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  • Fragen rund um's Kunst-Sponsoring

  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl Fragen rund um's Kunst-Sponsoring
    Das Kunst-Sponsoring

    Von der Bedeutung her steht das Kunst-Sponsoring, am gesamten Sponsoringaufkommen gemessen, auf Platz zwei nach dem Sport-Sponsoring.

    Nach wie vor ist jedoch das Kunst-Sponsering umstritten, ja, es gibt Kreise die behaupten es schade der Kunst, denn die Kunstförderung ist ein öffentlicher Auftrag und gehört in die staatlichen Hände.
    Nun weiß jeder der es schon mal versucht hat, wie die Stadt reagiert wenn man als freischaffender Künstler materielle Unterstützung erbittet. Selbst für die Ausstellungsgalerie verlangt die Stadt hohe Mietgelder. Einmal im Jahr wird ein Kunstpreis von der Stadt ausgelobt, dotiert mit ein paar tausend Euro. Das trifft jedoch nur einmal im Jahr einen künstlerisch arbeitenden Menschen.

    Da bleibt nichts anderes übrig als Sponsoren zu suchen.

    Beschäftige mich gerade mit diesem Thema in Hinsicht auf die nächste große Ausstellung.
    Da sollen großformatige Fotos präsentiert werden und das kostet einiges.
    Ob Ausbelichten in DIN A0, oder die Rahmen dazu, ob Sockel für Skulpturen, oder Werbung wie Plakate usw., es kostet...

    Da liegt die Suche nach einem Sponsor nahe um soeine Ausstellung zu realisieren.

    Meine Frage richtet sich an alle mitlesenden die mit Sponsoring Erfahrungen gemacht haben oder etwas wissen.

    Meine bisherigen Vorstellungen sind folgende:

    - Zunächst gilt es große Firmen aus der Region ausfindig zu machen und deren Adressen zu sammeln, am besten von Firmen die als Sponsoren schon aufgefallen sind.

    - Dann einen Brief aufsetzen, wie sollte der ausschauen?
    Ein Normaler Brief sollte reichen mit Adresse und Fensterkuvert, eine Bewerbungsmappe in DIN A4 ist zu aufwendig oder?

    - Dann einen Text formulieren der das Anliegen klar darstellt.

    - Noch Anhänge beifügen mit Lebenslauf, Ausstellungstätigkeit usw.?

    Zu diesem Thema ist wenig zu finden, auch im Netz nicht, habe über die Fehrnleie ein Buch über 'Kunstförderung zwischen Passion und Kommerz' bestellt und hoffe, dass es aufschlußreich ist.
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  • siku
    Überleg dir mal welche Unternehmen deine Fotos für ihre Marketingstrategie einsetzen könnten/ wollen. Du könntest dich mal an die IHK in deiner Stadt wenden.
    Eigentlich gehen ja Kuratoren Klinken putzen. Zahlungswillige Sponsoren finden ihre Logos dann in Ausstellungskatalogen mit Danksagung wieder.

    Was hast du denn den Sponsoren als Gegenleistung für die Finanzspritze anzubieten. Ob du einen Sponsor findest wird u.a. wohl auch von der Lokalität abhängen in der du auszustellen gedenkst und der zu erwartenden Presseresonanz. :-)

    Sponsoring schadet der Kunst?
    Kunstsponsoring früher wohl eher Mäzenatentum genannt, gibt es schon seit dem Quattrocento. Die ersten berühmten Mäzene waren wohl die Medici und einer der ersten Künstler, der durch einen Mäzen aufgebaut wurde war Donatello. Viele Museen wären ohne Mäzenatentum gar nicht entstanden: Wal.lraf-Ri.chartz-Museum, Lu.dwigmuseum beide Köln usw.
    Die Ausstellungen von Kunstvereinen und Museen werden von Sponsoren unterstützt...

    Google doch mal nach dem Autor Wolfgang Ullrich, der hat einiges über Sponsoren geschrieben.
    Ein Titel: Mäzene, Stifter und Sponsoren. Fünfzig Jahre Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI. Hrsg. Walter Grasskamp, Wolfgang Ullrich, erschienen 2001 . Das ist vielleicht keine Hilfe für dein persönliches Anliegen, aber das Buch gibt einen ganz guten Einblick in das Thema. Überhaupt findet man im Internet unter den Stichworten Mäzene, Sponsoren zig Hinweise.
  • kaatsdaR-ennA
    Moin fluu,

    ein breitgestreutes Mailing an lokale Unternehmen könnte weg geschmissenes Geld sein. Kontaktiere lieber Firmen,

    1. deren Produkte oder Dienstleistungen irgendwas mit Deinen Arbeiten zu tun haben;

    2. wo ein Win-Win-Effekt entstehen kann. Was hat das Unternehme davon, Deine Ausstellung zu unterstützen (außer jetzt der medialen Wirkung)? Wo sind Synergien?

    Zur äußeren Form:

    Bei größeren Projekten mache ich mir schon die Mühe ein Booklet A4 zu produzieren (Minikonzept), welches ich für Sponsorensuche, Pressearbeit und sonstiges einsetzen kann. Ist schnell gemacht: Seiten in einem Layoutprogramm erstellt, farbkopiert und mit Spiralbindung gebunden plus Begleitschreiben.

    Im Vorfeld ist auch Telefonakquise nicht schlecht. Erstmal vorfühlen, ob beim potentiellen Addressaten überhaupt Interesse besteht. Ein breitgestreutes Mailing landet erfahrungsgemäß im Papierkorb der Sekretärin.

    Liebe Grüße, Anne
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,

    genau darum fällt es mir ja so schwer einfach mal drauflos zu machen. Wenn schon das Organisieren von Sponsoring in Angriff nehmen, dann so, dass alle Rafinessen versucht sind um Erfolg zu haben.

    Da versagt mein Bauchgefühl wenn es darum geht, sich bei größeren Wirtschaftsunternehmen interessant zu machen. Da gilt ganz knall hart der ökonomische Sachverstand und nichts anderes und das fällt mir schwer.

    Es geht darum ein Schreiben, nicht per e-Mail, sondern natürlich als richtiger Brief auf Papier, so zu formulieren (und zu gestalten?), dass es eben über die Sekretärin hinaus, zum Chef und dann am Besten als Tagesordnungspunkt in die Besprechung kommt.
    Schon in der Vorstellung ist das eine schwierige Sache.
    Bräuchte ein Buch, in dem steht, wie Unternehmensmitarbeiter davon berichten, wie so ein Schreiben aussehen müsste, damit sie neugierig werden.
    Vielleicht einen ganz außergewöhnlichen Umschlag der so sehr aus der täglichen Dienstpost heraus fällt ohne kitschig oder kindisch zu wirken, dass er dem Chef vorgelegt wird. Außergewöhnlich auffällig und doch seriös, sachlich und klar formuliert???
    Ich weiß nicht, tappe da noch sehr im Dunkeln was die praktische Umsetzung angeht.
    Sicher es wird viel darüber geschrieben auch im Internet aber alles allgemein, nicht wie man es praktisch anstellt.
    Wenn ich keine Anhaltspunkte finde, werde ich es so machen wie ich denke, ein Versuch ist es wert...aber ich hoffe ja noch auf praktische Erfahrung zu stoßen.

    gruß fluu
    Signatur
  • kaatsdaR-ennA
    Hi fluu

    "Bräuchte ein Buch, in dem steht, wie Unternehmensmitarbeiter davon berichten, wie so ein Schreiben aussehen müsste, damit sie neugierig werden. "

    Du brauchst weder ein Buch noch eine repräsentative Studie – mal abgesehen davon, dass der g e m e i n e Unternehmensmitarbeiter nicht existiert. Du brauchst hier nur auf meistgesehene Werke zu klicken, und dann siehst Du, was gerne gesehen wird. Mach was krokihaftes außen auf den Umschlag, allerdings en knackigen Kerl, da Sekretärinnen zu 99 % weiblich sind. Wie Du dann den Schlenker zu Deinen Fotos machst, ist dann noch ne andere Frage. Vielleicht Baumrinde mit Waschbrettbauchpimmelhintern in s/w? Da wird Dir schon was einfallen. Es bedarf dann allerdings auch einiger Werke in diese Richtung in der Ausstellung. Was aussen drauf ist, sollte auch innen drin sein.

    Ansonsten sind Deine Fragen ein Briefing für ne Werbeagentur mit Schwerpunkt Direct Marketing... und hier nur schwer in ein, zwei Sätzen zu beantworten...und so ein nettes Ideechen mit Umsetzung würde auch was kosten.

    Aber o.a. Vorschlag war durchaus ernst gemeint.

    Die neuesten Errungenschaften in puncto Direct Marketing findest Du unter selbigem Wort im Internet. Da gibts jährliche Awards für die aufmerksamstärksten Mailings. Aber auch viel langweiliges Zeug darunter. Ist halt – wie bei allem – Geschmackssache.

    Gruß, Anne
  • malsupilahmi
    malsupilahmi

    Du brauchst weder ein Buch noch eine repräsentative Studie – mal abgesehen davon, dass der g e m e i n e Unternehmensmitarbeiter nicht existiert. Du brauchst hier nur auf meistgesehene Werke zu klicken, und dann siehst Du, was gerne gesehen wird.


    Was hier am meisten angesehen ist wohl kaum representativ für den Geschmack von Sekretärinnen. Wer hier hauptsächlich herumklickt sind die "Künstler" selber.

    Viel Erfolg Fluu
    mach mal
    und wenn du den Eindruck hast an den Sekretärinnen zu scheitern dann nochmal von vorn beginnen. Sich wichtig machen ist vermutlich wichtig aber natürlich so, dass man es abnimmt.
    Signatur
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...mh, ja ja, das ist alles schön und gut aber so richtig viel weiter bin ich noch nicht.
    Es gilt also die Chefsekretärinen zu überzeugen, dass mein Brief ganz wichtig ist und nicht weggeschmissen werden sollte... Das behalte ich ersteinmal im Kopf und brüte was aus, das kann dauern aber ich habe alle Zeit der Welt, die Ausstellung wird vorraussichtlich erst im Januar/Februar 2008 über die Bühne gehen...

    gruß fluuu
    Signatur
  • efwe
    efwe
    jo- oft reicht firmen auch einfach das logo auf den div aussendungen-katalogenoder plakat-- wie Anne-Radstaak angesgt hat-> synergie suchen--
    ja kein zettelkram--
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  • BFnaitsabeS
    @ Anne-Radstack: "allerdings en knackigen Kerl, da Sekretärinnen zu 99 % weiblich sind". Und alle heterosexuell, wolltest du wohl sagen.
  • Anja Schartl
    Anja Schartl
    Auch dran denken, dass Sekretärinnen bereits die Briefe öffnen und dem Chef ohne Umschlag zwischen den Haufen sonstiger Post legen. Also nicht der Umschlag macht es!
    Musste jetzt Urlaubsvertretung machen und hab in 2 Mappen vorsortiert nach Post und Werbung. Ich musste alles weiterreichen - egal ob's mir persönlich gefiel. Kann sein, dass das nicht überall so läuft. Zudem blieb keine Zeit nun alles genau zu prüfen - offizielle Anschreiben kamen zur Post, alles andere zum bunten Werbehaufen. Da muss es dann erst mal positiv rausstechen. Auch bedenken dass es in vielen Firmen noch sehr konservativ zugeht und all zu spaßige Ideen ehr negativ ankommen. Und es gibt auch noch etliche ältere Sekretärinnen, die einen knackigen Typen wohl ehr als anstößig empfinden und aussortieren würden, wenn sie denn dürfen. ;)
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,

    dass die Chefsekretärin nicht nach Willkür Briefe in den Papierkorb wirft habe ich auch recherchiert und dass eine gewisse Sachlichkeit im Schreiben eher ernst genommen wird als ein kunterbunter Zettel, ist inzwischen auch klar.

    Nun ist aber die Frage, wie man einen Brief seriös so gestalten kann, dass er etwas Aufsehen erregt um sich von der ökonomischen Geschäftspost abzuheben?

    Kunst-Sponsoring ist doch etwas Anderes als das Angebot einer Firma xyz zur geschäftlichen Zusammenarbeit und kann meiner Meinung nach einen kreativen Touch in der Aufmachung gebrauchen.

    So kann man folgende Aufgabe annehmen, einen seriösen und sachlichen Brief formulieren der in der Gestaltung einen kreativen Ausdruck vermittelt, oder? Kommt das vielleicht hin um eine Chance zu haben?

    gruß fluuu
    Signatur
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Also ich kann Euch in ein paar Sachen nur Recht geben und von einigen abraten. Ich habe bei meinen letzten 4 Ausstellungen immer, um die Mitwirkung eines Sponsors bemüht.

    Ich habe immer überlegt:
    - Wer könnte Interesse haben mich zu unterstützen?
    - Wer hat schon andere unterstützt und warum?
    - Ist es in der Branche des Unternehmens üblich mit Sponsoring zu arbeiten?
    - Welchen Mehrwert kann es für den Sponsor geben?
    - Wie viel und was brauche ich?
    - Was brauche ich?
    - Geld
    - die Übernahme von Materialkosten
    - die Übernahme von Kosten für Vernissage, für die Einladungen, für Plakate
    - Unterstützung bei der Pressearbeit
    - Weitere Einladungen über den Sponsor
    - Kostenübernahme für ...
    - Reicht ein Sponsor aus? Aufpassen wie viel gibt das Unternehmen für Werbung, soziale Aspekte und Sponsoring aus. Hier kann man in den WEB Seiten, Geschäftsberichten der Unternehmen nach lesen, sich bei den örtlichen Vereinen informieren, bei der IHK befragen.
    - Wann muss ich auf die Unternehmen zu gehen? (aufpassen oft planen die Unternehmen zu Beginn des Geschäftsjahres das Geld auch für die Öffentlichkeitsarbeit. Geschäftsjahre sind nicht immer identisch mit dem Kalenderjahr)
    - Sponsoren entscheiden sich oft sehr spät, was mache ich wenn der / die vorgesehenen Sponsoren sich nicht entscheiden wollen / können?

    - Was ist der Gegenwert?
    - Logo auf den Einladungen, Plakaten, Nennung im WEB-Auftritt, in Veranstaltungskalendern
    - das Recht an den Sponsor eigene Pressearbeit zu machen, mit Nennung der Ausstellung, mit Veröffentlichung eine / mehrer Bilder
    - Will / Kann der Sponsor die Rede bei der Vernissage halten?
    - Einladung von x Mitarbeitern / Kunden des Sponsors zur Vernissage
    - Zusage einer persönliche Führungen für Mitarbeiter / Kunden durch die Ausstellung
    - Recht x Bilder zu günstigeren Konditionen zu kaufen
    - Versteigerung eines Bildes auf einer Veranstaltung des Sponsors

    Hier wirklich aufpassen: Sponsoring ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, Nur wenn der Sponsor einen definierten Gegenwert bekommt, kann er dieses auch steuerlich geltend machen. Wenn nicht handelt es sich, um einen Mäzen !!!


    Wenn ich mir dieses zu recht gelegt, ergoogelt oder erfragt habe, habe ich mit einem Konzept auf Papier, CD, ... angefangen die Geschäftsführer, Marketingverantwortlichen anzurufen. Das wichtigste ist es in max. 1-2 Minuten rüberzubringen, was der Sponsor von seiner Unterstützung hat. Wenn dieses klappt, kann in der Regel auch kein Sekretariat das Telefonat mit dem Chef blocken. Wenn das Telefonat keine Absage brachte, schriftlich nachsetzen. Aufpassen, wie das Unternehmen, der angesprochene Mensch arbeitet.
    - Eine Mail kann erwünscht sein, wenn Menschen viel unterwegs sind und mit den Medien gerne arbeiten. Eine Mail kann aber auch schnell gelöscht werden.
    - Ein Brief mit Anhang, Proben, CDs u.a. macht kann im Sekretariat und beim Entscheider Wirkung zeigen und geht nicht in den Papierkorb, wenn es deutlich mehr ist als Werbung. Presse Mappe u.a. nicht vergessen.

    In dem Schreiben sich immer auf das Telefonat beziehen. Dann ist beim Partner der Erinnerungswert da, keine Sekretärin wag dann Mail oder Post zu unterschlagen. Immer ein persönliches Treffen anbieten, um das Konzept an die Belange des Partners anzupassen, wenn es machbar ist.

    Das wichtigste ist mit den Menschen zu reden. Warum, auch wenn Sie absagen, kann man fragen:

    -grundsätzlich nicht ?
    -Wenn dieses Jahr zu spät, wann nächstes Jahr?
    -Wenn das Thema nicht passt, was könnte dann passen?
    -Wenn zu wenig, mit anderen zusammen?
    -Welche Konzepte und Veranstaltungen fördern Sie dann?
    -Was können Sie mit empfehlen
    oAndere Partner
    oAnpassung des Konzept
    o….

    Nichts ist besser, wenn man empfohlen wird der sagen kann, warum Partner einen in der Vergangenheit unterstützt haben.

    So nun reicht es, wen es interessiert kann fragen …..

    Beste Grüße Frank
    Signatur
  • kaatsdaR-ennA
    Hi Frank,

    detalliertes Arbeitssheet, wie man dat so schön sagt. Gute Arbeit! Kann dem inhaltlich nur beipflichten!

    Und dran bleiben ... oft wird aus einem nein ein ja.

    Liebe Grüße,
    Anne
  • Frank Koebsch
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,

    wuderbar, so eine Reaktion von jemandem der Erfahrungen gesammelt hat und sie gerne postet hatte ich mir erhofft. So klipp und klar als Erfahrungsbericht ganz praktisch steht es in keinem Buch. Lese gerade "Kunstförderung zwischen Passion und Kommerz", ist sehr allgemein und hat bisher nur die Einstellung großer Konzerne vermittelt, werde noch weiterlesen.

    Der nächste Schritt nach der theoretischen Vorarbeit ist das Formulieren eines Briefes...

    gruß fluuu
    Signatur
  • melly
    hey wo finde ich diese sponsoren bei mir mangelts auch an material (geld), denn das braucht man ja als künstler. wenn man gute bilder malen will braucht man auch das material dazu oder ! also wie sollte ich es als künstlerin angehen .oder wie verwirkliche ich mein traum endlich anerkannte freiberufliche künstlerin zu sein??? lg pinupnude
    Signatur
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...tja pinupnude, wie man Anerkennung für die Arbeit bekommt ist ein anderes Thema, hier geht es ersteinmal nur darum wie man Sponsoren finden könnte um die Arbeit machen zu können. Eben die freie künstlerische Arbeit und kein Auftragswerk, das wird ja bezahlt.
    Sponsoring ist natürlich auch eine Form von Anerkennung, sie lässt sich in gewisser Weise organisieren aber ob die eigene künstlerische Verwirklichung beim Publikum, in der Fachwelt oder bei den Kritikern Anerkennung findet, lässt sich nicht vorhersagen. Da hilft nur volles Risiko.

    Nun gilt es den Text für den Brief an die Firmen zu formulieren, Briefpapier und ausgefallenes Couvert sind vorhanden. Da stehe ich zur Zeit noch auf der Leitung...

    (Briefkopf)

    Betreff: Künstler sucht Unterstützung für größere Ausstellung

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    es ist eine Ausstellung großformatiger Fotoarbeiten geplant mit dem Titel "Lichtgemalte Zweisamkeit der Gegensätze".
    Das Ausbelichten der Großformatfotos auf 70x100 cm, die dazugehörigen Rahmen und das Bereitstellen der Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit wie Plakate, Flyer und Postkarten erfordern einen höheren Einsatz an materiellen Mitteln.
    Nun Frage und Bitte ich Sie, ob eine Unterstützung möglich ist...
    (Weiter fällt mir im Moment nichts ein. Was fehlt noch?)

    gruß fluuu
    Signatur
  • Rene
    Rene
    Hallo Fluuu :))
    sehr interessanter thread..
    hab zwar keine ahnung vom sponsoring.. jedoch einen kleinen einblick in direktmarketing (hauptsächlich über callcenter)...
    somit kann ich einigen punkten von frank sehr zustimmen...
    nur ein paar punkte:
    nach der auswahl der unternehmen auf jeden Fall anrufen, um mehr über das Unternehmen zu erfahren usw.
    meiner erfahrung nach ist es oft sehr schwer, an den sekretärinnen vorbei zu kommen..da gibt es sicherlich auch taktiken, die mehr oder weniger gut funktionieren (z.b.überforderungstaktik, humor etc.) wichtig ist meines erachtens, sofort auf den punkt zu kommen und die besten argumente vor der ersten reaktion somit schon angebracht zu haben..geschlossene fragen stellen, etc...
    (wenn nichts hilft, einfach anstelle der -o irgendeine durchwahl ausprobieren..oft hat der chef z.b. die -10...wenn irgendjemand anderes rangeht, ihn überfordern (s.o.); mit etwas glück wird man direkt durchgestellt...

    beim schreiben unbedingt auf das gespräch beziehen und den chef direkt ansprechen...
    nochwas.. die meisten sekretärinnen sind angewiesen, alles, was nach werbung aussieht (oder sich anhört) auszusortieren bzw. abzublocken...das wurde auch schon angesprochen..

    achso.. den betreff würd ich so nicht stehen lassen. sieht so nach kontaktanzeige aus *grins*
    und wiegesagt den namen nennen, nicht "damen und herren"... und so ziemlich am anfang des schreibens wiegesagt gleich konkret werden (kosten-nutzen-argumentation fällt hier oft als begriff)
    glaub ich hab gerad nichts neues erzählt, geschweige denn groß geholfen..
    halt uns (mich) bitte auf dem laufenden, wenn du magst..
    kann dir anbieten, dann korrektur zu lesen (sowas mach ich immer gern, selbst bei schreiben meines chefs *lol*)...
    dann kann ich im detail viell. verbesserungstipps geben...

    viel erfolg fluuuuu :))))

    lg rene
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo @ReneHH, passt schon ...;-)
    Beste Grüße zum Wochenende - Frank
    Signatur
  • tanhan
    tanhan
    Erfahrung mit Kunstsponsoring habe ich keine, aber vielleicht kann ich etwas dazu beisteuern, wie in vielen Unternehmen gearbeitet wird. Durch meinen Beruf (Projektentwicklung in der Immobilienbranche) lerne ich Firmen aus unterschiedlichsten Branchen kennen und erhalte durch meine Tätigkeit oftmals recht tief Einblick in deren Arbeitsabläufe.

    Nach meiner Einschätzung ist das Wesentlichste an den richtigen Mitarbeiter in dem Unternehmen zu geraten. Mit – nicht personalisierten Mailings - habe ich bislang ausschließlich nur schlechte bis völlig unbefriedigende Erfahrungen gemacht. Mir selbst geht es da nicht anders als den Ansprechpartnern, die Du gerne kontaktieren würdest. Die Zeit ist knapp und die täglichen Postmappen (Papier gleichermaßen wie alles digitale) quellen über. Über jedes neue Mailing ist man nur genervt. Was mich stets hingegen beeindruckt ist, wenn der Absender sich wirklich mit uns als Unternehmen auseinander gesetzt hat. Der Vergleich mit einer Bewerbung um einen Arbeitsplatz passt hier sehr gut finde ich. Uns erreichen wie alle größeren Unternehmen oft Initiativbewerbungen. Alles unpersönliche, bei dem derjenige ganz offensichtlich ‚einfach mal so ein paar Unternehmen’ anschreibt, wird aussortiert (‚das hat nichts mit uns zu tun’). Die wenigen jedoch, die zwei maßgebliche Dinge erfüllen – sie haben es geschafft einen im Vorfeld ans Telefon zu bekommen – zumindest aber die Zusendung von Unterlagen zu avisieren UND sie zeigen deutlich den Nutzen auf, den sie Ihrer Meinung nach für das Unternehmen bringen - wecken das Interesse und man möchte Sie gerne kennen lernen. Damit ist der wichtigste Schritt geschafft und man hat Gelegenheit sich und seine Arbeit im persönlichen Gespräch (das ‚bindet’ – man ist nicht mehr ein Stück Papier, sondern ein Mensch) vorzustellen.

    Von größeren Unternehmen weiß ich, dass dort eine entsprechende Abteilung zumindest aber ein eigener Mitarbeiter sich um alles rund um das Thema Sponsoring und – in Deinem Fall – Kunst kümmern. Manche Betriebe beschäftigen sogar eigene Sachverständige, dass sind dann oftmals die Firmen mit beachtlichen eigenen Kunstschätzen. Kleinere meist inhabergeführte Betriebe verfolgen oftmals persönliche Interessen, was nicht leicht ist heraus zu finden ist. Von daher würde ich es – auch im Hinblick auf die für solche Zwecke verfügbaren Budgets – im ersten Schritt zunächst einmal bei den etwas größeren Unternehmen versuchen. An die richtigen Ansprechpartner dort gilt es heranzukommen. Was sicherlich nicht ganz einfach, aber letztlich auch nicht unmöglich ist. Zudem kannst Du so über die Gespräche – die meisten Menschen sind oft zugänglicher und hilfsbereiter als man zunächst meint – Erfahrungen über die Abläufe und die richtige Vorgehensweise sammeln.

    Dein Anschreiben würde ich – und ich hoffe, Du nimmst mir meine Offenheit nicht übel – komplett anders formulieren. Ich schließe mich da den anderen Beitragsgebern an und würde Dir raten, klar und präzise den Nutzen, den eine Unterstützung Deiner Arbeit für das Unternehmen bietet, herausstellen. Eher statt ‚einer Bittstellung’ in die Richtung von ‚das ist Ihre Chance ...’. Das natürlich nicht wörtlich (da zu platt und abgegriffen), aber von der Botschaft her. Zudem gilt es Neugierde und Begeisterung zu wecken für Deine Arbeiten, d.h. man muss auf jeden Fall wirklich verstehen, was der Inhalt ist (danach zu fragen würden die meisten Menschen – erst recht nicht die in der Position – niemals tun).

    Beim Schreiben merke ich, dass das immer mehr nach Marketing klingt. Hier im Forum wird es doch sicherlich den ein oder anderen geben, der sich in diesem Feld tummelt. Das wäre der perfekte Ratgeber für Dich meiner Meinung nach. Die können Botschaften klar auf den Punkt bringen und verständlich auch für thematische Laien formulieren. Da kann ich nicht wirklich weiter helfen, da das ‚werbetexten’ nicht so mein Fall ist (mir fällt es nur leicht lange Texte zu schreiben :).

    Ich wünsche Dir in jeden Fall ein gutes Gelingen mit Deinem Projekt. Habe mir vorhin Deine homepage angesehen und finde Deine Aufnahmen einfach nur großartig.

    Daumen drückende Grüße,
    Tanja
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