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  • Tomma Abts gewinnt Turner Preis 2006

  • laerbus-tra
    ...ooooch
    nicht diskutierbar
    bissigkeit
    :)))))



    :D
    lieber bissig als gleichgültig und cool!
  • ratslla
    was auch immer artsub so darstellt, tut, macht, will, oder auch nicht:

    ich stimme dieser weiblichen installation an dieser stelle zu.

    und sch.eiss auf kunstpreise!
    wer glaubt, man könne daraus den schluss ziehn, die prämierten kunstkälber seien aussergewöhnliche artisten, dem kann ich nur empfehlen, diesem gedanken konsequent zu folgen und sich anzustrengen, auf dass es irgendwann mal auch bei ihm/ihr soweit ist.

    nachtrag:
    dat jute tomma war also auffe hdk berlin, woll?
    na und?
    ich hab mal selber an einem wettbewerb der hdk teilgenommen(so doof war ich mal ! :))) und dann der preisverleihung dieser farce beigewohnt.
    sektchen schlürfen, häppchen knabbern, rumhängen, bissken quaken, laudatio ertragen ... wie das klischee es so ins programm schreibt.
    es gab dann ein paar tage nen kleinen skandal, weil sich rausstellte, dass die jury korrupt war, der gewinner stand eh fest. der etwas grössere skandal war, dass die mit dem 1. preis "prämierte" arbeit nachweislich geklaut war.
    ich hab daraufhin ne satire geschrieben, die in dem berliner stadtmagazin "tip" eine drittel seite einnahm (nachdem sie um 2 drittel gekürzt worden war.
    sowas hat allerdings crasse halbwertzeiten und it´s the same as the same as the same...

    also los! seid innovativ! schwerwiegende preise winken jedem echten revoluzzer, leute!

    :)))
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    >>>Die Kunstwelt zerfällt in zwei Teile:
    " in eine, die an einem pathetischen, kritischen Kunstbegriff festhält und von „Kunst“ erwartet, daß sie neue Sichtweisen eröffnet, durch visuelle Schocks und Verführungen das Sehen und Denken nachhaltig ändert, vorsprachlich etwas aufscheinen läßt, was anders nicht formulierbar ist - und in eine, die zwischen Kunst, Design und Kunsthandwerk nicht mehr trennen mag und nur noch danach urteilt, ob etwas „formal gelungen“ sei, wobei die Kriterien für „Gelungenheit“ (alternativ auch „Hochgelungenheit“) in den Hymnen auf Tomma Abts reichlich schwammig bleiben."
    [F.A.Z]
    Ketzerisch:
    "Tomma Abts' Bilder sind Design; sie entstehen in einem formal aufwendigen Prozeß, an dessen Ende elegante Formen und geschmackvolle Farben stehen, die gut zu einem Art-déco-Teppich und einem alten Freischwinger passen, mehr aber auch nicht."
    [F.A.Z] <<<

    nun ich habe den faz artikel noch nicht gelesen, da ja abts dank der gut funktionierenden bewußtseins- und kulturindustrie in allen zeitungen ist und man ja nicht alle artikel dazu lesen muß, ist dies auch nicht zwingend. was mir aber vom ersten augenblick an als signifikant für abts werk vorgekommen ist, ist die zeitliche komponente. von ihr heißt es in der aktuellen art(12/06): " die zeit ist benso gegenstand dieser malerei wie farbe, form, bewegung oder das verhältnis von fläche und raum".

    dieser aspekt ist in unserer gegenwart nicht zu vernachlässigen, denn wer hat noch die muse, sich eine auszeit zu nehmen und über lange zeiträume hinweg sich intensiv mit einem bild auseindersetzen, die wahrnehmung und die zeit zu verlangsamen, ja, soviel zeit zu verlieren? gerade im zusammenhang aktueller diskussionen wie über die aufteilung des sinnlichen und die biopolitik sind solche ansätze sehr interessant.
    das eigentliche werk, das gemälde, repräsentiert nur diese strategie der "zeitlupe" in einer ästhetisch ansprechenden weise(zum beispiel durch die übermalungen), die nicht auf vordergründige bildinhalte und effekte setzt wie so maches anderes aktuelles stück malerei.
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  • ESEIR_RETOR
    also ich freu mich über jeden preis den ich bekommen könnte :)))))
  • isseP
    Ich mach Pupse - und freu mich tierisch über jeden ...
  • ratslla
    sag mal hanni... ist das "nicht apostrophierte" eigentlich von dir?
    im übrigen fällt mir auf, dass du, bezogen auf´s letzte jahr, orthografisch und syntaktisch irgendwie ne extraordinaire transformation durchgemacht haben musst.

    grözzl.

    :)))
  • xnup
    Das Argument der Zeit halte ich auch für ziemlich wichtig - stimme ich dir, hanni, zu. Durch diese Vorgehensweise wird dem Bild selbst eine andere Funktion zugewiesen - es ist eben ja letztlich nur noch ein "Abfallprodukt" das eigentliche Werk wäre so gesehen eben der Prozess den die Künstlerin bei der Herstellung durchmacht - damit einher ginge auch eine Neubewertung des Betrachters - der ja in der Regel bei diesem Prozess nicht anwesend ist, das eigentliche Werk entzieht sich dem Betrachter.

    Nun man müsste nun schon mal sehen, was sie selbst dazu sagt, was sie letztlich als Werk ansieht.
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    @allstar: das nicht kenntlich gemachte ist das, was der geist[die quanten?] uns diktiert hat und sich eben wie alle begriffe zusammensetzt aus samplen. ferner hat er(der geist) sich wohl zu der einsicht durchgerungen, dass wir zumindest fehler korrigieren könnten, die wir sehen. dies, so meint er weiter, habe mit einer minimalen gestes des respektes für den leser zu tun und nicht unbedingt mit der infragestellung der autorität des weißweintrinkenden, cellospielenden bildungsbürgertum und dessen kanon.
    Signatur
  • ratslla
    @allstar: das nicht kenntlich gemachte ist das, was der geist[die quanten?] uns diktiert hat und sich eben wie alle begriffe zusammensetzt aus samplen. ferner hat er(der geist) sich wohl zu der einsicht durchgerungen, dass wir zumindest fehler korrigieren könnten, die wir sehen. dies, so meint er weiter, habe mit einer minimalen gestes des respektes für den leser zu tun und nicht unbedingt mit der infragestellung der autorität des weißweintrinkenden, cellospielenden bildungsbürgertum und dessen kanon.


    ein text zum singen. artistengelabeld, aber ungeprüft. nun, für mich muss nichts zertifiziert sein.
    was meinst du denn mit "nicht kenntlich gemacht"? das, was man versucht, zwischen die zeilen zu platzieren? quantensamples, oder was? denn was ich meist zu lesen bekomme, ist klar unscharf. (oder kommt mir vor, wie oft "gehört")
    übrigens bist du grade wieder im letzten jahr gelandet. das bestätigt irgendwie die quantentheorie.
    meiner meinung nach kann das cello nichts dafür.
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    geht wirklich sehr ot, aber nun denn mit kenntlich gemacht, meint man zum beispiel(in diesem falle explizit) die anführungsstriche, die in diesem falle bedeuten zitat anfang- zitat ende. daraus kann man dann, wenn man willens dazu ist, ableiten, dass alles was nicht in den anführungstrichen steht in einer gewissen form "originär" ist. wobei die anführungszeichen hier nun nicht unbedingt die funktion haben, ein zitat einzuleiten(was aber dem leser, so unterstelle ich einmal, ohnehin klar war).
    nun zur unschärfe läßt sich in aller kürzer sagen, dass sprache und im besonderen wörter gewissermaßen eine indexfunktion innehaben, das heißt das wort "artistengelabbeld" bezeichnet wahrscheinlich unterschiedlich teilmengen des begriffes bei dir und mir, da wir keine identität teilen und bilden. so klingt in diesem begriff zum einen der artist im sinne eines zirkusartisten mit, zum anderen der artist(formerly known as prince) im sinne des pop. und dies ist jetzt nur auf den ersten wortteil bezogen. dieses gelabbelte labba labba ließe sich noch fortführen doch bin ich eher geneigt, uns dies zu ersparen. besonders wenn ich daran denke, dass dieses postings absolut ot ist. als kleiner hinweis sei noch folgender link gestattet: http://www.textlog.de/nietzsche_wahrheit.html
    btw texte zum singen finde ich ziemlich geil, dazu begleteit man sich selber auf dem keyboard der sprache in dem man loops und patterns erzeugt.

    kurze frage noch am schluss: was meinst du mit "gelandet"? das ist irgendwie, wie würdest du sagen, "unscharf".
    Signatur
  • Pierre Menard
  • ratslla
    so ist das mit der sprache. letztendlich führt sie nach babylon, wo wir dr. john krächzend singen hören: "babylon \" (phonetisch: "bäbilohonn")
    das ist nicht weiter schlimm, wenn bedenkt, dass wir "vermutlich" alle sprachen unserer jeweiligen "aufenthaltszone" sprechen und verstehn können, falls wir selbst offen und willens sind, leckre weisse schlangen zu vertilgen. wir wissen aber auch, dass sich verdammt viele geister persönlich auf´s konditionierungstellerchen legen, um dort auf´s zerteilt werden zu warten. auch eine möglichkeit, sich zu vervielfältigen.
    in klammern verbrachte "neben"sätze geben dem nicht-originären übrigens eine dynamische drehbewegung und wie wir wissen, dient solch ein "kunst"griff meist dem zweck, eine spirale künstlich zu beatmen. (was nicht bedeutet, dass ich was gegen kunstvolle beatmung habe)
    ich meinte mit artistengelabeld eigentlich nichts anderes als: vom künstler gepriesen, ausgepreist, usf., womit wir wiederum überwiegend beim thema sind.
    ich lege wert darauf, das "label" in diesem fall mit nur einem "b" bedacht wird.
    danke für den nietzscheschen hinweis. ich bin durch und durch unmoralisch und mag es ebenfalls sehr, wenn ich patterns in loops beobachten kann. auch meine ohren haben augen.
    alles in allem ist das ein meditativer nachmittag.

    es grüsst, verbleibend in aller unschärfe, der per

    :)))
  • tuhsediwhtuom
    trotz all dieser entzückenden geistigen ergüsse die hier heute gelesen werden durften. eins ist mit klar. ich glaube nicht das auch nur eins von tomma abts werken hier im kn große aufmerksamkeit gefunden hätte. warum und wieso können sich vielleicht einige hier selber beantworten.
  • oicinitram
    @mouthwideshut

    die Werke des Turner Preisträgers von 1995 sicherlich ;-)

    Thats the difference between
    the sprout an the bean.
  • tuhsediwhtuom
    @mouthwideshut

    die Werke des Turner Preisträgers von 1995 sicherlich ;-)

    Thats the difference between
    the sprout an the bean.


    du hast nicht zufällig einen link martinicio???
  • laerbus-tra
    🔗

    hier kann man sich was zu gemuete fehren, ruth!

    ich glaub, der preis ist nix fuer uns ...
    :-)))
  • tuhsediwhtuom
    danke euch!!!

    und @art-subreal jemand , der wie ich, nicht mal ausstellen will und keinen spass daran hat sich das ganze brimborium was dazu gehört reinzuziehen, wie soll der denn nen preis gewinnen? aber solang ich mir mein geschmiere auch ohne diesen ganzen tamtam weiter leisten kann, ist mir das auch schnurz. nur meine lagerprobleme könnten mich mit der zeit etwas belasten :)
  • ratslla
    nichts einfacher als das, frau m.
    du gehst ganz einfach zu denen, die das (grossteils und in wirklichkeit blödsinnige) lahmarschige zeug von den turners cool finden und lässt dir folgendes rausfallen:

    zerhau deine dinger öffentlich zur sommersonnenwende, zünde alles an, und stecke dann das nächstgelegene rat-haus in brand.
    behaupte, bei 30 grad im schatten, dir sei kalt und deine schei.sse gefriert dir im enddarm.
    steck den finger in den hals, lass ihn vibrieren und behaupte, dein liebhaber sei mohammed und verhülle dich dann mit teerpappe.
    wenn das nicht hilft, stell einfach ein paar belanglose fragen im kn. die antworten sind preisverdächtig besserwisserisch und kunstvoll geleert.
    die bringst du dann nach england. lass dich dabei auf nem schlitten mit angezogener bremse über die autobahn ziehn. von halbwüchsigen kindern, die keine eltern haben.

    :)))
  • T_A_R_O_B
    WOW, das mir gut gefallen...

    BORAT
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