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  • Vorlagen entwerfen für Ölmalerei?

  • Michael Oerter
    Michael Oerter Vorlagen entwerfen für Ölmalerei?
    Ich übe mich gerade an meinen ersten Ölbildern und stelle fest das ist erstens gar nicht so einfach und zweitens alles ganz anders als vorher gewohnt.

    Ich habe vorher hauptsächlich Bleistift oder Buntstiftzeichnungen gemacht und ein paar Aquarellübungen mit Wasserfarben. Beim Zeichnen mit einem Stift habe ich kaum Probleme die richtigen Perspektiven und Größenverhältnisse zu treffen.

    Bei meinem ersten Ölversuch sind mir die Perspektiven alle ziemlich verzerrt und verrutscht da fehlt noch das richtige Gefühl für den Pinsel.

    Also habe ich mich entschieden für den 2, Versuch eine Vorlage zu erstellen, was sich als ziemlich mühsam rausgestellt hat.

    Mit meiner Software Photoimpression habe ich ein Foto so bearbeitet, dass es einer Kohlezeichnung ähnelt (obwohl die Funktion sketch heißt und Kohle dort anders aussieht, aber das nur am Rande) und das Foto im DIN A4 Format ausgedruckt.

    Jetzt mußte ich es nur noch auf mein Ölmalpapier 24x30 übertragen. Also DIN A4 Foto auf den Glastisch, Ölmalpapier darüber, Lampe unter den Tisch und die wichtigsten Konturen mit Bleistift abgepaust.

    Da das sehr langwierig und aufwändig war überlege ich beim nächsten mal direkt das Ölmalpapier in den Tintenstrahldrucker zu legen. Hat das schon mal jemand ausprobiert? Wie war das Ergebnis?

    Oder habt ihr bessere Ideen für eine gute Vorlage? Ich bin halt noch nicht soweit frei zu malen.

    Apropos frei malen, ich staune in der Galerie immer wieder über eure Fertigkeiten. Gibt es Übungen um den Pinsel ruhig zu halten?
    Ich male mit Öl indem ich das Blatt auf dem Tisch liegen habe, weil ich das vom Bleistift so gewohnt bin. Dabei kann ich die Hand stabil auflegen. Beim malen mit Pinsel und Ölfarben geht das nicht und ich werde leicht zitterig. Es fällt mir schwer ungestützt eine gerade Linie zu malen. Wenn ich zwei Flächen voneinander abgrenzen will male ich immer wieder in die andere hinein.

    Wie kann ich das verhindern? Ich glaube nicht, dass ich zu detailversessen bin, sehe ja in der Galerie dass es gehen muss.

    Danke für eure Tipps

    Micha
    Signatur
  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Hat das denn noch niemand ausprobiert und kann mir seine Erfahrungen berichten?
    Signatur
  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Danke Abud
    wirklich interessante Tipps. Das mit dem Graphitpapier ist aber mindestens genauso aufwendig, wie meine Paustechnik. Aber der Kniff mit dem Quadraten ist sehr hilfreich um freihändig eine Vorlage zu skizzieren und damit die Größenrelationen besser zu behalten. Außerdem wirkt das Bild wahrscheinlich besser als 1:1 abgepaust. Ich werde das bei meinem nächsten Versuch mal ausprobieren.

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vorher noch nie von einem Malstock gehört hatte. Klingt aber interessant. Das beruhigenste ist aber, dass du sagst andere bekommen auch eine zitterige Hand, wenn es an klare Linien geht. Ich habe ja deine tollen Bilder schon gesehen.

    Du gibst einem blutigen Anfänger wieder Hoffnung.
    Signatur
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  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Ja so ungefähr habe ich mir das auch vorgestellt.

    Und wenn ich mal älter wäre, ist der Stock schon da, eine zweifach sinnvolle Investition also. :lol:

    Ich habe mich bisher noch nicht an so große Formate gewagt. Mache gerade meine ersten Ölversuche auf 24x30 Ölmalpapier und das liegt platt aufm Tisch. Ich will aber dennoch demnächst mal einen Versuch machen, wie es sich anfühlt frei schwebend an einer aufrecht stehenden Wand zu malen. Werde das papier mal irgenwo gegenstellen und dann gucken was bei rauskommt. Wahrscheinlich einfach ne Gewohnheitssache.

    Im Moment denke ich gerade darüber nach, ob es nicht sogar einfacher ist mit einer größeren Leinwand zu malen. Bei so kleinen Vorlagen stecke ich zusehr in Details fest. Ich vermute bei größeren verschwimmt das ein bischen mehr und man sieht kleine Fehler nicht so.

    Noch mal danke Abud, ich finds klasse hier als Anfänger solche Hilfe zu finden

    Murmel
    Signatur
  • ambi_valenzia
    ambi_valenzia
    gerade bei Arbeiten mit Öl/Acryl halte ich große Formate für sehr hilfreich und sinnvoll. Ich bevorzuge diese aber prinzipiell.
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  • verica
    verica
    Ich habe mir gerade dein Profil angesehen.

    Du malst ja gut!!!

    Du sags, das du Anfängerin bist? Warum nimmst Du
    für Anfang so "schwere" Motive?

    Versuche zuerst mit einfache Bildern oder
    ohne Vorlage, einfach so, aus dem Kopf, bis
    Du ein wenig Gefühl bekommst für Öl und Leinwand?

    Alles ausprobieren, malen, malen, malen... und
    natürlich die gute Tipps bei KN sammeln.

    Viel Erfolg!
    Signatur
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Hallo Murmel,
    der Tipp mit dem Graphitpapier ist gut. Ich mache mir das Papier selbst, indem ich mit einer weichen Graphitmine die Rückseite der Vorzeichnung einreibe. Nachdem aber seit Jahrzehnten (seit Dörner und Wehlte) in der Literatur immer wieder behauptet wird, dass Graphit duch die Ölschichten "wachsen" kann, mache ich das nicht mehr für Ölfarben - wohl für Acryl (über die Du, wenn sie getrocknet sind, getrost mit Ölfarben malen kannst). Wenn ich für Öl pausen will, reibe ich die Rüskseite mit einer Rötelkreide oder mit rotem Ocker-Pulver (bilige Pulverfarbe aus dem Anstreicher-Fachhandel).

    Ich habe auch schon Papier in den Tintenpi ... Tintenstrahler gelegt, allerdings war es Acrylmalpapier. Die Vorzeichnung (linierte Umrisse) habe ich mit verdünnter Acrylfarbe aquarellartig modelliert, darüber eine Imprimitur (selbst hergestellt aus Grüner Erde und Acrylbinder) gelegt, diese mit einer Weißhöhung (auch aus Acryl) versehen und dann mit Ölfarben ausgearbeitet. Für mich war es ein tolles Ergebnis.

    Vielleicht hilft´s ja -
    Gruß J.
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