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  • 70

  • girekleu
    Daß es ein Sehnen ist,
    das sich auf ein
    ganz als Selbst ge-
    dachtes Paradies bezieht.

    ________
    ¹) Selbst = denkende Person
  • ratslla
    genau so. eingerahmt in wetterleuchten.

    :)))
  • enimreH
    Jeder bestellt seinen Garten selbst. Das Ganze ergibt erst den Verein.
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  • girekleu
    Uuuh, jetzt wird's
    entweder hermetisch
    oder herminetisch.

    Den Verein herein
    zu bringen, gibt dem
    Ganzen einen Hauch
    von Kaltblütigkeit.
  • enimreH
    nein, nein, abwink, bleiben Sie lieber beim ursprünglichen thema: 70.
    hier bei mir herrscht etwas ratlosigkeit ob der letzten drei beiträge. empfehle mich daher.
  • girekleu
    Na, wer wird denn?

    Ratlosigkeit ist
    diesem thread nicht
    fremd - gut formuliert
    eine Bereicherung.
  • girekleu
    Erwähnung, wegen der allfälligen Drift.

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    Diese Bilder können sehr gut mit diesem
    thread in Verbindung gebracht werden, das
    soll nicht aus den Augen verloren werden,
    ebensowenig, daß die Diskussion immer noch
    auf der Eröffnung der Nazi-Ausstellung
    'Entartete Kunst', July 19, 1937, fuszt.


    Und die,die den 20. Juli kommentieren, auch aufgeführt:
    Bild
    Bild

    Die Bilder zu diesem Thema ergänzen ganz gut.
    Es handelt sich bei dem 20. Juli um den des
    Jahres 1944.
  • dnarbnier
    nur so'n versuch:
    - tiefgang (der kiel) als synonym für geschichtskenntnisse. gefällt mir eigentlich nicht so - eher ein logbuch -
    da gibt's aber auch noch einen antrieb (segel, motor, rudern tamtamtam,...)
    ein steuerruder
    einen navigator
    den typ im ausguck, dem hoffentlich nicht schlecht wird, das große weite meer und unvorhersagbare ereignisse.
    wenn man jetzt einen blick ins logbuch wirft und feststellt, dass vor genau 70 jahren ein ereigniss stattgefunden hat, bei dem viele der besatzung ihr leben verloren haben oder verletzt wurden, könnte man eine trauermesse halten und die namen jedes einzelnen (mit altersangabe, geburtsort,...) vorlesen und was passendes dazu sagen und es dabei belassen, oder man würde darüber hinaus versuchen herauszufinden, was hat dieses ereignis ausgelöst, kann es wieder eintreten, was für mittel gibt es, dies zu verhindern.
    das logbuch wird hoffentlich eine hilfe sein, aber es wird wohl momente geben, wo man sich mehr auf das aktuelle tiefenlot verlassen sollte, sonst läuft man auf (bei zuviel tiefgang).
  • enimreH
    Gegensätze, wir schreiben (stilistisch) Neue Sachlichkeit (bis 1945?):

    Felix Nussbaum - 🔗

    Adolf Wissel - 🔗

    Dort (etwas nach unten scrollen):
    "Es gibt Grund zu der Vermutung, daß der großen Anerkennung von Wissels Werk durch die Nazis ein Mißverständnis zugrundelag, welches der Künstler freilich nicht aufklärte."
  • siku
    @ ulkerig
    zu deinem Beitrag von 19:24
    ich verzichte hier auf das Zitieren von Textstellen.

    Nein, es ist kein Witz, ich kenne Schicksale aus Dokumenten und die Bewegen mich noch heute.

    Diese Intensität deines Textes von 19:24 hätte den ersten Startbeiträgen gut getan (und mir Schreibaufwand erspart) - aber es ist ja nie zu spät. Wenngleich man deinen Beitrag "dreimal lesen muß". Ich bemühe erst gar nicht, Missverständnisse auszuräumen oder Widerspruch zu erheben, lass es mal so stehen.
    Und ich verkneife mir das "schundige Wort pathetisch", obwohl es dir selbst wohl nicht grundlos einfiel.

    Zu den von dir angeführten Beispielbildern:
    zu Bild 1:
    "Ausmalbild" zur Bilder- und Künstler-Existenz-Vernichtung, typisches Wohlstandsgebaren

    zu Bild 2:
    Vorarbeit für diese Darstellungsart wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts geleistet, z. Zt. unserer Urgroßväter und -mütter. Was ist daran entartet oder ausfällig? - wo heute doch alles erlaubt zu sein scheint - schnarch

    zu Bild 3:
    hier ist der Text wenigstens noch aktuell
  • girekleu
    Na also, zu den Bildern muß jeder
    seine eigene Meinung entwickeln.
    Nebenbei, ich habe zum thread passen-
    de Bildern eingelinkt, nicht avant-
    gardistische Bahnbrecher angekündigt.
    Und die Bilder im Zusammenhang mit
    unserer kurzen Zeitreise gesehen, sind
    so poofig nun mal nicht. (Die von dir
    angelegten Maßstäbe würden auf aller-
    lei Bilder hier angewendet zu etwa den
    selben Urteilen führen. Das sollte dir
    zu denken geben.)

    Schicksale aus Dokumenten können nach-
    denklich machen. Aber dies Denken muß
    ganz klar auf die der Zukunft zugewandte
    Kante der Gegenwart gerichtet werden.
    Ganz banal gesagt: du kannst dich er-
    eifern darüber, was mit Bruno Schulz
    und allen Anderen passierte - es än-
    dert aber so Nichts. Es bleibt ein Stück
    Vergangenheit, gefangen im Netz toter
    Fakten, des Wettlaufs um genauere und
    ausgiebigere Fakten, ein Stickbild
    empirischer Anschauungen, das verstaubt
    in der Stube gammelt.

    Was zählt ist nur das worum es geht nach
    vorne zu bringen, ins Jetzt. Und das ist
    bisher gar nicht so un.gelungen, sage ich.

    Natürlich kann mensch mir vorwerfen, ich
    würde Ereignisse von vor 70 Jahren instru-
    metalisieren (oder mentalisieren) - ich
    frage mich aber wer das wirklich tuen wollte,
    wenn er diesen thread gelesen hat.
    Natürlich instrumentaliesiere ich das, wie
    vorher schon erwähnt, ist das kein Sommer-
    fest des geschichtlichen Datenwissens.

    Die Intensität späterer Texte zu Beginn
    des threads hätte aber genau den Eindruck
    erzeugt, welchen ich im vorherigen Absatz
    beschrieben habe. 'Da will uns einer die
    Welt oder sogar die Kunst erklären.' Und
    damit wäre das Thema gekippt gewesen und ein
    für alle Male in den Dreck der Vergangenheit
    gestampft. Und die, die 'Entartet!' hätten
    schreien wollen, vielleicht auch nur ganz leise,
    hätten sie es gekonnt, hätten sich gefreut.
    Nicht irgendwann, lang her, nein: heut'.
  • tsivobretni
    siku , Sie blase ohne begrenzung , alles was Sie schrieben , kann ich auch an anderen orten lesen . schnarch .
  • NIWREW
    Was gestern war weiß ich noch,was letztes Jahr war ist schon ein bischen verzerrt auf dem Bildschirm.
    Was vor 10 Jahren war ist verschwommenes durcheinander ,und alles was weiter nach hinten geht ist verlogener Totalschaden.
    Wenn ich aus Büchern die Ereignisse in eine mir verständliche Konzentration bündle bin ich ein Bruchstückwisser der gefährlich mit seinen Denkstrukturen werden könnte.
    Selbst wenn sich Profis in einer Runde zu dieser Sache erklären sind die Meinungen so unterschiedlich wie die Farben und Flicken auf einer Patchworkdecke.
    Gefährlich sind die,die glauben zu wissen
    sie wüßten was,was denn?
    Ich kann den Zirkel meiner Wunschvorstellungen
    kreisen lassen und dabei vergessen das ich ja nur Bilder malen möchte.
    Ich schlag ein Buch auf und lese darin und fühle dabei solch Mitleid das ich kaum im Stande wäre
    ein sachliches Urteil zu bilden.
    Viel Kacke und sicher ist dann das viele Fliegen kommen die darüber kreisen.
  • girekleu
    Gefährlich auch die, die das
    Wissen Anderer, die, die immer
    und wieder für Andere mitwissen,
    unwidersprochen lassen.
    Und die, die erst wissen, wissen
    später von Nichts mehr und Andere
    - die nicht wissen, die müssen dann
    dran glauben. Es ist ein Kreuz - irgend-
    eins, aber ein Kreuz
    Das ist der fliegende Perspektiv-
    wechsel. Entartet, und besser als
    Blut und Boden, was dann wieder
    ein realistisches Bild für die
    Bruchlandung ist.


    Na klar passt das in dieses Thema rein!
  • NIWREW
    Ganz genau Kreuzigung!
    War Sokrates auch Maler?
  • uzuzab
    Ich würde sagen - Kreuzgang - oder täglich grüßt das Murmeltier...
  • girekleu
    Murmelnd geht das Kreuzestier.

    Variante 1:
    Die verfemten Künstler hätten sich
    und ihre Fans am 19. July 1937 in
    München eingefunden und - angetan mit
    einer Auswahl der schönsten Tücher,
    die das Reich zu bieten hatte - die
    eröffnende Versammlung gesprengt.
    Danach Flucht - wer verhaftet schon
    jemanden in Partei-Uniform oder einen
    Sturmbannführer?
    Oder so: Alle werden verhaftet. ALLE!!
    Übrig bleibt dann nur dieser Hitler.
    Es wäre also vor demkrieg schon so ge-
    wesen, wie es nach dem Krieg dann war.


    Variante 2:
    Die Eröffnungsveranstaltung nimmt einen
    unerwarteten Verlauf, als Hitler entdeckt,
    daß jemand eines seiner langweiligen Aqua-
    relle unter die Exponate geschmuggelt hat.
  • cobolt
    cobolt
    "Daß es ein Sehnen ist,
    das sich auf ein
    ganz als Selbst ge-
    dachtes Paradies bezieht."

    Schööööön. :o)

    Also weder team- noch tendenzfähig, wenn das Sehnen nicht dem gesellschaftlichen Zeitgeist entspricht?
    Wäre das die Begründung für die 70? Ist das nicht ne geschichtliche Dauerschlaufe? Irgendwie kenn ich das auch aus anderen Sektionen.
    Signatur
  • heinrich
    @WERWIN:"War Sokrates auch Maler?"
    Was soll die Frage?

    An etwas glauben oder sehnen
    bedeutet auch das immer wieder hinterfragen.
    Wer das nicht macht,
    ist selber schuld...

    Glauben hat auch viel mit Erfahrung zu tun.
    Signatur
  • siku

    Was vor 10 Jahren war ist verschwommenes durcheinander ,und alles was weiter nach hinten geht ist verlogener Totalschaden.


    unbedacht!?
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