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  • Urheberrecht eines Bildes od. Bildmotiv

  • steffileinpetra
    steffileinpetra Urheberrecht eines Bildes od. Bildmotiv
    Hallo,

    an mich wurde eine Anfrage einer Firma für die gewerbliche Nutzung eines Motivs eines meiner Bilder gestellt.
    Jetzt weis ich nicht so recht wie ich mich verhalten soll.
    Gibt es wirklich ein Urheberrecht für Kunst, soll ich mit der Firma einen Vertrag machen (Gewinnbeteidigung, etc) oder was meint ihr?
    Evtl. hat schon einer von Euch Erfahrungen damit gemacht u. kann mir weiterhelfen.

    Danke vorab.
  • xobtnitauqa
    hallo steffileinpetra :-)

    selbstverständlich gibt es geistiges eigentum (immaterialgüterrecht) für kunst!
    selbstverständlich sollst du mit der firma einen vertrag machen!
    ich schreib' dir heute noch eine mail an die auf deiner hp angegebene mailadresse.

    |aqua|tint|box|
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    So selbstverständlich Forderungen zu stellen ist es auch wieder nicht, wir leben zwar im Kapitalismus, dass heißt aber nicht, dass man gezwungen ist sein Eigentum immer mit Geld aufzuwiegen.
    Es kommt auf den Verwendungszweck, die Firma, den Hintergrund an ob es nicht mehr Wert darstellt wenn man seine Kunstwerke als Gemeingut für die Gemeinschaft veröffentlicht, die Aussage, die Idee der Menschheit zur Verfügung stellt, sie sozusagen allen gehören.
    Nichts gegen Verkaufen der Werke aber es muss nicht sein um Erfolg bzw. das Ziel erreicht zu haben.

    gruß fluuu
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    WHUMM! BÄNG! AMEN!!!

    *endlich mal wieder eine bresche, in die der unermüdliche fluu mit der sozialpathetischen wucht einer gigantischen birkenstocklaufplatte aufschlagen kann!

    guck mal, du antikapitalistenrakete:
    das zauberwort hiess "gewerbliche Nutzung"!
    übersetzung in deine sprache etwa so:
    "ausbeutung von kunst aus schnöder profitgier zum zwecke der durchsetzung feudalistischer herrschaftsansprüche und unterdrückung"...
    Signatur
  • xobtnitauqa
    @ fluuu:
    steffileinpetra stellt keine forderungen (noch habe ich das in meinem beitrag postuliert), sondern sie erhielt eine anfrage, auf die sie reagieren soll oder möchte. wenn sie die rechte an ihrem bild/ihrer arbeit für eine gewerbliche nutzung freigeben möchte, sollte dies nicht ohne vertrag getan werden - ganz gleich, ob sie dafür pekuniär entschädigt wird oder nicht.

    im übrigen entzieht man z.b. mit einem lizenzvertrag (der ja u.a. auch regelt, wofür und wie lange die arbeit vom lizenznehmer verwendet werden darf) ein kunstwerk nicht der gemeinschaft. es ist sogar wahrscheinlich, daß durch die nutzungsrechtüberlassung ein größerer teil dieser gemeinschaft von der arbeit kenntnis erlangt. ein nutzungs- oder lizenzvertrag bedeutet zudem noch lange nicht, das kunstwerk zu verkaufen: in der regel wird es nur für kurze zeit beispielsweise für professionelle photographie dem lizenznehmer überlassen, bleibt aber physisch im besitz des lizenzgebers.

    zum thema verkauf von arbeiten an sich: ich mache seit jahren sehr viel im benefiz-bereich (von grafik über aquarell und kinderschminken bis zu airbrush-tattoos) und habe dabei eine alte weisheit bestätigt bekommen: "was nix kostet, ist nix wert" *sfg* zudem bleibt die persönliche erfolgs- oder zieldefinition von der preisgestaltung eigentlich komplett unberührt.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    da toben die BWLer...ich wußte, dass meine pathetischen Worte eine Entrüstung auslösen, kenne ich aus vielen Beispielen in der Praxis, da ist gewerbliche Nutzung noch das geringste Thema. *mir ins Fäustchen lach*
    Neben den Verträgen, am besten von einem Juristen begleitet, noch die behördliche Beglaubigung in dreifacher Ausfertigung, eine Expertise vom Gutachter, einen blauen Engel vom Umweltamt und vor allem natürlich diverse Versicherungen, ohne dem ist ein Kunstwerk nichts Wert.

    gruß fluuu
    Signatur
  • steffileinpetra
    steffileinpetra
    @fluu
    Ich geb aquatintbox und brooklyn recht.
    Du musst ja nicht direkt so extrem mit der Keule reinschlagen.

    Ich habe nur lediglich eine Anfrage an euch gestellt, weil ich nicht so recht weis wie ich mich verhalten soll. Von Vertrag machen, Geld scheffeln, etc. war noch keine Rede.
    Ich weis ja noch gar nicht genau für was er das Motiv verwenden will und wie. Ich find es ja auch von ihm schon nett das er sich überhaupt gemeldet hat. Er hätte es ja auch anders machen können...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...schön, dass Du ihnen Recht gibst, mir ist das gleich, wollte nur einen kleinen Aspekt dagegenstellen, gegen dieses, schaut her ich werd gekauft, meine Arbeit wird zur gewerblichen Nutzung verwendet, wieviel Geld soll ich denn verlangen?
    Nun bin ich an der Marktwirtschaft, am Geschäftemachen beteiligt und fühle mich so vollwertig am Markt.

    Es ist doch ganz einfach, entweder Du verlangst etwas von der Firma oder Du lässt es, was ist zu verliehren?

    Würdest Du nur im entferntesten Deinen Lebensunterhalt damit bestreiten würdest Du hier nicht so posten.

    gruß fluuu
    Signatur
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    steffilein:
    Er hätte es ja auch anders machen können...

    hätte er. aber das könnte dann auch teuer kommen.
    schau mal da:
    🔗


    Es ist doch ganz einfach, entweder Du verlangst etwas von der Firma oder Du lässt es, was ist zu verliehren?

    ach fluuuuuuuuu.
    geld ist zu verlieren.
    wertschätzung ist zu verlieren.
    der künstler als mutter-theresa-ikone mit subsistenzwirtschaft durch eigenen gemüsegarten ist nicht so ganz das zeitgemässe rollenverständnis.
    Signatur
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...ach das brooklynchen ist auch grad im Netz, an Dir ist echt ein Sesselfurzer verloren gegangen...

    gruß fluuu
    Signatur
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Also Steffileinpetra,

    Es kommt ja drauf an, wofür er es verwenden will. Brooklin hat dir den richtigen Link gegeben. Wenn es nur eine kleine Sache ist (Firmenprospekt) oder so was, verlange nur eine kleine symbolische Gebühr, aber zusätzlich deine Namensnennung, und wenn es nur klein an einer Hochkante o.ä. ist (vllt. mit email-adr). Das kann sich u.U. besser auszahlen.

    Beste Grüße - J.
  • xobtnitauqa
    zum thema bildkunst e.v.: der wahrnehmungsvertrag dort macht wirklich sinn nur für bildarbeiten, die unkontrolliert zugänglich sind (z.b. als postkarten, poster, auf der eigenen webseite oder auch hier im kunstnet eingestellte arbeiten, via cd, dvd, datenbanken oder in speziellen fällen von buchillustrationen, wenn beispielsweise rechte für nur eine auflage vereinbart wurde und der verlag eine zweite auflage herausbringt, was schwer zu kontrollieren ist).

    die direkte rechtevergabe bei kontrolliertem zugang (also wie im falle von steffileinpetra) ist ja - wie oben geschildert - direkt zwischen dienstleister (steffileinpetra) und kunde (der beauftragenden firma) zu vereinbaren.

    für bildende künstler, fotografen etc. ist die registrierung kostenfrei; der "nutzer" bezahlt an die vg bildkunst für die übertragung der nutzungsrechte. gegen ende jeden jahres (soweit ich weiß mitte dezember) werden die von der mitgliederversammlung der vg bildkunst festgelegten ausschüttungen ausbezahlt. voraussetzung hierfür ist eine rechtzeitige registrierung von seiten der künstler (der termin liegt irgendwann im frühsommer - juni oder juli? -, er wurde erst neulich vorverlegt; dieser meldetermin wird aber erst nach der registrierung und zuteilung der urhebernummer mitgeteilt).

    im übrigen stimme ich johnny zu; und mit bwl hab ich definitiv nix am hut ;-)
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...doch bekommst für Dein Aufzählen hier im Forum ein BWL-Zertifikat weil Du so schlau und bewandert bist in diesen Dingen.

    gruß fluuu
    Signatur
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