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  • Ausbildung zum Illustrator

  • aitna Ausbildung zum Illustrator
    Hallo!
    Ich bin am überlegen, ob ich beruflich als Illustrator tätig werden will, aber offiziell heißt es, man bräuchte keine bestimmten Vorraussetzungen für den Beruf.
    Wisst ihr, was für Qualifikationen man am besten haben sollte, um Chancen zu haben? Sollte man etwas bestimmtes studieren oder eine Ausbildung machen oder gibt es Seminare, die ausreichen?
    Wäre sehr dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!
    Lg, Antia
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Hallo Antia,

    mit Sicherheit ist es auch möglich ohne Ausbildung als Illustratorin erfolgreich tätig zu sein, aber eine Ausbildung ist wohl eher von Erfolg gekrönt.

    Suche Dir eine Kunstschule in der Nähe die sog. Mappenvorbereitungskurse anbietet. Häufig sind dies (ehemalige) Studenten oder gar Dozenten der nächstgelegenen Hochschule. Die können einen gezielt für die Aufnahme dort vorbereiten. Für private Kunstschulen gilt im Prinzip dasselbe.

    Hier ein paar Möglichkeiten in Hamburg:

    🔗
    🔗
    http://www.bildkunstakademie.de/

    ansonsten google Mal in Deiner Nähe umher.
    Signatur
  • Meg
    Meg
    meine freundin spielt auch gerade mit dem gedanken illustrator zu werden...
    also,wenn du abitur besitzt solltest du dir den studiengang kommunikationsdesign mal angucken,da kommt man ganz gut in deinen wunschberuf rein...
    bei fachabi solltest du eine fachhochschule für gestaltung suchen und dich für den beruf des grafikdesigner interessieren...
    ist aber nur ein tipp...
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  • aitna
    Erstmal danke für eure schnelle Hilfe! Ich mache nächstes Jahr mein Abi und habe auch schon mal dran gedacht über Kommunikationsdesign reinzukommen...aber ich würde gerne etwas parallel zum Studium machen (oder als Zweitfach,wenn das möglich ist), weil ich noch Journalismus studieren möchte. Ich werde mich mal erkundigen, ob das nicht doch hier in der Nähe irgendwie möglich ist, falls nicht, so kann ich nach dem Journalismus-Studium ja auch immernoch mehr in dieser Richtung tun und während dem Studium dafür üben...
    danke euch,
    lg, Antia
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo antia,
    Vorab - der Titel oder besser die Bezeichnung "Illustrator" ist nicht geschützt. Wenn Du es für richtig hältst kannst Du Dich selbstverständlich Illustratorin nennen.
    Grundsätzlich wäre es sicherlich richtig, wenn Du Dir die notwendigen Kenntnisse über ein entsprechendes Studium erarbeitest. In einigen Schulen wird die Fachrichtung "Illustration" ganz konkret angeboten.
    Bis dahin ist das dann noch realativ übersichtlich. Du wirst allerdings sehr schnell merken, was für ein weites und in vielen Fällen unübersichtliches Feld die "Illustration" ist. Der Bogen spannt sich vom Comic-Zeichnen bis hin zur wissentschaftlichen oder technischen Illustration.
    Wenn ich es richtig verstehe hast Du die Absicht im Hauptfach Journalismus zu studieren. Ob Du nebenher noch irgendwie "Illustration" hinzu nehmen kannst weiß ich. Eines weiß ich allerdings genau. Wenn Du ersthaft Interesse daran hast Illustration professionell zu betreiben, reicht das nicht, hin und wieder Mal einen Kurs zu belegen. Egal welche Richtung Du einschlagen willst - befriedigende Ergebnisse erreichst Du nur, wenn Du bereit bist knochenhart zu arbeiten.
    lg Dieter
  • cobolt
    cobolt
    "offiziell heißt es, man bräuchte keine bestimmten Vorraussetzungen für den Beruf"

    Illustration ist immer noch n Bestandteil des Graphikdesigns und das bedeutet, man ist hauptsächlich Teil eines Produktionsablaufes. Außer den üblichen zeichnerischen, handwerklichen und programmtechnischen Kenntnissen und dem Knowhow von Druckverarbeitung, sollte man sich auch über gewisse menschliche Eigenschaften im klaren sein, d.h.

    als Illustrator setze ich zum Großteil die Vorstellungen ANDERER Leute um. Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit und der Wille sich den Vorgaben (z.B. durch ein Manuskript) unterzuordnen, gehören zum Alltag, wenn ich für ein bestimmtes Produkt arbeite.

    Selbstfindungsprozesse bei gestellten Aufgaben sind unrealistisch. Da gibts Termine, die eingehalten werden müssen. Die Fähigkeit, sich auf die Besonderheiten eines Produktes (Verpackung, Satzspiegel etc.) gestalterisch einzustellen, gehören bei Arbeiten für die Wirtschaft zum A und O. Da kann ich mich nicht auf persönliche Empfindsamkeiten zurückziehen oder erstmal ne Woche Experimente einfordern.

    Schnelligkeit ist Trumpf. Niemand bezahlt Dir ne Woche Basteleien, wenn die Konkurrenz die gleiche Aufgabe in 1-2 Tagen liefert.

    Korrekte Druckdatenerstellung der zu liefernden Illustrationen sollten ebenfalls gängig sein. Ein gestresster Redakteur oder Agentur-Mensch wird sich kaum die Zeit nehmen, Dinge am Telefon zu erklären, die eigentlich jeder Profi wissen sollte.

    Effizienz ist lebensnotwendig. Korrekturen kommen in der Regel immer und oft reden mehrere Leute mit, auf deren unterschiedliche Meinungen man sich bereits während des Arbeitsprozesses einstellen sollte. Je besser man seine Leutchen kennt, desto leichter geht das natürlich. Nützlich ist es also, die einzelnen Arbeitsschritte datentechnisch zu speichern um für eine Aufgabe mehrere Variablen zu erstellen. Korrekturen gehen damit fixer, niemand gibt einem die Zeit plötzlich nochmal ganz von vorne anzufangen.

    Wer also glaubt, hier handelt es sich um einen künstlerischen Beruf mit ungeahnten Freiheiten, der wird sich böse aufs Maul packen und sei hiermit gewarnt.

    Greetz
    Signatur
  • colorator
    colorator
    cobolt hat recht.
    habe 3jahre mediendesign und unzählige weiterblildungen in der richtung hinter mir.
    habe zuletzt, ein jahr lang, plakate u.flyer in word machen müssen,(weil der auftraggeber das geil fand!) mit kunst oder verstand hat das alles nichts zu tun.
    entweder du kannst klavierspielen oder nicht,
    die noten legt dir einer vor.
    der weg dahin ist dir überlassen.
    ausbildung oder studium macht guten eindruck-
    persönliche beziehungen und kontakte oder glückliche umstände sind entscheident.
    illustrator ist keine berufung.
    deswegen colorator mlg
  • cobolt
    cobolt
    Das eigentlich Traurige ist, dass man sowas alle paar Monate neu in ein Forum schreiben muss. Der Titel der Berufsbezeichnung ist durch die ganzen Privat-Schulen zur Ware verkümmert. Die sagen den jungen Leuten oft nicht, wie's wirklich läuft, denn sie wollen ja deren Knete und müssen ihren Marktwert genauso verkaufen, wie jede andere Branche auch.
    Signatur
  • colorator
    colorator
    wiederum hat es cobolt auf den punkt gebracht.
    war mal zum praktikum in einer berühmten 3-d bude
    u. habe dort vier wochen am scanner gestanden.
    die zeichner waren durchweg osteuropäisch. (äußerst talentiert, vom feinsten)
    ...überhauptnichts gegen sie!
    entlohnung wurde nicht verraten.
    wie nokia, wird die kasachische steppe durchstriffen
    u. dann vor japan haltgemacht, dann retour u. afrika.
    aber ein kunststudium ist trotzdem sehr sinnvoll.
    col.
  • aitna
    Danke für eure Antworten! Eines habe ich auf jeden Fall schon mal gelernt- nämlich dass es verdammt hart in dem Feld ist und ein Studium sinnvoll wäre! Mir war nicht bewusst, wie stark hier die Globalisierung negativ eingreift...Das man hier nicht seine künstlerischen Visionen ausleben kann, dachte ich mir schon und dass könnte ich auch akzeptieren, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob der Beruf wirklich was für mich ist! Harte Arbeit würde ich auch auf jeden Fall in Kauf nehmen, allerdings wird das sicher nichts mit der Vorstellung, das so nebenbei zu einem andren Studium zu betreiben...Vielleicht beschränke ich mich dann eher auf das Zeichnen und Malen "einfach so". Ich werde mich noch weiter umsehen, aber sehe schon mal klarer!
    Danke euch, ihr habt mir wirklich weitergeholfen, weil solche Dinge bekommt man sonst nie gesagt!
    Lg, Antia
  • colorator
    colorator
    geh nach deinem herzen u. mach es einfach...
    mlg
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Hallo Antia,

    ich habe hier nichts Falsches gelesen, aber der Satz von colorator ist der entscheidende.

    Lade Dir ein Vorlesungsverzeichnis von der nächsten Kunsthochschule/Fachhochschule herunter, suche Dir ein paar Kurse heraus, rutsch in die Kurse mit rein wenn sie nicht gnadenlos überfüllt sind, spreche mit Studenten, Lehrbeauftragten, Professoren, guck Dir den Laden an. Falls Dich einer aus dem Kurs rausschmeist gehst ne Woche später noch Mal hin. Von den Lehrenden die ich kenne (und es sind recht viele) könnte ich mir dies allerdings von keinem vorstellen, die haben eher keinen Bock auf unmotivierte Studenten. Viel Spaß. :)
    Signatur
  • aitna
    @AndreasKwasniak:
    das ist eine gute Idee, das werde ich machen! Dann sehe ich auch, ob der Studiengang Kommunikationsdesign was für mich wäre.
    Ja, colorator, das mache ich, ich will mich nicht selbst verleugnen!
    Danke für eure Hilfe, Antia
  • cobolt
    cobolt
    Der Markt ist mittlerweile so überschwemmt mit Bewerbern, dass man das z.Zt. nicht wirklich empfehlen kann, wenn keine überdurchschnittliche Begabung vorliegt oder eben Vitamin B vorhanden ist.
    Signatur
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Hallo cobolt,

    jemand zu empfehlen statt seines anvisierten Traumberufs "Herzenswunsch!" :) doch erstmal einen "anständig bezahlten Beruf", welcher auch immer, zu ergreifen heißt das Pferd von hinten aufzäumen. Nein, wenn man etwas wirklich will sollte man dieses Ziel ohne Aufschub mit ganzer Kraft verfolgen, dann wird es auch was. Sich eingeschüchtert von einer aktuellen Arbeitsmarktsituation leiten zu lassen hat noch nie jemand weitergebracht.

    Immer gut informiert zu sein, Erstzstrategien parat zu haben ist clever (auch zuhören was cobolt aus der Praxis berichtet), aber sich gegen seine Wünsche zu entscheiden sicher nicht.

    Cobolt, bau in Dein Leben mehr "Wünsch Dir was" ein, Du hast nur eins. Probier es, darfst Du auch gerne süß finden. :) Ich wünsch Dir jedenfalls Erfolg.
    Signatur
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl

    ... sollte lieber gleich Köönstler werden...
    Greetz


    Das ist eben der Unterschied zwischen jemandem der im Markt angestellt ist um an Kohle zu kommen, der muss sich mit allen Anderen ums Stück Kuchen balgen (wahrscheinlich eine fette Sahnetorte) und jemandem der wirklich der Gemeinschaft etwas mitzuteilen hat, der etwas zu Sagen hat, es kund tut...zum Thema menschliches Leben auf der Erde, dem reicht daraufhin ein trockener Krümel von dem Kuchen völlig aus.

    gruß fluuu
    Signatur
  • yravob
    Jemand, der sich selbst für bedeutend hält, ist ein Kuchenkrümel, wenn auch ein überheblicher. Dann doch lieber Sahnetorte.
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Egal was geschieht (für was man sich auch entscheidet), die Sahnetorte sollte man nie aus den Augen verlieren. Freunde des Kuchenkrümels freilich ausgenommen. :)
    Signatur
  • sevorC-laH
    Ich finde meine innere Ruhe nur in dem Moment wo ich male oder zeichne. Das ist es für mich. Dabei ist es mir völlig gleichgültig ob ich davon leben, gut leben oder nicht gut leben kann - nur bei dieser Tätigkeit fühle ich mich nicht zwiegespalten wie bei den anderen Dingen.

    Aber antia hat Ihre Frage ja als Perspektivfrage für Ihre Zukunft gestellt, nach dem Motto - Das würde ich auch gern tun neben Journalismusstudium usw..

    So eine Frage stand ja für mich nie, deshalb hat cobolt ja in der Beantwortung dieser Frage recht, die sehr hart aber ehrlich ist.
  • cobolt
    cobolt
    Ich hab den Markt nicht gemacht, ich hab allerdings in den letzten 20 Jahren erlebt, wie er sich verändert hat. Wir sitzen ja hier öfters mal in ner Runde von Gleichgesinnten und ich kenne keinen, der sich zwischen Kopf und Bauch bezüglich seiner Wünsche und der Realität nicht entscheiden muss. Die Älteren haben oft das Glück, früh genug angefangen zu haben, als das alles noch anders aussah.
    Signatur
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