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  • Picasso

  • nroK
    Wieder mal ausgegraben. Man könnte sicherlich ein Forum ganz allein mit Picasso füllen. Ich liebe ihn, ich schätze ihn ebenso groß ein, wie ich Bach als Vater der klassischen Musik einschätze. Moderne Kunst ist immer auf Picasso zurückzuführen.
    Ich liebe die Poesie in seinem Werk, ich liebe den großen Wurf in seinem Werk, Ich liebe seine Gesten, ich liebe sein Wort und seine Tat ...
    Ohne Picasso wären wir alle nicht! Sowenig Mozart, Beethoven und Brahms ohne Bach wären. Tut das weh? Nein, es ist gut zu wissen, es ist der Anfang der Moderne.
  • nietSsaiboT
    Ich sehe dass so: Picasso hat die Moderne sicher nicht alleine begründet, er hatte ja Verbündete wie Mattisse und Bracque, aber er war einfach der herausragendste von diesen, er hatte die kraftvollsten Bilder gemalt, er wurde selten dekorativ. Ob er jetzt der Anfang der Moderne oder nicht war ist mir reichlich egal, mich beeindruckt nur die Kraft seiner Bilder.
  • kceit
    - mattisse war kein verbündeter, den hat er bewundert und gesammelt...viell. war er bissl neidsch auf den... :)
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  • nietSsaiboT
    Aber ich dachte die beiden wären Freunde gewesen? Und auf was an Matisse hätte Picasso neidisch sein sollen?
  • eirelagkrap
    Aber ich dachte die beiden wären Freunde gewesen? Und auf was an Matisse hätte Picasso neidisch sein sollen?


    Auf Matisses Farbverständnis?
    Koloristisch hat Picasso eindeutig ein Defizit.

    Klaus
  • kceit
    - genau...und in paris, wenn ichs richtig gelesen hatte, war der mattisse immer so bissel ausgegrenzt gewesen...
  • nietSsaiboT
    Er soll ja auch gar nicht so dem Künstlerklischee entsprochen haben.......Eher wie ein biederer Landschulmeister oder so, bei Picasso war dann ja eher doch ganz klassisch Wein, Weib und Gesang angesagt, kann natürlich sein dass der Henri sich da ein bisschen fehl am Platz gefühlt hat.
  • Stab aus Basel
    Stab aus Basel
    Das ist jetzt eine Fleissarbeit und natürlich stammen die Texte nicht von mir, sondern ich schreibe die Aussagen Picassos nur hin. Selbstverständlich mit Quellenangaben.
    Gott sei Dank hab ich mal gelernt mit 10 Fingern blind zu tippen.
    Aber ich finde, man kann über diese Aussagen hinterher auch noch trefflich hier im Forum diskutieren.
    JEdenfalls bestätigt sich die Aussage von PG, dass er an Matisses Farbverständnis bewunderte.

    Aussagen von Picasso
    über
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    Léger und Matisse

    "Léger trägt seine Farben in der erforderlichen Menge auf, und sie alle haben den gleichen Grad an Ausstrahlung. Vielleicht ist daran gar nichts falsch, aber du kannst eine ganze Stunde lang vor einem seiner Bilder stehen, und nichts geschieht mehr nach dem Schock, den du in den ersten zwei Minuten empfunden hast. In Mattisses WErk schaffen die Vibrationen, die durch das Zusammenspiel eines ganz bestimmten Violetts und eines ganz bestimmten Grüns verursacht werden, eine dritte Farbe. Das ist MAlerei.
    Wenn Matisse eine Linie auf ein Stück weisses Papier zeichnet, dann bleibt das nicht einfach eine Linie, sie wird noch zu etwas mehr.
    Es ist immer so etwas wie die Metamorphose jedes einzelnen Teils, die das Ganze schafft. Wenn Lèger eine Linie zeichnet, bleibt sie eben nur das:
    eine Linie auf einem weissen Papier.

    (Quelle Françoise Gilot und Carlton Lake (life with Picasso NY 1964)

    ------------------------------------------------------------------------

    Picasso über MAtisse:

    Matisse hatso gute Lungen. Ich meine die ARt, wie er die Farbe anwendet.
    Wenn du in Matisses WErk drei Töne findest, die nache beieinanderliegen -
    sagen wir Grün, Violett und Türkis, dann beschwört ihre Verbindung eine andere Farbe herauf, die man DIE Farbe nennen könnte. Das nennt man die Sprache der Farben. Matisse hat gesagt:
    "man muss jeder Farbe ihre Zone lassen, in der sie sich ausbreiten kann"
    In diesem Punkte stimme ich völlig mit ihm überein.
    Das heisst, Farbe ist etwas, was über sich selbst hinausweisst. Wenn du eine Farbe auf das Innere, sagen wir, irgendeiner gekrümmten schwarzen LInie beshränst, vernichtets du sie, wenigstens vom STandpunkt der Farbensprache aus, weil du ihr die Ausdehnungsmöglichkeiten nimmst. ......

    Die Tatsache, dass sich auf einem MEINER Bilder ein gewisser roter Fleck befindet, ist nicht das Wesentliche des Bildes. Das Bild wurde unabhängig davon gemalt. ABER BEI MATISSE ist es undenkbar, dass man einen Fleck Rot - und sei er auch noch so klein - unterdrückt, ohne das Bild sofort in sich zusammenstürzt.

    (Quelle Françoise Gilot und Carlton Lake (life with Picasso NY 1964)


    Picasso redet eigentlich in Bezug zu MAtisse immer nur von der Farbe und wie gekonnt Matisse diese MAcht einsetzt. Ich denke, er hat ihn mehr bewundert. Was er von den Motiven Matisses hielt, ist in diesem Buch nicht vermerkt.

    An Picasso bewundere ich die Vielfältigkeit seines Schaffens
    Radierungen, MAlerei, Keramik... er hat sich so ziemlich an Alles rangetraut.
    Signatur
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Moderne Kunst ist immer auf Picasso zurückzuführen.


    Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung, der Begriff der modernen Kunst ist keineswegs nur an Picasso gebunden.
    Signatur
  • nietSsaiboT
    Ist überliefert was Matisse von Picasso dachte?
  • efwe
    efwe
    interessant finde ich was john berger http://de.wikipedia.org/wiki/John_Berger_ zu picasso zu sagen hat:

    ("the success and failure of picasso")
    Signatur
  • nietSsaiboT
    Leider kann ich in dem Link keine Aussagen zum Thema Picasso finden, könntest du für uns kurz zusammen fassen, was Berger so meinte?
  • Stab aus Basel
  • nietSsaiboT

    Jau
    Du warst überhaupt nicht gemeint.
  • Stab aus Basel
    Stab aus Basel
    @ Oh.. sorry Herr Stein, dass ich auf Ihre Frage geantwortet habe.



    Ist überliefert was Matisse von Picasso dachte?
    Signatur
  • nietSsaiboT
    @ Oh.. sorry Herr Stein, dass ich auf Ihre Frage geantwortet habe.



    Ist überliefert was Matisse von Picasso dachte?
    Entschuldigung, Baslerstab, ich dachte dies bezöge sich auf meine Frage an efwe. Also weisst du was Matisse über Picasso meinte?
  • nroK
    Das ist wieder mal echt typisch, wie hier nur noch entweder /oder zu gelten scheint. Warum denn nicht Beides? Matisse hat seine starken Seiten, und Picasso hat sie auch. Beide hielten viel von einander. Picasso war ein wenig sauer auf Matisse als der sich an die Ausgestaltung einer Kirche wagte. Aber ihre Freundschaft und ihr gemeinsamer Kampf für die Moderne war stärker. Sie bewunderten einander, und daran ist nichts Falsch. Wenn hier versucht wird, eine Bresche für den einen oder den anderen zu schlagen, dann liegt man schon im Graben, den man selber geschaufelt hat. Dummheit!
  • nietSsaiboT
    Aber es hat doch niemand gesagt, dass er wenn er meinetwegen Matisse für den bedeutenderen Maler hält, dass er deswegen Picasso für schlecht hält? Wo wurde dass den behauptet? Mich persönlich beeindrucken die Bilder von Picasso stärker, ich bewundere die unglaubliche Power die darin steckt, in der ich auch immer etwas archaisches sehe. Aber dass ist rein persönliches Empfinden bei mir, ich würde Matisse deswegen nie schlecht machen.
  • nedafretorniem
    „Picasso soll am 2.Mai 1952 in Madrid eine Rede gehalten haben, in der er angeblich sagte:
    "Seit die Kunst nicht mehr die Nahrung der Besten ist, kann der Künstler seine Talente für alle Wandlungen und Launen seiner Phantasie verwenden. Alle Wege stehen einem intellektuellen Scharlatanismus offen. Das Volk findet in der Kunst weder Trost noch Erhebung. Aber die Raffinierten, die Reichen, die Nichtstuer und die Effekthascher suchen in ihr Neuheit, Seltsamkeit, Originalität, Verstiegenheit und Anstößigkeit. Seit dem Kubismus, ja schon früher, habe ich selbst alle diese Kritiker mit zahllosen Scherzen zufriedengestellt, die mir einfielen und die sie um so mehr bewunderten, je weniger sie ihnen verständlich waren. Durch diese Spielereien, diese Rätsel und Arabesken habe ich mich schnell berühmt gemacht. Und der Ruhm bedeutet für den Künstler: Verkauf, Vermögen, Reichtum. Ich bin heute nicht nur berühmt, sondern auch reich. Wenn ich aber allein mit mir bin, kann ich mich nicht als Künstler betrachten im großen Sinne des Wortes. Große Maler waren Giotto, Tizian, Rembrandt und Goya. Ich bin nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles, was er konnte, herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit seiner Zeitgenossen."


    Dem ist sicher nicht hinzu zu fügen und sagt alles.
  • nroK
    Das sagt einen Dreck, es dient doch lediglich jenen, die Picasso nicht mögen. Schon bemerkt, daß es von Picasso auch ein Bild wie GUERNICA gibt, daß er sich mit den DEMOISELLES ein ganzes Jahr lang herumgeschlagen hat?
    Da brat mir doch einer `n Storch, mein Werk zeugt gegen meine Worte!
    Eine Komödie, vielleicht sogar von Shakespeare!
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