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  • wie steif soll er sein

  • heinrich
    >haaach, Sie sind künstlerin? was machen Sie denn so?<

    Hier hilft nur Fragen-gegen-Fragen-Spiel...
    Und was machen Sie denn soooooo...?
    Naiv, aber beharrlich weiterfragen und auf einfachen
    Antworten bestehen...
    Das heißt die Taktik des Understatements...
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    @andre:
    ich hatte mal eine atelierkollegin, die wollte zur vernissage einer gemeinschaftsausstellung eine performance aufführen.

    wir sollten - so ihr vorschlag - allesamt mit unbewegten gesichtern langsam im kreis schreiten, steeeehenbleiben, langsam nach aussen drehen, steeeeehenbleiben, langsam weitergehen usw.
    sie hat das dann vorgemacht: arme an den körper gepresst, bedeutungsvoll starre miene... es war zum schiessen!

    mein vorschlag, in der kreismitte einen aufblasbaren pool mit schaumbad aufzustellen, in den wir uns dann unvermittelt rücklings fallen lassen könnten, war ihr nicht ernsthaft genug...

    *ggg

    @heinrich:
    eine ähnliche taktik hab ich entwickelt für leute, die mir anlässlich einer ausstellung die welt, die kunst und sich im besonderen erklären. häufig sind das männer über 50, mit dunkelblauem oder schwarzen hut und lässigen schal zum sakko - der arrivierte 68er...

    das funktioniert gut! ich dreh voll auf nach dem motto <mehr vom selben> - will heissen, ich reeeeede ohne punkt und komma in freier assoziation auf den hutträger ein - natürlich nur über MICH! - mit crescendierender lautstärke und tonhöhe, werfe zur unterstreichung meiner passion die arme hoooooch und fuchtele wie wild mit den händen... sobald ich nach ca 10 minuten vortrag auch nur die kleinste atempause einlege, sehe ich nur noch die rücklichter des sakkos :-)))))) garantiert!
    Signatur
  • heinrich
    Die Kunst zu betrachten,
    egal wo,
    ist eine Sache,
    die nie ernst genug sein kann...
    Die alte Zeiten sind vorbei...

    Darum sollte man ad absur-dum handeln...
    Die Kunst gewinnt auf jeden Fall...
    :-D
    Signatur
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  • tnubetueh
    köstlich eure kommentare, meine lieben, seeehr köstlich, auch wenn ich für die "lieben" wieder einen rüffel kriege, scheißegal, euer gequatsche hat spaß gemacht, und nur darauf kommt's an...
    :-))
  • Robert Wolter
    Robert Wolter

    wisst ihr was noch viel schlimmer ist?
    wenn man bei ner vernissage, eingeklemmt zwischen laudator und galerist, an den gesichtern der gäste ablesen kann was sie so denken während der kunstgeschichtler seine rede schwingt die er nicht mir abgesprochen hat.


    Das stelle ich mir ebenfalls grauenhaft vor. Kunstgeschichtler sind ohnehin eine seltsame Spezies, ähnlich wie Literaturkritiker.
    Signatur
  • andreslama
    @rowo:
    es ist das blanke grauen, glaubs mir.
    gegen kunstgeschichtler is eigentlich nix zu sagen, einige male ging ihnen aber bei solchen gelegenheiten der gaul durch und dann steh ich später da und muss einiges zurechtrücken...
    ;-)

    nix is besser als eröffnungen ohne rede.
  • Robert Wolter
    Robert Wolter

    nix is besser als eröffnungen ohne rede.


    Das ist eine pragmatisch-vernünftige Einstellung, einfach loslegen. Ansonsten gilt: Man kann über alles reden, aber nicht über 15 Minuten ;) (Nicht von mir erfunden)
    Signatur
  • kaatsdaR-ennA
    Eine um nicht zu sagen d i e Standardfrage nach der Verlautbarung des "künstlerischen" Berufs in kleinen Gesprächen habt Ihr noch vergessen:

    "Ach! Und kann man davon leben?"
    Meine Standardantwort: "Nee, Sie sprechen gerade mit einer Toten."

    Mit besten Grüßen aus dem Reich der Toten,
    ;-) Anne
  • andreslama
    um auf die ursprüngliche frage zurückzukommen:

    lebt man besser davon wenn man steif ist?

    -und wenn, wieso ist das so?

    -und wenn nicht, wieso ist das so?


    das mit den toten künstlern bringt mich immer auf die frage was wohl aus van gogh geworden wäre wenn er 40 jahre länger gelebt hätte.
    (kann man natürlich auf etliche frühverstorbene künstler anwenden...)
  • kaatsdaR-ennA
    um auf die ursprüngliche frage zurückzukommen:

    lebt man besser davon wenn man steif ist?

    -und wenn, wieso ist das so?

    -und wenn nicht, wieso ist das so?)


    Ja und nein. Die einseitige Konzetration auf Markenaufbau und Branding mag für den Kunstmarkt wie für alle anderen Märkte generell sinnvoll und notwendig erscheinen. Ich mache da solange mit, wie dieses Marketing nicht die Grenze zur Protitution überschreitet. Das viel geschundene Wort "Authentizität" spielt da eine Rolle. Ist das, was ich produziere und kommuniziere, wirklich von mir und spiegelt es meine Gedanken, Werte und Einstellungen wieder? Wenn ja, dann iss et juut. Ansonsten ist es eine Camouflage mit dem Ziel Erfolge zu erreichen, die sich häufig auch ganz schnell beim Rezipienten als solche outet.

    Mal generell: A l l e s ist schon mal dagewesen! Ob Kühe, Sonnenuntergänge, blau... damt habe ich mich abgefunden. Schon lustig unsere Ego, immer was NEUES produzieren zu wollen. Warum eigentlich?

    Anne
  • girekleu
    Van Gogh wäre 40 Jahre älter geworden,
    vielleicht hätte er sogar das Malen er-
    lernt.

    "... Ego, immer was NEUES produzieren \"
    hat mich erschreckt, aber dann habe
    ich es langsamer gelesen (und keine
    nicht vorhandenen Buchstaben ergänzt)
    und verstanden.
  • kaatsdaR-ennA
    @ Mi. Jul. 18, 2007 13:24

    "... Ego, immer was NEUES produzieren "
    hat mich erschreckt, aber dann habe
    ich es langsamer gelesen (und keine
    nicht vorhandenen Buchstaben ergänzt)
    und verstanden.
    Was hattest Du denn verstanden, was Dich so erschreckt hat, uelkerig? Was haste denn mit ego assoziiert?

    Demnächst werde ich die nicht vorhandenen Buchstaben in meinem Getippe an ihren Platz setzen. Da haste vollkommen Recht! ;-)
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