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  • Kann man in einem halben Jahr Zeichnen lernen?

  • Tulpenherz
    Tulpenherz Kann man in einem halben Jahr Zeichnen lernen?
    Hallo ihr Lieben. :)
    Da hier ja so viele erfahrene Künstler vertreten sind würde ich gerne wissen, ob man es schaffen kann in einem halben Jahr so gut zu zeichnen, dass man Kunst als Leistungskurs nehmen kann.
    Mein Problem ist nämlich, dass ich eigentlich ganz gute Ideen habe, aber es dann immer nicht schaffe das auch so aufs Blatt zu bringen wie ich es mir vorstelle. Oder wenn ich zum Beispiel 3d (kann man das so sagen?) zeichnen möchte bekomme ich die Proportionen und Schatten nicht so gut hin. Habt ihr vielleicht Tipps wie man das üben kann?
    Ich würde wirklich gerne Kunst als LK nehmen, weil die Themen mich sehr interessieren(Gebrauchsgegenstände entwerfen, Bilder von Gewalt und Krieg, Interieur)mein Problem ist nur dass ich nicht zeichnen kann. Hoffe auf konstruktive Tipps, vielleicht auch gute Bücher zum Üben etc. lg

    (Wenn das Thema hier nicht rein passt bitte verschieben falls das geht, kenne mich noch nicht so aus)
  • eirelagkrap
    Man muss zwar nicht zeichnen können um einen Kunst LK zu belegen aber:
    Klar kann man das in einem halben Jahr lernen.(Man kann allerdings auch sein Leben lang immer besser werden.)
    Ich würde nicht nach Büchern lernen (es gibt keine brauchbaren)
    Zeichne einfach möglichst viel, vor allem "nach der Natur".
    Schau dich in deiner Umgebung um, beobachte die Dinge mit dem Stift.
    Das ist das Beste um anzufangen.
    Wenn du willst, kannst du einen Aktzeichenkurs belegen, das trainiert gerade das räumliche Vorstellungsvermögen ungemein.

    Gruß, Klaus
  • Tulpenherz
    Tulpenherz
    Danke, werd ich mal versuchen :)
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  • Hesine
    Hesine
    Die Grundlagen zu Proportion, Perspektive und evtl Farbgebung kann man recht schnell lernen - aber wer das Gesehene (real wie auch nur im Geiste) nicht umsetzen kann, wird nie "richtig" zeichnen können. Wobei ich mich frage, was "richtig" und "falsch" in der Kunst zu suchen hat. Weshalb ich mich damals vor Urzeiten auch ständig mit meinem Kunst-LK-Lehrer in der Wolle hatte - er selbst bekam keinen geraden Strich auf die Reihe, verlangte aber realitätsgenaue Abbild-Zeichnungen von uns. Woraufhin ich meinte, wenn er es ganz genau und ohne Interpretation haben will, sollte er 'n Foto von machen. Nein, wir mochten uns ganz und gar nicht. Gerade in der Schule kommt es immer darauf an, mit wem man es zu tun bekommt - im Studium kann man unangenehmen Zeitgenossen noch eher ausweichen, aber in der Schule ist man im Allgemeinen ziemlich ausgeliefert.
    Schau dir doch auch mal an, welche Lehrer höchstwahrscheinlich die nächsten Kurse übernehmen werden und was für Anforderungen die so stellen. Zeichenkurse sind immer gut, Bücher gibt es wirklich kaum bis keine guten. Die kann man an sich nur gebrauchen, wenn man etwas nachschlagen muss.
    Signatur
  • tekcirclooz
    Matthew Barney, ein amerikanischer Künstler, über den ich kürzlich einen Beitrag im Fernsehen sah, war früher ein sehr beeindruckender Zeichner. Er hatte sich einen seltsamen Parcour aufgebaut, bei dessen Bewältigung er stationsweise ein paar Striche oder Punkte zu Papier gebracht hat. Das ist Kunst, die mir gefällt. Für den Anfang reicht es möglichst bequem zu sitzen und den Stift locker zu halten. Man muss beobachten, was das Zeichengerät zu tun im Stande ist. Keine Angst vor Radiergummis.
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Schaffen kann man es ganz sicher - wenn du ein halbes Jahr lang jeden Tag zumindest einmal übst.....

    Lg.Egon
  • cobolt
    cobolt Dienstag 02.02. ist übrigens (offiziell, nicht täglich) Murmeltiertag
    Lustige Frage, denn ab wann man diesen großen Begriff wirklich können kann, ist schwer zu beantworten. Ich glaub - wenn ich z.B. an meine alten Halbjahreskurse denke, dass man sich einen Baustein, wie z.B. Anatomie, in seinen Grundzügen aneignen kann. Aber das ist eben nur EIN Baustein. Kann man zeichnen, wenn man bestimmte Dinge kann, oder kann man erst zeichnen, wenn man jede Phantasie frei auf Papier bringt? Oder umso besser, desto mehr? Reicht die bloße Technik bei Vorlage? Da gehen die Meinungen mit Sicherheit weit auseinander und eine Diskussion dürfte gegen endlos reichen :)

    Letzlich halte ich die Suggestion, etwas nach einem halben Jahr "zu können" oder "zu lernen" für Selbstbetrug, wie ein Halbjahreskurs vom AA. Denn alle Prozesse dauern viele, viele Jahre und hören aufgrund der vielen Gestaltungswünsche auch nicht auf, wenn man nicht zu den besonders Begabten mit photographischem Gedächtnis gehört. Und das heisst (zumindest für mich), dass die Fehler und Lernprozesse bei Themenausbau auch nicht aufhören.
    Wer sich definiert, schränkt sich ein.
    (Frei nach Oskar Wilde)
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic


    Denn alle Prozesse dauern viele, viele Jahre und hören aufgrund der vielen Gestaltungswünsche auch nicht auf, wenn man nicht zu den besonders Begabten mit photographischem Gedächtnis gehört. Und das heisst (zumindest für mich), dass die Fehler und Lernprozesse bei Themenausbau auch nicht aufhören.





    Sorry da verstehe ich einiges nicht ganz

    1.) Wozu brauch ich ein fotografisches Gedächtnis wenn ich nach der Natur zeichnen will ???

    2.) Wenn alle Prozesse wirklich viele viele Jahre dauern - warum war Egon Schiele mit 18 Jahren bereits der Star in der Wiener Kunstszene ???

    Am Anfang steht immer üben , üben , üben -
    leider gibt keine Erfolgsgarantie

    - aber ohne Üben wird ganz sicher NICHTS
  • efwe
    efwe
    @egon-- es gibt kein ueben und danach ists gut--- cobolt meinte vielleicht eher dass man immer dazu lernt und eigentlich nicht aufhoert-- egal-ob vor der natur oder auf dem wc--
    Signatur
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Ich habe nie behauptet - das nach Üben alles gut sei
    sondern , dass es auch trotz Üben keine Erfolgsgarantie gibt


    - Wenn du nicht bereit bist den ersten Schritt zu tun
    wirst du nie erfahren wohin dich dein Weg führt
  • ydoboN
    .
  • ydoboN
    .
  • cobolt
    cobolt Aha :)
    "Sorry da verstehe ich einiges nicht ganz"

    Na gut, nochmal anders:
    Nur weil ich Anatomie in Grundzügen gelernt habe, kann ich noch lange nicht einen Menschen zeichnen, der/die sich z.B. einen Pullover über den Kopf zieht. Das Falten-, Licht- und Schattenspiel dabei ist ein eigenes Gebiet und ne neue Herausforderung. Mit der Anatomie hab ich also nur den ersten Baustein, die Körperhaltung. Wenn ich jetzt noch frei einen Raum oder eine Umgebung für die Person zeichnen will, um den Inhalt so rüberzubringen, wie ich etwas erzählen oder vermitteln möchte, hab ich neue Anforderungen usw usf. Das hört nicht auf :) Mit jeder neuen (gewünschten) Location kommen neue Premieren und damit neue Fehler und Lernprozesse.

    Es gibt z.B. besonders begabte Comic-Zeichner, denen man ein fotografisches Gedächtnis nachsagt. Was beneide ich diese Typen :))) Denn alles, was ich mir mühsam aneignen muss, brauchen die sich nur einmal gründlich anzuschauen und das reicht offenbar. Aber das sind eben Ausnahmen. Du kannst aber z.B. zeichnerisch nicht vernünftig Geschichten erzählen, wenn ich nur Akt kann. Oder nur Landschaften. Bei Landschaften hab ich den Vorteil, dass grundsätzlich geltende Strukturen (Wälder, Berge etc) irgendwann frei improvisiert werden können, wie Herr Ross das dauernd vorgeführt hat. Deshalb find ich Natur wesentlich einfacher, als z.B. ein volles Lebensmittelgeschäft, einen Bahnhof oder eine Hafenszene,

    Ist die Szene für mich neu, weil ich das Thema vorher nie hatte, muss ich auf mein Archiv zurückgreifen und es dauert, bis man sich die Besonderheiten solcher Aufgaben angeeignet hat, bis man sie aus dem Kopf zeichnen kann. Wer regelmäßig arbeitet, wird mit der Zeit natürlich immer besser und bekommt in vielen Dingen Routine, aber richtig frei wird man für mich erst, wenn ich jede Idee so umsetzen kann, wie ich sie mir vorstelle.

    Ich finde auch, dass es nichts bringt, sich Beispiele wie Herr Schiele rauszupicken. Wer die Größe eines Talents nicht geerbt hat, um sich damit messen zu können, muss den Arbeitsweg gehen. Und der dauert nun mal wesentlich länger, als ein halbes Jahr. Wenn ich mir also selber eingestehe, dass ich mit den Talenten von solchen Leuten nicht mithalten kann, brauch ich mir auch nicht Messlatten zu stellen, die ich sowieso nicht erfüllen kann. Sowas find ich masochistisch, dafür bin ich nicht der Typ. Wenn ich das machen kann, was ich machen möchte, hab ich aufgrund mangelnder Gene kein Problem damit mir einzugestehen, dass die Lehre eben im Grund nie aufhört und jegliche Suggestion einer zeitlichen Blitz-Lehre praktisch gesehen eine Illusion ist, solange ich mich nicht freiwillig auf einen winzigen Auschnitt der großen Schublade Zeichnen beschränke. Das kann ich dann vielleicht auch irgendwann richtig gut. Aber eben nur das. Aber dann muss es auch heissen: Ich kann gut Akt zeichnen, oder gut Landschaften. Aber ich kann nicht wirklich frei zeichnen.

    Es beruhigt allerdings, wenn man auf Messen seinen Heroen einmal live über die Schultern schauen kann und feststellt, dass die dann auch nur das aus dem Ärmel schütteln, was sie in- und auswendig können, eben hauptsächlich ihre Figuren. Ich hab noch nie beobachtet, dass die dann auch so frei einen gotischen Glockenturm oder sowas dazupacken :) Die meisten kochen also auch nur mit Wasser. Was sie aus dem Kopf können, können sie allerdings unglaublich sicher und sehenswert. Gerade die älteren Semester, die das schon einige Jahrzehnte machen, haben ein wirklich cooles Repertoire drauf. Da kann man dann sehen, wie gut die wirklich sind.
    Wer sich definiert, schränkt sich ein.
    (Frei nach Oskar Wilde)
  • uzuzab
    Einige aufgekratzt!
    Du schaffst locker in einem halben Jahr Kultur/Eventmanager .....
  • cobolt
    cobolt
    Kein Interesse. Ich mag meinen Job.
    Frohes Schaffen und einen entspannten Wochenanfang ;)
    Signatur
  • emmalfraps
    Was Cobolt schreibt stimmt. Man kann einiges "drauf haben". Durch üben. Aber sowie es dann heißt, zeichne die Figur in einem anderen Kontex oder von schräg oben usw. gehts von vorne los.
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    [quote="p219533"] [quote="p219513"]



    Am Anfang steht immer üben , üben , üben -
    leider gibt keine Erfolgsgarantie

    - aber ohne Üben wird ganz sicher NICHTS


    Egon Schiele war kein handwerker,sondern ein künstler.

    >> Ja einer der sein Handwerk auch verstanden hat <<

    Ja gut,als hobby oder als spass kannst du dein kopie machen,aber denke nicht gleich das kunst ist.

    >> Habe ich nie behauptet <<

    Kunst ist wenn du von Natur zeigst was ein fotoapparat nicht zeigen kann.Es tut mir leid,aber deine bilder sind nicht wertvolles..Ich sehe dein schnee,aber kann ich garnicht fullen..kein gefühl der kälte,sehe ich kein bewegung..kann nur einer armlose aquarellen zeichnung sehen.

    >> Deine Meinung über meine Bilder - was du dabei fühlst ist mir egal - denn es bringt mir nichts weder Geld noch Ruhm

    aber ich hoffe das du dich und deine Kunst gut verkaufst kannst-

    ich höre auf DIE die mir etwas abnehmen <<
  • uzuzab
    ------- ich höre auf DIE die mir etwas abnehmen << -------

    Wenns nicht so traurig wär - wärs lustig .....
  • ydoboN
    @Egon,ist egal wer mehr bilder verkauft.Das ist hier nicht das theme.
    Ich glaube das du hier viel schreibst und garnicht sagst.Du sprichst hier von übung,übung,übung und ich sehe das du viel älter als ich bist,aber trotzden zeigst du uns so was :

    Und wie geht es Euch heute ?

    Na gut..ist nur ein skizze..
    Ok hast du gewonnen.

    Alles gut für dich
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    @Egon,ist egal wer mehr bilder verkauft.Das ist hier nicht das theme.
    Ich glaube das du hier viel schreibst und garnicht sagst.Du sprichst hier von übung,übung,übung und ich sehe das du viel älter als ich bist,aber trotzden zeigst du uns so was :

    Und wie geht es Euch heute ?

    Na gut..ist nur ein skizze..
    Ok hast du gewonnen.

    Alles gut für dich



    :-)) Älter sein ist kein Verdienst - das ist bestenfalls ein Handicap
    hat wieder nichts mit dem Thema zu tun genausowenig wie Verkaufszahlen

    Skizzen werden immer wieder von mir gemacht - auch in der Kneippe nur wegen der Übung und Spaß

    Ich hatte einen technischen Beruf - und daher sehen manches anders ala Ihr - etwas nüchterner

    In der Wirtschaft gilt :

    Besser sein ,
    etwas erzeugen was andere nicht könen oder wollen
    und nie das nachmachen was die Andern auch haben

    Wenn ich hoch am Berg irgendwo nach der Natur male - sitzt kein anderer Maler neben mir so wie in Venedig -
    Solche Bilder findet man nicht zu hunderten in ebay

    gehört natürlich auch nicht zum Thema
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