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  • Gute Bilder - schlechte Bilder

  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    also hier die ultimative Mainstreamformel von einem Grafikprofessor aufgeschnappt, als es um das Thema Zeitungscover ging.
    Titten und Ärsche --< nackte Haut ist immer gut
    aber man will ja auch, dass das Heft gekauft wird und nicht nur angeschaut, darum sollte das Cover auch nicht allzu erotisch sein
    Schönheit geht da gut und die Andeutung von Sex.

    Der Betrachter mag aber auch nicht immer das Gleiche fressen und nimmt bestimmt auch gern mal eine langweilige Landschaft, wenn sie zwischen den ganzen grinsenden Gesichtern herausragt.

    So ca. einmal im Jahr kann man auf ein besonders kassenklingelndes Cover zurückgreifen--> niedliche kleine kuschelwuscheligsüße Tierbabys oder blondbezopfte strahlende Kinder. Oder beides kombinieren, ein absoluter Verkaufshit. Danach muss sich die Leserschaft bzw. Schauundkaufschaft erstmal wieder mit grinsenden Schönheitsidealen erholen.

    nene
    Was der allgemeine Betrachter so für schön und gut empfindet ist in der Regel eher ein schlechtes Bild.

    Was jetzt nicht heissen muss, dass Ablehnung und Kritik Anzeichen für ein gutes Bild sind

    :DDD
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    besonders liebe ich grade das Wort Verkauf-shit
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...kein schlechtes Wortspiel.

    Ansonsten bin ich der Ansicht, dass zwischen Bildern die gute Kunst darstellen, die provozieren, die etwas Unsichtbares sichtbar machen, die Probleme der Gemeinschaft ansprechen, die einen aufrütteln oder einen in den Grundfesten erschüttern und Bilder bei denen es allgemein heißt 'gefällt', ein himmelweiter Unterschied herscht...

    gruß fluuu
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  • rettentsnuk
    "Kunst beginnt dort, wo Geschmack aufhört."

    Jean-Christophe Ammann


    @fluuu: danke dir! ;o)
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    @fluuu genau
    soll aber auch sowas wie "heimliche" Bilder geben, die Schritt für Schritt was bewirken und nicht nur solche mit Holzhammermethode.
    Der Kunsttourismus hangelt sich zur Zeit von Schock zu Schock, ohne dass sich grundsätzlich etwas ändert. Laute Töne sind heutzutage sehr beliebt. gna gna gna
    :D

    @kunstnetter und dem netten Zitat von einem Netten
    Geschmacklosigkeiten sind aber auch nicht zwangsläufig Kunst
    und LeutZ ohne Geschmack veranstalten auch oft die abenteuerlichsten Dinge beim Bilderkauf *schüttel*
    würde mir aber auch nicht wünschen, dass jemand über meine BildZ sagen tät: äußerst geschmackvoll *uahh doppelschüttel*
    schon klar ;)
    :D
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Immer das Wort Geschmack, der Geschmack des Betrachters ist völlig unrelevant, ein Kunstwerk wird nicht geschmeckt, es wird wahrgenommen, meistens mit den Augen oder Ohren, vielleicht noch mit den Fingern, nur ganz selten mit der Nase aber nie mit dem Mund. Der Geschmack spielt keine Rolle, ist bei jedem anders und ganz oberflächlich. Es geht doch mehr darum unbewusste Schichten anzusprechen, das Verborgene sichtbar zu machen und das geht mit lauten Tönen genauso gut wie mit ganz schlichten Farben, mit noch nie Gesehenem oder ganz Eckligem, mit Buntem, Schrillen aber auch mit Düsterem und Morbidem.
    Will man aber den Geschmack des Betrachters treffen wird es ein Bedienen, ein Machwerk, ein Produkt aber niemals ein Kunstwer...
    Für heimlich bin ich nicht, das gibt es wenn der Weihnachstmann kommt, bin für offen und ehrlich, vor allem authentisch, natürlich sind viele Themen verschlüsselt und nur durch eingehende Betrachtung zu erleben oder durch ganz feines Gespür aber heimlich sind die Heinzelmännchen...

    gruß fluuu
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  • tra_ennaej
    Nicht die Frage, "was will der Künstler damit ausdrücken", sondern mehr "was antwortet der Betrachter dem Bild" finde ich hier interessant. Wie seht Ihr das?


    Es ist beides wichtig, finde ich - kommt eben auch auf den Betrachter an - leute wie Trolle (z.B. allstar) - was soll das bringen als "Reflexion".

    Andererseits, wenn die Kunst die reine Erwerbstätigkeit darstellt, dann wird es schwierig ohne Bekanntheitsgrad, Ruf, Ausbildung etc. - da machen dann viele Dinge, die öffentlich Aufsehen erregen - sollen (Hosen runterlassen - Hundertwasser, Bilder übermalen - Zufalls-Frust-Bekanntheit, etc.)

    Die ästhetisch laszive Kunst - Körper, Titten, Sexualität - kommt immer irgendwie an - gepaart mit gegensätzlichen Farbkomponenten und meisterhafter Umsetzung - pingopongo - verkauft sich gut.
  • Alexander Habermann
    ...
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @finwe
    DAS war die "erste frage":
    ...und welche Kriterien wohl darüber entscheiden, wie gut ein Bild ankommt...

    und DEINE antwort ist, dass "man" das "eigenständig entscheidet", was "einem" gefällt...


    schlicht geniaaaal, dein auf´s äusserte reduziertes fazit. damit sind ja jetzt alle fragen geklärt!
    Signatur
  • ratslla
    Es ist beides wichtig, finde ich - kommt eben auch auf den Betrachter an - leute wie Trolle (z.B. allstar) - was soll das bringen als "Reflexion".

    Andererseits, wenn die Kunst die reine Erwerbstätigkeit darstellt, dann wird es schwierig ohne Bekanntheitsgrad, Ruf, Ausbildung etc. - da machen dann viele Dinge, die öffentlich Aufsehen erregen - sollen (Hosen runterlassen - Hundertwasser, Bilder übermalen - Zufalls-Frust-Bekanntheit, etc.)

    Die ästhetisch laszive Kunst - Körper, Titten, Sexualität - kommt immer irgendwie an - gepaart mit gegensätzlichen Farbkomponenten und meisterhafter Umsetzung - pingopongo - verkauft sich gut.


    booooooaahhhhh... !!! (wahnsinn!)

    :)))
  • tra_ennaej
    @heutebunt: siehst - dies als Beispiel - was soll das bringen ... als Reflexion

    allstar du d.e...p - gehört wahrscheinlich zu deinem initiationsritus hier...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl

    Andererseits, wenn die Kunst die reine Erwerbstätigkeit darstellt...


    Das tut ja sehr weh zu lesen, Erwerbstätigkeit und Kunst, auh... Der Künstler wird degradiert zum Konsumgüterhersteller. Geh garnicht weiter drauf ein, erdulde den Schmerz im stillen...

    Sicher, es gibt eine Handvoll deutscher Künstler die sehr gut sind, authentisch ihre Arbeit machen und so gut in Galerien und bei Sammlern verkaufen, dass sie viel Geld bekommen. Ob und wie sie davon leben können ist noch dahingestellt. Aber auch sie gehen keiner Erwerbstätigkeit nach, sie schöpfen ihre Werke und die guten werden veröffentlicht und ... gekauft ... Bin mir sicher, dass nicht einer der guten berühmten Künstler auch nur eine Sekunde an den Absatz der Arbeit denkt ... Wer das tut ist ein schlechter Künstler aber vielleicht ein guter Handwerker, Manufakturbetreiber oder Kaufmann.

    Wenn ein Künstler mit der künstlerischen Arbeit einer Erwerbstätigkeit nachgehen muss will ich nie Künstler werden, dann lieber gleich Bänker oder Börsenspekulant.

    gruß fluuu
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  • tra_ennaej
    @fluu: brooklyn hat da mal recht treffend ausgedrückt

    das klingt mir zu sehr nach dem abgegriffenen gejammer, mit dem man sich gerne selbst als verkannten einzelgänger stilisiert, der nur die wahl hat, entweder erhobenen hauptes bitterster armut zu trotzen oder mit gebrochenem herzen den schnöden markt zu bedienen (der für die meisten hier eh nur sehr beschränkt definiert sein dürfte).

    abgesehen davon, wird das, was von vielen hier als "verkäuflich" und ergo als markt betrachtet wird, sowieso schon von massen an dilettanten mit massen an billigware bedient, weil es eben auch einer dilettantischen auffassung entspricht, dass sonnenuntergänge und abgehalfterter abstraktionskitsch lukrativ(!) verkäuflich wären.

    hin und wieder sollte man vielleicht mal in betracht ziehen, dass die eigene kunstproduktion schlicht und einfach nicht gut (oder eigenständig, oder unterscheidbar, oder etc.) genug ist, um in den olymp vielbeachteter kunst einzug zu halten.
    zum trost: spätestens an dieser stelle kann man sich immer noch auf die möglichkeit des postmortalen empfangs höherer weihen zurückziehen...

    es ist und war eine TATSACHE, dass - bis auf einen geringen prozentsatz - kunstschaffende nicht mit stabilen und ausreichenden einkommen rechnen können. da hilft kein haareraufen und lamentieren, sondern allenfalls die weniger romantische dafür pragmatische auseinandersetzung mit der eigenen rolle und dem selbstverständnis als künstler.

  • Stefan Arens
    Stefan Arens
    Hi

    Also, ein bisschen nachgedacht, warum manche Gemälde aber eigentlich ihre Künstler berühmt werden, ich aber bei denen nicht immer so einverstanden bin, dass die Bilder und das Gesamtwerk SOOO "gut" sind.

    Es boomt die Kunst anscheinend ab 1950, so vieles, ja Unmengen, aber das scheint alles unterzugehen? Und einige Künstler werden irgendwie einen Rang erhalten. So. Ich glaube das hängt auch viel vom Glück ab. Manche Menschen haben Glück, andere bemühen sich vergeblich um Aufmerksamkeit. Stell dir mal vor, du begegnest irgendjemand, der dich zu irgendwas (was mit deiner Kunst zusammenhängt ) einlädt, oder ähnliches (begegnest den richtigen Menschen oder den richtigen Ort) und dann wird ein Prozess ins Rollen gebracht, man ist zur rechten Zeit wie von selbst am rechten Ort, ist im Strom des unwillkürlichen Glücks sozsuagen.
    Ein anderer mag super gute Bilder malen, in altmeisterlicher Technik usw. - ich habe da mal gesurft, und sie sagen alle: Mit Kunst könne man nicht wirklich Geld verdienen.
    Und sagen: Echte Kunst ist nichts mehr wert.

    Das führt mich aber auch zu dem Gedanken, dass man vielseitig sein muss, vermutlich. Das Glück herausfordern. Aber geht es darum? Man kann nur das machen, was man machen will (und zuweilen kann). Sich zu zwingen, verdirbt den Stil.

    Ob ein Bild dann gut ist oder nicht, meine eigene Ansicht: man kann nur weitermachen, immer an sich arbeiten, an gewissen Dingen sich verbessern, neues ausprobieren.

    Es gibt für mich aber eindeutige Kriterien, ob ein Bild gut ist: einheitliche Bildwirkung zB, aber auch (bei abstrakten Bildern vor allem) Details, die störend ins Auge stechen, das Auge binden und sich nicht einfügen wollen ins Bild. Das gewisse Etwas manchmal vielleicht auch...

    Bin einverstanden damit, von der Intention her betrachtet: Kunst für die Kunst, nicht Kunst fürs Verkaufen. Wenn etwas fertig ist, dann kann man darüber nachdenken, aber nicht vorher oder während des Schaffens.

    LG
    Stefan
  • Maria Arkadieff
    Maria Arkadieff
    man bewertet die Sachen wohl auf Komposition, Farbgebung, Originalität und Technik. So tue ich es.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...das ist ein schwieriges Thema, wann ist ein Kunstwerk gut und setzt sich so durch, dass es von der gesamten Gemeinschaft anerkannt wird.
    Das hängt von so vielen Faktoren ab, schon allein was man als Persönlichkeit mitbekommen hat von den Ahnen, was man sich erworben hat, die Fähigkeiten in vielen Dingen, der Fleiß usw. bis hin zum Glück Menschen zu treffen die an die Fähigkeiten Glauben und Fördern. Das entwickelt sich dann in immer bedeutendere Kreise bis die Werke von den Besten, Einflussreichsten und Zahlungskräftigsten der Welt wahrgenommen werden. Dann muss man auch noch die Fähigkeit haben dem gerecht zu werden und damit umgehen zu können.
    Kann mir im Moment nicht vorstellen von einer Ausstellung zur Anderen durch die ganze Welt zu düsen.*ggg*

    gruß fluuu
    Signatur
  • naich
    naich
    Das ist dasInteressante hier, den spätestens im Kunstnet bekommt man doch mit, wie unterschiedlich auf die Bilder reagiert wird.Jeder ist doch einen anderen Weg gegangen um das zu sein, was er jetzt ist und die Gesamtheit aller Einflüsse machen uns doch für bestimmte Reize mehr oder weniger Sensibel. Ich habe im Kunstnet schon Kommentare zu Bildern gelesen, wo es eindeutig war, daß das Bild gar nicht richtig angesehen wurden. Also denke ich nicht, daß man ein Bild so geziehlt malen kann, daß es jeden Betrachter gleichstark anspricht und vor allem, welche Stimmung erzielt wird.
  • Susimaus
    Susimaus
    Ich pfeife auf Kriterien.
    Man kann das Ganze auf einen kurzen, wenn auch schnörkellosen Nenner bringen: entweder ein Kunstwerk findet im Kopf die passende Synapse oder nicht.

    LG
    Susimaus
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ... nee, so simpel ist es nicht, das kling nach im Trüben fischen mit der Hoffnung irgendwann beißt mal was an. Das ist dann nur Glück.
    In der künstlerischen Arbeit gibt es natürlich ästhetische Kriterien die mehr oder weniger für alle Menschen gelten und die muss man erst einmal Kennen bevor man sie bewusst ignoriert.
    Aus diesem Grund ist das Studium der Kompositionslehre eine sinnvolle Sache. Ob dann die Resultate allen gefallen ist eine andere Frage aber man kann seine eigene Arbeit bewusst angehen und weiß wenigstens selbst warum die Linie nur dort hinkommt und nirgendwo anders.
    Das ist der Zustand der 'Unverrückbarkeit', ein sehr gutes Gefühl wenn man den gefunden hat.

    gruß fluuu
    Signatur
  • BFnaitsabeS
    Man sollte sich einmal selbst fragen, wieviele Künstler man gut findet, die keinen Namen in der Öffentlichkeit haben. Ein guter Selbsttest, der einem vielleicht auch etwas über die Unabhängigkeit des eigenen Kunsturteils sagt.
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