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  • Wiedererkennungs- und Zuordnungseffekt?

  • sevorC-laH
    Nur am Rande. Korn selbst hat ja nur Fragen gestellt und gar nichts behauptet.

    Ich denke:

    Sobald man auch nur anfängt darüber nachzudenken mit welchem Stil usw. man eine beste Wirkung erzielen könnte, hat man bereits verloren.

    Es wird durchschaut.

    Kunst ist Arbeit Arbeit Arbeit

    Im positiven Sinne - immer weiterzumachen, Neues zu entdecken, an Grenzen stoßen usw.

    Bei p-man z.B. erkenne ich fast immer, dass er es gemalt hat egal an welchem Motiv er gerade dran war. Das ist aber nicht die Kuchenform das ist ein Wiedererkennungswert - also etwas ganz anderes.

    Er ist ohnehin für mich einer DER Maler hier im KN - muss mal so gesagt werden - und er ist geradzu DAS Paradebeispiel für dieses Thema.

    Noch etwas ist mir eingefallen. Es wird oft darüber diskutiert, ich habe meinen Stil, meine Kunst ist nichts für´s Wohnzimmer, ich bin doch kein Dekomaler und das ganze Gelabere.

    Was ist schlimm daran an Aufträgen zu wachsen, sie anzunehmen, damit viell. Geld zuverdienen? Wenn z.B. jemand einen Baum bestellt oder ein Porträt und man setzt sein Können, seine Inspiration dort rein und setzt es dann noch möglichst gut um und kommt der Sache auf den Grund? Was ist denn dabei??? Ist das dann bloß Deko? NEIN! Es ist doch eher so, dass es die meisten gar nicht gut umsetzen könnten und deshalb nur immer dasselbe malen weil sie nur das meinen zu können.

    Dass man sich nicht farblich oder gestalterisch festlegen lässt ist ja klar.

    Eine Wiedererkennung kommt mit der Zeit von selbst so wie sich eigene Schrift als wiedererkennbar zeigt ist es dann auch mit den Bildern.

    Mitunter wächst man an der Einengung z.B. durch eine gestellte Aufgabe mehr als an der FREIHEIT der leeren Leinwand.

    Ich komme aus dem Osten - ich weiß wovon ich rede :)))
  • Gris 030
    Gris 030
    Ist es egal, wie man malt? Darf man mal so, mal so?
    JA.

    Zeugt ein eigener Stil nicht davon, wo man
    beheimatet ist?
    NEIN.

    Ist die Beliebigkeit nicht der Tod jeglicher Kunst?
    JA.
    aber mir scheint, Sie verwexeln beliebigkeit mit vielfalt.


    Müssen wir nicht klare Aussagen machen, um überhaupt ernst genommen zu werden?
    NEIN.

    Oder dürfen wir uns den Launen hingeben und alles machen, was gerade eben anfällt?
    JA.

    Sind wir dann aber nicht bloße Handwerker?
    NEIN.




    ich korrespondiere mal (überraschend will ich nicht schreiben ) mit dem interbovisor!


    gruß
    grins2
    Signatur
  • nroK
    Ich denke nicht, daß Kunst launisch ist. Sie ist ein langer, manchmal auch langsamer Prozess beständiger Arbeit. Und das schließt doch aus, daß ich heute mal so und morgen mal so male.
    Oder ich bin nur ein Handwerker oder Virtuose, den man überall hinstellen kann, der aber für nichts haftbar zu machen ist.
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  • erol
    Als Mensch Künstler, als Maler Handwerker.
    Oder?
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Kern: Ehrlich gesagt finde ich deine Einstellung zur Kunst gänzlich unmodern. Im Laufe der Kunstgeschichte hat sich die Kunst bzgw. die Künstler immer mehr Freiheiten geschaffen.
    Genau das ist für mich die Gegenwart: Freiheit, Vielfalt, Toleranz, Vielseitigkeit, Übergreifen der Kulturen ...das ist auch auf die Kunst übertragbar

    Was du für moderne Kunst einforderst ist die Einschränkung auf einen wie auch immer festgelegten Kunstbegriff. Darüber hinaus soll auch jeder Künstler seinen eigenen Stil verfeinern - dies wiederum könnte in meinen Augen von Kunstsammlern gefordert werden, die sich Kunst aus Prestigegründen zulegen: damit jeder gleich erkennt, welch großen und anerkannten Künstler sie besitzen.

    Tatsächlich entwickeln die meisten beeindruckenden Künstler irgendwann einen eigenen Stil, der sich durch ihr Werk zieht, aber ich glaube nicht, weil sie losziehen und sich einen suchen bzw. überlegen. Sondern sie machen die Kunst, an die sie glauben und setzen diese auf ihre ganz eigene Art und Weise um, ohne sich von Anfang an bewusst einzugrenzen.

    Sicherlich gibt es auch Künstler, die sich bewusst einen Stil zulegen und damit dann am Kunstmarkt auch erfolgreich sind.
    Aber das hat was mit kommerziellen Erfolg zu tun und sagt nichts darüber aus, ob es wirklich Kunst ist, die berührt. Das wäre für mich eher ein Fall für Beliebigkeit in der Kunst.
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    Hallo Ingrid

    Freiheit, das ist ein komplexes Thema und es ist nicht damit getan, dass man alle Grenzen verschwinden lässt und dann hoppla ist sie plötzlich da die Freiheit und macht uns alle ganz wuschig künstlerisch. Ich denke eher, dass gerade Grenzen voll und absolut wichtig sind und man kann in jeder Arbeit nur eine bestimmte Menge von ihnen überschreiten und dann wird es ne Kackophonie. Viele die so sehr die "Freiheit der Kunst" für sich propagieren und sich in Ihren Bildern selbst am geilsten und so kunstvoll finden sind eigentlich nur kleine eingeschränkte Würstchen.

    Was ich eigentlich nur sagen will ist folgendes, wenn es um die Freiheit geht und Grenzen leg dich nicht in der Meinung so fest, sondern denke immer wieder mal darüber nach.
    Alles Liebe
    Jennifer
    Signatur
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    Ich glaube Beys würde ins Grab onanieren, wenn er wüsste wie viel Möchtegerne ihn zitieren.
    Signatur
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Hallo Jennifer,

    wie kommst du auf die Idee, ich wäre in meiner Meinung festgelegt? In dem was du sagst, gibt es für mich nichts, dem ich widersprechen müßte/könnte.

    Ich halte mich selbst nicht für einen großen Künstler, noch nicht einmal für einen Kleinen. Gehöre also nicht zu den Beuys zitierenden Möchtegerne - und sage aus der Selbsterkenntnis heraus: "nicht jeder ist ein Künstler".

    Mein Statement bezog sich auf Kerns frühere Aussagen, an welchen Kunstbegriff sich die heutige Kunst zu halten habe und dass der Künstler einen bestimmten Stil einschlagen muss, um ernsthaft Kunst zu machen.

    Das widerspricht für mich völlig den großen Ereignissen in der Kunstgeschichte. Genau dann wenn Küsntler den Mut hatten, den eigenen Stil auch mal zu verändern, hat die Kunstgeschichte einen Schritt gemacht.

    Gruß Ingrid
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    ;) wärst du ein Möchtegern hätte ich ja gar nicht erst geschrieben

    also nun erstmal Gute Nacht und bis demnäxt mal wieder
    Signatur
  • nodiorc
    das handwerk ist nur ein mittel,
    seiner hand zu gestatten, mehr zu schaffen als man denkt.
    die alten meister hängen nicht nur deswegen immernoch in den museen.
    mir hats sehrviel gebracht einige zu kopieren, besonders für die seele zu finden,
    UM dann neues auszuloten.
    nichts gegen euerselbstverständnis, aber malen will gelernt sein.
    und der, dies kann, sieht aufgrund seiner erfahrungen, warum und wieso ein kollege es eben so gemalt HAT!!!
    ihr möget von meinen bildern halten, was ihr wollt.
    näturlich bin ich stolz, als autodidakt eine so hohe stufe erreicht zu haben,
    meiner seele raum zu geben.
    ich, und 11.000 andere finden es auch.
    wie gesagt, man sieht warum ihr was malt.
    und wers kann.
    tach auch,
    ts, beliebigkeit, ich sehs.
    c+
  • nroK
    Ja, die Freiheit ist was Schönes, nur darf man Freiheit nicht gleichsetzen mit Gleichgültigkeit, Beliebigkeit oder damit, daß man alles zu einer FRage des Geschmacks erklärt. Was bleibt dann noch zu diskutieren?
    Ich finde es schon wichtig, daß man eine klare Position bezieht, an der sich andere auch reiben können. Es muß Kriterien geben wie gut und schlecht, richtig und falsch!
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Freiheiten auszuleben, heißt nicht zwingend das ohne Wertesystem zu praktizieren. Im Leben wie in der Kunst.
    Eine differenzierte Diskussion scheint hier schwierig, weil allzu vorschnell Schlussfolgerungen aus Statements gezogen werden, die gar nicht impliziert waren.

    Die Eingangsthese habe ich so verstanden: darf/soll man als Künstler all das umsetzen, was einem in den Sinn kommt. Grundsätzlich sage ich dazu ja - das schließt nicht aus, dass man das handwerklich ambitioniert und mit künstlerischem Anspruch ausführt. Sicherlich wird nicht jedes solche "Experiment" ein großes Kunstwerk hervorbringen und manche Richtungen wird man sicher schnell wieder aufgeben, aber manchmal eben auch nicht, und genau dann wird es spannend.

    Klar sollte man eine Meinung haben, die man in sich logisch artikulieren kann und dazu stehen, aber man sollte trotzdem eine gewisse geistige Beweglichkeit nicht aufgeben, da man sonst geistig immer auf derselben Stelle bleibt. Genau das ist auf das künstlerische Schaffen übertragbar.
  • nodiorc
    find ich eine ausgiebige diskussion,
    so hab ich mal andere künstler gefragt :

    : die klassische musikerin sagt,
    ohne noten könnte ich musik nicht lernen,
    und ohne handwerk, üben, diese nicht so spielen,
    dass ich auftreten mag/ dürfte.
    mit meinem instrument.
    : der gitarrist sagt:
    du musst alles kennen, was dich dazu bewegt hat,
    gitarre zu spielen, jazz, hendrix alle music die dich inspiriert hat, sonst würde ich auf der strasse sitzen.
    : der percussionist,
    ich würde gerne singen können, aber ich muss was prügeln, seit dem ich als kind den rythmus gefühlt habe.
    die bildhauerin: wer michelangelo und konsorten nicht gesehen hat,
    kennt die seele in der schönheit sitzt nicht.
    wenn die nicht in dir wohnt,
    kannst du nichts schaffen.
    der bildhauer :
    mit grabsteinen verdien ich mein geld.
    mit dem handwerk.
    aber dadurch halt ich meinen geist bereit zu halten, fit um schaffe zu könne.
    der graphiker:
    bildsprache und typo muss man verstanden haben.
    ist wie im design, die gratwanderung zwischen funktionalität und eigener handschrift zu finden.
    die geschichte von der höhlenmalerei auch,
    ist in unseren genen drin.
    sonst kann ich die leute nicht ansprechen.

    mehr könnten folgen,
    aber alle sind überzeugt zu schaffen,
    und wünschen sich,
    als künstler anerkannt zu werden.
    may time will tell.
    c+
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