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  • Spricht die zeitgenössische Kunst eine schlechte Sprache?

  • cisin Spricht die zeitgenössische Kunst eine schlechte Sprache?
    was bedeutet, eine gute sprache zu sprechen?
    eine sprachwahl ist dann gut, wenn man es schafft seinem gegenüber seine gedanken zu vermitteln und zwar so, dass er es versteht.

    betrachtet man die komunikationsendwiklung der kunst, muss man feststellen das es von jahrzehnt zu jahrzehnt schwerer wird diese zu verstehen. dabei sollte doch das ziel der kunst sein der allgemeinheit sein denken bildhaft deutlich zu machen und sich nicht nur an einen kleinen teil der gesellschaft zu richten.

    die kunst bedient sich immer neuer sprachmittel die es ihr erlauben dinge aus einer anderen perspektive darzustellen doch hat doch diese entwicklung auch negative seiten so kann man heutzutage in jeden gegenstand eine hohe philosophie hineininterpretieren und jeder gegenstand bedarf einer erklährung denn sie ist nicht immer aus dem objekt zu erkennen.
    früher konnte jeder selbst sehen ob ein werk gut oder schlecht ist heute brauchen wir sogenannten experten die dies beurteilen.

    kann man diese entwicklung noch als positiv betrachten?
  • iriJ
    Gerade, das die Kunst ihre Wege geht, spiegelt die Komplexität unserer Gesellschaft und ihre Kommunikationsformen wieder. Die einfachen klaren Strukturen der Mittelalters sind doch auch der Ausdruck des damaligen Weltbilds, weshalb sollte es heute anders sein.
    Die Rasanz und das Tempo indem sich die Kunst entwickelt reflektiert doch nur das Tempo unserer Welt.
    Wenn Erklärungsbedarf in der Kunst entsteht so ist das doch die logische Konsequenz. In der Naturwissenschaft und Technik haben wir doch auch schon seit langem die Entwicklung das das derzeitige Wissen von dem einzelnen nicht mehr fassbar ist.
    Spezialistentum ist die notwendige Konsequenz dieser Bereiche.
    Ein Spezialistentum in der Kunstbewertung - noch - Undenkbar.
  • cisin
    eine weiterentwiklung oder doch nur eine reduktion?

    die wissenschaft ist zur komplexität gezwungen der künstler auch?
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  • El-Meky
    El-Meky
    je mehr ich so im Laufe der Zeit die Unterhaltungen hier, über wer oder was ist ein Künstler und was ist Kunst,
    mitverfolge, um so mehr komme ich persönlich zu der Erkenntniss, ich bin kein Künstler.


    mir wurde halt erzählt, um meinem 'abstrakten Lebensstil' in eine Schublade zu stecken, ich wäre einer.
    und überhaupt, jeder gerne behauptet einer zu sein. aktiv oder passiv, bieder oder anarchistisch und die dazwischen natürlich auch.

    ich male, weil ich male. punkt.

    ich zeige meine Bilder, weil Bilder zum angucken da sind.

    ich bin ehrlich wenn ich male.

    ich nutze meine Zeit extrem egoistisch um mich selbst zu fröhnen.
    ich lebe die Achterbahn.

    und alles andere Wortgeknüppel und verdrehe und wichtigtue und erlesengebildetes ist mir fremd.
    unter den Künstlerkönigen bin ich die Magd.

    lange Rede, kurzer Sinn, wollt nur sagen, kann mit solchen Fragen leider nix anfangen. :oops: :roll: :wink:
    lg
    Signatur
  • cisin
    dies ist doch ein kunstforum oder?
    also darf doch auch über diese diskutiert werden.

    du malst weil du gerne malst dies ist auch gut so ich spiele auch gern fussball bin aber kein profie!
    was ich damit sagen wollte ist ich bezog die fragestellung auf die professionelle kunst und professionell zu sein heißt unteranderem endsprechend qualitatieve arbeit zu leisten mit anderen worten auch verständlich zu sein.

    ich möchte hier nich darüber diskutieren was kunst ist sondern wie sie sich entwickelt und zu welchem resume ihr gelangt!
  • El-Meky
    El-Meky
    nisic, natürlich ist das ein Kunstforum, wo du über alles mögliche reden kannst *lacht*
    willkommen * :D

    ich wollte ja nur zum Ausdruck bringen, dass ich zu unwissend bin da mitzureden und ich garnix mit solchen Fragen anfangen kann *umpf* :D
    lg
    Signatur
  • eluj
    Spiegelt nicht so ziemlich alles die Entwicklung unserer Gesellschaft oder der Welt wieder. Alles Entwickelt sich weiter, so auch die Kunst. Vielleicht ist die Entwicklung die Kunst, vielleicht aber auch die Reflektion?
    Ich finde aber nicht das die zeitgenössische Kunst eine schlechte Sprache spricht. Vielleicht spricht sie einfach mitlerweile 'undeutlich' oder so und vielleicht liegt dass an den teilweise nicht mehr erkennbaren Grenzen unserer heutigen Zeit...Gesellschaft ist nicht mehr so klar definiert wie früher (...es hat nicht mehr jeder seinen festen Platz und seine Aufgabe...). Warum sollte also die Kunst klare Grenzen reflektieren? Darum vielleicht die teilweise mühsamen Interpretationen von Bildern und deren Elementen?!


    Da kriegt man ja nen Knoten im Kopf :D !
    die Jule
  • cisin
    Ich glaube das die gesellschaft deutlicher definiert ist als je zuvor. mitlerweile braucht sich das einzelne induviduum ja noch nichteinmal seinen platz zu suchen. die gesellschaft vermittelt ihm seine aufgabe.

    deutlicher zu sprechen heißt doch nicht grenzen zu schaffen vielmehr heißt dies doch grenzen zu lösen.

    die sprachlichen mittel der kunst sind meiner meinung nach eine enorm positive wie auch negatieve endwiklung denn sie bieten gestallterischen freiraum aber auch interpretationsfreiheit und den bedarf danach! das kommt der zunehmenden komerzialisierung zugute und öffnet mancheinen türen der garnicht dahingehört.

    damit beziehe ich mich rein auf die professionelle ebene.
  • eluj
    Die Gesellschaft ist klar definiert? Jedes Individuum bekommt seine Aufgabe zugeteilt? Was meinst du mit : die Gesellschaft vermittelt jedem seine Aufgabe? Was bedeutet hier ‚Aufgabe’?
    ---(Aufgabe bedeutet für mich –Heute- z.B. Arbeit.
    Arbeit ist nicht für jeden zugänglich und das Angebot an Arbeit scheint wohl auch geringer als die Nachfrage.)----

    die Jule
  • cisin
    du hast dir doch die frage fast selbst beantwortet. da wir ja heute ein geringeres angebot an arbeit haben als wie es anfragen gibt schafft die gesellschaft arbeitslosigkeit (= aufgabe)!

    die strukturierung beginnt schohn beim schulsystem "klassen system" und unterbindet somit die wahlfreiheit ab dem 10ten lebensjahr. aber eigentlich ist dies ein anderes thema.
  • eluj
    Bist du wirklich der Meinung Arbeitslosigkeit ist eine Aufgabe? - auch wenn es eigentlich ein anderes Thema ist.Jule

    Ansonsten habe ich den Faden verloren :lol:
  • cisin
    es kommt immer auf die betrachtungsweise an. aus der sich der soziologie ist der mensch an aufgaben gebunden die er erfüllen muss und wenn das bedeutet nichts zu tun dann ist dies halt eine aufgabe. das spektrum diese themas ist sehr umfangreich da auch noch andere faktoren einbezogen werden müssten so z.B der eigensinn und
    seh ich die arbeit die ich erfüllen muss als aufgabe oder als tätigkeit die mir das täglich brot gibt, ist meine eigentliche aufgabe etwas anderes?

    ich glaube das es in unserem fall so ist das wir die aufgabe als synonym für den sinn benutzen das ist allerdings nur eine weise die dinge zu betrachten!

    ich sage nicht das meine aussage ein dogma ist ich führe lediglich eine sichtweise auf
  • cisin
    ich weise nochmals darauf hin das dies hier nicht das thema ist aber ich möchte gerne auch hierzu stellung nehmen.

    von gut finden kann hier nicht die rede sein oder hast du das in irgen einen beitrag von mir gesehen. hier geht es um rein wissenschaftliche sichtweisen. um tatsachen, monumentare realitäten! ich kann noch so viel ändern wollen dies ändert aber nichts daran das etwas ersteimal so ist.

    hierbei bezog ich mich allerdings nicht nur auf die arbeitslosen sonder auf die gesellschaft.

    um das ganze vieleicht ein bischen näher zu erklähren aus soziologischer sicht ist ein arbeitsloser ein erwerbstätiger. die gesellschaft ist diese die ihn zu einem solchen machte.
    betrachte es als einen kreislauf des lebens.
  • siku
    Antwort auf die Ausgangsfrage:
    Die zeitgenössische Kunst spricht in unendlich vielen Sprachen und ein Einzelner beherrscht häufig nur einen Teil davon - also versteht er nicht alles. Vielleicht liegt darin das Problem. Man braucht sich doch nur einmal durch die Webseiten der ca. 300 Kunstvereine in Deutschland zu klicken, da findet man ein so unendlich breites Spektrum an künstlerischen Techniken und Ausdrucksweisen, dass in der Tat Verwirrung aufkommen kann.

    Aber hatten Künstler wirklich jemals das Ziel, der Allgemeinheit ihre Aussage bildhaft zu verdeutlichen? Dieses Ziel hat die Kunst schon in der Renaissance nicht erfüllt und es wurde auch nicht angestrebt. Kunst hat ein gebildetes Bürgertum angesprochen. Mit der Kunstdidaktik in den 70er/ 80er Jahren und dem hehren Ziel allen Bürgern das Museum näher zu bringen (vom Elfenbeinturm in die Fußgängerzone), ist der Anspruch auf eine "allgemeine Verständlichkeit" erhoben worden, erfüllt hat er sich nicht.
    Auch heute lässt sich erkennen, ob ein Kunstwerk gut oder schlecht ist, wenn der Rezipient Kunstverständnis und Erfahrung für das zur Diskussion stehende Kunstobjekt mitbringt. Es ist selbstverständlich, dass ein Ingenieur oder ein Jurist ein Studium absolviert, ein Künstler aber wird ja "als Genie geboren und braucht vielleicht noch einen findigen Kunsthistoriker oder Philosophen, der seine Arbeiten interpretiert". Gerade diese geläufige Meinung erweckt Misstrauen an der professionellen Kunstkritik.
  • cisin
    sehr interesannt deine aussage aber mit einem punkt habe ich ein problem kunstverständnis und erfahrung wie prüfe ich diese? kann man überhaupt kunstverständnis prüfen?
  • iracsa
    Ich brauche keine Experten die mir sagen. ob (zg.) Kunst gut ist oder nicht. Ich urteile für mich ganz alleine, wobei natürlich klar ist, dass das Urteil nur für mich selber gelten kann und soll.
  • cisin
    ein urteil darüber abzugeben ob kunst gut oder nicht gut ist, ist ja bekanntlich gefährlich aber ist "gute" kunst auch immer verständlich?

    einen punkt den siku ja auch angesprochen hat ist das men es sich schon zur aufgabe gamacht hatte kunst der allgemeinen gesellschaft näher zur bringen, leider ist dieser versuch misslungen.

    spricht das für professionalität?
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @nisic: "...früher konnte jeder selbst sehen ob ein werk gut oder schlecht ist..."

    Aus welchen Quellen beziehst Du denn DIESE Weisheit? Ein wenig kunstgeschichtliche Lektüre würde Dich das krasse Gegenteil lehren...WEIA!
    Signatur
  • cisin
    weisheit oder rationales denken verbunden mit ein bischen geschichtlichem hintergrund?

    ich bin kein mensch der sagt die klassik ist die wahre kunst (sieht man so glaube ich auch an meinen arbeiten) doch und da bin ich fest davon überzeugt kann der durschnitsbürger mehr mit der pieta von michaelangelo anfangen als mit dem gelbangestrichenen holzwürfel von donalt judd
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