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  • Abstrakte Malerei - Regeln oder Grundlagen?

  • traciteop Abstrakte Malerei - Regeln oder Grundlagen?????
    Hallo,

    nachdem ich mittlerweile einige abstrakte Arbeiten gesehen habe die mich nahezu "umhauen" möchte ich mich gern näher mit dem Thema beschäftigen.
    gibt es eigentlich Regeln oder Grundlagen oder ist es einfach ein intiuitives Komponieren?


    Gruß
    poeticart
  • siku
    ... das ist sehr unterschiedlich. Welche Arbeiten haben Dich denn umgehauen??
    Wenn Du das verrätst, fällt die Beantwortung evtl. leichter - und vor allem auch kürzer aus. Habe Deine Web-Seiten angesehen und in Bezug darauf hat mich diese (Erstlings-)Frage irgendwie irritiert.
    Schöne Grüße siku
  • traciteop
    Ist nicht wirklich 'ne Anfanägerfrage.Ich hab einige abstrakte Arbeiten denen aber das fehlt, was andere haben.
    Zum Beispiel die Arbeiten von "Maler" hier haben dies Klarheit und Sicherheit, die sie von "hingeschmierten" (damit will ich niemanden kränken)Werken unterscheidet

    Abstrakte Malerei war mir lange einfach nicht wirklich zugänglich. Nachdem ich Arbeiten von Peter Casagrande gesehen habe hatte ich quasi vor Berührung das Wasser in den Augen und hab mir gedacht da muss was sein was das die Essenz dieser Art Arbeit ist.

    Deswegen diese Frage
    Hoffentlich klingt das nicht zu abgedreht.
    LG
    LG poeticart
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  • dubesor
    Tja, liebe Poeticart,
    vielleicht fragst du den "Maler" direkt...ich gehöre ja leider auch zu den "langweiligen Schmierern" und kann Dir aus diesem Grunde nicht wirklich KONSTRUKTIVES raten..
    Hätts sonst gern getan, denn ich bin ein verträglicher Mensch und teile gern. Viel Glück bei Deinen Recherchen und liebe Grüße ;)
    Regina
  • arteP
    Abstrakte Werke mache ich in der Regel " Intuitiv "
    schalte ab und laß mich von meinen Gefühlen steuern,
    aus dem Bauch herraus.

    Ich halte mich mit keinen Regeln auf,
    ich vertraue da voll und ganz auf mich : o )
  • traciteop
    [code:1]Tja, liebe Poeticart,
    vielleicht fragst du den "Maler" direkt...ich gehöre ja leider auch zu den "langweiligen Schmierern" und kann Dir aus diesem Grunde nicht wirklich KONSTRUKTIVES raten..
    [/code:1]

    Ohje,
    Liebe Regina,

    ich wollte dich ganz gewiß nicht zu den "langweiligen Schmierern " rechnen.


    tut mir leid wenn das so ankam. Ich habe auch mit Schmieren nicht unbedingt die Künstler hier gemeint.
    Ich geb gern zu das mich die Arbeiten von "Maler" am meisten hier bei den Abstrakten Künstlern beeindruckt
    Ansonsten ist definitiv Peter Casagrande derjenige dessen abstrakte Arbeit das großartigste ist was ich kenne.

    Ichh wäre froh wenn du mir deinen konstruktiven Rat ;) zukommen lassen würdest.
    Vielleicht sollte ich mal die abstrakten Künstlern hier aufführen, die ich hier im Kunstnet besonders schätze. Das würde vielleicht diesen "dämlichen" Stachel den ich in meine Text eingebaut habe wieder entfernen.
    Liebe Grüße
    Anna
  • traciteop
    ich nochmal,

    von denen, deren Arbeiten ich bisher erkundet (im Sinne von nicht nur angesehen, sondern intesiver mit auseinandergesetzt)habe, gefallen mir ausgesprochen gut die meisten Arbeiten von:
    Brooklyn
    Gebru
    Patrizia
    L.
    :) rosebud, deine übrigens auch.
    manches von don dada -

    Ich hab bisher niemals sterne oder kommentare zu abstrakten Arbeiten abgeliefert - hab einfach zu wenig Ahnung und bin auf Erkundungsreise

    Ich hab aber bisher noch nicht alles durchforstet - ist soviel hier - und ich schaue und lerne weiter.
  • traciteop
    Hallo Katzenaugen, hab mir gerad deine Bilder in Ruhe anschauen wollen, jetzt sind die links weg, Muss ich suchen gehe ;)
  • arteP
    Hallo poeticart, schön das du Sie dennoch gefunden hast :) Beste Grüße
  • dubesor
    na dann, poeticart!
    auf eine netten Neubeginn hier. Dein Kommentar bei "Malers" wirklich superschönem Bild war halt ein WENIG kränkend für alle, die "Schmieren" ;)
    Ich glaube, als erstes muß man diese Art zu malen wirklich LIEBEN. Ich habe anfangs eher naturalistisch gemalt und merkte dann, dass ich die anderen Sachen auf Dauer interessanter und faszinierender fand. Wenn man dieser Faszination einmal erlegen ist, ist das Schwerste schon geschafft! Dann einfach...laufen lassen..Gefühle, Eindrücke, Farben und Formen. Und üben, üben, üben..denn auch diese Art des Malens kommt nicht einfach so. Sonst wirkt es platt und auch eben manchmal - langweilig. Ich versuch immer, das widerzugeben, was ich aufgenommen habe. Sei es eine Stimmung, ein Licht oder, oder, oder. Aber: ich denke, nicht jeder ist für diese Art des Malens geeignet. Es gibt so wunder- wunderschöne realistisch gemalte Bilder, die auf dieser Welt nicht fehlen sollten.......uff,war das lang, sorry und liebe Grüße, Regina
  • relaM
    Hoffentlich kann jemand mein deutsch lesen. Abstrakte
    malerei ist für mich nicht neü, anfangs habe ich auch
    naturalistisch gemalt, aber das ist lange hier. Ich muss sagen, ich kenne keine regeln oder grundlagen um
    abstrakt zu malen (die beitrage von rosebud finde ich
    ganz gut)Wenn ich eine neüe arbeit anfange weiss ich
    ganz genau was ich will mit den bild. Für mich sind meine arbeiten garnicht so sehr abstrakt, meistens ist es natur- landschaften, aber ich bestimme ob der himmel oben oder unten wird. I like when the picture makes a little resistance for those who are looking at it. Viele Grüsse Werner
  • mikajo
    mikajo
    Ich habe sehr aufmerksam gelesen was Ihr über abstrakte malerei geschrieben habt.
    Bevor ich hier kam habe ich mich für Abstraktes gar nicht interessiert,jetzt,seit kurzem es geht mir genauso wie poeticart,bin fasziniert,manche Bilder hauen auch mich um und ich traue mich sogar Kommentare dazu zu schreiben.
    Es gibt es tatsächlich tolle abstrakte Maler hier!
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    nun, die von dir genannten, einschließlich casagrande(natürlich andere liga) malen alle sehr "informell"(stark vereinfacht), ein wenig action painting mäßig. oft wirk aber das informelle nicht wirklich informell(bei einigen). bei dieser malerei begreift amn die leinwand quasi als eine art arena auf der der maler seien kämpfe mit dem stier(farbe/material) austrägt und bemüht ist den prozess der malerei als zentrales thema des bildes zu nehmen. das malen stellt also nur sich selber da. natürlich können hier und da gegenständliche, figurative elemnte anklingen. aber dies esind nicht abbildend. das gestische überweiegt hier. der künstler ist quasi sonne art super macho, der durch seine geste auf der leinwand ein zeichen setzt und kunst produziert. paradebeispiel die legende von jackson pollock.
    meiner meinung nach ist das heute oft zuwenig, wenn gleich mir die arbeiten der genannten hier oft sehr zusagen. bei einigen lassen sich auch durchaus zeichen erkennen die darüberhinaus verweisen und quasi etwas von einer klassichen kompositon enthalten.

    wenn dir diese malerei gefällt möchte ich dir hier noch mal die malerei von emil schumacher (!) und emilio vedova (!) nahelegen. für mich zwei der bedeutetsten malerei der nachkriegsgeneration und des informell, wenngleich sie quasi das informelle überwunden haben und gerade schumacher in einer art strukturalismus gemalt hat. werke von schumacher gibt es im westfälischen landesmuseum in münster zu sehen(habe gesehen du bist aus der gegend9. wenn du bock hast darüber (malerei, besonders abstrakte) zu reden, schau doch einfach im labor in münster vorbei,. am wochende bin fast durchgängig von 11 bis 22 uhr da. am 5.3. ist auch kollege XP mit von der partie(der hat auch ein paar thesen zur abstrakten werken).
    Signatur
  • siku
    Hallo poeticart,
    du hast mit „Peter Casagrande (den kannte ich vorher noch nicht) und „maler“ Künstler genannt, die sehr stimmungsvolle Farbkompositionen vorstellen. Ich finde „maler“ beschreibt sehr anschaulich die fließende Grenze zwischen gegenständlich und abstrakt. Auch Willem de Koonig etwa hat sich intensiv mit der vom Abbildhaften befreiten Landschaft auseinandergesetzt. Mir gefällt sein Bild „Rosy-Fingered Dawn at Louse Point“ (gemalt 1963) besonders gut. Hier geht es nicht mehr um eine Landschaft, sondern um ein autonomes Bildkonzept, dass eine Stimmung, hier eine Morgendämmerung, zu assoziieren vermag.
    Häufig war/ ist es auch so, dass Künstler, die gegenstandslos zu Werke gehen auch in der Lage sind, sehr gut gegenständlich zu arbeiten, z. B. Gerhard Richter. Gerade für abstrakte Kompositionen braucht der Künstler ausgeprägtes Einfühlungsvermögen für Form, Farbe, Komposition. Würde mich mal interessieren, wie viele von den abstrakt arbeitenden Kunstnetlern sich noch am „Goldenen Schnitt“ orientieren (bewusst oder unbewusst) und ob dieser Begriff überhaupt noch ernsthaft bedacht wird?

    Für gegenstandslose Malerei gibt es keine Regeln und Grundlagen. Basis sind die Malmittel (Farbe, Pinsel, Bildgrund) und der Malprozess. Erst mit dem Farbauftrag auf den Bildträger gewinnt die Palettenfarbe einen „geistigen Aspekt“. Der Malakt war Grundlage für das „Informel“. Entscheidend war, dass die Gebilde Unabhängigkeit gewinnen vom Gegenstand/ der Außenwelt und ihrer Begrifflichkeit. Ein Grund dafür, warum es diese Malrichtung von Anfang an (50er Jahre) relativ schwer hatte Anerkennung zu finden, lag in der Schwierigkeit der Bewertung >Beliebigkeit versus künstlerische Ernsthaftigkeit< und das hat sich bis heute noch nicht geändert. Z. Zt. wird informelle Malerei wohl eher der Nostalgie zugerechnet oder der Dekoration. Die Qualität lässt sich eben nur ziemlich subjektiv bewerten, obwohl durchaus konsensfähige Bewertungen zustande kommen können. Aber es lässt sich halt auch immer dagegen argumentieren.
    Du schreibst, dass dir die Bilder von Casagrande Tränen in die Augen getrieben hätten. Gerade bei abstrakten Kompositionen kann das Atmosphärische stark beeinflussend sein, wie z. B. Klänge in der Musik.
    So, ich glaube jetzt reichts, Don Dada hat ja schon sehr anschaulich und kompetent über informelle Malerei berichtet.
    Zum Schluss möchte ich aber noch auf einen meiner Lieblingskünstler des Informel aufmerksam machen: Fred Thieler, Berlin.
    Lg. Grüße siku
  • lisa
    lisa
    ich habe heute zum erstenmal versucht, abstrakt zu malen. Allerdings nur auf Papier, und ohne Zusatzmittel. War eine schöne Erfahrung, werde ich auf jeden Fall weiterprobieren.




    Was ich bisher an abstrakten Arbeiten gesehen habe, ist noch nicht viel, bisher kann ich nicht sagen, daß mich ein Künstler generell beeindruckt. Ich "mag" viele Arbeiten von verschiedenen Künstlern, aber nicht unbedingt alle ihre Arbeiten.

    Aber ich versuche auch, dahinterzukommen, ob und warum eine Arbeit gut ist. Habe ich wohl bis zum letzten Tag noch mit zu tun :)
    Signatur
  • Dana
    Dana
    Hallo allen zusammen,
    da mich dieses Thema auch interessiert möchte ich auch dazu etwas Senf geben.
    Acrylfarbe war der Anzynder der völligen Abstraktion.
    Acrylfarbe wurde 1859 erfunden. Ihre Komerzialisierung begann jedich 1928, wurde zunächst industriel verwendet.
    Erst in 40-ger Jahren beganen einige Künstler damit zu experimentieren ( damalige Strümung was abstrakte Expressionismus).
    Bei dem Experimentieren mit den neuen Medium, hilten sich die Künstler nicht an die Regeln. Pollock verteilte die Farbe unmittelbar aus der Dose, oder ließ die Farbe vom Pinsel direckt auf die leinwand tropfen.
    Es entstandem damals schon viel Bilder die einen experimentelen Grund gehabt haben.
    Nun außer experimenteler Abstraktion gibt es auch andere ihre Formen, wo die Prinzipien eines Abstraktes Bildes, den Prinzipien einen realen Bildes gleich sind.
    Dana
    Signatur
  • relaM
    Mein deutsch ist keineswegs perfekt, aber ich versuche trotzdem mit ein par worte über der darstellung meine werke. Um den Ausdruck durch Rhythmus und Organisation der Bildfläche zu steigern,um durch Betonung der Gefühlswerte der Farbe eine eindringlichere Wirkung zu erzielen, manipuliere ich die Realität, und trotzdem bleib die abstrahierte form näher an der Natur, denn die verhältnisse untereinander und die Beziehungen der einzelnen Elemente zueinander entsprechen der Wirklichkeit im Prinzip.
    Viele Grüsse aus Dänemark Werner
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