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  • die guten ins töpfchen die schlechten ins kunstportal?

  • tnubetueh
    @fluuu: stimme deinen ausführungen durchaus zu, die realwelt ist der kunstvermarktung näher als der virtuelle raum. so auch mein eindruck.
    ich selbst fühle mich in einer welt mit "spielerei und trallala" wohl, weil ich spiele wenn ich male, aber ernst nimmt das völkchen in den portalen wohl keiner. ist wie gesagt mein eindruck, den du jetzt als erster bestätigst. vielleicht ist kunst so emotional besetzt, daß ihr die reine katalogisierung nicht genügend kann, und der direkte augenschein entscheidend ist. weiß nicht - und so recht will oder kann's mir auch keiner erklären. vielleicht stelle ich auch die falschen fragen...:-)

    @ozet: krieg den bogen zum thema nicht, aber daß man vor wut arbeiten zerstört kenn' ich wohl, und dabei mitnimmt, was man aufheben sollte auch... aber das ist ein stück leidenschaft und gehört zur kunst dazu, für mich jedenfalls...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...die schlechten ins Kunstportal.
    Da ist wirklich was dran und allein das zeigt schon, dass das Internet was künstlerische Belange angeht nicht ernst genommen wird in der bildenden Kunst.
    Mache es selber auch so, die guten Bilder kommen in die reale Ausstellung und die schlechten Bilder ins Kunstportal.
    Besonders deutlich ist es bei der Fotografie, habe in der fotocummunity nur meinen Ausschuss veröffentlicht weil mir diese Internetplattform als reine Spielerei vorkommt, hier bei kn ist es ganz ähnlich.
    Das Spielen macht doch soooooooo einen großen Spaß...

    gruß fluuu
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  • katinla
    ich hatte die woche über keine zeit und habe mir das ganze noch einmal durchgelesen und möchte dazu jetzt auch noch kurz etwas loswerden

    @ siku
    Deine nachgefolgten präziesen und lehrreichen beiträge gefallen mir sehr gut

    @ fluuu
    ich denke da anders drüber -
    das internet ist doch noch ein so junges medium das von so vielen einflüssen geprägt wird , deren genaue wirkungsweisen überhaupt nicht vorhersehbar sind .
    es ist alles entwicklung und strukturierung die auch jetzt noch in ihren kinderschuhen steckt. schlüsselkräfte,bilden hierbei heute sicher die ersten strukturen die sich zb. in formen wie dieses portal herausbilden .
    es ist doch alles offen, jeder der sich mit einbringt beinflusst doch auch in gewisser hinsicht den weiteren verlauf .
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  • Psychotronic
    Psychotronic
    @heutebunt:

    bist du im topf? darf ich dich kochen?
  • tnubetueh
    @psychotronic: geniale frage - sinnlos bis bemerkenswert, symbolträchtig bis nichtssagend, surreal bis scheißegal - kurz, was um alles in der welt willst du damit sagen? daß meine fragen saublöd sind - das hätte sich doch wesentlich direkter formulieren lassen ;-)... nur keine scheu...

    @alnitak: das internet entwickelt sich sicher noch sehr stark weiter, und ob es als vermarktungsmedium taugt, wird sich vermutlich nur im sinne einer momentaufnahme feststellen lassen. was die grundüberlegung aber nicht uninteressanter macht.
  • Psychotronic
    Psychotronic
    @psychotronic: geniale frage - sinnlos bis bemerkenswert, symbolträchtig bis nichtssagend, surreal bis scheißegal - kurz, was um alles in der welt willst du damit sagen?


    das fragen mich immer wieder leute... ich freu mich jedesmal. :D

    noch eine statistische frage:

    wieviele leute erreicht man mit ner vernisage und wieviele in dem man seine kunst(was auch immer das sein mag) ins netz stellt?

    lösung:

    scheiss auf das ergebnis... weil...
    egal wie das ergebnis aussieht. bedenke das das netz wächst... das verlinkung überall funktioniert... bedenke das das netz von all dem anderen schwachsinn der läuft eine der wenigen sachen ist die wirklich revolutionär für die menschheitsgeschichte ist und die das menschliche zusammenleben auch bis aufs kleinste ändern kann... denke soziologisch... betrachte die situation... bedenke die mögliche zukunft... und erkenne die sinnlosigkeit deiner fragen...

    danke
  • tnubetueh
    @psychotronic: na also - geht doch :-)
    solche antworten mag ich - klar und unmißverständlich - und außerdem hast du einfach nur recht - das internet ist d i e revolution, und wird noch vieles bis ins kleinste ändern -
    übrigens denke ich ständig soziologisch, sonst würde ich mit den kn-chaoten ja gar nicht diskutieren (oder selbst zu einem mutieren)...;-)
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...natürlich ist das Internet revolutionär, allein schon was die schnelle weltumspannende Kommunikation angeht. Die ganze Welt rückt über das Internet ein Stück zusammen aber man muss auch realistisch sehen was in der Gegenwart die virtuelle Welt bedeutet. Für die Menschen die das suchen eine Flucht aus dem Alltag mit Berieselung von seichter Unterhaltung. Wie hier bei kn.

    Darum bin ich davon überzeugt, bei aller Entwicklung der Technologien und des Cyberspace, die ursprünglichen menschlichen Bedürfnisse bleiben zum größten Teil real handgemacht, so auch die Kunst. Alles was mit echten Gefühlen zu tun hat lässt sich kaum per Internet vermitteln, es ist ein reines Informationsinstrument.

    gruß fluuu
    Signatur
  • efwe
    efwe
    ... Ein Künstler sollte sich immer mit seinen besten Stücken presentieren.



    wie wahr wie wahr!
    dann gaebe es auch nicht diesen overkill an pics im kn-
    Signatur
  • Psychotronic
    Psychotronic
    Darum bin ich davon überzeugt, bei aller Entwicklung der Technologien und des Cyberspace, die ursprünglichen menschlichen Bedürfnisse bleiben zum größten Teil real handgemacht, so auch die Kunst. Alles was mit echten Gefühlen zu tun hat lässt sich kaum per Internet vermitteln, es ist ein reines Informationsinstrument.


    abwarten und neuromancer lesen...
  • lleiret
    ... Ein Künstler sollte sich immer mit seinen besten Stücken presentieren.



    wie wahr wie wahr!
    dann gaebe es auch nicht diesen overkill an pics im kn-


    Dieser Overkill entsteht durch die Digitalisierung und die Strukturen und ist nicht wirklich verwundernswert.

    Zudem muss man die Medaille doch auch von (wenn sie denn ausreichen) beiden Seiten betrachten. Die Produktion und Distribuierung von Bildmaterial (z.B. ein digitales Bild von einem Ölbild oder das Produzieren einer mp3 und das Einstellen in ein beliebiges Portal etc.) ist einfach nahezu kostenfrei und die Strukturen besitzen (rein potentiell) eine große Reichweite. Dies schränkt allerdings in proportionalem Maße die Aufmerksamkeit und somit die reale Öffentlichkeit (für ein Bild oder ein Lied) ein, da die Bildkonkurrenz mit der Möglichkeit steigt. Als der Buchdruck mal zugänglicher war, hatte z.B. aber auch nicht mehr die Kirche die Bild- und Meinungshoheit. D.h. allerdings nicht, dass dann jeder der ein Buch druckte, den (an vorherigen Maßstäben bemessenen) Öffentlichkeits-Erfolg einer Kirche hatte. Dieses zu glauben, ist optimistisch, aber unreflektiert. Und insofern sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass einer von Milliarden nun extrem bekannt wird, nur weil er ein Bild veröffentlicht hat. D.h. jedoch nicht, dass eine solche Veröffentlichung sinnlos ist, im Gegenteil. Die Erwartungshaltung kann nur grundlegend nicht sein, über Nacht eine große Fangemeinde im Rücken zu haben. Und ehrlich gesagt, ist das auch ein legitimes, aber auch ein etwas albernes Ziel, da "Kunst" damit nur zu egoistischem Selbstzweck würde und völlig ersetzbar. Da kann man auch bei Popstars peinlich auftreten und hoffen, es entsteht daraus ein Klingelton.

    Ich halte überschwengliche Aussagen im Bezug auf das Internet (Potenziale, Sozialutopien, Aufmerksamkeitsträumerein) ebensowenig angebracht wie auch die zu reservierten Positionen. Klar sollte sein, dass das Internet völlig anders funktioniert als etwa klassische Massenmedien wie Fernsehen und somit natürlicherweise andere Konsequenzen haben wird (in z.B. sozialer, kommerzieller und politischer Hinsicht). Klar ist ferner, dass es "normal" geworden ist und als individuelles Instrument der Kommunikation durchaus Nutzen bringen kann. Das Verhältnis von Nützlichkeit - wo Nutzen aufhört und (ich sag mal lapidar) Zeitverschwendung beginnt, sollte da jeder mit einem gesunden Maß an Selbstkritik des eigenen Medienverhaltens bestimmen (was aber auch für Fernsehen gilt oder die Auswahl der Literatur betrifft).

    Die Frage: " kann das internet und damit auch seine kunstportale den bekanntheitsgrad eines künstlers relevant steigern?" ...halte ich für zu pauschal und ich würde in ähnlicher weise pauschal antworten. wenn ein mittelständischer betrieb vor 20 jahren von einem auf den anderen tag zeitungswerbung geschaltet hat, war auch nicht garantiert, dass er im kommenden quartal enorme gewinnzuwächse zu verzeichnen hätte. viele hatten sicher nur fixe werbekosten und keinen bedeutenden gewinnzuwachs. ist deshalb die presse funktionslos? oder funktioniert die presse als kommunikationsstruktur dann nicht mehr? wenn man so über ein medium entscheidet, ist das einfach zu undifferenziert. einzelerfahrungen hin oder her.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Mein Vorredner hat auf jeden Fall mal viel Text erzeugt, erinnert an einen parteipolitischen Sprecher der beim Pressegespräch, zu dem er verpflichtet ist aber absolut nicht mit einer klaren Stellungnahme rausrücken möchte, eine längere Abhandlung kund tut.

    Für mich liegt es klar auf der Hand, die entscheidenden Dinge in der bildenden Kunst passieren nicht im Internet.
    Die virtuelle Welt ist eine Erweiterung des Alltags und von mir aus auch der Dimensionen, jedoch einzig zum Zwecke der Zerstreuung und niemals zur Verdichtung.

    Den Vorgang der Verdichtung wie er im schöpferischen Prozess notwendig ist, passiert beim Verinnerlichen gänzlich ohne Berieselung von außen irgendwelcher Medien, zu dem auch das Internet gehört.

    gruß fluuu
    Signatur
  • lleiret
    wenn du das bisschen text viel fandest, sei froh dass ich nicht noch konkreter stellung genommen habe. ich sage konkret, dass medienverhalten von jedem selbst immer wieder kritisch betrachtet werden sollte und dass ein medium weder garant noch völlig unnützliches in diesem kontext ist. du könntest im gegenzug deine stellungnahmen ruhig mal weiter begründen, anstatt sie nur in den raum zu stellen... z.b. "Den Vorgang der Verdichtung wie er im schöpferischen Prozess notwendig ist, passiert beim Verinnerlichen gänzlich ohne Berieselung von außen irgendwelcher Medien, zu dem auch das Internet gehört. "
    1. wer hat gegenteiliges behauptet?
    2. wieso?
    3. ist das immer so richtig? ohne wenn und aber?
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