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  • Eine lyrische verherrlichung der flüssigen Muse

  • Vincent
    Vincent Eine lyrische verherrlichung der flüssigen Muse
    WEIN

    Stille, Kälte, reine Schwärze
    Man sieht vorm Auge nicht die Hand
    Entzündet man nun eine Kerze
    gebiert sie Schatten an der Wand,
    die tanzen wie der Kerze Feuer:
    kohleschwarze Ungeheuer

    Und hier, in Kellers dunkler Kühle
    Da reift gemach mein höchstes Gut,
    Einst warens roter Trauben viele,
    Jetzt ist es Wein: der Götter Blut

    Und trink ich dich, rot leuchtend Saft
    So ist mir das der Muse Kuss
    Füllst mein Gehirn mit Geisteskraft
    Und nährest der Gedanken Fluss

    Schmeckst süß, mein blutig roter Wein,
    Wie fette, reife Früchte!
    Du schenkst mir Wärme wie Feuers Schein,
    Machst meine Sorgen zunichte.

    Und dann wird mir mein Auge schwer,
    Ich sinke nieder, schlafe ein.
    Mein Kopf ist süßer träume Herr,
    Ich will dich niemals missen Wein!
    Musst ruhen, bei erlosch'ner Kerze,
    In meines Kellers kühler Schwärze.
    Signatur
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