, hätte einen dunklen Grund (schwarz-grau), abstrakte, weich-geschwungene Formen hätte diese "flüchtige Regung", konkret könnte man ein stililiertes Auge einbauen, oder auch die Silhouette eines Kopfes.
    Die Schere im Kopf, die der Hoffnung auf ein Fünkchen Leben, auf etwas interessantes Neues gleich wieder zunichte macht, sehe ich , wie gesagt, in eher geradlinigen abstrakten Formen und kalten Farbtönen...
    Tja, das ist, was mir spontan dazu einfällt. Aber du musst ja deins finden, und ich wünsche dir viel Glück und Erfolg dabei.
    Greez!
    Wäre nett, wenn du erzählen würdest, was bei dem Ganzen rausgekommen ist. :-)
    Signatur
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    ich würde einfach ein totes schweinehirn auf nen weißen sockel stellen, als wahrnehmungsmodell becketts.
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  • El-Meky
    El-Meky
    ein kopfgrosser loser Stohballen auf nem Sockel ,
    statt Schweinehirn tuts auch bzw. sagt für mich noch mehr aus ..
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  • sinA
    Eine Pfütze auf leerem Sockel, das Wasser tropft langsam und verschwindet im Sand...
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    eventuell würde ich das schweinehirn noch mit einem (oder mehreren)von diesen kaugummiaugen garnieren, allerdings wäre das noch zu bedenken. vielleicht wäre das unter anderem auch zu infantil.
    Signatur
  • Busfahrer
    Hallo, Busfahrer, da hat euer Kunstlehrer sich ja was Sensationelles ausgedacht. Ich frage mich, wie er eure Ergebnisse beurteilen will.
    Also, dieser Text ist ein typisches Beispiel für Becketts miesepetrige Sicht auf die Welt, die er als absurd-sinnlos darstellt und derer er reichlich überdrüssig ist. Er sieht einfach nur schwarz ohne Aussicht auf Besserung. Diese "mirlitonnades" oder auch "Flötentöne" hat er ziemlich spät in seinem Leben verfasst. Es handelt sich dabei übrigens um eine ganze Reihe von Kurztexten, nicht nur diesen einen, die im Tenor aber alle gleich sind.

    Mir fällt dazu spontan Folgendes ein: Ausgangssituation: schwarz-grau, dann plötzlich: eine flüchtige Regung, ein heller abstrakter Farbwisch, der etwas Lebendiges erahnen lässt, vielleicht orange-gelb, warm-freundlich... intuitiv wahrgenommen (Vielleicht ist ja da doch etwas Lebenswertes in diesem grauen Einerlei?)
    Doch dann setzt der Verstand ein mit seinem Programm und tut diese positive Wahrnehmung als reines Hirngespinst ab. Kühle, formal eingesetzte Farben für den Verstand vielleicht.
    Mein Bild wäre sehr düster, hätte einen dunklen Grund (schwarz-grau), abstrakte, weich-geschwungene Formen hätte diese "flüchtige Regung", konkret könnte man ein stililiertes Auge einbauen, oder auch die Silhouette eines Kopfes.
    Die Schere im Kopf, die der Hoffnung auf ein Fünkchen Leben, auf etwas interessantes Neues gleich wieder zunichte macht, sehe ich , wie gesagt, in eher geradlinigen abstrakten Formen und kalten Farbtönen...
    Tja, das ist, was mir spontan dazu einfällt. Aber du musst ja deins finden, und ich wünsche dir viel Glück und Erfolg dabei.
    Greez!
    Wäre nett, wenn du erzählen würdest, was bei dem Ganzen rausgekommen ist. :-)


    danke fürdeine beschreibung ,sowas ist war auch meine erste idee ... aber ich finde es geht aus der aufgabenstellung nicht heraus , ob wir nur das wahrnehmungsmodell des gedichtes ( also praktisch die aussage ) oder uns konkret auf die im gedicht geschilderte situation konzentrieren sollen ...

    an alle : danke für eure beiträge
  • gismah
    Dann frag am besten deinen Lehrer, ob er die Aufgabenstellung konkretisieren könne.
    Für mich ins zwischen der geschilderten miesen "Situation" (da ist ja nicht wirklich viel Konkretes geschildert *gg*) und der miesen Aussage nicht besonders viel Unterschied. *alles grauslich - und das bei DEM Wetter*
    Signatur
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