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  • Feine Portrait-Schattierungen (?)

  • Katharina Werning
    Katharina Werning Feine Portrait-Schattierungen (??)
    Hallo zusammen,

    nach einigen Fehltritten in meinen Personenzeichnungen/Malerei, führe ich nun anatomische Studien durch, um diese Fehler in Zukunft zu vermeiden. Dabei bin ich auf folgende Frage gestoßen, die ich selbst für mich nicht beantworten konnte.
    Ich habe hier einige beeindruckende Portrait-Zeichnungen gesehen. Die Schattierungen sind so fein, dass man es fast schon für ein Foto halten könnte. Meine Frage ist dabei: Wie bekommt man diese feine Schattierung hin, dass man keine Striche sieht!?
    Braucht man dazu einen harte oder weichen Bleistift? Wie genau kriegt man es hin?!

    Hoffe, dass Ihr mir helfen könnt :o)
    Lieben Gruß
    Katharina
  • Katharina Werning
    Katharina Werning
    Weiß hier niemand darüber bescheid? Oder wollt Ihr Eure Weisheit nicht mit mir teilen? :o)
  • eztupeid
    man braucht dazu SAUBERKEIT und PINGELICHKEIT
    und etwas masochistisches.
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  • Katharina Werning
    Katharina Werning
    man braucht dazu SAUBERKEIT und PINGELICHKEIT
    und etwas masochistisches.


    hm... ob ich mir wohl was darunter vorstellen kann?!
    Ich meinte vielleicht einen Rat in Sachen Technik, Madium, Bleistiftweichheit...
  • ok
    Es soll auch ganz gute Fotoapparate geben, die einfach zu bedienen sind.
  • Katharina Werning
    Katharina Werning
    Es soll auch ganz gute Fotoapparate geben, die einfach zu bedienen sind.


    Danke, das wusste ich schon vorher :o)
  • kiluga
    kiluga
    versuche dich erstmal mit einfache grau-tonwertabstufungen.. blatt rauf blatt runter, und das nicht nur in wisch waschi technik.. gibt soviele strukturtechniken.. immer schön von hell zu dunkel und umgekehrt.. und wenn du das druff hast dann klappt das bei portraits .. viel glück
    ah ist eine fleisarbeit die sich lohnt..
  • ok
    glaub ihr nicht. sie will dich nur quälen. :)
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    glaub ihr nicht. sie will dich nur quälen. :)


    Das glaube ich nicht
    es gibt eine sogenannte Grausskala die in zwischen 5 und 12 unterschiedlichen "Grauwerten" zwischen Reinweiß und Schwarz unterscheidet
    bevor Du das nicht "druff hast " wird nichts
    d.h. ÜBEN ÜBEN ...
  • Katharina Werning
    Katharina Werning
    Danke, auf harte Arbeit hatte ich mich schon eingestellt. Aber ich dacht es gäbe noch ein besonderes Geheimnis :o) Naja, dann auf gehts!
    Lieben Gruß
  • Gris 030
    Gris 030
    auftragen, polieren
    auftragen polieren, katisan.
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  • martinicio
    martinicio
    Es soll auch ganz gute Fotoapparate geben, die einfach zu bedienen sind.


    "Porträtmalen wird heuten von den Modernen für eine subalterne künstlerische Beschäftigung gehalten: dabei ist es eine der reizvollsten und schwersten Arbeiten für einen Maler... Daß Porträtmalen durch die Photographie abgelöst worden sei, ist einer der modernistischen, hochmütigen und zugleich naiven Irrtümer. Photographie kann immer nur einen Moment (und rein äußerlich) aufnehmen, nie aber die spezifische und individuelle Form gestalten: denn letzere hängt von der künstlerischen Kraft und Intuition des Malers ab."

    Otto Dix, Gedanken zum Porträtmalen, März 1955
    in: Diether Schmidt, Otto Dix im Selbstbilnis, Berlin (Ost) 1981, S. 224
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  • ok
    Das ist 1955 geschrieben und könnte zweifelsohne diskutiert werden.

    Außerdem ist sie kilometerweit weg davon. Sie fragte nach Technikkram, wie z.B. Bleistifthärte. Meine Meinung ist die, dass man das Pferd nicht von hinten her aufzäumen sollte.
    Und genau von dieser m.E. zweitrangigen Ansicht (sich Technik aneignen) kann sie ein Fotoapparat abbringen, weil sie sich beim Fotografieren vielleicht doch ein kleines klitzekleines wenig mehr mit dem Menschen beschäftigt, den sie porträtieren will.
  • martinicio
    martinicio
    Ja.
    In diesem Zusammenhang möchte ich auch kurz auf Santeri Tuori hinweisen, die zusammen mit Otto Dix' Werken 2006 in Gera ausgestellt wurde.
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  • Dobberke
    Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit Licht und Schatten - allerdings farbig mit Acryl.
    Auf den Akademien und sogenannten Fachbüchern wird entweder das Thema Schatten ausgespart oder Wirres erzählt.
    Wenn Du noch etwas Zeit hast. . . in ein paar Jahren habe ich mein Buch fertiggestellt.
    Signatur
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo Kathi,
    lassen wir die leidige Diskussion über den Sinn der realistischen Malerei, oder wie in Deinem Falle Zeichnerei, einfach mal außen vor.
    Du möchtest Bleistiftzeichnungen anfertigen - also tu es.
    Du weißt vermutlich, dass es Bleistifte in den verschiedensten Härtegraden gibt.
    Das beginnt mit H6 (bei einigen Herstellern sogar noch härter) und endet bei B6 (auch hier werden allerdings Stifte angeboten, die noch weicher sind.
    Du solltest Dir ein kleines Sortiment anschaffen und dabei beim Preis nicht knausern, Wie überall hat auch hier Qualität seinen Preis und das Beste sollte Dir als Beginnerin gerade gut genug sein.
    Fange mit H2 oder 3 an, dann H - HB - F - B1 bis B5.
    Du legst die Zeichnung sehr locker an, nicht zu stark aufdrücken und korrigierst so lange bis die Zeichnung Deinen Vorstellungen entspricht. Die falschen Linien läßt Du stehen. Nur so hast Du die Möglichkeit, den Korrekturvorgang immer wieder zu überprüfen.
    Es gibt Zeichner, die nur die endgültige Linie akzeptieren und die vorherigen Linien sorgfältig entfernen. Andere Zeichner entfernen nichts und erreichen dabei deutlich mehr Lebendigkeit in der Zeichnng - aber dass ist halt Geschmacksache.
    Zur Schattierung.
    Du beginnst mit einem nicht sehr weichen Bleistift (HB oder F)und legts in alle Flächen, die später einen Tonwert erhalten sollen den gleichen hellen Grundton. Das bedarf einiger Übung denn diese Schraffiertechnik sollte eine glatte Flächer hinterlassen. Ideal, wenn man die einzelne Striche nicht sieht.
    Nach diesem ersten Grauton nimmst Du entweder den gleichen Bleistift oder den nächst weicheren und legtst in den etwas dunkleren Bereichen die zweite Schicht an. Bereits jetzt darauf achten, das es keine Kanten gibt (Kleiner Tip: Bei dieser Arbeit sollte der Bleistift nicht zu spitz sein.)Auf diesem Wege arbeitst Du dich von Graustufe zu Graustufe.
    und noch´n Tipp:
    Den Bleistift nie stark aufdrücken - Du erreichst durch Druck zwar schneller die gewünschte Dunkelheit aber die Fläche wird tot und glänzend.
    Es ist durchasus nöglich den Bleistift sehr flach aufzulegen um homogene Flächen zu erhalten - niemals aber wischen.
    Wenn Dir eine Fläche zu dunkel geraten ist - nicht radieren. Du nimmst besser einen Knetgummi und tupfst diese Flächen leicht ab.
    Die Meinungen, ob Zwischenfixierungen möglich sind, gehen auseinander. ich halte nichst davon.
    Wichtig ist, dass Du immer ein sauberes Stück Papier unter der Handfläche hast, wenn Du das Papier berührst. Deine Haut sondert Fett ab und das ist für Deine Zeichnung sehr unangenehm.
    Ich hoffe, dass ich Dir weiterhelfen konnte. Du hast Dir eine sehr schwierige Technik vorgenommen aber wenn Du sie irgendwann beherrschst wirst Du viel Freude haben.
    Übrigens: Schau mal bei "kiluga" rein - so kanns gehn wenn Du hart arbeitest.
    Gruß Dieter
  • efwe
    efwe
    viell noch: die homogenste+ gleichfoermigste flaeche gewinnst du mit kreisenden bewegungen---
    nicht wischen- s o-
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  • Anja Schartl
    Anja Schartl
    Als ich noch fotorealitisch gearbeitet habe, habe ich Grafitstifte an Stelle von Bleistiften genutzt und pro Bild nur einen Härtegrad verwendet - meistens B3, auch schon mal B6, je nach Papier. Die Tonstufen ergaben sich allein durch Strichlagen, wobei ich auch ehr kreisend vorgegangen bin, geschummert habe, nicht gewischt.

    Nichtsdestotrotz finde ich, sollte man darauf hinweisen, dass fotorealistische Schattierungen viel Übung und Geduld voraussetzen und sich so manch einer in der Vervollkommnung dieser Technik verliert.
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  • daniel
    daniel
    hey, die tipps von illustrator kannst du dir so zu herzen nehmen! feinste flächen ohne verwischen ist aber nicht möglich! versuche auf einem blatt grautöne mit watte,tmepos... zu verwischen ,dabei kannst du danach immer wieder eine neue schicht anlegen, falls die die tiefe durch das verwischen genommen wurde.außerdem kommt es immer darauf an welches papier du benutzt, ich würde dir kein raues empfehlen.
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  • Anja Schartl
    Anja Schartl
    Wieso sollten feinste Flächen ohne Verwischen nicht möglich sein? Gerade wenn man wischt, schmiert man damit auch die Papierfarbe zu, die dazu beiträgt, dass die verschiedenen Tonabstufungen zustande kommen (Mischung aus Grafit und Papierweiß). Und zu glatt sollte das Papier auch nicht sein, weil es dann schneller gesättigt ist.
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