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  • habt ihr gute rezepte für leinwandgrundierungen?

  • tibboh habt ihr gute rezepte für leinwandgrundierungen?
    für studienzwecke grundiere ich aktuell mit acrylfabre, die alt ist und frost gekriegt hat und die ich darum nicht mehr für bilder verwenden will, hab aber das gefühl, dass die noch ziemlich saugend ist(wohlgemerkt: für studien! für ,,richtige´´ bilder will ich auch vernünftige grundierung verwenden, darum frag ich ja.). die alte wandfarbe geht gar nicht, nicht im geringsten flexibel und es bilden sich fetthöfe.

    ich bräuchte, so wie es sich anfühlt, eine wenig saugende grundierung. wenn ich die so kaufe, bezahl ich mich dumm und dämlich, darum such ich nach alternativen. ich hab irgendwo gelesen, dass sich manche die grundierung auch selbst anmischen.

    oder kennt ihr billige alternativen, die zum grundieren taugen?
  • efwe
  • imihsas
    guter link, danke
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  • onraciR
    na, was für leinwände nimmst du denn? nimmst du solche normalen baumwollteile, die schon vorgrundiert sind? ( bei denen du eigentlich schon so drauf malen kannst) ... ich grundiere da aber meist selbst nochmal eine kleine schicht drüber. damit ich die leinwand bei speziellen techniken schone und überhaupt auch nochmal gewiss bin, dass der bildträger vernünftig ist...

    die klassischen grundierungen sind extrem aufwändig und zeitraubend, teuer... und auch nicht so toll gegenüber den modernen synthetischen materialien...
    hier ein easy -rezept aus dem doerner:

    1. ein weckglas (einmachglas, verschließbares glas o.Ä. ) wird zur hälfte mit wasser gefüllt,
    ein pigmentgemisch aus:

    1 Raumteil Lithopone/deckweis + 1 Raumteil Kreide
    ( wobei du das deckweis nicht machen musst, kannst auch gips, oder sand... was weiß ich... )

    wird eingeschüttet, sodass das gemisch vom wasser bedeckt ist! ( lieber mehr wasser dazu geben... denn den rest kann man notfalls abgießen.. ich hatte damals das problem, dass die pigmente über nacht das wasser regelrecht aufsaugten und das ganze verklummte... und ersteinmal wieder ne stunde da saß, um das gestein cremig zu bekommen,)

    2. danach das gemisch rühren und über nacht stehen lassen.

    3. am nächsten tag wird das überstehende wasser abgegossen
    2 raumteile des Paste-gemisch +
    1 Raumteil Acryldispersion

    gründlich einrühren

    fertig , und du hast 3 raumteile wasserfest, auftrocknende acryldispersionsgrundierungsmasse.. oder wie du es nennen willst...


    ( aber das selbst grundieren lohnt sich wirklich nur , wenn man auch dementsprechend schon einigermaßen gute bilder malen kann... für übungen .. würd ich mir das material sparen und so vorgrundierte leinwände kaufen und gleich so malen.. was auch ok ist...)
  • zrehtsnuk
    70 Gramm Knochenleim (Korrektur: HAUTLEIM, kein Knochenleim, siehe unten Kommentar von "parkgalerie") in Perlen- oder Blättchenform (z.B. Hasen- oder Kölner-Leim) in 1 Liter Wasser über Nacht quellen lassen, leicht erwärmen, dabei gut umrühren und die Leinwand damit sehr dünn vorstreichen, nicht durchtränken.

    1 Raumteil Kreide (z.B. Champagnerkreide) mit 1 Raumteil Deckweiß-Pigment (z.B. Zinkweiß) vermischen und in ca. 2-3 Raumteilen Wasser wie bei einem Kuchenteig einrühren, damit es nicht klumpt,
    Danach 1 Raumteil von dem o.g. leicht erwärmten Leimwasser dazu mischen, die Masse sollte leicht "sämig" sein, eventuell noch etwas Wasser dazu geben.

    2-3 mal die vorgrundierte Leinwand dünn und regelmäßig streichen, die einzelnen Schichten zwischendurch antrocknen lassen, du bekommst damit einen leicht saugenden Malgrund.

    Ist alles schon ziemlich zeitaufwändig, die Kostenersparnis gegenüber fertigem Gesso aber beachtlich.
    Allerdings gibt es bei Boesner immer wieder sehr günstige Angebote von aufgespanntem und grundiertem Reinleinen, z.B. 80x100 für ca. 15 €.

    Arbeitest du in sehr viel größeren Formaten, dann lohnt es sich sowieso, wenn du dir die Zutaten in größeren Mengen dafür besorgst.
    Möglich, dass die erste Leinwand nicht ganz so super wird, mit der Zeit hat jeder seine eigenen Tricks raus und passt das Rezept seinen Bedürfnissen an.

    Übrigens: Angesetztes Leimwasser im im Kühlschrank aufbewahren und bald verwenden, wenn es zu faulen anfängt, stinkt es ganz eklig.
  • eirelagkrap
    70 Gramm Knochenleim in Perlen- oder Blättchenform (z.B. Hasen- oder Kölner-Leim)


    Nein.
    Knochenleim ist ungeeignet.
    Hasen-, Hautleim oder technische Gelantine.
  • zrehtsnuk
    70 Gramm Knochenleim in Perlen- oder Blättchenform (z.B. Hasen- oder Kölner-Leim)


    Nein.
    Knochenleim ist ungeeignet.
    Hasen-, Hautleim oder technische Gelantine.




    woraus besteht denn hasenleim?
    aus hasenohren? ;-)

    oder vielleicht aus hasenknochen ...
    knochenleim ist die übergeordnete kategorie, hasenleim ist aber einer der besten ...
  • eirelagkrap

    woraus besteht denn hasenleim?
    aus hasenohren? ;-)

    oder vielleicht aus hasenknochen ...
    knochenleim ist die übergeordnete kategorie, hasenleim ist aber einer der besten ...


    Aus Hasenhäuten.
    Es handelt sich um eine Form des Hautleims.
    Knochenleim ist nicht die übergeordnete Kategorie.
    Knochenleim zeichnet sich durch eine besonders hohe Klebekraft aus, ist aber zur Leinwandleimung viel zu spröde.
    Hautleime, in besonderem Maße Hasenleim ist wesentlich elastischer und deshalb das geeignete Mittel zur Leinwandbearbeitung.

    Ich zitiere:
    "Der bekannteste dieser Stoffe ist der tierische Leim. Es gibt zwei Sorten, die che­misch verschieden sind: Hautleim und Knochenleim. Der erste wird aus tierischen Häu­ten und anderem Bindegewebe, der zweite aus Knochen und Knorpeln her­gestellt, indem die Rohstoffe durch Kochen mit Wasser in den löslichen Leim übergeführt wer­den. Für Malzwecke ist der Hautlein unbedingt vorzuziehen. Man kann ihn daran erken­nen, daß seine Lösung beim Vermischen mit Alaun­lösung klar bleibt, während der Kno­chenleim damit eine dicke Trübung gibt." Wilhelm Ostwald "Maltechnik jetzt und künftig"

    Klaus
  • Tschij
    Tschij
    kleine Bemerkung am Rande: "Schbeiheiheip - kotz - röch´l - Frühstück über´m Boden verteil´! (Künstlerisch angeordnet natürlich)\" ;-)
    Tschij
    aber,...interessant, was man so alles dazulernt!
    Danke!
    Signatur
  • zrehtsnuk
    muß parkgalerie insofern recht geben, dass Hasenleim in erster Linie aus Häuten (aber eben auch teilweise aus den Knochen von Kaninchen usw.) hergestellt wird.
    Ich selbst verwende sowieso ausschließlich Hasenleim, der geringe Knochenanteile hat und habe mich da bei der Bezeichnung "Knochenleim" etwas vertan.
    Danke für die Korrektur.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hasenleim

    sorry an alle, die noch frühstücken!

    Aber wenn man das hier so liest, klingt es schon ziemlich nach "Hexenküche" und ich vermute, außer ganz wenigen Freaks interessiert das hier sowieso keinen.
    :D
  • eirelagkrap


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hasenleim


    Vieleicht sollte man hier auch Wikipedia korigieren.
    Oder muß man manchen Herstellern etwa auf die Finger schauen?
    Hasenleim sollte selbstverständlich NICHT aus Hasenknochen sein.



    Aber wenn man das hier so liest, klingt es schon ziemlich nach "Hexenküche" und ich vermute, außer ganz wenigen Freaks interessiert das hier sowieso keinen.
    :D


    Ich halte das eher für die absoluten maltechnischen Basics füf den Maler.

    Gruß, Klaus
  • zrehtsnuk


    Ich halte das eher für die absoluten maltechnischen Basics füf den Maler.

    Gruß, Klaus



    ja, eigentlich schon!
  • Gert Müller
    hallo !
    Ein Malgrund, mit dem ich seit langem gute Erfahrung gemacht habe, sind Hartfaserplatten aus dem Baumarkt. Man kann sich die entsprechenden Formate zuschneiden lassen. Ich verwende die glatte Seite.Grundiert wird mit weisser Vorstreichfarbe (2-3 mal dünn) auch aus dem Baumarkt. Einziger Nachteil ist, dass man leicht die Ecken abstossen kann, besonders bei grösseren Formaten, also Vorsicht! Sonst gibts nichts zu meckern. Einfach und effektiv!
    Gruß G.
  • efwe
    efwe
    oje- nun uebernimmt der baumarkt auch schon die kuenstlerversorgung- :)
    Signatur
  • Gert Müller
    oje- nun uebernimmt der baumarkt auch schon die kuenstlerversorgung- :)


    aber ja, es gibt z.B. bei Bauhaus auch Künstlermaterialien, Ölfaben, Leinwand, Rahmen. etc. :o)
    Gruß G.
  • efwe
    efwe
    du tropf- das klingt fuer mich ja fast unheimlich--
    Signatur
  • Gert Müller
    du tropf- das klingt fuer mich ja fast unheimlich--


    ein "Farbtropf" ?
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