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  • Miniaturmalerei

  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Miniatur-Aquarelle

    Selbstverständlich kann man Miniaturen sehr gut mit Aquarellfarben malen. Fangen wir ganz Vorne an:

    1. Papier
    Du nimmst einen matten, nicht zu rauhen aber keines-falls glatten Zeichenkarton (kein Aquarell-Papier). 250 g/qm oder dicker und möglichst reinweiß.

    2. Du nimmst gute Aquarellfarben in Näpfchen. Es sollte sich wirklich um eine gute Qualität handeln (Schmincke, Lukas z.B.) Farbe also mit sehr feinen
    Pigmenten. Wenn Du weißt was Du malen willst, kannst Du die Farben ganz gezielt einzeln kaufen.

    3. Bei Kauf der Pinsel solltest Du unbedingt auf sehr gute Qualität achten. Auf jeden Fall sollte es sich um Marderhaar-Pinsel handeln. Auch da gibt es selbstverständlich gute und weniger gute Qualitäten. Auch wenn ich mich sonst nicht unbedingt am Preis orientiere, beim Kauf von Pinseln im Fachhandel, ist der Preis tatsächlich eine Orientierungshilfe.
    Es ist falsch wenn man davon ausgeht, dass man für kleine Formate auch ganz kleine Pinsel benötigt. Pinsel der Größe 0 oder 1 haben zwar shr wenige Haare, nehmen allerdings auch wenig Farbe auf. Du mußt also dauernd neue Farbe aufnehmen. Das ist lästig und zeitraubend.
    Selbst für sehr kleine Formate sind Pinsel in den Größen 3 oder 4 durchaus geeignet. Die Spitzen eines guten Pinsel der Größe 3 oder 4 ist genau so spitz wie die bei einem Pinsel der Größe 1 oder 2.
    Wenn Du den Pinsel kaufst, prüfe auf jeden Fall die Spitze sehr genau.
    Wie bei jeder anderen Arbeit führt nur gutes MAterial zu einem guten Ergebnis.
    So und jetzt zum Malen.
    Du mußt alles vergessen was Du vom Malen mit Auarell-farben weist. Bei der Miniatur wird die Malfläche nicht feucht gemacht.
    Mit einem sehr spitzen, nicht zu harten Bleistift (HB - F) zeichnest Du das Motiv vor. Auf eine Palette (mit Vertiefungen) übernimmst Du die Farben, die Du benötigst, mit relativ wenig Wasser, in die verschie-denen Näpfchen. bereits jetzt kannst die Farbe genau so mischen, wie Du sie später für den Motiv benötigst.
    Auf einem Stück Papier (es sollte das gleiche sein, auf dem Du die Miniatur malst)immer wieder prüfen ob die Farbwerte stimmen - Du mußt daran denken, dass die meisten FArben nach dem Trocknen etwas heller werden.
    Wenn Du alle Farben angemischt hast, läßt Du die Farbe in den Näpfchen trocknen.
    Anschließend kannst Du mit dem Malen Deiner Miniatur beginnen. Du machst den Pinsel nass und nimmst dann ein wenig Farbe auf und prüfst ob der Farbwert stimmt.
    Die Transparenz ergibt sich daraus wie lange Du mit dem Pinsel die trockene Farbe anwässerst. Das mußt Du ein wenig üben.
    Da Du nur sehr kleine Flächen bearbeitest trocknet die aufgebrachte Farbe relativ schnell und nach kurzer Zeit erneut übermalt werden. Die Härten und Tiefen, also die dunklen Bereiche der Miniatur trägst Du zum Schluß auf.
    Besonders gute Erfolge erreichst Du übrigens. wenn Du mit kleinen Punkten arbeitest.
    Diese Technik hat den Vorteil, dass Du die angemisch-te Farbe so lang zur Verfügung hast, bis das Näpfen der Palette leer ist.
    Nun hoffe ich, dass Du bei Miniatur auch wirklich Miniatur - also sehr kleine Formate - meinst. Postkartengröße z.B. ist keine Miniatur. Flächen dieser Größe kannst Du wie ein normales Aquarell behandeln.

    Ich bin Illustrator und wie die Kritik behauptet, einer der Guten - die Technik habe ich mit einigen Kollegen vor vielen Jahren entwickelt.
    Aber auch hier gilt - Üben, üben, üben.

    Viel Spaß
    Dieter
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...schön, habe den Text nicht gelesen, nur die ersten Sätze, ist zu viel, zu faul, bin wegen dem Titel drauf gekommen, arbeite mit Miniaturen im Ministudio aber das ist eine andere Baustelle.
    Nun hast Du also erklärt wie es geht und erwartest sicherlich, dass es alle nachmachen und auf Dich hören.
    Vielleicht freut sich der ein oder andere Aquarellmaler darüber, ein guter wird es nie werden, denn wer seine schöpferisch/kreativen Fähigkeiten dadurch lernt, dass man ihm sagt was er zu tun hat, wird nie voller Risiko und Mut eigene Entscheidungen fällen und aus den gemachten Fehlern lernen, die wichtigste Lernquelle überhaupt. Das ist mir bei Deinem Post als guter Illustrator eingefallen und finde, dass Du damit ein schlechter Erzieher zur Selbstständigkeit bist.

    gruß fluuu
    Signatur
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Miniatur-Aquarelle

    Selbstverständlich kann man Miniaturen sehr gut mit Aquarellfarben malen. Fangen wir ganz Vorne an:


    So und jetzt zum Malen.
    Du mußt alles vergessen was Du vom Malen mit Auarell-farben weist.

    Ich bin Illustrator und wie die Kritik behauptet, einer der Guten - die Technik habe ich mit einigen Kollegen vor vielen Jahren entwickelt.
    Aber auch hier gilt - Üben, üben, üben.

    Viel Spaß
    Dieter


    Sorry - wenn das so ist , dann kannst Du uns ja sicher ja ein Paar Deiner Bilder zeigen - eventuell hast Du sogar eine Homepage , oder gar Berichte aus der Presse - denn ob wer wirklich "gut" ist - ist sehr relative

    Die Aussage : "Du mußt alles vergessen was Du vom Malen mit Aquarellfarben weist" ist für mich nicht nachvollziehbar
    Ich male jedes Jahr meine eigenen Weihnachtskarten - Bildgroße 4 x 5 cm und habe gerade heute bei einer Ausstellung 10 Stk als Demo vor Publikum gemalt
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  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo fluu,
    Dank für Deine Stellungnahme. Ich habe selten einen solchen Unsinn gelesen.
    Du bist zu faul den Text zu lesen, maßt Dir aber an, ein Urteil abzugeben.
    Da hat ein Schüler um Hilfestellung bei der Erstellung von Miniaturen gebeten. Und genau als diese Hilfestellung ist mein Schreiben zu verstehen.
    Mit keinem einzigen Wort bin ich auf den schöpferischen Akt des Malens eingegangen. Ich habe Tips für das Handwerkzeug (Papier, Farben, Pinsel) gegeben und habe ein paar Hinweise zur Technik des Miniaturmalens gegeben.
    Ob es nun so erfreulich ist, aus den Fehlern beim Kauf von Materialien zu lernen, wage ich denn doch zu bezweifeln. Teuer ist es allemal.
    Folgt man Deiner Theorie ist jedes Studium der Malerei gänzlich unsinnig. Dort passiert nämlich genau das, was ich mit meinen Tipps erreichen möchte. Den Studenten wird in den ersten Semestern deutlich gemacht wie wichtig es ist, die rein handwerklichen Fähigkeiten der Malerei zu erlernen.
    Übrigens bin ich seit mehr als zwanzig Jahren Dozent für genau diesen Bereich und ich darf Dir versichern das meine Kurse stets gut besucht sind.
    Übrigens: Faulheit, mein lieber fluu, ist eine sehr schlechte Basis auf dem Weg zum Künstler.
    Gruß Dieter
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo EgonM
    Vorab: ich bin erst vor einigen Tagen auf "kunstnet" gestoßen und werde in den nächsten Tagen einige meiner Arbeiten zeigen.
    Es war etwas unglücklich ausgedrückt, wenn ich schrieb, dass man beim Malen von Miniaturen alles vergessen soll, was man vom Malen mit Aquarellfar-ben weiß.
    Man muß da einen Unterschied machen zwischen dem Malen kleiner Aquarelle (wie Deine Weihnachtskarten)und dem Malen von "Miniaturen".
    Eine Miniatur (abgeleitet von "minor" - lat. Komperativ von "klein") ist vom Motiv her ein sehr kleines Gemälde. Porträts, Stilleben, Blumenstücke, die mit äußerster Genauigkeit als das widergeben, was auch auf einem Gemälde normaler Größe zu sehen ist. Manchmal findet man im Zusammenhang mit Miniaturen auch den Begriff "Lupenmalerei".
    Sorry - wenn ich mich falsch ausgedrückt habe.
    Gruß Dieter
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Hallo Dieter

    Der Themenstarter hat hoffendlich in der Zwischenzeit(August)seine Aufgabe gemacht - wobei auch die Frage wie "groß/klein" die Aufgabenstellung gemeint überhaupt war .
    ( wobei lustigerweise eines meiner Bilder gestern als "Wandgemälde" in ein Puppenhaus gegangen ist )
    Lg.Egon
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