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  • Keilrahmen selbst bespannen - komme nicht zum guten Ergebnis

  • Avalon Keilrahmen selbst bespannen - komme nicht zum guten Ergebnis
    Hallo ihr alle,

    ich brauche Rat. Ich habe einen Keilrahmen 100x120m den ich mit Leinwand neu bespannen möchte. Ich habe alles darüber gelesen, was es an Infos gibt, aber das Ergebnis ist wellig. Ich spanne die Leinwand diagonal über Ecke, und beachte auch den Fadenlauf. Dann mache ich die Leinwand nass und im nassen Zustand zieht sie sich super zusammen und ist schön straff, so wie es sein soll. Dann trage ich eine Vorgrundierung mit Acryl-Binder auf, 2 Teile Binder und 1 Teil Wasser. Und wenn es dann trocken ist, wellt es sich und ist nicht mehr straff. Ich weiss nicht, was ich falsch mache und hoffe, dass mir jemand helfen kann.
  • orellireug
    mehrere varianten die ich versuchen würde bzw. selbst anwende ...

    - einfach nocheinmal die rückseite befeuchten

    - per dampfbügeleisen mit etwas abstand die gesamte fläche bedampfen, (auch an die ecken denken)

    - die leinwand über die keile nachspannen

    sollte alles einzeln oder in kombination funktionieren, vorausgesetzt das material ist in ordnung. die grundierung nicht zu satt auftragen, lieber mehrere dünne schichten.
  • Martin Mißfeldt
    Martin Mißfeldt
    Wieso "diagonal über Eck"? Hab ich noch nie gehört. Ich fange immer von der Mitte aus an und arbeite in die Ecken hinein. Zum Schluss werden die Ecken umgelegt. Immer zwei Tacker pro Seite setzen und dann um 180 Grad wenden. Wenn gewendet schon die zwei sitzen, nur um 90 Grad drehen.
    Die aufgespannte, ungrundierte Leinwand sollte schon straff sein. Durch die Grundierung zieht sie sich dann noch fester zusammen.
    Wenn das bei Dir nicht der Fall ist, klingt das definitiv nach schlechte Qualität der Leinwand.
    Die Tipps von guerillero sind gut, funktionieren aber nur, um kleine Wellen auszubügeln. Im Grunde darf das beim Aufpannen und Grundieren nicht passieren.
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    scheint mir ein Stoff zu sein, der wenig dehnbar ist. Durch die Feuchtigkeit von Wasser und Grundierung w9ird jeder Stoff schon straff /zieht sich zusammen und manchmal überdehnt. Wenn der Stoff dann wieder trocknet dehnt er sich aus und je nachdem wie dehnbar er ist leiert er ziemlich.
    Lange Rede kurzer Sinn, welchen Stoff hast du benutzt?
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  • Avalon
    Hi, danke für eure Antwort. Ich habe schon beide Varianten der Bespannung beginnend über die Mitte und über die Ecken versucht. Beides war vor der Grundierung und dem Befeuchten stramm wie eine Trommel. Die Leinwand habe ich von Boesner ungrundiert gekauft. Bis zur Trocknung war ich auch immer optimistisch, weil es nach der wirklich dünnen Schicht Binder schön stramm war, ohne den Rahmen zu verziehen. Nach dem Trocknen aber... mal wellig von Rand zu Rand, mal nur in der Mitte. Könnte es daran liegen, das ich Binder verwendet habe und keine Grundierung? Hat die Grundierung die Eigenschaft, die durch die Nässe aufgequollenen Fasern zu verkleben?
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    ich grundiere immer mit Binder.
    welche Leinwand von boesner genau?
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  • martinicio
    martinicio
    http://www.izmaglow.de/kuenstlerbedarf/leinwand-aufspannen.html

    Spannzange ist sehr hilfreich.

    ein einmal schlecht aufgezogenes Maltuch lässt sich nicht mehr korrigieren und macht von Anfang an nur Ärger. Im Zweifel wieder runter.

    P.S: ein ordentliches Teil in der Grösse gibt es bei Boesner für 32 Euro
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  • eirelagkrap
    Du darfst die Leinwand vor der Vorleimung nicht nass machen.
    Die Variante, die L. von der Mitte aus aufzuspannen, ist unbedingt vorzuziehen.
    Dein Mischverhältnis ist falsch. 1 Teil Acrylbinder auf 2 oder 3 Teile Wasser genügen vollkommen.
    Bitte nicht versuchen, durch auskeilen die Spannung herzustellen.
    Wenn dein Bildträger zum Einlaufen neigt (z.B. Baumwolle),kannst du ihn vorher in der Waschmaschine waschen.

    Klaus
  • Avalon
    Das Gewebe hat den Namen Provence - Laut Beschreibung: Sehr dichtes und gleichmäßiges Baumwollgewebe, naturbelassen, ca. 280 g/m². Provence ist ein besonders beliebtes, häufig verwendetes, rohes Künstlergewebe. Es ist für viele Einsatzbereiche geeignet. Das Gewebe wird als handlicher Ballen geliefert.
  • eirelagkrap
    Spannzange ist nicht hilfreich, da sie regelmäßig zu einem Überspannen der Leinwand beiträgt. Sie ist nur für bereits grundierte oder bemalte Leinwände zu empfehlen.

    Klaus
  • eirelagkrap
    Das Gewebe hat den Namen Provence

    Das ist in Ordnung. Am Gewebe liegt es nicht.
  • Avalon
    Ich werde die Leinwand nochmal vom Rahmen nehmen und neu spannen und dann nochmal eine Schicht Binder mit dem Mischungsverhältnis 1:1 auf die trockene Leinwand auftragen. Danke für euren Rat. Ich melde mich wieder, ob es geklappt hat.
  • martinicio
    martinicio
    Spannzange ist nicht hilfreich, da sie regelmäßig zu einem Überspannen der Leinwand beiträgt.


    Ob dies regelmässig zum Überspannen führt, ist in hohem Maße von der Lernbereitschaft des Bearbeiters abhängig.
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  • eirelagkrap
    Ich werde die Leinwand nochmal vom Rahmen nehmen und neu spannen und dann nochmal eine Schicht Binder mit dem Mischungsverhältnis 1:1 auf die trockene Leinwand auftragen.


    1.Da ist jetzt schon viel zu viel Binder drauf.
    2.Niemand sprach von einem Verhältnis 1:1.
    3.Möglicherweise wirst du die Wellen nicht mehr vollständig raus bekommen,
    wenn der Binder schon trocken ist.
  • eirelagkrap
    Spannzange ist nicht hilfreich, da sie regelmäßig zu einem Überspannen der Leinwand beiträgt.


    Ob dies regelmässig zum Überspannen führt, ist in hohem Maße von der Lernbereitschaft des Bearbeiters abhängig.


    Natürlich.
    Aber die Hand bietet hier ein natürliches Regulativ. Wenn es kraftraubend wird, ist es
    zu fest gespannt. Außerdem geht mit der Spannzange das berühmte "Fingerspitzengefühl"
    verloren.

    Klaus
  • Avalon
    sorry, sollte Verhältnis 2:1 sein, Tippfehler. Da ich ja noch Leinwand habe, werde ich also noch mal (zum 3. Mal) von vorne anfangen.

    1. Spannen (nicht zu fest, nicht zu lasch)Möglichst ohne Zange :-)
    2. Trockene Leinwand vorgrundieren (Mischung 2:1 (Wasser, Binder)
    3. Hoffen, das es stramm bleibt, wenn Binder getrocknet ist

    Menno, das kann doch nicht so schwer sein. Werde euch das Ergebnis mitteilen. Danke an alle.
  • efwe
    efwe
    abspannen- neuspannen-
    -entspannen :)))
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  • regiezsuam
    kleine anmerkung:
    baumwollgewebe ist keine "leinwand" - auch wenn diese bezeichnung für alle künstlergewebe pauschal verwendet wird.
    echte leinwand hat andere eigenschaften als baumwollgewebe.
    baumwolle zieht sich im nassen zustand zusammen und beim trocken wird sie wieder etwas lascher.
    echte leinwand dehnt sich beim anfeuchten aus und wird erst wieder im trockenen zustand straff - vorausgesetzt, sie war vor dem grundieren auch schon straff! ;-)
    spannen: ja, klar von der mitte aus und die gute alte, aber geruchsintensive vorleimung mit hasenleim hat immerhin den vorteil, dass sich der - im gegenteil zum kunststoffbinder - leicht auflösen lässt.
  • Gris 030
    Gris 030
    frag tt, der kennt sich mit spannungsabbau bestens aus
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Ich habe kürzlich das erste Mal mit Binder vorgeleimt anstatt mir der sonst von mir üblichen Imprimitur von Lascaux oder Hasenleim. Mir erging es genauso, bei reinem Leinen, es wurde wellig und lasch. Die ganze Leinwand wird wie weiches Plastik, was Binder schließlich auch ist. Ich nehme wieder die Imprimitur und normalen Gesso, und damit hatte ich noch nie Probleme.
    Mir hat ein Firmeninhaber von einem Malbedarfsgeschäft gesagt, rohe Leinwand müsse man erst anheften, dann grundieren und erst danach aufspannen.
    Ich musste jedenfalls die Leinwand die mit Binder bestrichen war, wieder runternehmen.
    Gruß Margit
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