KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • G E D I C H T

  • frumS G E D I C H T
    Noch ein letztes für heute. Versprochen. :)))

    die runde war erst heiter
    dann bestimmt
    im ascher war die glut bereits verglimmt
    der cognac brachte unmut bald ans licht
    die gläser waren brechend voll
    man glaubt es nicht
    und einer haute auf den tresen dass es kracht
    ein andrer hat dazu wie toll gelacht
    der wirt aschfahl und zittrig nun
    er ging hinaus
    hatte nichts mehr zu tun
    sie schlugen alles kurz und klein
    vor blanker wut
    am boden einer lallte
    das tut gut
    in einer horde zogen sie dann ab
    es war als hinterließen sie ein grab

    der wirt machte am andern tag
    die rechnung auf

    sie brüllten ihn nur an
    wir haun dir eine drauf

    der kleinste kotzte ihm noch ins gesicht
    und meinte: deine plempe schmeckt uns nicht

    09-04 / geändert 08
  • onraciR
    hm... der ausdruck ist nicht schön...
    da würde ich lieber auf reime verzichten und dafür besseren ausdruck pflegen...

    dein voriges gedicht gefällt mir besser, auch wenn es kürzer ist...
    grüße
  • frumS
    Dank Dir für das Durchlesen.

    Es war ein Laune-gedicht. Sollte so sein. Die Besoffenen reden ja so - ist ja nicht mein Dauer-Jargon. ;)

    Aber ich stell heut noch ein anderes rein. Vielleicht gefällt Dir das besser?

    glg
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • kritiker
    Ist jetzt besser als gestern. Ich finde im Gegenteil das verrückte Reimschema mit das beste am Ganzen.
    Du bringst am Anfang erst etwas ziemlich regelmäßig Scheinendes, dann bringst du allmählich immer mehr Unordnung hinein, um gegen Ende wieder zu einer gewissen Ordnung zurückzufinden, aber eben mit der brutalen, grotesk vom Reim unterstrichenen Pointe. Du haust sozusagen besoffen lachend auf den Tisch. ;-)

    Um die Tollheit perfekt zu machen, würde ich in

    und einer haute auf den tresen dass es kracht
    ein andrer hat dazu wie toll gelacht

    ein klein wenig Unordnung bringen, etwa:

    und einer haute auf den tresen dass es krachte
    wie kam's dass drüber einer lachte

    Ebenso in

    der wirt aschfahl und zittrig nun
    er ging hinaus [gut so, besser als korrekte Inversion "nun ging er hinaus"]
    hatte nichts mehr zu tun

    Das würde ich so machen:

    der wirt aschfahl und zittrig nun
    er ging hinaus
    nichts mehr gab es hier zu tun

    Ähnlich

    in einer horde zogen sie dann ab
    es war als hinterließen sie ein grab

    Hier ist der Rhythmus zu regelmäßig für das grobe Gewühl; daher warum nicht:

    in einer horde zogen sie dann ab
    ein grab hinterließen sie, ein grab

    [das unterstreicht noch dazu den Wende- und Tiefpunkt der Orgie]

    Nur so ein paar Tips.
    (Dich sehe ich bei so einer Orgie übrigens eher wie Leporello unterm Tisch... oder irre ich mich? ;-))

    Gruß,
    k.
  • frumS
    Nein, da irrst Du Dich nicht - aber mich bekommt man generell nicht sooo schnell UNTER irgend etwas. Tische inbegriffen :)))

    Danke für das nochmalige Anschauen
  • kritiker
    Die überdauern, sind in der Tat die Leporellos - Don Juan geht in die Hölle.
  • frumS
    ..ich weiß das ja;)

    Zu Deinem letzten Satz.

    Aber nur in der Version vom Mozart - der historische D.J wurde am Ende Mönch nachdem seine große Liebe gestorben ist.
  • Seite 1 von 1 [ 7 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen