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  • Kunst als Therapie, der wahre Ausdruck in der Kunsttherapie

  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    lieber Kinderlein maruschko und heike,

    ich weiß, diese Anrede allein kostet mir den Kopf, gebe ihn virtuell gerne her.
    Es ist der von mir eröffnete Thread über Kunsttherapie. Dabei geht es mir um Kunst und Therapie. Vielleicht mal auf der Zunge zergehen lassen was das eigentlich ist. Es geht mir nicht darum die Mittelmäßigkeit bis hin zu simpelster Deko oder heile Welt Motiv wie es hier bei kunstnet vorherrscht als Kritik für meinen Maßstab geltend zu machen.
    Ich will keine Ratschläge haben wie man die banale beliebige Mittelmäßigkeit und das seichte einlullende Trallala erreicht.
    So etwas gibt es schon in rauen Massen an jeder Ecke. Jeder kleine Kurs basiert darauf weil der Kursgeber beliebt und geliebt sein möchte von den Kursteilnehmern. Ich will etwas anderes erreichen mit meiner Arbeit aber natürlich nicht hier in kunstnet im Spinnerforum.
    Es ist etwas reales und wenn es sein muss weil viele Menschen zu zart und empfindlich sind im Gemüt für meinen Anspruch weil sie unter liebevoller Beziehung nur heile Welt und Dauerharmonie verstehen, dann gehe ich in die Forensik wo Schwerverbrecher, Psychopathen, Massenmörder und Kinderschänder therapiert werden um meine Art der Kunsttherapie, um meine Erfahrungen und Fähigkeiten für die Gesellschaft positiv nutzbar zu machen und versuche dort ob mit einer Konsequenz etwas zu erreichen ist.
    Diese schwer psychisch kranken Menschen am äußersten Rand der Gesellschaft könnten eine Hilfe mit gestalterisch/ästhetischer sowie anspruchsvoll/empfundener Beschäftigung mit der Kunst sicherlich vertragen. Studiere die seelischen Abgründe der Menschen schon länger.
    Auf keinen Fall werde ich mich auf eine Arbeit mit betroffenen Menschen einlassen bei der ich als Helfer immer und automatisch der Sieger über die betroffenen schwachen Menschen bin oder sie mit Lieblichkeit einlulle.
    Es geht um eine Beziehung im Miteinander, da kann jeder mal gewinnen oder verlieren. Es sind erwachsene Menschen und so geht es nicht um das Abhängigkeitsverhältnis wie zwischen Eltern und Kind.

    gruß fluuu
  • Mario Reinhold
    Mario Reinhold
    Hallo fluuu,

    meinst Du wirklich Leute wie Max Liebermann, als er z.B. "die Bleiche" gemacht hat, haben einen an der Waffel gehabt. Mensch, wo suchst Du denn wirkliche Kunst? Wenn Du Recht hast, ändere ich meine Themenbilder und mach' erst mal' was' anderes. Das kann und soll es einfach nicht sein.
    Gruß UNART
    Signatur
  • Hassiano
    Hassiano Spinnerforum? @Fluu
    Na ja, einerseits suchst Du die Reibung mit anderen Menschen und deren Meinungen und Ansichten und dann diffamierst Du dieses Forum hier als "Spinnerforum". Interessant...

    Immerhin hat dieses von Dir so betitelte "Spinnerforum" auch Dir geung Zeit und Raum geboten, Deine Ansichten und Gefühle widerzugeben.
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  • rekcertslloV
    Man sollte bei diesem Thema bedenken, dass manche (viele?!) sogenenannte "psychisch Kranke" bewusstere, (aber zu) sensible Menschen sind, die mit der Perversion des Alltags nicht zurechtkommen.

    Auch (der Umkehrschluss) ist hinlänglich bekannt, (nämlich) dass der "normale" Gesellschaftsmensch voll psychischer Probleme steckt, einer mehr, einer weniger.
    Sein/unser Marionetten-artiges Verhalten/Konditionierung übertüncht dies ja nur bzw lässt es nicht zum "Ausbruch" kommen.
  • rekcertslloV
    Ich denke, der massgebliche "Heilungseffekt" einer Kunsttherapie ist der kreative energetische Prozess an sich sowie die Bestätigung durch Aufmerksamkeit anderer Betrachter...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...genau, gut erkannt.
    Weil der kreative energetische Prozess einen Heilungseffekt hat steigert der Anspruch die Wirkung und den Erfolg. Natürlich ein sehr schwieriger und mühsamer Prozess der etwas an Kraft und Willen braucht wie jeder kreativ/schöpferische Prozess.
    Es stimmt auch, dass das Ausstellen der Ergebnisse dieser Arbeit einen bestätigenden Effekt hat durch die Aufmerksamkeit der Betrachter.
    Vollstrecker Du kennst Dich gut aus, wärst für Kunsttherapie geeignet...

    gruß fluuu
  • rekcertslloV
    naja, wollte eigentlich heiler+heiliger werden...
    aber widrige umstände (ich) haben´s verhindert,
    dass meine wenigkeit die welt erlöste (bisher:))
  • abArt
    abArt
    gelöst erlöst sichs leichter ...
    Signatur
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    naja, wollte eigentlich heiler+heiliger werden...


    ...davon gibt es ganz viele in Internetforen die das auch sein wollen jedoch nie zugeben, schließe mich da gar nicht aus. Die meisten sind jedoch so schlecht mit sich selbst, da ist es besser den Heiler und Heiligen nicht an die große Glocke zu hängen.

    Der erste Schritt ist eine erfolgreiche Eigentherapie bevor man sich auf Andere einlässt und da hapert es oft schon, viele meinen anderen Helfen ist die Erfüllung und bleiben selbst auf der Strecke, es geht ihnen immer schlechter und sie "Helfen" immer mehr um sich zu Retten. Ein fatales Spiel das mit dem Absturz endet, entweder des Helfers oder des Klienten.

    Die Kunsttherapie besteht aus einem therapeutischen Dreieck, das ist eine Besonderheit im Gegensatz zur Gesprächstherapie z.B., dieses Dreieck besteht zwischen Klient, Therapeut und dem Kunstwerk. In dieser Dreieckskonstellation gilt es eine ausgewogene Beziehung untereinander und miteinander zu ermöglichen, der Therapeut ist nicht allein dominierend, auch dreht sich nicht alles nur um den Klienten, eher steht das Kunstwerk im Mittelpunkt und bildet das Hauptinteresse.
    Das ist ein großer Vorteil für Klient und Therapeut nicht so viel Energie aufbringen zu müssen um nicht in ein abhängige Beziehung zu rutschen die immer droht zwischen Helfer und Betroffenem. Das Kunstwerk als zentrale Größe ist ein Vermittler.

    So ist es mit dem Heiler und dem Heiligen um die Welt zu Retten ein frommer Wunsch, kenne einige denen es auch so geht, nur das ganz simple sich selber Helfen klappt komischer Weise fast nie.
    Das sind Menschen die meinen wenn sie zunächst anonym die Welt Retten und sie so geformt haben wie sie selber sind, dann kann diese umgeformte Welt auch sie Retten. Ein umständlicher und nie funktionierende Vorgang, er muss zum Scheitern führen. Besser ist es den schmerzlichen Prozess sich selbst innerlich und direkt zu Ändern unabhängig von äußeren Zwängen, das führt dazu zunächst in der Welt leben zu können wie sie ist und erst dann Einfluss auf das Außen zu nehmen.

    Befürchte jedoch, dass so ein Thema hier bei kunstnet zu weit führt und kaum nachvollzogen werden kann. Hier wollen wir ein wenig albern sein und blödeln.

    Reif für die Klinik?
    Ein Besucher einer psychiatrischen Anstalt fragt den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, wann ein Patient aufgenommen wird oder nicht.
    Der Direktor antwortet: "Wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne zu leeren.
    Der Besucher: "Ich verstehe. Ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, richtig?"
    Der Direktor: "Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen. Möchten Sie ein Zimmer mit oder ohne Balkon?"

    gruß fluuu
  • abArt
    abArt
    fluu: "nur das ganz simple sich selber Helfen klappt komischer Weise fast nie. " ja, weil es anscheinend so viel leichter, bequemer und auch gewohnter ist, andere zu beobachten als sich selbst. auch du hast ja das bedürfnis dich mitzuteilen - vielleicht in der (unterschwelligen) hoffnung, irgendwo auf resonanz zu stoßen. ich gehe davon aus, dass es den allermeisten so geht ...
    Signatur
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    fluu: "nur das ganz simple sich selber Helfen klappt komischer Weise fast nie. "


    Sicher, sich selbst gegenüber die eigene Wahrheit eingestehen und ihr mit offenen Augen ins Gesicht zu schauen ist nicht so einfach auszuhalten aber diese Fähigkeit zu Lernen ist die einzige Chance sowohl künstlerisch als auch therapeutisch etwas vermitteln zu können ohne bei der kleinsten Kritik aus den Latschen zu kippen.
    Die Selbsttherapie gibt das Fundament die eigenen Schwächen und Defizite zu kennen und dem Kritiker den Wind der vernichtenden und verletzenden Angriffe aus den Segeln zu nehmen. Wer sich seiner Schwäche bewusst ist lässt sich von außen nicht daraufhin so leicht verletzen, nur wem die eigne Schwäche peinlich ist und er will sie am liebsten immer unsichtbar halten, bietet Angriffsfläche und ist leicht zu verunsichern.
    Sich selber Helfen können muss die erste Aufgabe sein die gelöst wird und erst dann sind andere Reaktionen auf die Mitmenschen sinnvoll.
    Wer selber etwas nicht beherrscht, wie soll er den Weg zum Ziel beschreiben können?
    Es geht nicht anders, die Fähigkeit den eigenen Schweinehund selbst zu überwinden ist die einzige Chance etwas zu lösen.
    Alles andere sind Ausflüchte, Selbstbetrug, Lüge und Augenwischerei, sowohl in der künstlerischen als auch in der therapeutischen Arbeit.
    Die absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist es was die Kunsttherapie mit Anspruch und Ästhetik zu Vermitteln in der Lage ist und die Innere eigene Wahrheit sichtbar macht wie kaum eine andere Therapieform.

    gruß fluuu
    Signatur
  • heinrich
    fluuu,
    dein Thema passt mehr
    in dieses Forum, zum Beispiel:

    https://www.therapie.de/psyche/info/

    https://www.therapie.de/psyche/info/glossar/kunsttherapie/

    in Bereich der Medizin.

    Lass, bitte, Kunst - Kunst sein.
    Signatur
  • tilkareh sorry
    alle schaffendenden suchen einen weg, um sich auszudrücken.
    dieser weg liegt in jedem selber.
    dies zu wecken, sorry,
    ist bei suchenden einfach. einfacher, weil der weg diesen zu geben,
    in dem moderators welt gegeben ist.
    sich selbst zu finden, ist halt selbst. oder die gebende umwelt.
    dieses zu finden, an menschen zu suchen um zu finden,
    da findet(fängt) man an sich selbst an zu suchen.
    es ist halt nicht einfach, menschen zu geben, so frei zu sein,
    sich zu entwickeln zu mögen! mögen.
    der rest ist freud,
    der sich in keinem bild leugnen wird. (surrealismus)
    malen, bzw die freiheit, alles was einen bewegt, in ausdruck zu bringen,
    ist eine geissel der heutigen zeit.
    bilder zu malen, die offen sind,
    das könnte im profil gegeben sein,
    in meinem gezeigt,
    ist halt nur der wunsch eines schaffenden, dass man leute findet,
    dass man sich verstanden sieht.
    dies ist überhaubt nicht wichtig.
    es geht auch, nicht um menschen,
    sondern um den rest der welt. dem system.
    nicht um derbende selbstdarsteller,
    sondern um mitbewohner unserem leidenden planeten, der biomasse,
    ohne die wir nicht existieren können,
    eben sehen,
    das es so nicht weiter geht.
    artenoah.
    eben darum, dass sich jeder nicht jeder "künstler " sich selber beweihräuchert,
    sondern seine ausdrucksweise an der sinnmässigkeit der menscheit misst.
    oder an dem öko-logischen sinn.
    es gibt orang-utans, die als fick-objekte benutzt werden.
    es gibt rinder, die fleisch essen.
    es gibt tiere die aussterben,
    die das system wackeln lassen.
    es gibt leute, die dies nicht sehen.
    hoffendlich bekommen die keine kinder,
    die an glutamatinduziertem autismus den tieren in der welt den platz wegnehmen.
    ich hab schon 10290 bäume gepfanzt,
    in der ganzen welt, ok, auch grund.
    wo anders ist das billiger, als hier, und so einfach sinnvoll, diese menschen wollen es, ihr umfeld verändern,
    weils muss!!!
    KÖNNT IHR DAS?
    man sollte, muss man denen nur mut machen.
    ich bin gar nicht mehr so gern in deutschland.
    wir haben es zu gut.
    aber wir müssen es ändern.
    wir haben den luxus, darüber nachzudenken.
    nur nicht die zeit.
    announcements of well kwon facts.
    arte noah eben.
    arte noah intro 1.2
    c+
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl

    Lass, bitte, Kunst - Kunst sein.


    Joseph Beuys sagte "Kunst ist ja Therapie!"

    gruß fluuu
    Signatur
  • kceit
    - nein, kunst ist keine therapie...also sprach tieck...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...auch einen Tick (Tic) kann man mit Kunst oder Therapie behandeln...

    gruß fluuu
    Signatur
  • kceit
    o:) - ...und nach der behandlung raucht er wieder...malt nicht mehr...ja, ja...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...nach der Therapie, der Kunsttherapie behauptet er nicht mehr so naseweis gegen Beuys, dass Kunst keine Therapie sei nur um mal bisschen Blödsinn zu schreiben, dann hat er es am eigenen Leibe gespürt...

    gruß fluuu
    Signatur
  • kceit
    - das kunst keine therapie ist, meinte ich ehrlich...ich würde sogar behaupten, dass sie nicht sehr gesundheitsförderlich ist...allerdings bin ich mit der gesamtsituation sehr zufrieden und lustig aufgelegt...o) und da gebe ich dir jetzt einen grünen pünkt...
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