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  • Berufe im künstlerischen Bereich?

  • mascha
    mascha Berufe im künstlerischen Bereich???
    Hallo an alle!
    Also mich würde mal interessieren, welchen Beruf ihr ausübt. Hat eure Tätigkeit etwas mit Kunst zu tun?..falls ja, in wie fern? Oder ist Kunst für euch lediglich ein Hobby, welchem ihr nach der Arbeit nachgeht?...
    Also ich bin zur Zeit noch Schülerin (12. Klasse). Selbstverstädlich mache ich mir schon Gedanken über meine spätere Berufswahl.Bis jetzt hab ich doch leider noch kein Plan, nur das ist sicher: der Beruf sollte auf jeden Fall irgenwas mit Kunst zutun haben..naja..vielleicht könnt ihr mal über euren Job berichten. Würde mich freun
    Viel Grüße
  • sumixorp
    ich bin zwar auch noch schüler, kann dir aber versichern, dass ein beruf, der indirekt mit kunst zu tun hat, heutzutage noch schwer zu erreichen ist. der markt ist überfüllt mit haufen leuten, die selber nichts wissen, was sie wollen.
    vielleicht im kultur-bereich könnte man noch etwas schaffen.
    ansonsten kann man in seiner freiteit auch noch sich mit kunst als hobby beschäftigen, wenn es das sein sollte.
    gruß
  • Natascha
    Natascha
    Hey Mascha,
    also was das angeht kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Solltest du dir wirklich überlegen bspw. freie Kunst zu studieren, wirst du danach meines Wissens her Schwierigkeiten haben einen vernünftigen Job mit einer Festeinstellung in einem Betrieb zu bekommen, da du wohl eher nur als freischaffender Künstler arbeiten würdest. Kann natürlich sein, dass du der nächte Michelangelo oder Picasso wirst ;) Aber die meisten Künstler werden ja auch erst nach ihrem Tod berühmt.
    Was ich dir allerdings vorschlagen könnte wäre vielleicht eher die Design Schiene zu fahren. Ich selbst habe 2006 Abi gemacht und stelle nun meine Mappen zusammen um mich für das WS 2007 bei den Unis/FHs für den Studiengang Produktdesign zu bewerben. Ich wollte auch immer etwas mit "Kunst" machen, das war mir allerdings alles zu unsicher. Im Produktdesign dachte ich mir habe ich immer noch die Möglichkeit kreativ zu sein (je nachdem wo du danach arbeitest :)) Natürlich hat es mit Kunst ansich nicht mehr viel zu tun, aber du erstellst Scribbles und schnelle Skizzen, kannst eben 3 D Objekte entwerfen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich noch Grafikdesign, ist eher 2 dimensional und hat demnach auch viel mit PC zu tun (aber eben auch gestalterisch, sprich Plakate, Flyer, Visitenkarten, Internetauftritte).
    Ja soviel zu meiner Erfahrung. Im Internet kannst du auch vieles über die verschiedenen Berufe herausfinden. Google doch einfach mal nach "künstlerischen" berufen oder guck dir das Studienangebot verschiedener Unis an. es gibt auch so etwas wie "Kunstpädagogik", vlt magst du ja auch eher diese Richtung?
    Ich will dir natürlich nicht ausreden es mit "freier" Kunst zu probieren, wenn du es wirklich willst dann solltest du es vlt machen. Und im Zweifelsfalle merkst du dann im Studium dass es doch nichts für dich ist auch wenn das nicht der idealfall wäre.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und Spaß mit deiner Berufswahl!
    LG
    Natascha
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Hi, Mascha
    ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten. Ich wollte schon als Kind Künstlerin werden, aber meine Eltern haben es nicht erlaubt und so lernte ich Kauffrau, danach wurde ich Buchhalterin. Doch in mir fühlte ich immer eine tiefe Trauer, ich wusste nicht woher sie kam. Mit 24 heiratete ich, bekam zwei Kinder. Mein Leben war geordnet wie man so schön sagt- aber diese Leere war immer noch da. Als ich die Möglichkeit bekam, eine Woche einen Ölmalkurs zu besuchen, hatte ich erstmals das Gefühl, das bin ich wirklich, alles was sonst noch in meinem Leben passiert war war wie ein Film, wo ich als unbeteiligte zugesehen hatte. Diese Woche war für mich ein absolut unvergessliches Erlebnis. Zu Hause angekommen, wollte ich weitermalen, doch mein Mann verbot mir den Gestank in der Wohnung. Und ausserdem durfte ich kein Geld für solch "unnnötigen Kram" rausschmeissen. Doch die Kreativität bahnte sich den Weg und ich fing an Puppen zu machen, zuerst für meine Kinder Stoffpuppen, dann modellierte ich die Köpfe selber aus Masse und schließlich machte ich Porzellanpuppen- und siehe da, da ich diese verkaufen konnte und dafür Geld bekam, wurde es von meiner Familie toleriert und ich durfte bei Weltpuppenkongressen teilnehmen und bekam schließlich 12 Weltmeistertitel. Durch die Puppen kam ich sehr viel herum, sogar bis nach Hollywood.
    Ich hatte Anerkennung und Geld, ein eigenes Geschäft, das war meinem Mann zuviel, die Ehe ging in Brüche. Doch... die Sehnsucht nach der Malerei war latent vorhanden.
    Eines Tages im Urlaub machte ich einen Aquarellkurs mit- diese Begeisterung, die ich schon damals im Ölmalkurs hatte, flammte wieder auf. Ich besuchte daraufhin Kurse in der künstlerischen Volkshochschule, und suchte immer weiter nach Meistern, bis ich schließlich von Michael Fuchs als Schülerin angenommen wurde.

    Die Puppenmacherei tritt immer mehr in den Hintergrund. Ja, ich verdiene jetzt viel weniger als mit den Puppen, und das Leben ist mit wenig Geld verdammt schwer. Aber ich habe was viel wertvolleres bekommen - mich selbst.
    Ich habe mich bewusst dafür entschieden, auf vieles zu verzichten. Um endlich zu sein, was ich bin.
    In den nächsten Tagen bekomme ich mein eigenes Atelier... ich werde heuer 57 Jahre alt. Aber ich fühle mich wie neugeboren - zum ersten Mal in meinem Leben stehe ich voll und ganz zu mir selber.
    Es gibt da einen Spruch: es gibt nur zwei Emotionen: Angst oder Liebe. Ich habe mich für die Liebe entschieden.

    Liebe Grüße Margit
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky
    ...In den nächsten Tagen bekomme ich mein eigenes Atelier... Ich habe mich für die Liebe entschieden.

    Liebe Grüße Margit


    ___________________________________


    Liebe Margit,
    ich freue mich sehr für dich mit !!! :o)
    liebe Grüsse Ella
    Signatur
  • lisa
    lisa
    "irgendwas mit Kunst zu tun haben" kann ja vieles, wenn Du in einer Kunstbuchhandlung arbeitest, hast Du auch mit Kunst zu tun :) wo liegen denn Deine Interessen, Deine Stärken? Manschst Du gern mit Farben, verkleidest Du Dich gern, schreibst Du? Was machst Du am liebsten, für was würdest Du auf eine Party mit Deinen Freunden verzichten? :)
    Signatur
  • mascha
    mascha
    Hallo,
    erst ein mal vielen Dank an Margit.Es freut mich sehr, dass du so offen aus deinem Leben erzählst, deine Geschichte ist wirklich wunderschön. Mit nem echten "HappyEnd" ;) Mich freut,dass du glücklich bist und das dein Leben diese Wende genommen hat. Echt schön.
    So...Lisa du hast dich nach meinen Interessen erkundigt. Hmm... schon was "handwerkliches",also mit Pinsel und Farbe arbeiten. Praktikum hab ich mal in einer Werbeagentur gemacht, war jedoch nicht das richtige, wie ich schnell rausgefunden habe. Die meiste Zeit vom Computer zu verbringen, das wär nichts für mich...
    ach ich habe selber überhaupt keine Ahnung. Ich kann es mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie man sich für einen bestimmten Beruf entscheiden kann, den man sein ganzes Leben lang ausüben möchte...ich brauch einfach die Abwechslung, also einen abwechslungsreichen Beruf, der meine Kreativität fördert und mich auslastet..naja..ich weiß, bin ein komplizierter Fall..
    trotzdem vielen Dank für eure Komentare. Liebe Grüße Mascha
  • sunny61
    sunny61
    Hallo Mascha,
    für mich ist Zeichnen/Malen ein Hobby, bei dem ich nach einem stressigen Arbeitstag oder am Wochenende Ruhe und Entspannung suche und finde.

    Nach der Schule musste ich mich entscheiden, ob ich meinen jahrelang gehegten Traumberuf Tierarzt angehe und meine geliebte Reiterei aufzugeben, oder aber einen Beruf zu ergreife, mit dem ich mir mein Pferd finanzieren konnte. Habe die zweite Möglichkeit gewählt und bis heute nie bereut - mein/e Pferd/e auch nicht. :)

    Durch dieses fortwährende Hobby Pferd ist auch meine "künstlerische Ader" vorbelastet. Seitdem mein Sohn hunderte Kilometer weg wohnt und arbeitet, habe ich mir die Zeit genommen, Pastellkreiden für mich zu entdecken, ein paar VHS-Kurse (u.a. Aktzeichnen, Lasurmalerei) zu besuchen. Habe also die alte Liebe wieder ausgegraben. Die Staffelei mit dem jeweils unfertigen "Werk" steht in der Stube und je nach Lust und Laune wird gewerkelt.

    Obwohl ich meinen Beruf (kaufmänn.Angest./Personalwesen) liebe, komme ich manchmal total abgespannt und innerlich ärgerlich über völlig bescheuerte und halbdurchdachte Gesetze unserer Oberen nach Hause. Dann bin ich froh, dass ich mit Kunst nicht mein Geld verdienen muß. Denn freischaffende Künstler kämpfen mit noch viel mehr Problemen dieser Art. Dazu wäre ich ehrlich gesagt nicht der Typ. Die Malerei ist meine Fluchtburg.

    Liebe Grüße
    Sunny
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