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  • Wenn Kunst krank macht...

  • lliencmnoom Wenn Kunst krank macht...
    Hallo Leute.

    ich war lange nicht hier, weil ich in der Zwischenzeit ein Buch geschrieben habe, das jetzt bei BOD erscheint. Es heisst "Wenn Kunst krank macht. Vom allzu sorglosen Umgang mit Künstlermaterialien". Man sollte es nicht nur lesen, wenn man bereits einmal gesundheitliche Beschwerden hatte - sondern vor allem, um keine zu bekommen.

    Inhalt des Buches ist: wie und an welchen Chemikalien in Künstlermaterial kann man erkranken, welche Erkrankungen kann man bekommen, was kann man tun, um das zu verhindern. Ergänzend gibt es Kapitel über Kunst mit Kindern, das Lesen von Labeln oder handfeste Praxistipps. Bisher gibt es auf dem Buchmarkt nichts vergleichbares. Die amerikanische Pionierin der so genannten Safe Art hat das Vorwort geschrieben. Daran kann man schon mal sehen, wie wichtig das Thema ist!

    Vor zwei Jahren gab es hier schon einmal einen Thread zum Thema. Wenn ihr also einen Künstler oder eine Künstlerkollegin kennt, die Asthma hat oder allergisch auf Lösungsmittel reagiert: empfehlt oder schenkt ihr das Buch, damit nicht noch mehr Künstler durch ihre Kunst erkranken. Als Leiterin eines Netzwerks umweltkranker Künstler weiß ich, wie viele es weltweit sind...

    Mein Buch kann man ab Mitte April im Buchhandel oder über Amazon bekommen, aber bei Direktbestellung bei mir über meine Homepage 🔗 spart man vier Euro.

    Gruß, Moon
  • rethgifelyts
    über was man nicht alles bücher schreibt, mich hat die kunst bis jetzt nur am leben erhalten!
  • lliencmnoom
    Ja klar -

    aber Du weißt doch: alles hat zwei Seiten. Und: die Dosis macht das Gift!

    Ich empfehle ja niemandem, keine Kunst mehr zu machen - schließlich mache ich auch selber krank noch welche. Aber noch lieber hätte ich gesund weitergemacht. Verständlich, oder? Übrigens erkranken viele Kunstlehrer, weil sie jeden Tag im Dunst von X leuten stehen, die mit Malmitteln und ähnlichem hantieren. Man erkrankt ohnehin nur unter bestimmten Vorbedingungen. Die sollte man aber kennen.

    Mein Motto lautet

    Kunst?! Aber SICHER!! und das kann ich auch nur jedem anderen empfehlen. Auf seine Sicherheit und Gesundheit zu achten, ist doch nicht ehrenrührig..

    Moon
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • rethgifelyts
    klar, die haben mal das abwasser von der hbk braunschweig getestet, es war so arg mit giftstoffen belastet wie bei einer mittelgroßen chemiefabrik, jetzt stehen da sammelbehälter auf'm gelände. aber ist halt berufsrisiko, damit muss man leben.
  • lliencmnoom
    Hallo Stylefighter-

    Man sollte unterscheiden, ob ein Berufsrisiko minimierbar ist oder nicht. Die meisten sind es. Man kann zum Beispiel Schutzmasken tragen, Handschuhe, Brillen, Schutzbekleidung und anderes. Zweitens kann man im Kunstbereich giftige gegen nicht-giftige Stoffe austauschen und so weiter.

    Man muss mit nichts leben, was man ändern kann. Fatalismus nützt uns überhaupt nichts. Der eine sagt eben: damit muss man leben - der andere sieht hin, was er ändern könnte und minimiert seine Risiken.

    Moon
  • Stab aus Basel
    Stab aus Basel
    Ich arbeite mit Offsetdruckfarben und muss meine Druckstöcke putzen, sowie die Glasplatten auf denen ich die Farbe anmische, hinterher mit Terpentinersatz reinigen.
    Es stinkt zum Himmel, aber es gibt keine andere Art der Reinigung für die Holzschnittarbeit. Gesund kann das nicht sein. So ein Buch hat schon seine Berechtigung.



    (vielleicht hättest Du zur Vereinfachung noch die ISBN-Nummer angeben sollen)

    Viel Erfolg mit dem Buch

    wünscht der Stab aus Basel
    Signatur
  • lliencmnoom
    Hallo Stab aus Basel -

    die ISBN meines Buches ist 9-783-839-14878-5.

    Offsettdruck ist eine Kunstart, die klar gesundheitsgefährdend ist. In diesem Fall ist das Tragen einer Atemschutzmaske, die Lösungsmittel wegfiltert, ein Muss! Manche Kunstarten kann man relativ leicht von Risiken entschärfen, andere eben nicht. Da helfen nur Dunstabzugshaube, Luftreiniger und Atemschutz. Wenn's bei Dir zum Himmel stinkt, scheint mir da was zu fehlen.

    Das Lösemittelsyndrom ist als einzige so genannte Umwelterkrankung als Berufserkrankung anerkannt - aber wenn man es hat, geht es einem saudreckig. Vor allem kann man seine Kunst für den Rest aller Zeiten nicht mehr ausüben und wird nie mehr gesund. Angesichts dessen finde ich die Forderung nach angemessenem Gesundheitsschutz doch vertretbar...

    Viele Grüße in die schöne Schweiz, Moon
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