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  • Malerei mit Fäden

  • ikcilah Malerei mit Fäden
    Tante

    Malerei mit Fäden mache ich. Wie das? Ich hatte an einer Uni studiert, die Malerei stiefmütterlich behandelt, mehr auf Neue Medien und Installationen schwört. Ich hatte zuerst Fotografien gemacht, dann aber Papierarbeiten mit aufgestickten Fäden realisiert, andere Arbeiten waren Rauminstallationen, die aus Fäden und Nägel bestanden, wie meine Diplomarbeit. Bei einem Besuch der MoMa-Ausstellung in Berlin bekam ich die Anregung, meine Malerei, die ich für mich in meinem Atelier malte, und die Arbeit mit den Fäden, zusammenzuführen. Ich finde die Assoziationen, die "Garn, Faden" enthalten, sehr spannend und für eine künstlerische Arbeit bietet dieses Material, was alltäglich benutzt wird aber kaum beachtet wird, ideal. Das Endergebnis ist bei mir offener geworden, als wenn ich eine Bleistiftzeichung auf dem Bildträger mit Farbe fortsetze. Die Arbeit "Plötzlich ein Gesicht" ist auch ohne Skizze oder Vorstellung am Anfang entstanden, es ist immer ein Zufall, was mein "Drittes Auge" bei mir zeigt. Ich sticke alle Fäden auf den Bildträger eigenhändig auf, dadurch wird eine Handschrift erkennbar. Bei meiner ersten Ausstellung konnte ich, dank den Räumlichkeiten, die Arbeiten freihängend präsentieren, und den Betrachtern boten sich neue Perspektiven an, wenn sie um die Kunstwerke herum gehen und die Rückseiten betrachten konnten. Bei einigen Arbeiten wurde der Bildträger zerschnitten, mit Löchern versehen, und dann "zusammengenäht", bei anderen wurden die Fäden entfernt, nachdem ich sie mit Farbe übermalte. Nach dem Studium entstanden Gemälde ohne aufgestickte Fäden, ich hatte den Druck von aussen nicht mehr verspürt und dieses Gefühl von "Befreiung" drückte sich aus.
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