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  • Magie in der Malerei?

  • abArt
    abArt
    reizüberflutung ist ein interessanter bzw. wesentlicher punkt. die geschieht aber auch - zumindest zu einem wesentlichen teil - durch die denkmechanismen.
    leg mal deine hand auf etwas "banales" und versuche zu fühlen ohne es gleich zu bewerten oder einzuordnen. augen schließen kann dabei unter umständen hilfreich sein, um die ablenkungen zu reduzieren. zum beispiel auf einen tisch, an die wand, auf den stoff der couch oder was auch immer - aber viellicht - zumindest für den anfang - eher nicht auf einen hundehaufen
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  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    Nicht nötig. Ich habe einen Sugilith in der Tasche und Eckhart Tolle gelesen.
  • abArt
    abArt
    wenn du meinst...
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  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    Aber abgesehen davon, E gleich MC² also auch M gleich E/C².
    Wenn Du weißt was ich meine?
  • abArt
    abArt
    bin mir nicht sicher ob ich weiß
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  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    soll ich erklären Dir?
  • abArt
  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    Energie ist Materie mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat, Formel umstellen, Materie ist Energie geteilt durch Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat.
    Also ist Materie verlangsamte Energie. Hmmm, würde Deine These unterstützen, dass alles was magisches hat? Muss ich noch mal drüber nachdenken.
  • abArt
    abArt
    ok, formal klar

    hat aber nix mit thesen zu tun. probiers aus, finds raus. NICHT DENKEN, TUN
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  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    Hab ich schon. Aber woher sollst Du das wissen, kennst mich nicht. War aber ein netter Disput mit Dir.
  • abArt
    abArt
    stimmt
    disput? aber nett
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  • upsite
    upsite
    @cobolt: Aber irgendwann verirrte er sich in dieser Denkweise, isolierte sich immer mehr selbst und verlor jeden Bezug zur Realität. Er starb schließlich als Demenz-Patient.
    Demenz ist auch nur ein Oberbegriff für viele unterschiedliche Krankheiten der Hirnleistung. Früher nannte man das HOPS (Hirnorganisches Psychosyndrom) Könnte stundenlang über dieses Thema diskutieren - ist aber wohl nicht das richtige Forum dafür ;) Schön, das Du Dich damit auseinandersetzt. Viele haben Angst davor...
    @heinrich:
    Und ich streite nicht darüber.
    Wikipedia ist einfach bequem.
    Will auch nicht drüber streiten, aber die Definition ist deshalb nicht unbedingt Gesetz.
    Aber, wenn du gar nicht mehr merkst,
    dann hast du Demenz.
    Ein an Demenz erkrankter merkt noch sehr lange was - auch im fortgeschrittenen Stadion ist ihm die vergessene Hose noch peinlich.
    Kurz- und Langzeitgedächtnis spielen grausame Episoden, aber das Kurzzeitgedächtnis quittiert als erstes seinen Dienst. Wenn Du Pech hast, fällt es komplett aus - und das kann jedem von uns heute oder morgen passieren.
    @Artforus, du hast diesen Gedanken aufgeworfen und bestimmst somit, worum es Dir geht. "Magie" sozusagen als Überträger von Stimmungen und Botschaften. Ist jedem von uns schon passiert, dass wir ein Bild sehen und dabei eine Empfindung haben, die wir uns nicht mit herkömmlichen Kriterien erklären können. Wem "Magie" zu profan ist, der kann es ja gedanklich umtaufen. Ist es wichtig, welchen Namen das Kind hat? Ich stimme jedenfalls zu, einige Bilder übertragen etwas, was ich mir zunächst nicht erklären kann. Ein Bild, düster, farblos, nicht einmal besonders gut gemalt, trotzdem wirkt es positiv auf mich. Ich analysiere, betrachte, reflektiere und finde keinen Grund. Dann das andere Beispiel - hell, freundlich, farbenfroh, grandios, aber die Wirkung fehlt oder ist gar unangenehm. Dieses nicht greifbare im Kopf nenne ich gern "Magie", wohlwissend, dass es mit Empfindungen und Erfahrungen meines Unterbewußtseins zu tun hat!
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  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    @upsite
    Ja, es gibt Bilder und andere Dinge, da stockt mir für einen Moment der Atem. Selten, aber es kommt vor. Andererseits empfinde ich z.B. die Mona Lisa, um ein bekanntes Beispiel zu nennen, vergleichsweise lapidar und langweilig. Kommt meinem Empfinden nach aber nicht nur aus dem Unterbewußtsein. Aber Unterbewußtsein wird auch verschieden definiert.
  • cobolt
    cobolt
    "... wohlwissend, dass es mit Empfindungen und Erfahrungen meines Unterbewußtseins zu tun hat"

    Eben. Die Frage, warum z.B. ein Bild, ein Film, ein Foto, ein Lied auf einen wirkt, kann man sich beantworten, wenn man sich selbst reflektiert. Die Antwort findet sich in der eigenen Geschichte mit all ihren Facetten von Prägung und Erfahrung.

    Um mal ein Beispiel zu nennen: Meine Omma hatte in ihrem Wohnzimmer einen dunkelroten, gemusterten Teppich. Da hab ich dann als Pimpf (so ab 4 Jahre aufwärts) gesessen, gespielt und mir meine ersten Bücher reingezogen. Da ich nur schöne Erinnerungen und positive Erfahrungen aus dieser Zeit hab, behaupte ich mal, dass ich diesem Bordeaux-Rot geprägtermaßen ein positives Empfinden entgegenbringe.

    Die Mona Lisa haut mich auch nicht unbedingt vom Hocker. Aber ich hab schon Portraits erlebt, die bei mir anschlugen, weil sie mir ein Déja vu bescherten. Ein Gesicht, eine Handlung, eine Darstellung, die ich mit (manchmal längst verschütteten) Personen meiner Vergangenheit in Verbindung brachte. Manchmal flasht es regelrecht und ich sehe für kurze Sekundenbruchteile alte Bilder, so als ob sich das Gedächtnis bemüht etwas zu reanimieren, aber es klappt nicht richtig. Wenn man Glück hat, findet man alte Fotos aus der Grundschulzeit und erinnert sich plötzlich an Details (z.B. Eltern von Schulkumpels oder ähnliches.) Ist die Erinnerung dann positiv, steht man auch dem Portrait positiv gegenüber. Gilt auch für jedes andere gezeigte Detail einer Gestaltung. Räume, Kontraste (Licht und Schatten), Farben etc etc.

    Bestimmte Zeichentechniken erinnern mich an alte Bücher oder Erlebnisse wie "unter der Schulbank drollige Bilder kritzeln". Manchmal kann man dann plötzlich seine alten Sachen sogar "sehen". Das Gedächtnis ist ein drollig Ding und n tierisch interessantes Thema.

    (Ne eigene Schublade sind wohl biologische Schlüsselreize. Die funktionieren bei den meisten Leuten, egal wie gut oder schlecht sie gemacht werden. Darstellung z.B. sexueller Handlungen oder nackter Körper sprechen sicherlich sowas wie einen allgemeingültigen Instinkt an. Da isses dann auch wurscht, wie gut oder schlecht es gemacht ist. Erst wenn die Verfremdung einen gewissen Punkt erreicht, hört das automatische Empfinden auf. Denke aber, das hat wirkungstechnisch nix mit Magie oder Kunst zu tun, sondern mit Biologie. Unsere nächsten Verwandten fahren auch ab auf schicke rote Körperteile und Signale :)

    Mmmh, sollte wer zu diesem Thema ein paar Bücher kennen, die bzgl. Gedächtnis/Kunst auch n Otto-Normal-Bürger wie ich nachvollziehen kann, wär isch janz happy über Autoren und Titel.
    Thx.
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  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    @cobolt
    Du definierst alles auf Verstandesebene, alles eine Sache der gespeicherten Erfahrung. Wenn dies zuträfe, gäbe es keinen Unterschied zum lernfähigen Computer. Natürlich sind diese Komponenten vorhanden und unbestritten, aber da ist mehr. In der damaligen Sowjetunion wurde mal ein Experiment gestartet in dem verschieden Kinder von klein auf exakt den gleichen Einflüssen ausgesetzt waren. Man ging davon aus, dass sich alle gleich entwickeln müssten. Dem war aber nicht so.
    Und Stichwort "Wunderkinder", haben die dann nur ein paar Hirnwindungen mehr?
    Und wenn Menschen in Hypnose plötzlich eine andere Sprache sprechen die sie nie gelernt haben?
    Wenn Du beim fahren plötzlich die Geschwindigkeit drosselst und hinterher merkst dadurch knapp einem Unfall entgangen zu sein?
    Es gibt viele Beispiele für Geschehnisse die sich nicht mit Denken und Erfahrungen erklären lassen.
    Das sind die magischen Momente im Leben.
  • abArt
    abArt
    und derer gibt es umso mehr, je mehr man seinem inneren, seiner intuition - oder wie immer man das nennen will - folgt
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  • 2znurg
    ZUVIEL MAGGI
    schadet ihren
    HOBBY-BILDCHEN!


    MAGGI
  • abArt
  • cobolt
    cobolt
    Deine magischen Momente driften für mich in den Bereich der (Natur)wissenschaften ab. Es ist unbestritten, dass rund 1/3 des Gehirnvolumens nicht genutzt wird. Ob noch herauskommt, für was die gut sind oder waren, wird sich zeigen. Und auch die Physik ist nach wie vor voller Rätsel, weil jede Erkenntnis zu neuen Fragen führt. Aber dös hat für mich mit Kunst nu ü-ber-haupt nix zu tun.

    Wenn Du die Ausgangsfrage also auf (hier) gezeigte Arbeiten beziehst, musste Dich outen und zeigen, welche Bilder diese Wirkung auf Dich haben. Dann werden wir ja sehen ... :)
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  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Ich hoffe, ich darf noch einmal auf das Eröffnungsthema zurückgehen:

    In meinen gemalten Bildern finde ich mich und meine inneren Welten wieder.“


    Das ergibt sich zwangsläufig (bei freier Kunst, keine naturalistischen Auftragsportraits o.ä.).

    „In der Portraitmalerei werden oft Wesenszüge oder Charaktereigenschaften des Gemalten offensichtlich. (Bei Personen als auch bei Tieren)“


    Hier kommt es wohl darauf an, wieviel Freiraum man sich selbst bzw. der Auftraggeber einem lässt. Im "Idealfall" trifft es sicherlich zu.

    „Ich schöpfe Kraft aus der Betrachtung guter Bilder und umgekehrt (Hier bitte keine Namen nennen:-()“


    Hier würde ich "Kraft" durch "Inspiration" ersetzen.

    „Ich male oft Bilder deren Bedeutung und Zusammenhang ich erst hinterher verstehe (ist manchmal fast wie eine Erleuchtung).“


    Bei spontan entstandenen Bildern trifft das oft zu, bei "geplanten" Bildern eher nicht.

    "Magie" würde ich es nicht nennen, eher ein Phänomen der (künstlerischen) Selbstorganisation.
    Signatur
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