KunstNet nutzt Cookies. Details.
  • Skizze für das Bild

  • nype Skizze für das Bild
    Hallo Leute,

    ich muss eine Skizze für das folgende Bild anfertigen.

    🔗

    Ich habe kein Ordnungsprinzig gefunden. Diagonalen passen nicht und andere Muster sind ebenso unpassend.

    Kann mir jemand bitte helfen?

    Danke schon mal.

    Gruß,
    nype
  • efwe
    efwe
    ...Ich habe kein Ordnungsprinzig gefunden. Diagonalen passen nicht und andere Muster sind ebenso unpassend. ...

    so ein unsinn--zb sitzt der nimbus fast im schnittpunkt der beid eckdiagonalen-- etcetc...
    Signatur
  • B-nreoJ So ein Unsinn?
    🔗

    Witzig ist, das Pferd (den Maulesel?) mit den beiden Figuren zu vergleichen. Der Rücken des Mantelempfängers nimmt quasi den Bogen des gesenkten Tierhalses plus Kopfes auf. Die vier Hufe und die vier Füße :-) das sieht cool aus.

    Der "Sattel" (die Decke) des Tieres hat eine ähnliche Farbe, wie der Rock des Beschenkten, während der Heilige einen Rock trägt, der fast die Farbe des Himmels aufnimmt; zudem scheint er eh schon ein wenig zu schweben :-)

    Ich finde auch, dass die Diagonalen fast schon überdeutlich sind, allerdings ist alles etwas aus dem Zentrum heraus gerückt.

    Zudem vermute ich, dass der Heilige den Armen ein wenig beschimpft hat, als er ihm den Mantel gab, denn ohne geht es ja nicht :-)
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • B-nreoJ
    Ich verstehe nicht, welche Bilder man einbetten kann und welche nicht ...

    Dieses aus dem Ausgangsbeitrag geht:
    🔗
    und dieses (etwas größer) nicht:
    🔗

    Wieso?
  • nype
    Also ich finde, dass die Diagonalen nicht durchgehend von einer Ecke zur anderen gehen. Die Diagonalen gehen nur bis zum Kopf und nicht durchgehend von einer Ecke zur anderen. Würde man die Linien einzeichnen, zeichnet man dann trotzdem die Linien ganz durch?

    @joern

    Gehören die Punkte, die du oben erwähnt hast, zur Komposition?

    @efwe

    Dann hilf mir doch bitte. Ich sehe vielleicht nicht alles. Ich bin ja auch kein Kunsttheoretiker oder jemand, der sich oft mit Kunst auseinander setzt.


    Welche Prdnungsprinzipien und Strukturen der Bildkompositionen sind noch vorhanden?

    Zum Einbetten von Bildern. Ich glaube, dass das anderer Bild zu groß ist und es deshalb nicht geht.
  • B-nreoJ
    🔗

    Das ganze wird man natürlich nicht bloß als "reine" Komposition betrachten, sondern inhaltlich zu deuten haben. Der Heilige scheint irgendwie ein wenig über dem Armen (bzw. über den anderen Menschen) zu stehen in der Seins-Hierarchie und beide wiederum deutlich über dem Tier :-) Aber im Zentrum steht natürlich die gute Tat :-)

    Interessant ist auch, dass die Landschaft links (mit den profanen Gebäuden?) im Bild viel stärker zerklüftet ist als die rechte Seite, also als der Fels, der die Kirche (Kloster?) trägt ... Ist der Begriff Fels nicht sowieso bedeutungsvoll? Petra = Fels = Petrus?

    Links ist die "profane" Welt, rechts die "kirchliche/klösterliche" Welt. Franz wendet sich wie man sieht von der profanen Welt ab und der geistlichen Welt zu, er gibt ja auch den wertvollen Mantel fort ... Er steht sozusagen inmitten dieser Wandlung an der Kreuzung der Diagonalen, also auf dem Weg von hier nach da ...

    Viele solcher Symbole wird man auch nicht durch Nachdenken entschlüsseln können, da musst du dich andernorts schlau machen - in einem Lexikon der religiösen Symbole oder etwas in der Art.
  • nype
    OK. Vielen Dank.

    Das ist den Symbolen geht schon in die Interpretation und das brauche ich noch nicht. Danke für deine Hilfe.
  • B-nreoJ
    Eine mögliche Interpretation ist eben dies hier:

    Links ist die "profane" Welt, rechts die "kirchliche/klösterliche" Welt. Franz wendet sich (wie man sieht) von der profanen Welt ab und der geistlichen Welt zu, er gibt ja auch den wertvollen Mantel fort ... Er steht sozusagen inmitten dieser Wandlung an der Kreuzung der Diagonalen, also auf dem Weg von hier nach da ...
  • siku
    Wahnsinn, wie perfekt hier Hausaufgaben ausgearbeitet werden, das könnte weitere Anfragen nach sich ziehen, Herr B. auf Sie könnte noch viel Arbeit zukommen :-).

    Der Maler bedient kompositorisch die Leserichtung, nicht wahr?
    Das Kloster befindet sich oben rechts im Bild, am Ende der aufsteigenden Diagonale, der Blick fällt zuerst darauf, der Fels ist glatt, diese Anhöhe ist nicht so einfach zu erreichen. Der Mantel wird mit der Leserichtung (von links nach rechts) abgegeben, auf der abfallenden Diagonalen von oben nach unten ( er Heilige ist etwas höher platziert als der Bedürftige. Sehr schön geht aus der Skizze hervor, dass der Kopf des alten Mannes niedriger platziert ist, als der Kopf des Heiligen.
    Hier macht es richtig Spass mitzumachen. :-)
  • B-nreoJ
    Stimmt, die Diagonale zum Kloster zeigt nach oben. Das Bild ist cool. Giotto mag ich eh.
  • nype
    Der Mantel wird mit der Leserichtung (von links nach rechts) abgegeben, auf der abfallenden Diagonalen von oben nach unten ( er Heilige ist etwas höher platziert als der Bedürftige.

    Stimmt, das habe ich noch gar nicht bemerkt.
  • Revi Oliver
    Revi Oliver Das macht Spaß
    🔗

    Na ok, nicht göttliches, sondern Terrain des Klerus.
    Die rötliche Sandfarbe des Bodens deutet ja immer noch auf das Weltliche an sich hin.
    Im Gegensatz zum Blau des Göttlichen.
    Interessant sind auch die Tor-und Fensteröffnungen... in welche Richtungen sie zeigen.
  • nype
    Warum spielt die Handlung auf dem göttlichen Terrain?
  • B-nreoJ
    Dein Engagement ist ja kaum noch zu übertreffen. Überschlag dich nur nicht!

    wikipedia:
    "Beim Gebet in San Damiano, etwa im Jahr 1205, fühlte sich Franz von der dortigen Kreuzikone her persönlich angesprochen. Die Legende berichtet, Christi Stimme habe zu ihm gesprochen:

    „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät.“ (nach II Cel 10[4]).

    Auf diese Vision hin erbettelte er Baumaterial und begann nach Aussage seiner Biographen die kleine romanische Kirche eigenhändig wiederherzustellen. Später habe er in gleicher Weise San Pietro della Spina renoviert, eine heute nicht mehr vorhandene Kirche, sowie die etwa drei Kilometer von Assisi entfernte Kapelle Santa Maria degli Angeli, die unter dem Namen Portiuncula bekannt ist.

    Für wohltätige Zwecke und für seine baulichen Wiederherstellungsarbeiten an San Damiano nahm Franz Waren und Geld aus dem Geschäft seiner Eltern. Dies führte zu Streit mit seinem Vater, der schließlich vor dem Richterstuhl des örtlichen Bischofs Guido II. einen Prozess gegen seinen Sohn führte. In dieser Gerichtsverhandlung, die im Frühjahr 1206 öffentlich auf dem Domplatz stattfand, entkleidete sich Franziskus vollständig, verzichtete mit dieser Geste auf sein Erbe und sagte sich von seinem Vater los. Die Legende überliefert seine Aussage:

    „Bis heute habe ich dich meinen Vater genannt auf dieser Erde; von nun an will ich sagen: »Vater, der du bist im Himmel«.“[5]

    Franz gibt seinem Vater die Kleider zurück und verzichtet damit auf seinen Besitz. (Darstellung von Giotto di Bondone, um 1295)

    Danach begann Franziskus, außerhalb der Stadtmauern als Einsiedler zu leben. Er ging um Essen bettelnd von Haus zu Haus. Seine freiwillige Armut bezeichnete er – in Anspielung auf Vorstellungen des Rittertums und des Minnesangs – als seine „Herrin“.[6] Franziskus hielt sich zum Gebet häufig in den kleinen Kapellen im Umkreis Assisis auf, vor allem in Portiuncula. Er pflegte nach eigenen Angaben die Aussätzigen, die außerhalb der Stadtmauern leben mussten, \"
  • nype
    Ich habe trotzdem noch nicht verstanden, warum das auf göttlichem Terrain spielt. Ist es vllt so, dass der Berg rechts, die göttliche Seite darstellt und wenn man den Verlauf des Berges weiterzeichnet, wie auf dem Bild, dann befindet sich die Handlung genau in diesem Bereicht?
  • B-nreoJ
    Wenn du dich hier schon bedienen lässt, ohne selbst etwas zu investieren solltest du wenigstens die Texte aufmerksam lesen:

    Links ist die "profane" Welt, rechts die "kirchliche/klösterliche" Welt. Franz wendet sich (wie man sieht) von der profanen Welt ab und der geistlichen Welt zu, er gibt ja auch den wertvollen Mantel fort ... Er steht sozusagen inmitten dieser Wandlung an der Kreuzung der Diagonalen, also auf dem Weg von hier nach da ...

    Er ist sozusagen in "Leserichtung" unterwegs.
  • nype
    Achso, ReviOliver bezieht sich auf deinen Posting. Ich dachte, er hat sich auf sein eigenes Bild bezogen.

    Danke für eure Erklärungen.
  • B-nreoJ
    Wir beziehen uns hier alle auf diese eine Arbeit von Giotto, die Teil einer "Erzählung" (einer Serie von 20 [?] Fresken] zur Franziskuslegende ist. Und zwar das Bild: Die Schenkung des Mantels aus dem 13. jhd.
  • siku Sonntagsbeschäftigung :-)
    "Szene spielt auf göttlichem Terrain" ;-) na ja, ginge vielleicht gerade so durch :-)
    Begründen könnte man das mit gutem Willen vielleicht so:
    Die Figuren sind auf der Seite des "heiligen" Hügels platziert, demnach müsste sich der Esel auf weltlichem Terranin befinden. Ich würde argumentieren: das Personal befindet sich in der unteren Bildhälfte,also betrachternah, die Szene baut sich in der Handlung in Folge der Leserichtung auf.
    Der Maler arbeitet mit Symmetrien:
    links ein bebauter Fels und rechts ein bebauter Fels. Dort wo der weltliche und der heilige Hügel zusammentreffen ist der Nimbus platziert, im Zentrum des Bildes, an der unteren Grenze der Mittellinie.
    Lebewesen befinden sich nur in der unteren Bildhälfte. Was noch auffällt: die Lebewesen haben kaum Bodenhaftung, der Heilige scheint fast zu schweben, da nur seine Fußspitzen ganz leicht den Boden berühren.

    @ nype
    nimm in die Bildbeschreibung nur das auf, was dir schlüssig erscheint, was du sehen kannst.
    Die Grundfrage lautet doch: was ist die Thematik im Bild, mit welchen malerischen Mitteln hat der Maler sie umgesetzt, das Thema wurde dem Maler vorgegeben.
    Weitere Fragen die zur Bildbetrachtung gehören: wie viele Lichtquellen gibt es im Bild (eine, mehrere, naürliches Licht und Schattenwurf, betont das Licht bestimmte Kompositonselemente; welche Räumlichkeit hat das Bild? illusionistische Tiefenwirkung, d.h. Vorder-, Mittel und Hintergrund, oder ist der Naturraum (noch) nicht naturalistisch wiedergegeben, wie z.B. im Impressionismus?
    Die Antworten erhältst du nicht hier, sondern auf dem Bild.
  • geradeaus
    geradeaus
    Wahnsinn, wie perfekt hier Hausaufgaben ausgearbeitet werden, das könnte weitere Anfragen nach sich ziehen, Herr B. auf Sie könnte noch viel Arbeit zukommen :-).


    ...und ich werde deshalb fasziniert ständig im kunstnet rumlungern..:-))
  • Seite 1 von 2 [ 27 Beiträge ]

  • Anmelden um auf das Thema zu antworten oder eine Frage zu stellen.

Ähnliche Themen