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  • Die Schwingen des Adlers

  • relammoiraM Die Schwingen des Adlers
    Es war einmal ein Jüngling der in einem Königreich lebte.

    Als Kind schon hatte er Vögel bei Ihrem Flug bewundert, wie sie mit Ihren Künsten den Weg durch die Lüfte fanden. Er folgte Ihnen voll Bewunderung und Staunen mit seinen Blicken, erfüllt vom Wunsch es Ihnen einmal gleichen zu können.

    Die Jahre vergingen und die Zeiten in denen der Knabe wuchs wurden schwerer. Not kam in das Land und Sorge um die Zukunft nahmen Ihn mehr und mehr ein. Die schweren Prüfungen konnten Ihm seinen Traum jedoch nicht vergessen machen und halfen Ihm über so manchen schweren Tag.
    Sein Blick aber wurde von den Jahren der Not getrübt und Lügen
    hatten sein Herz gefangen. Übel und Bosheit schienen kein Ende zu haben und so wünschte er sich wieder der kleinen Junge zu sein, der verträumt den Vögeln zusehen konnte.

    Arglistige erkannten das unerfüllte Verlangen in den Augen des Jünglings.So begannen Sie Ihn mit süßen Lügen und dem Versprechen zu umgarnen, das sie etwas besäßen, das Ihm seine Leere nimmt und das Ihm seine Träume erfüllen vermag.
    Im Glauben seiner Not entfliehen zu können und voller Hoffnung auf ein neues Leben, tauscht er nach und nach alles was er besitzt gegen die neuen Flügel, in Gewissheit, das er nie zurückkehren werde.

    Zu Spät erkennt er den Betrug.

    Er konnte zwar mit Hilfe der Illusion für kurze Zeit aufsteigen, doch nach kurzem unsicheren Flug, der dem einer Motte gleicht die hilflos und geblendet an einer Laterne flattert und dabei versengt, fällt er auf den Boden zurück.
    Nach Scheitern und Verlust muß er sich auf den beschwerlichen Weg zurück machen, mit schmerzenden Wunden und dem Wissen das es kein entkommen gibt.

    Nachdem er schon einen weiten Weg gewandert war, kam er an einen Ort an dem sich viele Menschen sammelten um an der Bühnen des Konzertes teilzuhaben.
    Er beobachtete es erst aus der Ferne, mischte sich dann ein wenig am Rand unter das bunte Treiben.
    Da Ihm die Mittel fehlten um ganz bei Ihnen zu verweilen, suchte er sich einen Platz etwas abseits auf einer kleinen Anhöhe wo er alles überblicken konnte.
    Das Dosen der Menge und das Rauschen des Schalls halfen Ihm das Geschehene leichter zu ertragen und er fand gefallen an dem Schauspiel das sich seinem Augen bot.

    Die Welt die er gesucht hatte schien ihm nun wieder etwas näher, und bis zum Abend hin hatte sich schon eine kleine Menge von jungen Leuten zu Ihm auf dem Hügel gesellt.
    Sie waren dem Lärm der großen Masse nicht gleich, sondern blieben ruhig und entspannt und genossen was sich Ihnen darbot.

    Auch war da ein Mädchen, die Seinem Traum besonders nahe zu sein schien, die mit strahlenden Augen, die voller Freude und versprechen sind, blickte.
    Und so verging die Zeit, und der Abend schließlich seinem Höhepunkt entgegen.

    Die kleine Gruppe auf der Höhe wurden noch etwas größer, der Platz reichte schon fast nicht mehr aus um sicher stehen zu können. Das Dosen und dröhnen der großen Masse wurde immer mehr, verschlang Förmlich alles um sich, bis kein Unterschied mehr zu erkennen war und alle wurden von der
    gemeinsamen Stimmung erfasst.
    Der Jüngling hatte nun seine Sorgen ganz vergessen und war gefangen von der Fülle um Ihn herum.
    Gemeinsam schien man im Klang des Konzertes zu entschweben und alle Aufregung, meinte man, müsse in dem einen Gesang münden.

    Doch so mancher auf der kleinen Anhöhe wollte noch weiter über das Geschehen hinaus. Sie begannen sich trügerische Flügel anzulegen um noch höher steigen zu können.
    Einer der Besonders hoch gestiegen war begann allmählich alle Vorsicht zu vergessen und vielleicht missfielen Ihm die Blicke des Jünglings die Frei von der Illusion waren.

    Wie ein Geier der seiner Beute harrt, schlägt er dem Jüngling seine Krallen in die Schulter und bietet ihm seine Täuschung feil. Das ist zu-viel der Bosheit für den Jüngling und Zorn kommt in Ihm auf. Er erkennt die Fratze des Scheins die Ihm da entgegen starrt und die Feigheit des Versuchers. Er weiß nun das man um geschwingt zu sein wie ein Adler, einen freien Blick braucht, um in der Klarheit der ungetrübten
    Weite bestehen zu können und handelt seines Wissens.

    Wie ein König der Lüfte fasst er sein Ziel mit seinen klaren Sinnen, und verstellt seinem Gegner mit einem Schritt den Weg und mit einem Stoß gegen dessen schwächliche Brust wirft er Ihn den Hang hinab.
    Eine Weile sieht er noch wie der gestürzte nun mit ungläubigen Staunen Blickend, am Rücken liegend noch ein Stück weiter abwärts rutscht.

    In dem kurzem toben des Kampfes waren dem Jüngling seine Ureigenen Flügel gewahr geworden und er konnte nun endlich sich über seine Not erheben und sein Herz befreien.
    Die kleine Gruppe am Berg bewunderte wie der Jüngling vermochte Ihnen die Täuschung zu zeigen die sich unter sie geschlichen hatte.

    Das Mädchen konnte die Kraft und den Stolz des Adlers in den Augen des Jünglings erkennen, wissend das Sie die ganze Zeit über zu Ihm in die Ferne geschaut hatte. Der Jüngling erkennt die Schönheit in den Augen des Mädchens und die Sehnsucht die in Ihnen beiden war, die sie hierher
    zusammengeführt hatte.
    Beide wissen nun das ihnen die selbe Gabe zuteil ist und gemeinsamen steigen Sie Empor und entschwinden in den Weite der Sterne klaren Nacht.

    mfg MM
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