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  • Was, bzw. Wer ist Künstler?

  • erotavlas
    leute, die´s zb "drauf haben" zu malen, zu schauspielern oder zu musizieren nennen sich selten künstler und legen auch kaum wert darauf.
    aus "gutem grund"...
    es ist irgendwie fast(?) peinlich, als künstler bezeichnet zu werden.
    weil es eben nichts aussagt, innerhalb des gesellschaftsgängigen kontextes.
    und "man" will ja nicht mit jedermann bzw. dem forzer gleichgestellt werden.
  • emarap

    parame, du mich auch...

    warum so angepißt? Hälst du dich für einen Künstler?
  • emulbnhoM
    Er hat die Menschheit einen Schritt weiter gebracht. Insofern sind nur wenige Künstler.

    P.S.
    Du bist Hobbymaler, das ist klar. Ich hab mir Deine Bilder angesehen.


    Wie kannst du das so zielsicher beurteilen, Korn?
    Um zu bewerten, was uns wie weit gebracht hat, müssen wir uns doch erst einmal überlegen, wohin wir denn überhaupt wollen.
    Und ist der Mensch denn auf der Welt um konstant und gerade seines Weges zu ziehen? Wie oft werden zunächst sicher geglaubte Ansichten verworfen und durch neu gemachte Erfahrungen korrigiert? Und hätte der Mensch nicht umsonst gelebt wenn dem nicht so wäre?
    Wir wissen doch nicht mal für uns selbst, ob wir in zwanzig Jahren noch diesselben Ansichten vertreten werden wie heute. Wie können wir da für den Rest der Menschheit sprechen?
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  • emulbnhoM
    Ich bemühe mich darum, dass es mir beim Betrachten/bzw. Hören von Kunst gleich ist, was der Macher selbst ist, bzw. als was er sich sieht, oder als was andere ihn sehen.
    Die Arbeit wirkt dann anders, weil autonom als Kunstwerk.

    Das bezeichnet man gemeinhin als "Freie Kunst".


    Anders natürlich, wenn der Kontext unbedingt mit einbezogen werden soll, also ich direkt und ausschließlich danach gefragt werde.

    Das wiederum ist dann "Angewandte Kunst".
  • zwiebelfisch
    und redet weiterhin um den heißen brei drumrum und diskutiert weiterhin darüber, wer sich künstler nennen darf und wer nicht... einzig keiner kann sich offenbar davon lösen und das werk als solches sehen.

    @keiner, nun interessiert mich natürlich noch ganz konkret: wie siehst du das autonome werk? wann ist es unabhängig vom erzeuger kunst? und wenn der kontext einbezogen werden soll, wann ist es dann kunst?

    @heinrich, wann ist ein werk für dich persönlich wichtig, so dass du es "zur kunst machst"?

    @leviathan64, ich stelle die andere frage: was ist für dich spannende + gute kunst?

    oder wenn es leichter zu beantworten ist, möge man mir verraten, was keine kunst ist.

    bei mir selbst habe ich beobachtet, dass ich etwas als kunst betrachte, was ich selbst gerne würde schaffen wollen, aber (noch) nicht im stande dazu bin. sobald ich es selbst kann, ist es nicht mehr so kunstvoll wie zuvor, folglich bin ich einem künstler immer einen schritt hinterher. meine theorie ist daher, dass ich dann kunst schaffe, wenn es nichts mehr gibt, dem ich "nacheifere"/"nacheifern" kann, sondern mich davon löse und diesen zuvor erlangten entwicklungsschritten einen weiteren neuen schritt voran setze. sofern ich alt genug werde, um noch so weit zu gehen. :-)
  • nroK
    Steht es wirklich noch in Frage, ob van Gogh Künstler war? Mein lieber parame, wohin wir gehen, wissen wir selbstverständlich nicht, wir gehen ein Wagnis ein, wir vermuten, wo vielleicht was zu finden sein könnte. Das eben ist das Wesen der Kunst. Nicht zu wissen, aber zu ahnen. Die Fragestellung allein, bin ich Künstler oder nicht, verrät schon die Mittelmäßigkeit, ebenso der berühmte Hinweis, daß ich schon diese und jene Ausstellung gemacht habe. Was für ein Blödsinn. Wer Künstler ist, der weiß, daß er an was größerem arbeitet, der weiß, daß es um Erkenntnis geht, der weiß, daß es um Zweifel und um neue Sichtweisen geht.
  • emarap
    Wer Künstler ist, der weiß, daß er an was größerem arbeitet, der weiß, daß es um Erkenntnis geht, der weiß, daß es um Zweifel und um neue Sichtweisen geht.


    Woher hast du diese Innensicht eines Künstlers?
  • heinrich
    @heinrich, wann ist ein werk für dich persönlich wichtig, so dass du es "zur kunst machst"?

    Was mich persönlich anspricht...
    Das können ganz überraschende Dinge sein...
    Material, Inhalt, Technik, Farben, Strukturen...
    Na du weißt schon...
    :-D
    Interessanter Weise sind das meistens erste Impulse...
    Es passiert aber ziemlich selten.
    Signatur
  • Kris
    Kris Funktion
    Ich dachte eigentlich, dass es darum geht, wer sich als Künstler bezeichnet und nicht um die Frage, was Kunst generell zur Kunst macht. Da gibt es doch ganz viele Wege, dass zu betrachten, doch meistens trifft der schon erwähnte Gedanke zu, dass Kunst etwas eigenes ist. Oder eine eigene Interpretation (eines Musikstückes, oder theaterstückes z.B.), nicht die noch so perfekte Nachahmung (wie ein dressiertes Äffchen).
    Einer anderer Gedanke ist z.B. die Funktion, so gibt es beispielsweise Bauwerke von Per Kirkeby, die keine architektonische Funktion wie Schutz vor der Umwelt oder wie der Versammlung (z.B. Amphitheater) aufweisen, und somit ziemlich nutzlos in der Gegend herumstehen. Die werden als Kunst bezeichnet, und der Betrachter muss sich erstmal fragen, was diese Bauwerke sollen. Es geht vielleicht darum eine Wand um ihrer selbst erleben, nicht als Teil eines Gebäudes. Ähnlich bei Warhol oder Beuys. Zweckentfremdung und Neuinterpretation machen Dinge (auch mal) zur Kunst.
    zum Künstlerbegriff hab ich mal eben solche gefragt, denen ist die Diskussion darum ziemlich wurscht, und sie bezeichnen sich als Bildhauer oder Maler oder Musiker und nicht als Künstler und machen eben, was sie machen, und machen auch nicht alles toll. (Vielleicht hat´s auch was mit Authentizität zu tun)
  • ranx
    ranx
    moin....
    nun ja Maler ...Künstler...ich bin in erster Linie Maler und überlasse es anderen mich zu betiteln wie sie wollen, und das sind meistens die die bei einer Austellung über mich dann labern.
    Man solle eine Linie erkennen können, anhand der Werke die der Maler über die Jahre geschaffen hat, man sollte sehen können anhand der Arbeiten wann der Maler einen Zyklus beendet hat und neues aus dem alten gewinnt und auch verarbeitet. Glaube das gelingt wenniger wenn man z.B. heute ein Blümchen malt, morgen dann seine Katze malt und übermorgen dann etwas abstraktes malt.
    Ich bleib Maler....... und versuche ernsthaft eine Art Wiedererkennungswert zu erreichen.
  • heinrich
    Ich kann Begriff "Künstler" nicht
    ganz von der "Kunst" trennen oder "zweckentfremden".
    Vielleicht es ist mein Problem.


    "Zweckentfremdung und Neuinterpretation"
    Tolle Worte...
    Wer aber damit arbeitet,
    soll richtig sicher
    und sich bewusst sein,
    was er den anderen damit antut...

    Sonst enstehen die Monster...

    Man kann auch "ohne"
    auf konventionelen Wegen in der Kust was machen.
    "Überdreht" bedeutet nicht immer "Künstler".
    Signatur
  • Tiegel
    Tiegel
    Hallo Künstlergemeinde :-)
    Hatte erst Heut Morgen Zeit, hier mal reinzulesen.
    Bin Überrascht wie sich das Thema entwickelt hat, die Ansichten verschieden sind und freu mich darüber, das brauchbare Meinungen und Gedanken eingebracht wurden.
    "Künstler" lässt sich doch nicht so einfach devinieren, schon gar nicht wer einer ist, sich als solcher betitteln darf, oder von Anderen so bezeichnet wird.
    An manchen Stellen liest sich Künstler schon fast wie ein Schimpfwort.Das hat mich sehr überrascht.
    Auch die Bewertung eines Autodidakten hat mich überrascht. Ich kenne eigendlich nur solche Autodidakten, nur drei die Kunst studiert haben, bzw. noch im Studium sind.
    Ich habe viele Jahre sozusagen in nem Microkosmos gelebt, mit vielen Menschen auf engstem Raum unter schwierigen Bedinungen.
    Da gab es sehr viele Menschen die in alle möglichen Richtungen kreativ waren. Das waren alles Autodidakten, wie auch ich einer bin.
    Viele haben gezeichnet, gemalt, geschrieben usw. usw.
    Da war kein Kunstlehrer, kein Kunsttherapeut, nur der Kollege nebenan, der meistens mit Rat und Tat zur Seite Stand, wenns nicht weiter ging.
    Ja, da wurde ne ganze Menge geschaffen, gutes, sehr gutes und manches was nicht so gut war.
    Ein mancher davon hat sich mit seiner Kunst dort sein Leben finanziert, sein Überleben, da wurde Kunst ver-und gekauft.
    Es gab da einige gute Portraitzeichner,- maler, Spitzentattoowierer.
    Es gab da auch ne Menge Inspiration, viele wurden durch das was da geschaffen wurde, zumindest dazu gebracht, sich mal selbst auszubrobieren.
    Ein mancher wurde dann durch seine Arbeiten und auch seine Lebensweise, Künstler genannt. Waren ja auch welche. :-) ( oder Hobbykünstler?! :-)
    Ja ja Der Knast halt.
    Ich hatte auch ein paar jahre in ner Therapie verbracht, wo es Pflicht war an der Kunsttherapie teilzunehmen. Das waren auch neue Erfahrungen die ich da gemacht habe. Vieleicht interressierts jemanden?!
    Muß nun aber erst mal was arbeiten, wenn ich später noch Zeit habe, schreib ich da noch was dazu und auch zu dem was hier so von Euch geschrieben wurde. Bis denne
    Gruß Tiegel
  • heinrich
    Tiegel, Tiegel, Tiegel...
    Du, Racker, du...

    "Ich hatte auch ein paar jahre in ner Therapie verbracht, wo es Pflicht war an der Kunsttherapie teilzunehmen. Das waren auch neue Erfahrungen die ich da gemacht habe. Vieleicht interressierts jemanden?! "

    eeeee...nö...
    Signatur
  • zwiebelfisch
    "Ich kann Begriff "Künstler" nicht
    ganz von der "Kunst" trennen oder "zweckentfremden".
    Vielleicht es ist mein Problem. "

    meins auch.

    mir scheint, dass sich kaum jemand die mühe macht, sich bewusst zu machen, was er für kunst hält und was nicht und warum eigentlich, ganz wertfrei.
    interessiert euch das denn nicht viel mehr als hier die betitelung künstler auseinanderzupflücken, sich selbst als künstler zu profilieren und andere zu diffamieren?
    kein wunder, wenn dann menschen, die selbst nur mittelbar mit kunst zu tun haben, sagen, sie finden keinen zugang zur kunst.
  • emulbnhoM
    Steht es wirklich noch in Frage, ob van Gogh Künstler war? Mein lieber parame, wohin wir gehen, wissen wir selbstverständlich nicht, wir gehen ein Wagnis ein, wir vermuten, wo vielleicht was zu finden sein könnte. Das eben ist das Wesen der Kunst. Nicht zu wissen, aber zu ahnen. Die Fragestellung allein, bin ich Künstler oder nicht, verrät schon die Mittelmäßigkeit, ebenso der berühmte Hinweis, daß ich schon diese und jene Ausstellung gemacht habe. Was für ein Blödsinn. Wer Künstler ist, der weiß, daß er an was größerem arbeitet, der weiß, daß es um Erkenntnis geht, der weiß, daß es um Zweifel und um neue Sichtweisen geht.


    Wie kannst du dir anmaßen zu behaupten, das die Spuren irgendeines Menschen für die Umwelt sinnlos sind? Bringt nicht jegliches Handeln die Menschheit weiter?

    Nimm es bitte nicht persönlich, denn es ist nicht persönlich gemeint: Aber dieser Absolutheitsanspruch ist für mich einfach nur ein Zeichen des persönlichen Mikrokosmos.

    Diese Definition taugt vielleicht dazu, dir persönlich ein Urteil darüber zu bilden, was du für gute und schlechte Kunst hälst. Für die Differenzierung von Kunst oder Nicht-Kunst ist sie allerdings wenig hilfreich.
  • emulbnhoM
    "Ich kann Begriff "Künstler" nicht
    ganz von der "Kunst" trennen oder "zweckentfremden".
    Vielleicht es ist mein Problem. "


    Das Mißverständnis liegt hier in der deutschen Sprache begründet. Aussagen wie "Die Kunst des ... (Zuhörens, Flugzeugbaus, Scheiterns, etc.)" suggerieren es handle sich hier um einen bestimmten Qualitätslevel.

    Wir könnten hier ein ähnliches Wortspiel mit dem Wort "Technik" betreiben.
    "Die Technik des ... (Drehbuchschreibens, Übersetzens, Dramas, etc.)"
    Auch hier wird suggeriert bei dem Wort Technik sei ein gewisser Qualitätsanspruch vorhanden.

    Und was ist nun mit LegoTechnik, ein paar Hobbytechnikern oder ein paar Schülern, welche im Unterrichtsfach "Technik" ein paar Dinge zusammenmontieren? Ist das dann keine Technik?

    Ähnlich verhält es sich bei einem Profigärtner, der einen amateurhaften Schrebergarten erblickt und daraufhin ausruft: "Sowas ist doch kein Garten!". Selbstverständlich ist der Schrebergarten immer noch ein Garten. Der Gärtner wollte mit seinem Ausruf lediglich deutlich machen, dass dieser Garten einfach nicht seinem persönichen Bild von einem Garten entspricht.
  • heinrich
    Korn ist unterwegs,
    er kommt bald...


    @Mohnblume:"Wie kannst du dir anmaßen zu behaupten, das die Spuren irgendeines Menschen für die Umwelt sinnlos sind? Bringt nicht jegliches Handeln die Menschheit weiter?"

    Mohnblume, machst du Witze?
  • emulbnhoM
    Nein, mache ich nicht.
    Ich spreche hier nicht von Spuren körperlicher Gewalt oder sonstigen Verbrechen.

    Mein Beitrag bezieht sich nur auf die Kunst.
    Meiner Ansicht nach befindet sich absolut jeder Mensch ständig auf der Suche nach der besseren Alternative. Dies kann auch weniger komfortable Wege beinhalten, jedoch auch zu der Erkenntis führen, das auch geradlinigere und schnellere Wege existieren. Der Weg ist das Ziel.
  • grobeknI
    Wieder einen langen thread in der
    Stußstraße eingeparkt, was?
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    @Mohnblume: Dein Vergleich mit dem Garten bzw. Gärtner lässt sich noch konkreter mit dem Kunstbegriff in Verbindung bringen:

    Manche Gärtner halten nur gestaltete (wie etwa japanische) Gärten für Produkte wahrer Garten-Kunst, andere bevorzugen ein naturbelassenes Biotop und sagen, die Natur selbst sei dabei der Künstler. Wer hat nun Recht? Das lässt sich wohl nicht eindeutig und allgemeingültig entscheiden.


    Resumee:

    "Autodidakt" als Gegenpol zu "Künstler", dann entscheidet nur die Ausbildung, wer ein Künstler ist. Ist ein gelernter Handwerker demnach schon ein Künstler? Muss die Ausbildung im Kunststudium erfolgen, oder reicht der Kurs bei einem etablierten Künstler oder gar an der VHS?

    "Von der Kunst leben können" trifft nur auf kommerzielle Künstler (unabhängig von deren Ausblidung) zu, Hobbyisten sind demnach keine Künstler.

    "Etwas eigenes machen" trifft auch auf viele Hobbyistenwerke zu, die nicht als Kopie angelegt sind, damit steigt die Zahl der Künstler wieder an.

    Man sieht: Der Kunstbegriff und der Künstlerbegriff konvergieren auch hier nicht gegen etwas eindeutig definierbares, genau wie in so vielen anderen Threads (und auch in so vielen anderen Foren).
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