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  • Prenzlmaler | Vincent van Gogh an Theo | Ist das aktuell bei KN?

  • relamlznerP Prenzlmaler | Vincent van Gogh an Theo | Ist das aktuell bei KN ???
    Hallochen !

    Lest bitte ganz aufmerksam die folgenden Worte van Gogh's und macht euch anschließend Gedanken über eure eigene Einstellung zur Kunst und eures Schaffens ! Versucht bitte, möglichst ehrlich zu sein.

    Vincent van Gogh im Dezember 1882 an Bruder Theo :

    Lieber Theo !
    Weißt du denn, wie hochnötig es ist, dass der Kunst ehrliche Leute erhalten bleiben ?
    Ich will nicht behaupten, es gäbe keine, aber du fühlst selbst, was ich meine, und weißt ebensogut wie ich, dass eine Menge Leute, die malen, großartige Lügner sind.
    Die Ursache des Übels ist häufig eine falsche Auffassung von den Bestrebungen. Fast niemand weiß, dass das Geheimnis guter Arbeit zum großen Teil Redlichkeit und ehrliches Gefühl sind.
    Viele können nichts dafür und handeln nach bestem Gewissen, sofern sie eins haben.

    t.à t. Vincent


    Schaut möglichst der Wahrheit ins Gesicht.

    Gruß Prenzl.
  • NIWREW
    Sowie die Göttliche Inspiration.
    Feuer der Seele!
  • anisaPiriS
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  • relamlznerP
    pardon ... doppelt gemoppelt.
  • relamlznerP
    ... du bist einfach nur großartig.

    lg przl

    P.S.;
    Habe inzwischen viele Infos und muss filtern. Leider bin ich im Moment zu ernst und muss auf die Gunst des Augenblicks für die erweiterte Glosse warten.
  • anisaPiriS
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Ich bin sicher, dass Vincent van Gogh diesen Satz so nicht formuliert hätte, wenn der Wert seiner Arbeit bereits damals erkannt worden wäre und wenn ihm eine entsprechende Anerkennung zuteil geworden wäre.
    Allein durch sein künstlerischees Tun erhält der Künstler mehr oder weniger Befriedigung.
    Durch die Anerkennung seiner Leistung durch andere Menschen erhält er weitere Befriedigung. Ob diese Anerkennung allein durch die Beachtung seiner Arbeit, oder durch Lob und Bewunderung oder gar durch den Ankauf seiner Kunst deutlich wird, steigert sie die Befriedigung doch zwangsläufig.
    Wut, Zorn, Enttäuschung - das sind Gefühlszustände, die durchaus zu großer Kunst führen können. Van Gogh hat das bewiesen und keiner von uns weiß, ob die heute bewunderten Arbeiten entstanden wären, wenn wenn van Gogh ohne finanzielle Nöte, bequem und zufrieden gearbeitet hätte.
    Das van Gogh ehrlich und wie er sagt, redlich, seinen Weg gegangen ist, können wir nur dankbar akzeptieren.
    Es ist durchaus nicht sicher, ob manche als große Kunst geltende Meisterwerke inhaltlich auch der inneren Überzeugung des Künstlers oder eher dem Geschmack oder dem Verwendungszweck des Auftraggebers entsprechen.
    Nachdem wir von einem Zitat ausgehen, möchte´ich auch mit einem Zitat abschließen:
    "Die Kunst idt die Tochter der Freiheit"
    Friedrich von Schiller
  • anisaPiriS
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Du hast recht, Siretta, ich hatte Jahreszahl übersehen. Er studierte damals noch bei seinem Onkel in Den Haag.
    Allerdings kann ich mir vorstellen, dass er ´87 oder´88 der gleichen Meinung war.
    Vor ein paar Tagen war ich übrigens im Kröller-Müller Museum in Otterlo (NL). Dort werden zur Zeit wieder einmal die Zeicnungen van Goghs gezeigt (das passiert nur alle 10 bis 12 Jahre.
    Spannend!
    Wo wir schon mal bei G.v.Schiller sind:
    Der Künstler ist zwar ein Sohn der Zeit, aber schlimm für ihn, wenn er zugleich ihr Zögling oder gar noch ihr Günstling ist
  • heinrich
    Redlichkeit als Eigenschaft ist nicht schön, nene, finde ich.
    "Redlichkeit" in der Kunst sind die Werke,,,
    und nicht was rum herum darüber geredet wird...
    Oder?

    Es gibt auch Redekunst,
    aber das ist was ganz anderes...
    Signatur
  • efwe
    efwe
    ...redlichkeit als eigenschaft ist nicht schön...

    na dein hawara taet ich nicht sein wollen :OOO
    Signatur
  • relamlznerP
    :o))))))))))))))))))))
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Redlichkeit ist eine Zier...
    Wenn es nur irgendwie möglich ist, bin ich auch immer ehrlich.
    Signatur
  • anisaPiriS
  • relamlznerP
    Wahrheit im Komplettpaket an Beispielen glasklar formuliert. So könnte Kunst wieder einen Stellenwert bekommen, der ihr zusteht und aus dem falen Niemandsland an Höhe gewinnen.
    Aber was tun, wenn der ethische Anspruch nicht mehr interessiert ?
    Was tun, wenn ein Picasso erklärte: "Bin ich auf den Kopf gefallen, meine kostbare Lebenszeit mit Ästhetik zu vergeuden ?" ?
    Die Gesellschaft ist krank und die Kunst kann von ihr logischerweise nicht ausgeklammert werden. Zwar gibt es einige unverbesserliche Idealisten, die das Fähnlein der Ethik hochhalten wollen, doch das ist die schwindende Minderheit. Doch jeder Kunstschaffende, der in das Boot der Ethik steigt, stützt auf seine Art die menschlichen Werte. Lasst uns damit niemals aufhören - damit Kunst Genuss bleibt.
  • anisaPiriS
  • relamlznerP
    Und dennoch geht die philosophische Erörterung in eine Richtung, die für das Allgemeininteresse an der Kunst von ausübenden Laienkünstlern fast ohne Bedeutung ist. Inwieweit sich Berufskünstler damit befassen, ist mir unbekannt. Der ausübende Künstler interessiert sich mit Freude an seinem Schaffen und das ist auch vernünftig und gut so. Kunst ist frei und jeder hat ein Recht darauf, alles so zu tun, wie er es für ausübungsrelevant hält. Kein Mensch hat das Recht, ihm eine Doktrin aufzuerlegen. Allerdings hat sich der Künstler an bestehende Gesetze des demokratischen Staates zu halten und kein Recht darauf, diese Gesetze zu brechen. Und das trifft auch für das Einhalten der Richtlinien für Kunstforen zu. Was der Künstler außerhalb der Öffentlichkeit in seiner Privatsphäre betreibt, ist jedoch ihm überlassen.
    Was mich damals störte, war die Tatsache, dass in einigen Fällen hartnäckig die Wahrheit verschwiegen wurde. Das Internet bietet allen die Möglichkeit der Selbstdarstellung. Ob dabei ehrlich zu Werke gegangen wird, ist oftmals äußerst fraglich.
    Zwar bin ich seit langer Zeit Berufskünstler, doch als ausübender Zeichner und Maler bin ich ein Laienkünstler, ein Autodidakt, weshalb ich auch gern mich mit anderen malenden und zeichnenden Künstlern, mit Leuten der digitalen Kunst und der Fotografie, um nur einige Genre zu nennen, unterhalte. Ich versuche, innerhalb meines laienkünstlerischen Schaffens, innerhalb der Bildenden Kunst, ehrlich zu sein. Ich möchte mir nicht erlauben, anderen Vorschriften machen zu wollen. Und ob sich ein Laienkünstler mit Kunsttheorie oder gar Philosophie beschäftigt, ist auch ihm überlassen. Er soll Spaß an seiner Arbeit haben und ich gönne jedem die Resonanz für seine kreative Tätigkeit.
    Hinweis: Wenn ich hier von "Künstlern" sprach, so habe ich auch die Künstlerinnen logischerweise damit gemeint.

    Nette Grüße von Prenzlmaler.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,
    dass ich erst jetzt den Thread entdeckt habe, schade, hier gibt es eine gute Diskussion. Das Eingangszitat von Vincent van Gogh ist ein sehr wahres, wer keinen materiellen Erfolg und sonst viele psychosoziale Probleme hat, hält sich an der Ehrlichkeit fest, ein hohes Gut, dass jemand der kaum noch etwas verlieren kann an materiellen Dingen sehr zu schätzen weiß, pflegt und hütet.
    Das ist der Punkt woran unsere Wohlstandsgesellschaft krankt, am Überfluss, an der Gier, dem zügellosen Prassen und an der Lüge.
    Trotzdem gibt es deutsche Gegenwartskünstler die sich mit dem Menschsein auf der Erde sehr gefühlvoll und authentisch auseinandersetzen, weltweit anerkannt sind wie z.B. Andreas Gursky in der Fotografie, Anselm Kiefer oder Daniel Richter in der Malerei und Armin Mueller-Stahl in der Schauspielerei.
    An der Kunst, an der Beschäftigung mit dem Menschen, am sozialen Engagement, an Forschung und Kreativität krankt es in der deutschen Gesellschaft überhaupt nicht, im Gegenteil, bin eher der Meinung die Entwicklung ist dem spröden leidenschaftslosen Deutschen der sich keine Gedanken macht so lange noch Bier im Kasten ist und Fußball im Fernsehen läuft oder das Geld für den noblen Fernurlaub reicht, gegenüber rückläufig und viel mehr Menschen besinnen sich.
    Ansonsten bin ich auch ein Verfechter der Super- Gau-Theorie, es muss erst alles in Schutt und Asche gebracht werden, ehe etwas neues erwachsen kann.
    Vielleicht geht es auch mal anders...???

    gruß fluuu

    PS: Die Postings haben sich überschnitten, Prenzelmaler, bin eindeutig der Meinung, wenn sich jemand Künstler nennt, dann lebt er seine Lebensphilosophie als solcher rund um die Uhr, bis in die Träume, da gibt es keine Großzügigkeit, ein Künstler kann sich kaum Nachlässigkeiten im Konsum, in der Gier oder der Lüge leisten, es gibt auch keinen Unterschied zwischen Privat und Dienst, Künstler ist eine menschliche geistige Haltung gegenüber dem Leben und der Gesellschaft. Das leisten nur wenige.
    Signatur
  • relamlznerP
    Hallochen Fluuu !

    Mit großem Interesse habe ich deinen Kommentar gelesen und kann dir mitteilen, mich mit dir in dieser Angelegenheit völlig auf einem Gleis zu bewegen. Und das freut mich ...

    Gruß Prenzlmaler.
  • anisaPiriS
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