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  • Wieso ist es so schwer, modern zu sein?

  • sselemiTmoT
    Franzosen sind nüchtern?!!
    Das stimmt so nicht, die sind gerne und viel emotional,
    und ihren vielen Wein exportieren sie auch nicht ausschliesslich!...

    Ich wollte aber auch nicht für Trunkenheit plädieren,
    aber eine Bewusstseinsveränderung, am besten -erweiterung,
    tut manchem gut,
    bzw. ohne wird´s ziemlich trostlos...
    Ähnliches gilt natürlich auch für den Humor und Ethik...
    Und manches mehr...
  • kcinduridur
    das stimmt so nicht,alkohol besinnt nur deinen körper und geist, letztendlich nur oberflächliches gedöhns,(selbstbeschäftigung),-dein bewustsein nimmt auch ohne alkohol jehne bewustseinserweiterung ein von der du was erwartest---ist auch nicht dolle modern bewustseinserweiterung durch sinnebetäuben
  • siku
    Niemals kann ein Zurück in Fortschritt münden, niemals!


    es gibt kein zurück in der Kunst, selbst wenn zitiert wird sind es andere Künstler die nacharbeiten, oft in einer anderen Zeit. Wenn heute jemand eine Arbeit von C. D. Friedrich nachmalt, dann kann das Bild noch so gut kopiert sein - es fehlt der Zeitgeist der "Frühromantik" - und der lässt sich nicht rückwirkend nachempfinden.
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  • nroK
    Ja, lieber tieck, wenn es nicht rüchwärts gewandt ist, magst Du schon recht haben, jedoch scheinen viele es so zu begreifen, als ob es nur auf den inneren Wert ankäme, daß dem nicht so ist, das zeigt doch, wie unsinnig es wäre, gleiches wie Mozart heute zu komponieren. Es würde keine Frage beantworten, es würde nichtssagendes Zeug sein. Wozu sollte man das tun, wozu solche Rhytmen verwenden, solche Melodien, die nichts mit uns zu tuń haben? Ich begreife es nicht, woran und wie solche Leute denken, wenn sie ihre Bilder schaffen. Hast Du Dir mal die Bilder von Adolf Hitler angesehen, im kunstnet hätten sie durchaus Bestand gehabt und ihre guten Kommentare gefunden. Ich glaube, es war Adorno, der gesagt hat, daß nach Auschwitz keine Kunst mehr möglich sei. Ich stimme dem nicht zu, aber es kann keine traditionelle Kunst mehr sein.
  • siku
    - ...nur eins ich kann mir nicht denken, dass die ranghöhe eines werkes, zeitabhängig oder motivabhängig ist...die ranghöhe eines werkes, welches zur kunst gezählt wird muss meinem verständnis nach zeitunabhängig sein


    Zeitgeist ist in jedem Bild, ob Deko oder hehre Kunst.
    Hallo Tieck, hierher bin ich umgezogen.

    @ tieck: bezugnehmend auf die von dir verlinkte HP: nicht übel, aber - in deinen Worten - sie "varieren nur" (formal sehr stark) Klassiker. Meine Antwort bezog sich allerdings tatsächlich auf deinen Beitrag in dem anderen Thread.

    Künstler waren eigentlich fast immer Einzelgänger, die sich dem Zeitgeist angeschlossen haben. Der Blaue Reiter, das waren laut Kan. er und Marc. Die Brücke war laut Kirchner ohne ihn gar nicht denkbar. So könnte man weiter schwadronieren. Die Einflüsse für beide Gruppen kamen aus Frankreich. Ich würde primär auf Zeitgeist setzen.
  • nroK
    Siku hat`s in knappen Worten genau gefasst. Ein zurück ist nicht möglich, weil die Menschen eine andere Befindlichkeit haben. Das liegt eigentlich völlig auf der Hand, man sollte gar nicht darüber reden müssen. Warum es dennoch anders ist, daran kann nur die Ausbildung schuld sein, die zwar die technischen Fertigkeiten vermittelt, nicht aber die Gedanken. Wir wollen von einer VHS auch nicht verlangen, daß sie fertige Künstler ausspuckt. Künstler hat was zu tun mit deer Empfindung der Welt um sich, hat was zu tun mit Sensibilität und der Aufnahmefähigkeit und dem Leiden am Zustand. Soweit alles in Ordnung, wenn diese Handwerker nicht immer versuchen würden, sich in künstlerische Gedanken einzumengen.
  • sselemiTmoT
    @ rudi:
    alkohol ist auch eher verändernd und nicht erweiternd...
    ich meine, viele bekannte künstler früher "inspirierten" sich mit allohol, manche auch jetzt noch.
    heute mögen es andere substanzen sein, die beliebter sind. ist ja tabuthema.

    Auch Kaffee, Zucker und Anderes sind schon recht starke Stimulantien.
    Aber auch kaum erweiternd, aber immerhin, auch ein Kick, nach dem jeder auf seine Art verlangt.
    Wen Du angebliche "Heilige" anführen willst - Da ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Und hat nicht schon Jesus gerne einen gebechert?
    :))

    Aber für manchen mag es auch wichtig sein, immer nüchtern zu bleiben...
  • kceit
    zitat korn) ...als ob es nur auf den inneren Wert ankäme, daß dem nicht so ist, das zeigt doch, wie unsinnig es wäre, gleiches wie Mozart heute zu komponieren...


    - du führst so schnell neue begriffe ein, die ich erst für mich abklären muss -> innerer wert...was soll das sein...?
    - ok, kommen wir mal zu grundsätzlichem, wenn ich zeichne, bzw. mir das zeichnen aneigne und versuche über den durchaus lernbaren umgang mit dem material, zu erlernen mit einer linie etwas zu vermitteln, wie schwere, last, leichtigkeit usw. und dies dann einsetze um meine gestaltungsabsichten umzusetzen, so tue ich doch nichts anderes, als das, was dürer, michelangelo usw. auch getan haben...diese grundsätzlichen werkzeuge/fertigkeiten des bildnerischen ausdrucks (wenn wir mal bei malerei und zeichnung bleiben)ändern sich doch nicht oder nur wenig...wenn ich diese beherrsche, so kann ich sie doch einsetzen, um das was ich will umzusetzen und bin dann, wenn ich die themen aus meiner gegenwart aufgreife ein kind meiner zeit und quasi modern...das heißt für mich, dass modern nicht von der form abhängen kann, nur vom inhalt bzw. innerem wert...ich habe doch dann, vorausgesetzt die fertigkeiten reichen aus, das ganze repertoire von ausdrucksmitteln der vergangenen jahrhunderte zur verfügung...und kann mir neue aneignen, keine frage...
  • kceit
    - hier mein umzug :) :

    - ja das stimmt, und das ist eben das dilemma in der modernen malerei...wohl alle variieren z.z. die klassiker...ob es einen ausweg gibt (für die malerei), ist schwer vorherzusagen...sie wurde ja auch nicht erst einmal für tot befunden, die malerei...
    - ich sehe das so, form, farbe, geste ist ein versuch, was daraus wird, liegt in der zukunft...aber wenigstens ein versuch...
  • nroK
    Die Gruppenbildung, denke ich, ist ein Thema für sich. Es gibt zu jederzeit Themen, die allgemein von Anspruch sind, die von sensiblen Geistern wahrgenommen und auch ähnlich beantwortet werden. Es ist doch niemals so, daß es beliebig viele Antworten gibt, so weit sind wir nicht gefaßt. Heute ist es vieleicht einfacher, seine eigene Identität und Eigenständigkeit wirken zu lassen. Man kann auch als Individuum existieren, zu Zeiten als Künstler noch von Mäzenen abhängig waren, wäre diese Individualität schlicht unmöglich gewesen. Ich liebe historische Filme, weil sie zeigen, welche Abhängigeiten es gibt, wenn man alles andere beiseite läßt.
    Wunderbar zum Beispiel `Shakespeare in love`, ich kann jedesmal weinen bei diesem Film, der die elisabethanischen Voraussetzungen aufnimmt und so variiert, daß wir es verstehen, wundervoll und ganz groß und komischerweise auch noch sehr mnodern. Das ist Kunst, die komischerweise auch noch durch Preise geehrt worden ist. Wollen wir das? Zeitnah geehrt werden, oder wollen wir lieber erst einmal mißverstanden und später desto mehr geehrt sein?
  • nroK
    Mein lieber tieck, Du denkst ganz richtig, das sind alles die Fragen, die uns beschäftigen. Denkst Du nicht auch, daß Dürer oder Michelangelo nicht eben klassisch dachten zu ihrer Zeit und nur eine Vorgabe erfüllen wollten. Sie wolltens doch eher den anderen, ihren Zeitgenossen, zeigen, sie wollten mehr drauf haben als jene, sie wollten sie überflügeln. Natürlich kam dazu auch ein zutiefst menschliches Begreifen und Fühlen, ohne welches sie nur Virtuosen geworden wären. Aber daraus kann man nicht ableiten, daß alles scheißegal wäre, ganz im Gegenteil, jede Zeit erfordert ihre je eigene Antwort, die einzig und unwiederholbar sein muß. Diese Antwort kann man nicht wollen, diese Antwort erfordert eine große Freiheit des Denkens und Fühlens, diese Antwort ist maßgebend und erklärend, wir können nur versuchen, uns von den Zwängen frei zu machen, als Beispiel für die Menschen unserer Zeit. Ob uns dies gelingt, ist sehr fraglich, aber gelingen wird`s uns bestimmt nicht dadurch, daß wir uns auf Bewährtes verlassen.
  • nroK
    Das Wesen der Kunst ist eine gewiße Offenheit, eine Unbestimmtheit, die aber nichts mit Gleichgültigkeit oder mit Beliebigkeit gemein hat. Wir sind alle in einer Pflicht oder was wir machen ist nur ein tönernd Erz. Es liegt so klar vor mir, daß ich nicht verstehen kann, wie andere es nicht ebenso sehen wollen. Tieck ist kein ganz unbekannter Name in der deutschen Geistesgeschichte, faß Dir ein Herz und belehre uns eines besseren, mein Lieber. Kennst Du die Musikgeschichte, kennst Du Schönberg? Du kennst Picasso und Kandinsky, damit kennst Du, worüber wir hier sprechen, studiere diese zwei, dann wirst Du wissen, wie schön es ist, daß wir heute leben und alles vor uns haben, und daß wir antreten, die Ikonen unserer Zeit zu schaffen. Nicht Wollen, Fühlen!
  • nroK
    Es macht mich etwas traurig, daß niemand auf meinen neuen Thread `Schafsköpfe oder moderne Kunst` reagiert, denn der darin beschriebene Künstler, Menashe Kadishman, scheint mir, ist einer näheren Betrachtung mehr als wert.
  • onatnerb
    sehe es ähnlich wie tieck, es geht mehr um authentizität als darum, modern zu sein, da es die moderne ja zu überwinden gilt, meiner ansicht nach, aber ohne bezüge zu vorangegangenem geht's nicht, guckt ecuh mal rauch an, solange man authentisch bleibt, kann man so gut wie alles als vorlage nehmen, wo sollen die vorbilder denn herkommen? picasso das genauso gemacht, aber er hat sich nie zufrieden gegeben mit dem was er geshcaffen hat, sondern immer an sich gearbeitet und weiterentwickelt, vielleicht gibt es wirklich keine einschlägigen neuen kunstrichtungen mehr wie in der moderne, aber vielleicht zeichnet gerade das die ablösung von der moderne aus, das es die großen -ismen nicht mehr gibt? es kommt doch darauf an, wo steht man, am anfang kann es durchaus gut sein alte meister nachzumalen, wenn man dabei was lernt, wrum nicht? interessant finde ich den weg von der idee zur umsetzung, ich könnte mir z. b. eine staffelei kaufen, mich an dei alster setzen und segelboote malen, das wäre für mich aber keinesfalls authentisch, darum tue ich es nicht, aber es kommt vor da sehe ich ein bild von doré und weil es mich fasziniert zeichne ich es nach, das nennt man dann formwille, was sprict dagegen?
  • geradeaus
  • geradeaus
    geradeaus
    Niemals kann ein Zurück in Fortschritt münden, niemals!


    Wie würdest Du dann die Renaissance sehen?
  • siku


    Wie würdest Du dann die Renaissance sehen?


    du meinst den Rückbezug auf die Antike, das war kein Zurück! Die Künstler der Renaissance haben antike Elemente in ihre Zeit transferiert, zum Teil auch rekonstruiert, wie es gewesen sein könnte - das geschah aber im Zeitgeist der Renaissance, dadurch entstand Neues.
    Sich auf etwas zu beziehen ist nicht mit Rückschritt gleichzusetzen.
  • siku
    Es macht mich etwas traurig, daß niemand auf meinen neuen Thread `Schafsköpfe oder moderne Kunst` reagiert, denn der darin beschriebene Künstler, Menashe Kadishman, scheint mir, ist einer näheren Betrachtung mehr als wert.


    es gibt eben viele gute Künstler, in Bezug zu diesem Thread bringen die Bilder kaum neue Erkenntisse.
  • nroK
    Ich muß immer wieder auf die Musik hinweisen, um zu unterstützen, was mir so wichtig ist. Dort gibt es keinen Widerspruch, dort gibt es nur die Moderne. Darum denke ich, je länger desto mehr, daß meine Irritationen allein von solchen Beständen wie dem kunstnet herrühren. Professionelle Malerei schlägt sich auch nicht mit diesen Fragen herum. Neo Rauch ist zweifelsfrei, was auch immer man davon halten mag, unserer Zeit zuzuordnen.
    Vieleicht ist es ein Glück der Musik, daß an Volkshochschulen keine Komposition gelehrt wird.
  • nroK
    Ich sehe, daß es sehr schwer ist, überhaupt über Kunst zu sprechen, mögen daher unsere Bilder für uns sprechen. Ich will und ich kann auch nicht mehr.
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