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  • Picasso

  • Gast, 1 Picasso
    Scheiden sich an Picasso die Geister?

    Wie ist Eure Ansicht zum Jahrhundertgenie?

    Ich selbst bin Picasso-Fan.

    Wie seht Ihr ihn und sein Werk ?

    lg

    Hal
  • Reimund
    Reimund
    Hi Hal,
    Viele seiner Frühwerke gefallen mir, den Kubismus hat er nicht wirklich erfunden, und in seinen späteren Werken wird er krotesk.
    Und dabei hat er die klassische Ausbildung quasi 3 mal absolviert, hatte Talent ohne Ende, Ausdauer wie Sysyphus, und gerade Picasso läßt mich nun die Frage stellen: Wann ist eine neuer Weg nicht mehr sinnvoll?
    Nimmt er uns einfach nur auf den Arm, war es ein Test was wir bereit sind zu ertragen?

    Lieben Gruß
    Reimund
    Signatur
  • Gast, 1
    Hi RayRamon,

    den Kubismus hat er gemeinsam mit Georges Braque erfunden.

    Man muss zu den späteren "grotesken" Sachen sehen, dass Picasso von Kindheit an von seinem Vater (einem Kunst-und Zeichenlehrer an der Akademie) getrimmt wurde, realistisch zu zeichnen und zu malen. Ihm fehlt völlig die Phase der sog. "freien Kinderzeichnung". Das mag Mitursache für das spätere Austoben sein. Es wurde dann der Stil Picasso :)

    lg

    Hal
  • Gast, 3
    „Picasso soll am 2.Mai 1952 in Madrid eine Rede gehalten haben, in der er angeblich sagte:
    "Seit die Kunst nicht mehr die Nahrung der Besten ist, kann der Künstler seine Talente für alle Wandlungen und Launen seiner Phantasie verwenden. Alle Wege stehen einem intellektuellen Scharlatanismus offen. Das Volk findet in der Kunst weder Trost noch Erhebung. Aber die Raffinierten, die Reichen, die Nichtstuer und die Effekthascher suchen in ihr Neuheit, Seltsamkeit, Originalität, Verstiegenheit und Anstößigkeit. Seit dem Kubismus, ja schon früher, habe ich selbst alle diese Kritiker mit zahllosen Scherzen zufriedengestellt, die mir einfielen und die sie um so mehr bewunderten, je weniger sie ihnen verständlich waren. Durch diese Spielereien, diese Rätsel und Arabesken habe ich mich schnell berühmt gemacht. Und der Ruhm bedeutet für den Künstler: Verkauf, Vermögen, Reichtum. Ich bin heute nicht nur berühmt, sondern auch reich. Wenn ich aber allein mit mir bin, kann ich mich nicht als Künstler betrachten im großen Sinne des Wortes. Große Maler waren Giotto, Tizian, Rembrandt und Goya. Ich bin nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles, was er konnte, herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit seiner Zeitgenossen."
  • Gast, 1
    Das wird er schon so oder ähnlich gesagt haben - spricht nichts dagegen.
  • efwe
    efwe
    -manchmal hat er nicht so recht gewusst was er malen soll -es gibt- fuer meine augen- -bes- aus den 40ern - eine menge "misslungene" bilder-
    allerdings! hatte er die kraft - massgebend! fuer alle weitere entwicklungen zu sein--
    -mir pers- gefallen am besten seine tuschezeichnungen die er gegen ende seines lebens gekloeppelt hat--
    Signatur
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Seit vielen JAhren machen sich viele kluge und noch mehr weniger kluge Köpfe Gedanken darüber, was von Picasso zu halten ist. Selbst bei den wenigen Stellungnamen in diesem Forum, gehen die Meinungen weit auseinander. Ein Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass das Spätwerk von Picasso zu vernachlässigen ist während ein anderer Verfasser gerade die Arbeiten aus seinen letzten Jahren besonders schätzt.
    Picasso ist zweifellos ein Jahnhundert-Genie. Die Kunstgeschichte verdankt ihm viele Impulse. Lassen wir das doch einfach so stehen. Suchen wir uns einfach die Arbeiten heraus, die wir mögen - die Auswahl ist ja nun wirklich groß genug.
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Danke Cornelius für diesen ganz hervorragenden Beitrag, den ich schon lange gesucht habe. Eine Bildhauerin hat mir davon erzählt, sie hat es in einem Lehrfilm gesehen und gehört als Picasso das aussagte.
    Dem ist ja nichts mehr hinzuzufügen, er hat sich nur die Dummheit der Menschen zu Nutze gemacht.
    Wenn ich für ein einziges Bild ein Schloss bekommen würde, dann ehrlich gesagt würde ich auch so malen. Da steht die Entscheidung, ein ehrliches Kunstwerk zu schaffen, dem gegenüber, sein Leben als Kunstwerk zu gestalten - mit Reichtum, Ruhm und Ansehen.
    Ich mag Picassos Kunst, das auszunützen. Seine Werke würde ich mir nicht aufhängen, es sei denn die ganz frühen.
    Auf alle Fälle, ein absolut cleverer Geschäftsmann!
    Signatur
  • Gast, 3
    Ich mag Picasso. Ich kam schon in Museumsräume, wo auf den ersten Blick gesehen, nur Gekrakel hing (nicht so mein Fall), 3 Bilder stachen im ersten Überblick für mich heraus und forderten eine weiter gehende Betrachtung, darauf habe ich mir die Namen angeschaut, die 3 waren Picassos, die Anderen nicht. Sein Können kommt immer durch, selbst in dem Bereich der mir ferner liegt.
  • Gast, 1
    Nur Geschäftsmann, Ma_Gie?

    Sehe ich anders.

    Du würdest Dir keinen Picasso aufhängen - nur die frühen? Das darfst Du aber niemandem erzählen :)

    lg

    Hal
  • Manfred Olde Steege
    Manfred Olde Steege
    noch mal ein paar Zitate von Picasso

    ...Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es nicht verraten. - Pablo Picasso ...

    Kunst heißt dasjenige an Objekten, Ereignissen, Geschehen oder Gestaltungen, das unser sinnlich-geistiges Werterleben erregt. Wir alle wissen, dass Kunst nicht die Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können. [Pablo Picasso 1923]...

    *"Diejenigen, die Bilder zu erklären versuchen, irren meistens vollkommen." Pablo Picasso
  • Manfred Olde Steege
    Manfred Olde Steege
    Nachtrag
    Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.(Picasso)

    Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt ( Picasso)

    Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, aber es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht. (Picasso)
  • tanhan
    tanhan
    Ich bin bekennender Picasso-Fan.

    Die ersten Bücher, die ich zum Thema Kunst gelesen habe, waren von / über Picasso. Warum dies damals so war, vermag ich nicht wirklich zu erklären, sein Werk hat mich einfach bereits als junges Mädchen angezogen.

    Intensiver beschäftige ich mich mit dem Thema Kunst nun erst seit rd. 2,5 Jahren, seitdem ich die Bildhauerei für mich entdeckt habe. Und auch hier war bei meinen ersten Entdeckungsreisen hierzu Picasso neben Rodin und Maillol gleich wieder vorne mit dabei.

    Zur Malerei vermag ich wenig fachlich fundiertes zu sagen. Nicht alle, aber doch die meisten seiner Bilder sprechen mich unabhängig vom Entstehungsdatum an. Es ist einfach so. Ohne, dass ich es zu erklären vermag.

    Zu seinen Plastiken, mit denen ich mich aufgrund meiner neu gewonnen Leidenschaft, ganz anders beschäftige, fällt es mir leichter zu erklären, warum das so ist. Picasso beschäftigt sich hier intensiv mit dem Material. Lernt wissbegierig über viele Monate hinweg alles von den alten Handwerksmeistern (Bsp. Ton), bis er die Grenzen des Materials kennt. Und dann versucht er sie zu überschreiten. Was ihm oft genug gelingt. So etwas fasziniert mich.

    P.S.
    Manni, während ich geschrieben habe, warst Du schon hier. Klasse :)!
    Signatur
  • El-Meky
    El-Meky
    Mit vielen Bildern von Picasso kann ich nix anfangen.
    Seine Biografie habe ich gerne gelesen, ein very sympathischer Mann!

    Ich habe letztes Jahr das PicassoMuseum in Barcelona besucht . Seine klassischen Aktzeichnungen(MännerAkte) haben mir sehr gefallen. gekonnt und super menschlich ausdrucksstark.
    Nach dem Besuch im PicassoMuseum war ich bis tief in die Nacht sehr aufgewühlt.

    Picasso gab mir seine Message :

    "Ella, male wie dir die Hand gewachsen ist .
    Male , ohne auf die Urteile der anderen zu achten ! "

    ¡muchas gracias Pablo ! ;o))
    Signatur
  • martinicio
    Picasso ein sympathischer Mann!? ja, bei seinen Kunden und Kunsthändlern vielleicht, ansonsten solltest du mal die Biographien seiner Kinder und Enkel lesen, aber dies nur am Rande (wobei dies natürlich auch die Auflagen solcher Bücher von zu kurz gekommenen Erben erhöht).

    Ohne Zweifel hat er mit den "Demoiselles d'Avignon" ein, vielleicht sogar das Schlüsselwerk der Malerei des zwanzigsten Jahrhunderts geschaffen.

    Im gelang wie keinem anderen Maler, vor oder nach ihm, eine Deonymisierung seines Namens (wie Tempo, Uhu) steht er als Synonym für moderne Kunst.

    Er erwarb sich nicht zuletzt durch sein Schaffen aber auch durch geschicktes Vorgehen und mit Hilfe noch geschickterer Kunsthändler die Lizenz zum Gelddrucken.

    Wobei man heute angeblich schon wieder schlechten Geschmack beweist wenn man Picasso mag. So steht es zumindest in dem Büchlein "Das kann ich auch" (Gebrauchsanweisung für moderne Kunst). :)

    Übrigens die angebliche Picasso Rede (Cornelius) ist nirgends belegt und taucht in keinem Quellenverzeichnis auf.
    Signatur
  • Gast, 1
    So mag ich die Diskussion :))))
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Picassos berühmt/berüchtigte Rede vom 2. Mai 1952 in Madrid wird immer dann hervorgeholt, wenn man in der Beurteilung dieses Jahrhundertgenies nicht weiterkommt. Stets heißt es dann aber: soll er... eine Rede gehalten habe.
    Ob er das nun wirklich gesagt hat oder nicht, ist doch völlig unerheblich. Den Text könnte problemlos vielen anderen Künstlern zugeschrieben werden. Er schmälert weder das Ansehen der Künstler noch den Wert ihrer Arbeiten.
    Mit gefällt der Satz von Kant: "Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" - ergänzend könnte man hinzúfügen - Stehe zu deinem Gefühl, auch wenn es nicht mit der Allgemeinheit übereinstimmt.
    Zwei kleine Zitate:
    Nestroy - Kunst ist, wenn man´s nicht kann, denn wenn man es kann ist es keine Kunst mehr.
    Karl Vatentin - Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.
  • meral alici
    hallo freunde, ich bin neu hier und finde diesen forum echt klasse... es ist auch überhaupt ein wunder dass ich gerade in diesen theard gelandet bin, was einen meiner lieblingskünstler thematisiert.

    Mir gefällt seine Kunst, neben seinen Gemälden und Zeichnungen sind seine Plastiken auch erwähnenswert, welche mich besonders ansprechen...im geheimen ich liebe skulpturen und der gleichen.
    Und auch wenn eines seiner Werke mir mal nicht gefallen sollte, weiß ich sie trotzdem zu würdigen.
    Im großen und ganzen bin ich ein großer Fan von PICASSO (und noch weiteren Künstlern) und liebe seine Werke...
    mfg banksy
  • Bina
    Bina
    Hallo zusammen
    ich stehe Picasso eher mit gemischten Gefühlen gegenüber , einerseits bewundere ich sein Talent und sein Durchsetzungsvermögen, andererseits glaube ich ,daß er ein äußerst unsympathischer und großmäuliger Zeitgenosse war. Durch die vielen Biografien ,die ich über ihn las, verfestigte sich mein Eindruck.
    Genauso glaube ich ,daß er bewußt versucht hat bis zu welcher Grenze er gehen kann, wielange die Leute ihm das ,was er machte, als Kunst abkaufen würden, und ich glaube , sie zogen ihm keine Grenze :ö)

    Es gibt keine Götter , es gibt nur mehr oder weniger begabte Menschen, und so sollte man den Einzelnen auch sehen, und nicht als Überfigur.

    lg Bina
  • Gast, 13
    Picasso... gibt mir gar nichts
  • Gast, 1
    Na und - ist doch auch o.K.
  • meral alici
    Hallo zusammen
    ich stehe Picasso eher mit gemischten Gefühlen gegenüber , einerseits bewundere ich sein Talent und sein Durchsetzungsvermögen, andererseits glaube ich ,daß er ein äußerst unsympathischer und großmäuliger Zeitgenosse war. Durch die vielen Biografien ,die ich über ihn las, verfestigte sich mein Eindruck.
    Genauso glaube ich ,daß er bewußt versucht hat bis zu welcher Grenze er gehen kann, wielange die Leute ihm das ,was er machte, als Kunst abkaufen würden, und ich glaube , sie zogen ihm keine Grenze :ö)

    Es gibt keine Götter , es gibt nur mehr oder weniger begabte Menschen, und so sollte man den Einzelnen auch sehen, und nicht als Überfigur.

    lg Bina


    deine Meinung gefällt mir...
    ich sehe Picasso auch nicht als einen Gott an und ich frage mich lediglich wie du darauf kommst, dass jemand das so sehen könnte...
    und es ist lustig dass du denkst dass Picasso absichtlich versucht hat die Allgemeinheit mit seiner Kunst zu täuschen, was ich nicht denke.
    Ich denke dass die Kunst spaß macht und ich denke dass Picasso bis zu einem Punkt in seinem Leben, durch seinen Vater, nicht wusste dass Kunst überhaupt Spaß macht. Er musste, wie schon in den vorherigen Beiträgen erwähnt, die Malobjekte wahrheitsgetreu dargestellen, d.h. er hat den Gedankengang seines Vater angenommen. Später jedoch hat er, meiner Meinung nach, seine eigenen Gedanken und Wünsche akzeptiert und gemerkt "oh, Kunst macht doch spaß... wenn ich male wie ich die dinge sehe, (oder) wie ich sie sehen will"
    Und seine sogenannte Rebellion (gegen die Autorität seines Vaters , der gesellschaftliche Druck) und seine Gefühle hat er auf seine Werke übertragen ... und einzig allein das ist für mich Kunst

    und außerdem zu der Zeit als Picasso seine abstrakte Kunst durchsetzte , sah das Volk seine Werke nicht als Kunst an. Die Menschen zu der Zeit waren ziemlich intolerant, d.h. sie akzeptierten die neue Richtung , sprich Kubimus, nicht.
    also
    hat Picasso, meiner Meinung nach, nicht versucht die Allgemeinheit zu täuschen...und ich glaube wir können gut alleine Denken und sagen "Ich finde das hässlich" und uns nicht täuschen lassen.

    Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch ich möchte dich nicht kränken oder fertig machen oder wie auch immer.

    mfg banksy
  • Gast, 14
    ..mir viel es auch immer schwer den rechten bezug zu picassos arbeiten zu finden ,als ich das erste mal in einem museum vor einem kubistischen werk picassos stand war ich nur von der gekonnten ausführung und der fast exotisch anmutenden ausstrahlung etwas angetan - dagegen stand ich vor den bildern wie zb. von van gogh ,rehmbrand oder anton graff wie angenagelt .
    hab mir dann mal eine etwas größere abhandlung von Picassos werk zugelegt und da konnte ich erst den trubel um seine person richtig verstehen - sein frühwerk finde ich echt genial - man muß glaube ich dabei aber auch immer bedenken daß er seid er einen bleistift in der hand halten konnte von seinem vater zum künstler getrimmt wurde , das passte halt, da fand die aussergewöhnliche begabung auch einen idealen nährboden - wenn ich es richtig verstanden habe gabs dann auch mal eine phase in der er sehr wankelmütig in seiner künstlerischen ausrichtung war, in der er zwischen der realistischen und abstrakten malweise hin und her schwankte und sich letztendlich dann doch ausschliesslich für den abstrakten werdegang entschieden hat , und das wohl auch ein wenig aus komerziellen gründen . mich persöhnlich sprechen in der moderne dann auch eher die werke von Kandinsky und Jawlensky an oder so zum beispiel auch arbeiten von Boris Kleint .
  • Bina
    Bina
    Hallo bansky

    Nein , ich glaube nicht, daß Du mich kränken willst ;ö), jeder hat seine eigene Meinung (hoffentlich ).
    In den Biografien tauchte kam es aber zum Ausdruck, bzw wurde er zitiert, daß er tatsächlich zeitweise die Leute auf den Arm genommen hat mit dem was er machte.
    Ich finde es auch klasse ,daß er andere Entwicklungen angestoßen hat, aber er hat auch der "Scharlatanerie" Tor und Tür geöffnet.
    Das ist nur meine Meinung .

    Zu dem Ausdruck "Gott" von mir, das kommt daher, weil ich bisher nur absoluten Befürwortern oder absoluten Gegnern Picassos begegnet bin.

    Ich bin auf jeden Fall immer skeptisch ,wenn so viele sich für etwas begeistern, dann hinterfrage ich das Ganze nur um so gründlicher .

    lg Bina
  • Gast, 1
    Was mich an Picasso neben den zum Teil ausgesprochen starken Bildern noch fasziniert ist dieser unermüdliche Schaffensdrang bis ins hohe Alter. Freilich, er hat nichts pedantisch zu Ende gepinselt, vieles steht nur fragmentarisch da, ist Ansatz und Idee. Dennoch immer und immer weiterzumachen, man sehe sich diese gewaltige Anzahl der Werke mal an, dazu gehört sehr viel. Ich meine, wir alle kennen doch Momente der völligen Leere und Ausgebranntheit, manche nennen es fein Schaffenspause. Davon ist bei Picasso nichts bekannt, obwohl er auch sehr depressive Phasen hatte.
  • fluuu
    fluuu
    ...auf jeden Fall wird sich über Picasso kräftig das Maul zerrissen, das zeigt auch dieser Thread. Sozusagen eine relativ sichere Nummer, Picasso erwähnen und los geht es...
    Da mache ich mir über Picasse, den ich sehr Mag, nicht nur viele seiner Arbeiten, auch seine Eigenheiten, nicht die geringsten Sorgen. Er bleibt ihm Gespräch...

    Viel mehr mache ich mir Sorgen über viele tote Künstler der Moderne die wunderbare Arbeit geleistet haben aber über die fast niemand spricht in der Öffentlichkeit.
    Finde es eher eine große Fähigkeit einen ganz unbekannten Künstler den man sehr mag und dessen Werk beeindruckend ist, in einem Thread vorzustellen auch auf die Gefahr hin, dass der Thread keinen Massenzuspruch bekommt.
    Mit Picasso, van Gogh, Klimt, Gauguin usw. Landet man immer einen Clou, sie haben die teuersten Werke geschaffen.

    Bevorzuge da eher lebende Künstlerkollegen und -kolleginnen aus der Region und dem Land für meine Sympatien, da besteht die Möglichkeit in Kontakt, ins Gespräch zu kommen.

    gruß fluuu
    Signatur
  • Gast, 1
    Ja fluu, das habe ich gemacht, einen relativ unbekannten Maler vorzustellen unter z kommentierenden Bildern

    Irrweg des Jahrhunderts

    - aber daran beteiligst Du Dich leider nie - Du siehst, ich bin da nicht einseitig gepolt -

    lg
  • Gast, 16
    picasso ist für mich immer interessant. zu seiner zeit so zu arbeiten war wirklich neu, faszinierend, auch provozierend. ich mag die kraft in seinen arbeiten, auch die radikalität, mit der er anatomien verfremdete, aber immer auch gleichzeitig nah genug an der realität blieb, um den betrachter zu "beunruhigen".
    seine immense schaffenskraft beeindruckt mich auch mächtig, seine bekenntnisse zur "scharlatanerie" seiner kunst kenne ich, zumindest in teilen, auch, und amüsiere mich entsprechend über dieses "bekenntnis". so was ähnliches hätte ich immer gerne von beuys gelesen,der zwischen klamauk und ernsthafter kunst gerne pendelte und somit als scharlatan brillanter war als jeder andere, - behaupte ich ...;-)
    picasso dürfte viel bewegt haben, in künstlern seiner zeit, und denen die nach ihm kamen ebenso. anregung ist zentrales element in der kunst, und er war/ist sicher anregung für viele.
    (bin selbst gerne auf picassos spuren unterwegs und versage regelmäßig kläglich, was mich um so mehr zum weitermachen reizt... )
    wirklich raffiniert formen zu verfremden ist keineswegs leicht, picasso konnte es , meiner meinung nach zumindest meistenteils.
  • Gast, 17
    Picassos Gemälde sind von unglaublicher Frische und oft von niedlicher humorvoller Naivität. Man fühlt noch den ersten Impuls der jederzeit neuen Bildidee seiner Werke durch den Malduktus hindurch. Ich habe oft ein intuitives Verständnis des Umstands, der ihn zu einem Werk geführt hat, was voll und ganz Picassos Verdienst ist. Picasso greift ans Herz und an den Kopf zugleich und war avantgardistisch, ohne einem schwerverständlichen Verein anzugehören. Er hat berührend ehrlich seine Schwächen und sein Alter in Bildmotive umgesetzt, er thematisiert die Verkleidung und die Verwandlung aller Dinge als solcher und macht sie zum karnevalistischen und trotzdem tragischen Bildgegenstand. Ich sehe mir seine Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen und Gemälde an und lache in mich hinein bei unendlich vielen kleinen Einfällen, die ich immer noch und immer wieder entdecke.
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    O.K. fluu,

    reden wir doch mal über gerhard Richter
  • RoWo
    RoWo
    Der Pavian war gut. Ein VW Käfer als Kopf, das war eine geniale Idee.
    Signatur
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Fluuu bevorzugt lebende Künstlerkolleginnen und Kollegen aus der Region und dem Land über deren Arbeiten man diskutieren sollte. Allerdings wird er nicht konkret, bleibt im diffusen Bereich.
    Wie wäre es denn mit der Künstlergruppe Eiserner Steg 2000 (z.B. Jörg Koltermann, Clemens Erlenbach, Anfreas Wald)
    oder mit der Neuen Leipziger Schule Z.B. Tilo Baumgärtel oder Michael Triegel.
    Auf denn, zu einer so richtig guten Diskussion.
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Michael Triegel, JA, da bin ich gerne mit dabei!
    Signatur
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo Margit, schön, dass Dich Michael Triegel interessiert. Ich kenne Deine Arbeiten zwar nur aus der kunstnet-Galerie aber besonders Deine außerordentlichen Naturstudien rücken Dich in die Nähe von Michael Triegel.
    Ich beobachte die "Neuen Leipziger" seit einigen Jahren und war Anfangs von Tilo Baumgärtel besonders angetan. Mit Triegel wußte ich nichts Rechtes anzufangen. Zwischenzeitlich und nachdem ich zwei seiner Ausstellungen besucht habe, fasziniert er mich zunehmend. Er nennt seine Kunst, mit einem kleien Augenzwinkern "Bella Maniera" und wenn man sieht mit welcher Selbstverständlichkeit sich dieser gerade erst dreißigjährige Maler in die ital. Frührenaissance
    des Quattrocento hinein versetzt und wie er es schafft perfekte Barockmalerei zu aktueller Malerei zu machen, einfach faszinierend.
    Übrigens: In der heutigen Frankfurter Allgemeinen gibt es unter dem Titel "Gotische Falten im Nichts" einen sehr guten Artikel über Michael Triegel.
    Nachdem sich an Triegel die Geister durchaus scheiden können, wäre es schön andere Meinungen zu hören.
  • Gast, 1
    Eröffne doch ein Thema über Triegel :)

    lg

    Hal
  • fluuu
    fluuu
    Ja fluu, das habe ich gemacht, einen relativ unbekannten Maler vorzustellen ...unter Bildkommentare
    - aber daran beteiligst Du Dich leider nie -
    lg


    Das stimmt, an Bildkommentaren beteilige ich mich im Internet fast nie, habe die Erfahrung gemacht, dass es fast nie um das Bild geht und deren Inhalt, sondern um virtuell-soziale Beweihräucherungen. Das ist mir real lieber.
    Auch was die Künstler real vor Ort angeht, z.B. im Berufsverband an dem ich schon zweimal gescheitert bin, bringt es doch nichts sie hier virtuell zu erwähnen, kennt niemand, erwähne doch die Familienangehörigen auch nicht. Kann hier niemand was mit anfangen.
    Ansonsten ist Gerhard Richter fast das Selbe wie Picasso, nur eben eine lebende Berühmtheit um die sich alle das Maul zerreißen.
    Habe es da bei den Berühmtheiten eher mit Andreas Gursky, der teuerste künstlerische Fotograf derzeit oder bin eher dafür über Daniel Richter zu diskutieren, ist auch inzwischen eine Berühmtheit aber eher meine Generation, ist nur drei Jahre älter und kommt aus der Hausbesetzerszene. Also kein schnöder elitärer Akademiker in der Kunst wie so viele die zur Berühmtheit kommen weil sie sich mit anderen Berühmtheiten anfreunden und mit den Mächtigen verkehren (Politiker/Wirtschaftsbosse).
    Muss nun zum Ende kommen, das Wetter ist gut und mache noch gerne eine Radtour am Fluss...

    gruß fluuu
    Signatur
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Fassen wir also zusammen:
    Fluuu mag über Picasso nicht diskutieren, weil sich alle das Maul über Picasso zerreißen.
    Fluuu mag über Gerhard Richter nicht reden, weil der ein lebende Berühmtheit ist und sich alle das Maul über ihn zerreißen.
    Fluuu mag lieber über Andreas Gursky reden. Der ist zwar auch berühmt, etabliert und teuer aber er ist halt ein künstlerischer Fotograf.
    Fluuu mag auch über Daniel Richter reden - der ist zwar ebenfalls berühmt und teuer aber er ist nur drei Jahre älter als als fluuu und kommt aus der Hausbesetzerszene. Und weil er eben nur drei Jahre älter ist als fluuu und aus der Hausbesetzerszene kommt, ist er kein elitärer Akademiker, wie zum Beispiel Richter, der sich mit anderen Berühmtheiten angefreundet hat und mit den Mächtigen verkehrt und deshalb berühmt ist.
    Sag Mal, lieber fluu, merkst Du eigentlich nicht, was für einen Unsinn Du da absonders.
    Wenn Du gerne über Andreas Gursky oder Daniel Richter dikutieren möchtest - dann tu es doch. Bin gern dabei.
    Gruß Dieter
  • efwe
    efwe
    @illustrator-- fluu hat eben seinen eigenen kopf-
    und dan richter ist eben fluus shooingstar-wie lange nur- - ich denke d r kennt nun aber auch n haufen proffessoren und politiker... -- :))
    Signatur
  • Gast, 1
    Ja fluu, das habe ich gemacht, einen relativ unbekannten Maler vorzustellen ...unter Bildkommentare
    - aber daran beteiligst Du Dich leider nie -
    lg


    Das stimmt, an Bildkommentaren beteilige ich mich im Internet fast nie, habe die Erfahrung gemacht, dass es fast nie um das Bild geht und deren Inhalt, sondern um virtuell-soziale Beweihräucherungen. Das ist mir real lieber. usw. usf.

    gruß fluuu


    Hallo fluuu,

    wenn Du magst sende ich Dir die Diskussion über den von mir eingestellten Maler gern per PDF - es ging dort nur um das Bild und zwar recht kritisch - war schon interessant.

    HIER geht es aber eben um Picasso :)

    lg

    Hal
  • geradeaus
    geradeaus
    Nachdem ich Gerhard Richter bei einem seiner doch ziemlich seltenen Interviews beobachten, und von Picasso einige Bücher ansehen und lesen konnte, würde ich die Ähnlichkeit der beiden nicht sehr hoch einschätzen. Nicht nur von der Art des Malens.
    Gerhard Richter wirkt auf mich zurückhaltend, ein angenehmer,ruhiger, Mensch (was ihn für "Mächtige" und "Berühmte" im Umgang genauso zu einer Wohltat machte, wie für seine Studenten ) ,der einfach unheimlich gut malen kann.

    Picasso braucht sein Publikum.Nicht nur zum Betrachten der Bilder. Auch er ist ein begabter Maler, aber was ihn für mich ganz besonders auszeichnet, ist sein großes Selbstbewusstsein und die Lust am Ausreizen, wie weit er gehen kann. Er liebt die Auftritte in der Öffentlichkeit.

    Es kann sein, dass ich falsch liege.
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