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  • Kunstsupermarkt in Solothurn

  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    ja leviathan, und damit erwähnst du die eigentliche absurdität an dieser angelegenheit:

    die bestrebung von in scharen antretenden möchtegernkünstlern, das eigene ego über einen schlicht definierten "künstlerstatus" zu pampern und - um überhaupt irgendwie als solcher wahrgenommen zu werden - gleichzeitig den "markt" mit selbstreferentiellem kitsch-, eso- und betroffenheitsgeschwurbel zu schwemmen.

    es gibt auch viele, die gut damit verdienen, anderen die angebliche voraussetzungslosigkeit von kunst (stichwort "kunstkurse" für alle) weiszumachen...


    Kann es dem Ruf eines Künstlers schaden, an solch einem Event teilzunehmen?

    die wenigsten teilnehmer dürften da einen ruf haben, dem in irgendeiner weise zu schaden wäre.
    falls man derartige befürchtungen hegt, nützt es vielleicht, mit dem bereits vielstimmigen chor zu singen: kuhunst für alle - jeheder ist ein kühünstler...
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  • 46nahtaiveL
    was den eso+betroffenheits+kitsch angeht stimme ich dir
    schon zu, auch wenn ich das den produzenten nicht ins gesicht sage..

    tja und kunstkurse werden doch eher zum problem wenn
    die vhs produkte ganz schnell präsentabel werden
    und unterschiede unter der bilderflut verloren gehen
    da würde nur aufklärungsarbeit gegensteuern aber das
    käme einem kampf gegen windmühlen gleich...
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    siehste?!
    und da wären wir wieder bei "elitär" (*) - oh schreck!
    *ggg

    (*)elitär = man konsumiert nicht nur wie auf´m volksfest, sondern macht sich schon ein wenig mühe im kopf - was nicht jedermann´s sache sein muss...

    aber jetzt noch mal zur eingangsfrage:
    die kunst-verkauf-veranstaltungen, die ICH bisher kennengelernt habe, tendierten nach wenigen wiederholungen bereits in die richtung kunsthandwerkermarkt mit flohmarktambiente. so habe ich mal vor jahren am dumont-carre in köln mitgemacht (das war schrecklich!) und letztes jahr auf der hanseart (gääähn). auch was ich sonst so sehe - selbst wenn es mal ambitioniert anfängt - gewinnt über die zeit nicht an qualität.

    die gründe dafür liegen auf der hand:
    der veranstalter verdient nur mit vielen zahlenden teilnehmern. und die verdienen nur, wenn verkauft wird.
    verkauft an´s publikum wird nur, wenn´s nicht viel kostet. schnäppchen sind schliesslich angesagt!
    wie diese schraube sich weiterdreht, kann sich jeder selbst ausrechnen...

    ausserdem haben einige betreiber von kunstsupermärkten mittlerweile schon den chinesischen (aber auch osteuropäischen) lieferantenmarkt als billige einkaufsquelle ausgemacht. zu günstigsten preisen geliefert werden von dort nicht nur die unvermeidlichen lempicka-nachpinseleien und toskana-mohnblumen-orgien sondern auch schön bunte abstraktionskitschplatten.
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  • Annett
    Es könnte auch sein, dass die dortigen Künstler unter einen anderen Künstlernamen ihre Werke anbieten. Wie bei den Schriftstellern halt, Bsp. Nora Roberts. Eine Marketingstrategie um den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Sehr clever. ;-)

    Es amüsiert mich, wenn studierte Künstler sich von "Hobby"künstlern bedroht fühlen. Wenn diese Künstler gut sind, warum fühlen sie sich dann bedroht?
    Ein wirklicher Kunstliebhaber wird bestimmt nicht seine Anschaffungen nur bei Dumpingpreisen tätigen. Ebenso die Wertigkeit des Werkes nicht danach ausrichten. Was gut ist, muss nicht zwangsläufig teuer sein und was teuer ist, muss nicht zwangsläufig gut sein. Darüber lässt sich streiten. ;-) Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    Ich habe mir dort auch die Bilder angeschaut und finde sie vom Stil her recht ähnlich. Als wurden diese Bilder speziell für den dortigen Verkauf hergestellt. Schnell gepinselt und massig produziert. Hauptsächlich Orginal, ist ja die Bedingung. Und ob sie qualitativ hochwertig sind, wer will das beurteilen? Entweder es gefällt oder es gefällt nicht. Und wenn sich herausstellt, dass dieses Jahr gut blaue Quadrate verkauft werden, dann werden hauptsächlich blaue Quadrate gemalt in allen möglichen Variationen ;-)
    Es muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn gut und richtig ist.
    Für mich wäre es nichts ;-)
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    also netty, wie man den eigenen bekanntheitsgrad steigert, indem man unter einem ANDEREN namen produziert, hab´ ich jetzt nicht verstanden...

    den begriff "bedrohung" sehe ich nirgendwo - jedenfalls nicht auf den persönlichen bereich bezogen.
    aber man könnte das auch mal im grösseren kontext betrachten: wenn die wahrnehmung von "kunst" runtergebrochen werden soll auf den allerkleinsten gemeinsamen verständnisnenner ALLER, dann wird dabei wohl nicht viel substantielles übrig bleiben...
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  • eirelagkrap
    Ich seh nicht, daß sich ein professioneller Kunstmarkt und die selbstorganisierten Ausstellungen von Hobbykünstlern auch nur irgendwie in die Quere kommen. In den Galerien, Kunstvereinen und Messen bleiben Hobbykünstler durchgehend außen vor. Warum sollten nicht auch Hobbykünstler Ihre Werke ausstellen? Es ist ein schönes und anspruchsvolles Hobby.

    Über diesen Kunstsupermarkt braucht man sich auch keine Gedanken zu machen.
    Von mir jedenfalls ist kein Bild für CHF 599.– zu haben.
    Käufer und Galeristen würden mich steinigen.
    Wer solche Preise machen kann, ist auf dem Kunstmarkt schlicht nicht vertreten.

    Klaus
  • Annett
    Brooklyn, am Anfang ist es ein austesten, ob man mit anderen Bildern besser ankommt, und wenn ja...schwupps wie beim genannten Beispiel, Nora Roberts schreibt als Blabla oder Künstler sowieso malt als blabla. Ein Geck, was durchaus Neugier erweckt ;-) und im Hirn hängenbleibt.

    Es nervt tierisch, sich nur über das Kunststudium zu definieren. Auch da gibt es gute und schlechte Kunststudenten. Ein Studium macht nicht die gute Kunst, sondern bietet nur eine Basis.
    Es gibt Künstler die nicht studiert haben, aber sehr gut sind. Andere die zwar studiert haben, aber lausige Arbeiten präsentieren. Dem Käufer ist es wurscht, ob der Künstler studiert hat oder nicht.
    Wann ist man Hobbykünstler? Sind Künstler die eben nicht freiberuflich sind, auch zwangsläufig Hobbykünstler? Oder sind es alle Nichtstudierten?
    Es gibt doch solche und solche.

    Es täte einigen "Künstlern" nicht schlecht, wenn sie mal von ihrem hohen Ross herunter kommen und der Realität ins Auge blicken. ;-)
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Es gibt Künstler die nicht studiert haben, aber sehr gut sind.

    selten, meine liebe, sehr selten...
    umgekehrt ist wesentlich häufiger: "studiert und gut" übersteigt das maß an "nicht studiert und gut" um ein zigfaches.
    woran mag das wohl liegen?

    und von welcher käufergruppe sprichst du? ebay? baumarkt?
    aber du hast recht: so lange es lediglich um die farbliche abstimmung auf die sofaecke geht, ist es sicher schnurz, ob der produzent studiert hat.
    sind das die käufer, die du für den kunstmarkt hältst???

    du bringst da noch was durcheinander: als künstler bist du per se freiberuflich (sofern du zwecks einnahmen am marktgeschehen teilnehmen möchtest) - das hat mit studium oder nicht-studium nicht das mindeste zu tun.

    mir wäre es lieber, einige kämen mal von bob ross runter... *ggg
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  • eirelagkrap
    Ein Studium macht nicht die gute Kunst, sondern bietet nur eine Basis.
    Es gibt Künstler die nicht studiert haben, aber sehr gut sind. Andere die zwar studiert haben, aber lausige Arbeiten präsentieren.

    Diese Diskussion scheint mir eine sehr theoretische zu sein. Wie sieht es denn in der Praxis aus?
    Wo sind denn die vielen super autodidaktischen Künstler?

    Letztendlich scheint es so zu sein, daß "Kunst machen"
    vor Allem sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
    Wer nicht den Tag über Zeit hat Kunst zu machen, kommt zu nichts.
    Ein Studium hilft enorm dabei, sich über Jahre hinweg Zeit für seine Kunst nehmen, und diese weiterentwickeln zu können.

    Deshalb sind die Künstler, die in den Galerien ausgestellt werden in aller Regel studiert und hauptberuflich als Künstler tätig.

    Klaus
  • ranx
    ranx
    ...ich habe nicht studiert
  • Gris 030
    Gris 030
    ich ja, aber nur um unterrichten zu können.
    ansonsten kann man sich bestimmtes wissen alleine oder in anderen medien ganz gut aneignen.sicher hab ich innerhalb des studiums vieles neue gelernt aber wer intersseirt ist und in dem es brennt, der findet das auch alleine bzw woanders.
    man studiert halt kunst, aber nicht guter künstler zu werden.
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  • Annett
    oh brooklyn, ist das Dein Traum? Es ist egal welche Verkaufsplattformen genutzt werden. Ob ebay, Baumärkten, Kunstmärkten oder Kunstausstellungen. Und was Du zu vergessen scheinst, auch die Bilder, die in diversen Baumärkten verkauft werden, mussten von irgendeinem Künstler vorher gemalt worden sein. ;-) Warum machst Du Deine Kollegen denn so nieder? Keine kollektive Solidarität? Hier gibt es bestimmt einige Künstler, die gerne dafür Bilder malen würden, um davon leben zu können.
    Alle Freiberufliche Künstler versuchen irgendwie ihre Werke zu verkaufen. Denen ist es wurscht, wer die Bilder kauft und zu welcher Einrichtung die Werke gedacht sind. Hauptsache sie haben auch die Butter zum Brot.
    Oder bist Du so erhaben darüber, dass Du das alles nicht nötig hast? Du versuchst ja neben dem malen, auch zu unterrichten oder gehst Deinen Beruf nach, denn nicht immer verkaufen sich Bilder gut. ;-)
    Und welche Käufergruppe ich meine? *gggg* Wie schaut es denn mit Deinen Käufern aus? Selbst Bilder, die in Galerien hängen und von dort verkauft werden, fragt da der Galerist nach Kunstverstand und Geschmack?
    Also Dein Ross ist recht hoch, falle bloss nicht herunter ;-)
    Und ich hoffe, Du bringst nichts durcheinander, meine Liebe ;-)
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Keine kollektive Solidarität? ...Hauptsache sie haben auch die Butter zum Brot...Selbst Bilder, die in Galerien hängen und von dort verkauft werden, fragt da der Galerist nach Kunstverstand und Geschmack?


    was redest du dir denn da zusammen: "kollektive solidaritär" und "die butter zum brot" - mir kommen glatt die tränen!
    es ist ein wirkliches elend mit diesem gutmenschengeschwafel...
    sach mal, bist du auch noch was anderes als nett, du supernettes nettylein?
    ich empfehle dir, auf kika umzuschalten. da wirst du besser bedient.
    Signatur
  • iwid

    was redest du dir denn da zusammen: "kollektive solidaritär" und "die butter zum brot" - mir kommen glatt die tränen!
    es ist ein wirkliches elend mit diesem gutmenschengeschwafel...
    sach mal, bist du auch noch was anderes als nett, du supernettes nettylein?
    ich empfehle dir, auf kika umzuschalten. da wirst du besser bedient.


    Ist das die antwort auf nettys fragen? Und ist dein studium, von dem du auf deiner homepage schreibst, das, von dem es bei arte-fact heißt:

    "Diese Weiterbildung wendet sich in erster Linie an Autodidakten und Interessenten, die außerhalb eines Hochschulstudiums eine Möglichkeit suchen, intensiv und umfassend bildnerische Methoden und Techniken zu erlernen." ???

    Da scheinen mir doch einige grenzen zu verschwimmen zwischen den autodidakten und den studierten... und den studierten autodidakten!

    Nichts für ungut und - ich mag nette menschen!
  • kceit
    ...Dem Käufer ist es wurscht, ob der Künstler studiert hat oder nicht...


    - das stimmt nicht so absolut, gerade käufer und sammler, die kunden von galerien oder kunstmessen sind, interessieren sich sehr wohl für den werdegang derer dessen arbeiten sie kaufen und sammeln wollen...und auch ob sie studiert haben...und die haben dann meistens auch mehr chancen weil die, wenn sie das ganze studium nicht gerade verkokst haben ;), i.allg. lernen konnten sich viel intensiver und dichter mit themen auseinander zu setzen und eine viel größere bandbreite an künstl. mitteln zur darstellung beherrschen als hobbymaler...
  • eirelagkrap
    Es ist egal welche Verkaufsplattformen genutzt werden. Ob ebay, Baumärkten, Kunstmärkten oder Kunstausstellungen. Und was Du zu vergessen scheinst, auch die Bilder, die in diversen Baumärkten verkauft werden, mussten von irgendeinem Künstler vorher gemalt worden sein. ;-) Warum machst Du Deine Kollegen denn so nieder? Keine kollektive Solidarität?


    Hier ist eindeutig der Zeitpunkt gekommen,
    zur SOLIDARITÄT auch mit IKEA aufzurufen.
    Die verkaufen ja seit einiger Zeit auch Kunstdrucke, von denen ein paar geschätzte Kollegen leben möchten.
    Und wehe jemand spricht dem Kunstdruck "Könstdrückä Sonnbluma" nochmal den Kunstkarakter ab.

    Hoch die internationale Solidarität!
    Klaus
  • kceit
    - mich hamse im supermarkt nicht genommen... o(
  • iwid
    Wie ist das eigentlich, wenn richtige künstler von ihren werken handsignierte kunstdrucke verkaufen, auf baumwollgewebe und so???
  • kceit
    - ja, wie soll das sein...?
  • siku
    ...Dem Käufer ist es wurscht, ob der Künstler studiert hat oder nicht...


    - das stimmt nicht so absolut, gerade käufer und sammler, die kunden von galerien oder kunstmessen sind, interessieren sich sehr wohl für den werdegang derer dessen arbeiten sie kaufen und sammeln wollen...und auch ob sie studiert haben


    Die Käufer legen sehr wohl Wert darauf, dass der Künstler , von dem sie ein Kunstwerk kaufen, "Kunst" studiert hat. Dafür setzen Kunstfreunde gern größere Beträge in den Sand. Die Vita des Künstlers hat schon Einfluss auf den VK-Preis. Vielleicht ist im Kunstsupermarkt ja doch das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Denn beim Wiederverkaufswert des erstandenen Kunstproduktes gibt es in den meisten Fällen keine Klassenunterschiede mehr.:)
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