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  • Kunstforumquiz "Stilrichtungen der bildenden Kunst"

  • xobtnitauqa
    meinst du einen in danzig geborenen sohn eines getreidehändlers? verheiratet mit der tochter eines holländischen seidenstickers? war er nicht durch diese heirat eng verbunden mit der französischen gemeinde in berlin? er fertigte u.a. auch fuer goethe, schiller, lessing, aber auch für basedow, cervantes und smollett illustrationen an, die nicht in seinem heimatland entstanden sind. sind die zeichnungen nicht eher einzuordnen unter der überschrift "mein lieber freund und kupferstecher"? oder meinst du die zeichnungen für den französischen dom zu berlin?

    die von ihm entworfenen gegenstände waren im weitesten sinne modeschmuck, den er für den kurzwarenladen seines onkels geschaffen hat, wobei kurzwarenläden zu seiner zeit mit einem etwas eleganteren, aus dem französischen stammenden begriff bezeichnet wurden.

    ich vermute, du meinst einen gewissen polnischen herren aus der passenden zeit; sein vorname ist der name eines propheten, dessen "buch" als letztes in den hebräischen tanach aufgenommen wurde. seine familie war ursprünglich hugenottisch. er hatte für meine begriffe eine knollennase und benötigte augengläser - quasi zum ausgleich einer gewissen art von berufskrankheit ;-) 1773 besuchte den u.a. den st. galler kupferstecher adrian zingg und den winterthurer portraitmaler anton graff in dresden, die beiden eidgenossen sollen ja bekanntlicherweise den begriff "sächsische schweiz" geprägt haben ;-)

    überleg mal, was mein nick bedeuten könnte und womit er zusammenhängt: dann weisst du vielleicht, dass eine gewisse tiefdrucktechnik dafür verantwortlich ist, die auch der vermutlich von dir gesuchte herr einmal ausprobiert hat *sfg*
  • xobtnitauqa
    Oh Gott!!! oder was auch immer!!!
    ich bin keine Hausfrau, habe eine Tochter, keinen Mann und eine Katze ...
    (ich glaub, dat hatten wir schon mal ...)


    huhu @ pessi: ich bin kein hausmann, habe weder sohn noch tochter bzw. weder hund noch katze und ich bin ein heidenkind *sfg* und was die männer angeht ... werde ich das nicht coram publico darstellen *lol*
  • siku

    überleg mal, was mein nick bedeuten könnte und womit er zusammenhängt: dann weisst du vielleicht, dass eine gewisse tiefdrucktechnik dafür verantwortlich ist, die auch der vermutlich von dir gesuchte herr einmal ausprobiert hat *sfg*


    ich fange mal mit dem letzten Absatz deines Beitrags an:
    Die Aquatinta (davon ist dein Nick vermutlich abgeleitet) ist ein Tiefdruck - Ätzverfahren.
    "In einem ähnlichen Verhältnis wie der Kupferstich zur Radierung steht die Schabkunst zur Aquatinta. Ist das Gestaltungsmittel aber bei den ersten genannten Techniken die Linie, so ist den letzteren die Fläche gemeinsam. Die Schabtechnik erhält ihre flächenhaften Wirkungen durch ein manuelles Bearbeiten der Platte, durch das Wiegen und Glätten; die Aquatinta ist ein Ätzvorgang. Dies will auch der Name besagen: der dunkle Plattenton (tinta) wird durch die Säure (aqua fortis) hergestellt." Aus Walter Koschatzky, Die Kunst der Graphik, S. 131 - weil ich es nicht besser formulieren könnte. ;-)

    Die von dem gesuchten Künstler entworfenen Motive und Formen wurden u.a. auf Gebrauchsgegenstände übertragen. Die Firma für die Künstler X tätig war und ihre Produkte haben heute noch einen guten Namen -sie (die Produkte) stehen u.a. auf der bürgerlichen Kaffeetafel. (Das ist aber eigentlich nur eine Randbemerkung, um über die Firma einen Identifikationspunkt zu erhalten.)

    Der von mir vorgeschlagene Künstler ist durch seine großzügige Formensprache und seine festen! und klaren! Umrisslinien in seinen Zeichungen (mythologische Themen) berühmt geworden. Diese Linien- und Formensprache steht für eine große markante Kunstströmung dieser Zeit. Die Zeichnungen haben französiche Künstler der allerersten Kategorie und (etwas weniger) bekannte deutsche, dänische usw. Künstler inspiriert. Diese Künstler hielten sich um 1800 zeitweilig in einer bestimmten europäischen Kunstmetropole auf (nicht unbedingt gleichzeitig). Das Heimatland des gesuchten Künstlers liegt (ganz grob geschätzt) ca 1500 - 2000 km von Polen entfernt.

    Jetzt hast du uns gleichzeitig ein neues Rätsel aufgegeben. :-) Den Beschriebenen kenne ich nicht auf Anhieb, das muss ich auch erst nachschauen. Jezt muss aber erstmal fix weg.
    Beste Grüße
    siku
    Grüße

    PS: kleiner (aber wohl wichtiger) Nachtrag. Eine häufig verwendete Technik in den Zeichnungen: Feder und Feder,laviert.
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  • siku
    meinst du einen in danzig geborenen sohn eines getreidehändlers? verheiratet mit der tochter eines holländischen seidenstickers? war er nicht durch diese heirat eng verbunden mit der französischen gemeinde in berlin? (...)


    meintest du diesen Herren?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Chodowiecki

    ich meinte ihn nicht, das war ein interessant formuliertes Rätsel - bei google gefunden :-)
  • sinA
    Ich möchte hier was dazwischenfunken:
    Sieht menen Nachtrag vom Di.Nov. 07.2006 8:59

    Und überhaupt, liest das Quiz "neu" das heißt: quer, abwärts,aufwärts, selektiv usw. und nicht nur die letzte Kommentare. Es werden immer neue Überraschungen geben!

    Und sonst weiter rätseln! Welchen Künstler hat siku gemeint?
    Hm-hm-hm-hm-hm-hm-hm-hm-hm...
  • siku
    simone martini oder "simone sienese" | 1284 siena - 1344 avignon;


    sorry Anis, dein Rätsel (auf Seite 1) ist noch nicht ganz abgeschlossen.
    siku

    P.S.: Ich hatte nicht abgesehen, wieviel Text ich mit meinem nachfolgenden, noch offenen! Rätsel produzieren würde.
  • sinA
    Du hast nichts falsch gemacht, siku. Mit späteren Nachträgen wir es noch interessanter...Ich denke weiter...wen hast du gemeint? Hmmmm, gute Frage!
  • siku
    Hi Anis,

    war Martini Simone-Sienese der gesuchte Maler?
    Wenn ja, vielleicht könntest du Links zu seinen Bildern setzen. - Oder müssen wir weiter suchen?



    Zu meinem Rätsel:
    Welche Stadt war um 1800 die wichtigste europäische Kunstmetropole? Dort fanden sich Maler aus vielen Ländern ein. Sie kamen um eine hochgeschätzte Formensprache einer großen vergangenen Epoche vor Ort zu studieren. Den Kunststil, der die Zeit um 1800 mitprägte (nicht Romantik) als Adjektiv vor ... das Wort "Formensprache" gesetzt führt dann u. a. zu einem berühmten französichen Maler, der in Rom lebte. Auch dieser Maler ließ sich von den Illustrationen des gesuchten Künstlers (Zeichner, Bildhauer, heute würde man vielleicht auch Industriedesigner sagen ;-)) inspirieren, der übrigens im Kunstbrockhaus steht und auch über Google zu finden ist.


    P.S. Der gesuchte Künstler hat (etwas überspitzt formuliert) eine markante Formensprache entwickelt, mit welcher andere Zeitgenossen zu Ruhm gelangten.
  • Pierre Menard
  • siku
    editiert

    siehe den nachfolgenden Beitrag
  • siku
    genau: gesucht wurde John Flaxman

    Ich finde, bei Wikipedia kommt er etwas zu kurz weg. Deshalb noch Hinweise und Links.

    Es waren besonders die Umrissillustrationen zu Odyssee und Illias sowie die Blätter zu Dantes >Inferno<.

    Hier einige Namen von Malern, die von der bildlichen Reduktion der Flaxman-Zeichnungen beeinflusst wurden -und von seiner kompositorischen Methode durch weitgehende Sparsamkeit die Aufmerksamkeit des Bildbetrachters zu erregen:

    Jacques Louis David, T. Gèricault (Das Floß der Medusa), Francisca de Goya und nicht zuletzt Jean Auguste Dominique Ingres, der nachweislich Zeichnungen von Flaxman in seinem Nachlass hatte.
    Daneben P. O. Runge, Asmus Jacob Carstens und Joseph Anton Koch.

    Ingres huldigte Flaxman, indem auf der Zeichnung "Die Apotheose Homers" die Friese Flaxmans Homer-Illustrationen zeigen. Hier der Link zu dem danach gefertigten Gemälde von Ingres
    https://www.kunstbilder-galerie.de/gfx/paintings/std/dominique-auguste-jean-ingres-apotheose-homers-04895.jpg

    John Flaxman: The Council of Zeus 1805
    http://ww11.philipresheph.com

    Ingres: Zeus und Thetis von 1811
    https://www.beloit.edu/~classics/Trojan%20War%20Site/ACHILLES/Thetis_appeals_to_Zeus(Ingres__Larger_1811).jpg

    Hanni nun bist du an der Reihe, dir ein Rätsel auszudenken :-)
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    - seine kunst steht unter dem leitsatz: "ich mache keine langweilige kunst mehr." diese maxime, die sicherlich auch die maxime des allgemeinen willens sein könnte, ließ er studenten während einer austellung auf die wand schreiben, da er selber kein geld hatte - und auch keins im budget war- um an den ort der ausstellung zu reisen.
    diese bedeckten gleich die ganze wand damit.

    - weil er es leid war , wie seine alten gemälde sein atelier verstopften, ließ er diese verbrennen, füllte die asche in 6 urnen und tat ihr ableben in einer todesanzeige kund. was er natürlich dokumentierte und mit einem grabstein auf seinem namen würdigte.

    - joseph kosuth, böse zungen behaupten, er wäre humorlos, sagte über eine seiner werkgruppe - bei der *piep* anekdoten und sprüche zur malerei von einem proffesionellen schildermaler auf leinwand malen ließ: "obwohl die unterhaltssamen popgemälde von *piep* sich auf diese art von arbeiten beziehen, weil sie "konzeptuelle" cartoons tatsächlicher konzeptueller kunst darstellen, sind doch nicht relevant für diese diskussion"

    - überhaupt hat er einen starken sinn für humor, der machmal etwas schenkelklopferisch daher kommt. so schuf -oder besser ließ schaffen - eine serie von bildern, die auf den ausspruch des abstrakten malers al held( der sich im dunstkreis des berühmten kunstkritkers clement greenberg bewegte) zurückgingen, der meinte: "die ganze konzeptuelle kunst zeige nur auf dinge".

    *piep* ging nun hin und ließ einen freud auf allerlei dinge zeigen und fotografierte diesen freund dabei. nicht genug der kunst schickte er diese fotos an 14 hobbymaler und ließ diese die fotos abmalen. diese gemälde wurden dann mit den spruch "gemalt von *name des hobbymalers" ausgestellt.


    das sollte reichen.
    Signatur
  • xnup
    Ich tippe hier auf einen Vertreter der "Dark Site of Pop" nämlich auf den von mir sehr geschätzten
    John Baldessari, geboren 1931 in National City, Kalifornien, lebt seit 1970 in Santa Monica, Kalifornien.

    http://images.google.com/images?svnum=10&hl=de&lr=&rls=GGGL%2CGGGL%3A2006-16%2CGGGL%3Aen&q=John+Baldessari&btnG=Suche

    http://www.medienkunstnetz.de/themen/kunst_und_kinematografie/baldessari/1/

    gruss
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    korrekt, dann darfste jetzt selber tippen oder benutzt du ne spracherkennung? viel spaß.
    Signatur
  • xnup
    (ich lasse tippen ;) )

    "Deine Handlungen sind sinnlos wenn sie niemand wahrnimmt"
    Kunst soll ncht im Kunstraum verpuffen, sie soll Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorrufen. Dies mit einer verstörenden widersprüchlichen Sprache zu erreichen ist vielleicht möglich.

    Sätze auf Leinwänden die im Museum hängen - lächerlich - die Sätze müssen raus in den öffentlichen Raum New Yorks auf Plakate gebannte Provokation.

    Brüche und formal unlogisches bringt den Knoten ins Gehirn setzt möglicherweise "Denkpotential" frei.

    Dekonstruktion von Denkmälern - Denkmäler "für" Krieg und Heldenmut verklären den Tod, das Leid des Schlachtfeldes - wie kann der gewaltsame
    Tod durch Krieg "herangezoomt" werden, so dass er vielleicht Spürbar wird, so dass vielleicht der tatsächliche Schrecken nahrückt, einen
    kalten Hauch spürbar macht ein Innehalten ermöglicht - ohne Helden, ohne Gut und Böse.

    Die Kirche ebenfalls ein Ort des Rituals, wie das Denkmal. "Tod", "Vergewaltigung", "Blut", "Löcher", "Blutlecken" kriechen die Wand einer Kirche empor. Das Ritual versagt - kein Gebet - kein Wimmern - kein höheres Wesen vermag das Unvorstellbare zu bannen es ist da, und wie es die Wände der Kirche hochkriecht so kriecht es nun in uns hoch, kommt uns ganz Nahe.

    "Sometimes things seem to happen of their own accord"

    Von wem ist hier die Rede?

    have.fun
  • siku
    danke für die gute Aufbereitung: google 1 Min.

    dachte zu erst an Nitsch ;-), aber nein: Vergewaltigung, Blut ... müsste sich um eine Künstlerin handeln
    künstlerisch politisch orientiert, ist sie für den Rücktritt des Präsidenten ihres Landes. 1990 Verleihung des Preises der Biennale Venedig.
    Stimmts?
  • xnup
    Meno - es ist aber auch wirklich schwer halbwegs zeitgenössische nicht über GOOGLE zu finden.

    Aber das nächste mal ;)

    Den Preis der Biennale 1990 gab es für "Mother and Child"

    So sprich es denn aus...

    gruss
  • siku
    "Jenny Holzer"

    aber mach es beim nächsten Mal bitte nicht zu schwer.

    PS: Für den Rätselstellenden ist google ein Gegenspieler. Über Schlüsselworter oder Zitate verhilft Google ruckzuck zur Lösung, vermeidet man sie, werden die Rätsel schnell zu schwer und niemand hat dann Lust sie noch zu lösen. ;-)

    Ich hoffe, dass ich jetzt nicht mit einer Fragestellung an der Reihe bin :-)
  • xnup
    Ja, Siku, nun bist du an der Reihe.

    Und Google stimmt, so ist es, als Quelle habe ich den Katalog "Köln Skulptur 1" der Gesellschaft für die Freunde des Skulpturenparks Köln e.V. verwendet.

    Tja - so ist es das Informationszeitalter erschwert das Stellen von Rätselfragen bei Netzwerkanbindung der Rätselnden.

    gruss
  • siku
    .
    Gesucht wird ...:

    Seine zumeist zartfarbigen Arbeiten zeigen äußerste Einfachheit im handlichen Format. Trubel und Vieldeutigkeiten etwa eines Neo Rauch waren ihm stets fremd. (Er hätte Neo Rauchs Großvater sein können.) Bescheidenheit und Gleichmut bestimmten sein Leben, was in seinen Bildern deutlichen Ausdruck findet. In gewisser Weise malte er gegen die Gepflogenheiten seiner Zeit, obgleich ihn bestimmte Merkmale inspirierten und er diese in seinen Arbeiten unterbrachte: Sein Interesse galt dem Licht, der Form, der Farbe.

    Wie ein Ikonenmaler längst vergangener Tage, hat er ein ereignisloses Leben geführt. Wollte er ursprünglich Mönch werden? Ich nehme an, er war es schon zu Lebzeiten fast geworden. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Pädagoge.

    Die Bilder laden ein zur Einkehr und zum Innehalten; seine Motive waren so einfach, dass er die notwendigen Utensilien stets in einem Zimmer versammelt hielt.
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